WRC 2012: FIA kämpft um MINI, Sponsoren für 2. Fahrzeug fehlen

Motorsport | 6.01.2012 von 11

2012 hätte das Jahr der vollständigen Rückkehr von MINI in die WRC werden sollen, doch schon jetzt liegt ein dunkler Schatten auf der noch nicht …

2012 hätte das Jahr der vollständigen Rückkehr von MINI in die WRC werden sollen, doch schon jetzt liegt ein dunkler Schatten auf der noch nicht begonnenen WRC-Saison 2012. Nach der durchaus erfolgreichen Debütsaison 2011 , die von Anfang an vor allem zum Sammeln von Erfahrungen gedacht war, hatten sich einige Beobachter auf eine erfolgreiche Rückkehr am Ort der großen Mini-Erfolge bei der Rallye Monte Carlo 2012 gefreut.

Nach aktuellem Kenntnissstand wird MINI zwar bei mindestens zehn der dreizehn Veranstaltungen vor Ort sein und in der Regel auch mit zwei Fahrzeugen an den Start gehen, allerdings nur mit Dani Sordo als festem Werksfahrer. Das zweite Cockpit soll offenbar an Bezahlfahrer verkauft werden und auch wenn so mancher fähige Fahrer am Lenkrad des MINI John Cooper Works WRC drehen wird, dürften die Ergebnisse unterm Strich doch spürbar schlechter ausfallen als mit zwei Werksfahrern, die sich kennen und wissen, welche Informationen der Teamkollege braucht.

Die FIA ist erwartungsgemäß durchaus an einem Verbleib der Marke in der WRC interessiert und hält trotz der längst verstrichenen Einschreibefrist alle Türen offen. Bei BMW, MINI und Prodrive schiebt man den Schwarzen Peter hin und her, größtes Problem ist offenbar ein Mangel an Sponsoren – die Beschaffung der Sponsoren liegt in der Verantwortlichkeit von Prodrive und offenbar war David Richards auf diesem Gebiet weniger erfolgreich als bei der Entwicklung des Autos.

In München ist man offenbar nicht gewillt, weiteres Geld in das Projekt zu stecken und derzeit hat es den Anschein, als ob das offizielle Ende der Beziehung zu Prodrive nur eine Frage der Zeit ist. Klar ist, dass man in München auch über den aktuell entstehenden Image-Schaden nicht erfreut ist.

Wie genau es weitergeht, wird sich in den nächsten Wochen zeigen, die anfängliche WRC-Begeisterung in München scheint aber nicht mehr vorhanden zu sein. Weitere Infos zur aktuellen Situation finden sich beispielsweise bei Rallye-Magazin.de.

  • Oliver Borgmann

    Lächerliche Posse.

  • Maik

    Ich finde es eher bedauerlich als lächerlich. Offenbar ist Prodrive bei der zwingend notwendigen Sponsorensuche von einem falschen Standpunkt ausgegangen oder hat einfach hier keine Stärken.

  • dans

    Das ist schon fast lächerlich. Alleine die Erfolge in 2011 die auf Anhieb eingefahren werden konnten sollten eine gute Grundlage sein um Sponsoren zu finden. Man hat ja schon gezeigt das der Wagen sehr konkurrenzfähig ist.
    Aber ich Frage mich auch warum man in München nicht mehr Engagement in das Projekt steckt. Mini wird in meinen Augen im Bereich Motorsport ziemlich vernachlässigt. Ob es der Dakar Einsatz ist der ohne den großen Aufwand rund um das Team von Sven Quandt nicht zu stämmen wäre, wo BMW auch herzlich wenig zu beigetragen hat mal abgesehen von der Motorenentwicklung. Dann wäre noch die Mini Challenge die aber in den Medien keine großen Wellen schlägt, also Frage ich mich warum man nicht energischer hinter dem WRC Projekt steht.
    Schade! Denn in meinen Augen ist die Marke Mini noch immer stark mit dem Rallyesport verknüpft.

  • dans

    Das ist schon fast lächerlich. Alleine die Erfolge in 2011 die auf Anhieb eingefahren werden konnten sollten eine gute Grundlage sein um Sponsoren zu finden. Man hat ja schon gezeigt das der Wagen sehr konkurrenzfähig ist.
    Aber ich Frage mich auch warum man in München nicht mehr Engagement in das Projekt steckt. Mini wird in meinen Augen im Bereich Motorsport ziemlich vernachlässigt. Ob es der Dakar Einsatz ist der ohne den großen Aufwand rund um das Team von Sven Quandt nicht zu stämmen wäre, wo BMW auch herzlich wenig zu beigetragen hat mal abgesehen von der Motorenentwicklung. Dann wäre noch die Mini Challenge die aber in den Medien keine großen Wellen schlägt, also Frage ich mich warum man nicht energischer hinter dem WRC Projekt steht.
    Schade! Denn in meinen Augen ist die Marke Mini noch immer stark mit dem Rallyesport verknüpft.

  • Anonymous

    Sehe ich auch so. Ist einfach nur lächerlich. Millionen an Sponsorengeldern für Segeln oder Golf raushauen aber dann “fehlt” das Geld für ein Auto+Fahrer. Wo ist eigentlich das Problem für eine Marketingabteilung von BMW mit ein paar Anrufen bei Sponsoren das Geld aufzutreiben?!

    • Anonymous

      Das Millionen an Sponsorengeldern für Segeln (ist ja nun beendet, ließe sich aber über CFK-Entwicklung zumindest noch einigermaßen rechtfertigen) oder Golf rausgehauen werden, solche von Anfang an vielversprechenden Projekte wie Mini bei der WRC an Sponsoren scheitern und wegen der DTM bei den 24h am Ring kein BMW-Werkswagen mitfährt ist jeweils für sich schon traurig genug. Alles zusammen kann schon echt deprimieren..

      • Voodoobrother

        Vor allem jetzt wo die MINI CHALLENGE kurzfristig von MINI Deutschland abgesagt wurde…

        Also allem Anschein nach steht MINI zu keinem Werkseinsatz bezüglich Motorsport bereit.

        • dans

          Die Mini Challenge wurde zwar begraben, aber als Mini Trophy kurz vor Weihnachten mit identischem Reglement wiederbelebt, also wird zumindest die Challenge bzw. Trophy weiterbestehen.

      • Timbo

        Ähmm…? Hab ich was verpasst? Heißt das, dass das Schnitzer Team bei den 24 h am Ring diese Jahr nicht am Start ist???

        • Anonymous

          Ich bezog mich nur auf die M3 GT. 24h ohne die ist wirklich mehr als traurig 🙁

          • Timbo

            Aber Schnitzer ist an dem Wochendene mit der DTM in Brands Hatch? Also doch nichts mit den 24h am Ring… 🙁

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