Ingolstadt macht Ernst: 1,6 Millionen verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2012?

Sonstiges | 8.09.2011 von 21

Update: Mittlerweile gibt es vermutlich ein offizielles Dementi von Audi im Donaukurier, online findet sich diese Nachricht allerdings noch nicht. Erst vor ein paar Tagen …

Update: Mittlerweile gibt es vermutlich ein offizielles Dementi von Audi im Donaukurier, online findet sich diese Nachricht allerdings noch nicht.

Erst vor ein paar Tagen haben wir über die erhöhten Absatzziele von Mercedes und Audi berichtet, die derzeit um den zweiten Platz unter den Premiummarken kämpfen und ihre Verkaufszahlen in den nächsten Jahren deutlich steigern wollen. Offiziell war dabei die Rede von etwas mehr als 1,2 Millionen Einheiten im laufenden Jahr 2011 und das Erreichen der Marke von 1,5 Millionen verkauften Fahrzeugen im Jahr 2014.

Intern scheint man in Ingolstadt aber noch deutlich ambitioniertere Ziele zu verfolgen: Wie die als äußerst seriös einzuschätzende Automotive News Europe, eine Schwesterzeitung der Automobilwoche, berichtet, wurden die 200 wichtigsten Lieferanten der VW-Tochter bereits am 20. Juli darüber informiert, dass Audi für das Jahr 2012 einen Absatz von 1,6 Millionen Einheiten anstrebt und 2013 sogar 1,7 Millionen Autos verkaufen möchte.

Sollte Audi diese Ziele tatsächlich erreichen, würden sie nach aktuellem Stand nicht nur Mercedes im Kampf um Platz zwei klar hinter sich lassen, sondern auch der BMW Group den Spitzenplatz streitig machen. Bei Audi scheint man nicht gewillt, die aktuellen Aussagen kommentieren oder wenigstens dementieren zu wollen, was viel Raum für Spekulationen lässt.

Mit neuen Baureihen wie dem kleinen Geländewagen Audi Q3, dem viertürigen Coupé Audi A7, dem bisher mäßig erfolgreichen Audi A1 und der jüngst neu aufgelegten Generation des Audi A6 hat man in Ingolstadt auf jeden Fall die Weichen für ein deutliches Wachstum gestellt. Im kommenden Jahr startet außerdem die nächste Generation des Kompaktklasse-Vertreters Audi A3, die mit mehr Varianten als bisher erscheinen und für weitere Wachstumsimpulse sorgen soll.

(Bild: Audi)

  • mini243

    …Aber unsere Freunde in München schlafen ja auch nicht! Neuer 1er, neuer 3er, 6er viertürig und und und… Mach mir da keine Sorgen das Audi plötzlich so stark wächst und BMW nicht mithalten kann!

  • lamefe

    Wie passend: heute in der Post einen Infopost Flyer zum “neuen” A1, jetzt zum “Vorzugspreis” . Da konnte ich mir das Lachen nicht unterdrücken. Demnächst klingeln Audi Vertreter bei allen Haushalten, um ihre Ware loszuwerden…
    Muss schon sagen, sowas hat richtig Stil. Das erwartet man doch von einem selbsternannten “Premiumhersteller”, oder etwa nicht?

    • Mitsu

      Darüber muss man zumindest als BMW-Anhänger gar keine Witze machen. Allein Ende der 90er hat BMW jede Menge “Außendienstverkäufer” eingestellt, die dann bei potentiellen Kunden Klinken putzen sollten. So weit weg sind die “Vertreter, die an Haustüren klingeln” bei BMW jedenfalls nicht.

  • Hans

    Das ganze wurde von Stadler aber in der heutigen Print-Ausgabe des Donaukuriers (Ingolstädter Tageszeitung) dementiert. Man besitze derzeit gar nicht so hohe Prouktionskapazitäten und peile weiterhin 1,5 Mio. für 2015 an.

    • Vielen Dank für die Aufklärung, diese Info scheint im Internet noch nicht angekommen zu sein. Ich baue oben ein entsprechendes Update.

    • Anonymous

      Der Donaukurier, hör  mir auf mit der Zeitung. In jeder “normalen” Tageszeitung wurden Modelle wie das  6er Coupe, oder I3, I8 oder 1er F20 vorgestellt, aber wieso im Donaukurier nicht. Ach stimmt ist das nicht die Audiwerkszeitung? Jeder neue Audi wird mit einer kompletten Seite in der Zeitung vorgestellt. Für mich keine Zeitung!

      • Hans

        Das eine Tageszeitung aus einer Region wie Ingolstadt wohl eher Audi positiv gestimmt ist wie anderen Herstellern dürfte klar sein. Es sind ja schließlich nicht nur 30.000  Leute die direkt bei Audi im Werk Ingolstadt arbeiten sondern auch noch Tausende andere die bei diversen Zulieferern ringsrum beschäftigt sind (so wie ich 😉 )
        Ob hier jetzt dann irgendwelche ganzseitigen Berichte über neue Autos anderer Hersteller bei einem großen Teil der Leserschaft gewünscht werden, darf doch zumindest angezweifelt werden.

        • Anonymous

          Und das soll der Grund sein, warum man über andere Hersteller quasi nichts berichtet. Eine Tageszeitung sollte neutral bleiben, egal ob in der Region, in der sie gelesen wird, viele Mitarbeiter bei einem bestimmten Unternehmen arbeiten, außerdem arbeiten in dieser Region sehr viele Leute für BMW oder Zulieferfirmen von BMW. 

  • Luxus für wen?

    Das Rennen entscheidet sich sicher nicht in Deutschland, wo die Leute immer mehr verarmen und nur das Flotttenleasing die Premiumhersteller am Leben hält. In Asien und in den USA ist der Showdown.

  • Anonymous

    ..ganz ehrlich unmöglich 400.000 Fahrzeuge in einem Jahr mehr zu verkaufen. Das wären ca. 25% nochmal mehr wie jetzt im ganzen Jahr… Glaube kaum dass das Audi gesagt haben soll….

    mit 1,35 nächstes Jahr kann man bei Audi zufrieden sein, aber keine 1,6!

    • Der Namenlose

      Du hast Recht: es ist unmöglich.

      Allerdings traue ich der Audi-Marketingabteilung und der Chefetage immer zu, irgendwelche Gerüchte gezielt in die Welt zu setzen, aus welchem Grund auch immer.

      • Anonymous

        …wenn das die Marketingabteilung gemacht haben soll, wem wollen sie denn mit so einer Mitteilung schocken? BMW?!! Denke eher das hier was falsches hinein-interpretiert wurde….

        • Der Namenlose

          Ja, wahrscheinlich ist es wirklich eine echte Ente.

  • Anonymous

    ..ganz ehrlich unmöglich 400.000 Fahrzeuge in einem Jahr mehr zu verkaufen. Das wären ca. 25% nochmal mehr wie jetzt im ganzen Jahr… Glaube kaum dass das Audi gesagt haben soll….

    mit 1,35 nächstes Jahr kann man bei Audi zufrieden sein, aber keine 1,6!

  • Oldschool

    Alle drei deutschen Premium-Hersteller sind in meinen Augen gut aufgestellt.
    Als BMW-Fahrer ist es mir völlig wumpe, wer von den dreien mehr Autos verkauft.

  • Oldschool

    Alle drei deutschen Premium-Hersteller sind in meinen Augen gut aufgestellt.
    Als BMW-Fahrer ist es mir völlig wumpe, wer von den dreien mehr Autos verkauft.

  • Anonymous

    Wenn man seinen Blick über die hyperaktiven Weltmärkte schweifen lässt, könnte man sich bei Audi freuen, wenn sie 2012 überhaupt das Verkaufsvolumen von 2011 erreichen sollten. 

    Was man theoretisch produzieren könnte, kann man seriös voraussagen.. In der heutigen Zeit jedoch auf die zukünftige Kaufkraft der Menschen zu wetten hat nicht mehr Gehalt, als das Tageshoroskop in der Bildzeitung.

    • Anonymous

      ….sehe ich ähnlich, klar ist der Hype bei Audi sehr groß und ich verstehe auch die Motivation, nur sollte man nicht gleich 2 Schritte auf einmal machen. Die Modelloffensive baut ja jeder Hersteller gleichermaßen aus.

      Man sollte nicht vergessen das auch mal jedes Wachstum wieder ins stocken (alle Hersteller) oder gar sich verlangsamt. Nicht jeder Interessent lässt sich von Audi das (Stadler-Markengesicht) als Premium abkaufen und gerade in Regionen ab obere Mittelklasse wird Exklusivität gewünscht, da zieht das Markengesicht(siehe A8, trotz Neu) überhaupt nicht. Auch der A7 schwimmt so halbherzig mit. Schon die Verkaufszahlen vonm A6, wo ja bekannterweise der A7 mit eingerechtnet wird, stagniert extrem.

      Glaube aber auch nicht das BMW so schnell die 2 Mille schaffen wird, weil einfach ein Auto immer und immer mehr zum Luxus wird.

  • Beim VW Konzern zählen nur die Verkaufszahlen … jetzt soll Porsche auch noch den Absatz steigern, man schiebt den Billig Porsche für arme Möchtegerne nach. Toll!

    Also nichts gegen Audi aber manche sehn halt nur die Verkaufszahlen und vergessen den Rest.

  • Anonymous

    Mit Herrn Stadler hat in Ingolstadt eine zweifellos neue Art von operativer PublicRelations-Intensität Einzug gehalten. Und die mit Sicherheit stark gestiegene Anzahl an PR-Kontakten hat Stadler und die Seinen darin bestärkt, die Schraube weiter und weiter zu drehen.

    Im lfd. Jahr 2011 wurde seitens Audi mit Sicherheit im Monatrythmus über künftige Wachstumsprognosen berichtet – man könnte auch sagen schwadroniert – und dies immer wieder mit blumigen Metaphern unterfüttert (z.B. in der letzen Woche: “wir werden die Latte von 1,2 Mio. locker überspringen und vermutlich noch etwas Distanz lassen ….”). Bei soviel lfd. Wechsel bei Jahresnah- und Fernzielen kann es dann schon einmal vorkommen, dass Medien diese Dinge einfach nicht mehr in die Reihe bringen.

    Natürlich hat Audi die Zahl von 1,6 Mio. für 2012 nicht genannt – das wäre aus einer ganzen Reihe von Gründen einfach nur albern. Persönlich würde ich diese Falschmeldung allerdings als einen Warnschuss vor den Audi-PR-Bug erachten – die Medien könnten es leicht satt bekommen und sich künftig nicht mehr so leicht vor den Audi-PR-Karren spannen lassen.

    Ganz anders sieht es natürlich bei bezahlter Werbung aus – da werden m.E. Audi-Millionen nocht Einiges bewirken und verändern. Ein gutes Beispiel hierfür ist die 16-seitige Anzeigenstrecke am Ende der heutigen Auto Motor u. Sport Ausgabe. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz im Bereich der Werbeformen in Printmedien dass mehrseitige, zusammenhängende Anzeigenstrecken – sagen wir mal etwa ab 6 Seiten – als Einhefter dargestellt werden. Diese Grenze hat ams mit Audi überschritten – die Anzeigenstrecke hat normales Seitenformat, normales Papier und stellt die normale ams-Heftstruktur völlig auf den Kopf.

    Meines Wissens gab es ein derartiges Werbeformat nebst Plazierung bei ams noch nie. Und was ich auch noch nie – selbst noch nicht in ams – gelesen habe ist die Bewertung des 3,0 ltr. 6-Zylinder Diesels im BMW 530GT als ‘unkultiviert’. Das textliche Umfeld dazu im Übrigen bietet ein Vergleichstest mit Audi A7 und Porsche Panamera mit ihren Audi V6 Dieseln. Na da schau her ….

  • Anonymous

    Aus meiner sicht ist Audi zwar kein schlechtes Auto aber irgendwie auf
    so eine art Mode, einer hatte es und die anderen wollten es auch. Audi
    faengt erst jetzt an ein Image und Gesicht aufzubauen, dagegen hat BMW
    schon laengst ein Image und ein Gesicht das man sofort als BMW erkennt,
    selbst ein 30 jaehriger BMW ist als BMW zu erkennen – und wo war Audi?
    Wenn Audi denkt “jetzt sind wir mit BMW auf einer Stufe – ist BMW schon
    eine Stufe hoeher gestigen”. Und das ist auf gut so. Denn wer
    leidenschaftlich Automobile Baut braucht sich um “Moden” nicht zu
    kuemmern. 

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