AutoCar.co.uk: BMW i8 erhält doch Ottomotor und keinen Turbodiesel

BMW i | 23.02.2011 von 22

Am Montag wurde in München die neue Submarke BMW i vorgestellt und von Beginn an ist klar, dass es dabei nicht nur um Elektromobilität geht. …

Am Montag wurde in München die neue Submarke BMW i vorgestellt und von Beginn an ist klar, dass es dabei nicht nur um Elektromobilität geht. Mit dem BMW i8 wird neben dem Elektro-Auto BMW i3 auch von Beginn an ein Fahrzeug mit Hybrid-Antriebsstrang angeboten, das neben der Fähigkeit des rein elektrischen Fahrens nach aktuellem Stand auch nur von einem Verbrennungsmotor angetrieben werden kann.

Die jetzt eingeführte Nomenklatur lässt keinen Zweifel daran, dass es neben i3 und i8 noch andere Modelle geben wird und offenbar ist hier auch mit anderen Lösungen in Sachen Antriebsstrang zu rechnen. BMW i möchte offenbar für jede Fahrzeugklasse und die entsprechenden Anforderungen den perfekten Antrieb bieten und will sich nicht auf bestimmte Konzepte festlegen oder scheinbar ausgetretene Pfade von vornherein ausschließen, wenn diese sich als vorteilhaft erweisen.

BMW-Vision-EfficientDynamics-Wallpaper-04

Gegenüber der britischen AutoCar äußerte Entwicklungsvorstand Dr. Klaus Draeger am Montag, dass der Hybrid-Sportler BMW i8 entgegen aller bisherigen Ankündigungen nicht über einen Diesel-Hybrid-Antriebsstrang verfügen wird. Mit Blick auf den Weltmarkt hat man sich offenbar entschieden, den im Heck befindlichen Turbodiesel mit 1,5 Litern Hubraum und 163 PS durch einen Ottomotor zu ersetzen, zu dem noch keine technischen Details bekannt sind.

Nach den umfangreichen Ausführungen vor wenigen Monaten, warum man sich für einen Dieselmotor entschieden hat, kommt dieser Schritt durchaus überraschend. Schon damals sagte uns Dr. Philip Koehn im Interview allerdings, dass der Dieselmotor nicht zwangsläufig verbaut werden müsse, wenn sich ein Ottomotor doch als vorteilhafter erweisen sollte.

Wir dürfen gespannt sein, welche Art von Ottomotor nun genau zum Einsatz kommen wird. Sicher scheint nur, dass es sich um einen aufgeladenen Motor mit drei oder vier Zylindern handelt, denn ein größerer Motor dürfte weder mit den Platzverhältnissen im Fahrzeug noch mit dem Hauptziel eines äußerst niedrigen Normverbrauchs harmonieren.

Sobald es weitere Details in dieser Sachfrage geben sollte, werden wir natürlich darüber berichten.

Außerdem sagte Draeger mit Blick auf den BMW i3 (bisher bekannt als Megacity Vehicle), dass dieses Modell natürlich als Premiumprodukt positioniert werden soll und somit teurer sein werde als mögliche Wettbewerber wie der Nissan Leaf. In Form der Carbon-Karosserie und der resultierenden Vorteile in allen Belangen gibt es für diese Politik aber auch sehr gute Gründe, weshalb diese Ankündigung keine Überraschung darstellt.

(Quelle: AutoCar.co.uk)

22 responses to “AutoCar.co.uk: BMW i8 erhält doch Ottomotor und keinen Turbodiesel”

  1. M-Fetischist says:

    “Außerdem sagte Draeger mit Blick auf den BMW i3 (bisher bekannt als Megacity Vehicle), dass dieses Modell natürlich als Premiumprodukt positioniert werden soll…”

    So macht man mal wieder aus einer Not eine Tugend… Zeigt vielmehr das die Fertigungstechnik noch nicht wirklich Großserienreif ist, die das Ding zu keinen anständigen Kurs auf den Markt bringen könnten und einfach mal das “Premiumsiegel” draufpacken, um die Preispolitik zu rechtfertigen.

    So verkommt die BMW “i” Sparte von vornherein zur Premiummarke in der Premiummarke. Bin gespannt ob das gut geht. 🙂

    • iQP says:

      Das kann jetzt auch noch gar nicht preiswert angeboten werden. Die ersten Fahrzeuge mit komplett neu entwickelter Technik, teuren Akkus und teurer Karosserie.
      Daher positioniert man die Fahrzeuge lieber gleich weit oben, damit man wenigstens was bekommt fürs Geld.

      Das ist ja auch schon beim X6 und 7 ActiveHybrid so. Ein 1er als Hybrid wäre derzeit sinnlos, weil der für das was er bietet viel zu teuer wäre. (und der Platz
      Deswegen auch die Kooperation mit PSA, bezahlbare Hybridkonzepte im unteren Segment.

      In den nächsten Jahren / Jahrzehnten kommen noch große Herausforderungen auf die Autobauer zu.

    • Benny says:

      Diese Einschätzung teile ich nicht. Es wäre schlicht bekloppt, ein Fahrzeug mit derartig neuem und aufwendigem Ansatz zum selben Preis zu verkaufen wie ein vergleichsweise gewöhnliches Fahrzeug mit Stahlkarosserie. Dass BMW i als Premiummarke positioniert wird, geht ja schon aus dem “BMW” im Namen hervor und kann nicht überraschen, oder hat jemand erwartet, dass BMW i gegen Nissan oder Opel aufgestellt wird?!

      • M-Fetischist says:

        Das eine hat doch nichts mit dem anderen zu tun…

        Klar ist die Konkurrenz nicht im Nissan Leaf zu sehen aber wenn es am Ende zum Premium im Premium verkommt… Ach ich lass es *abwink*… Für mich sind die Dinger überteuerte Technologieträger, die in Breite nicht den Anspruch haben, den Markt und das Angebot zu revolutionieren, sondern die Öko-Lobby mundtot zu stellen.

        Egal ich bin schon still :-D… Wir drehen uns da eh diskussionstechnisch im Kreis, da muss ich nicht noch Öl ins Feuer gießen

        @ iQP

        “Die ersten Fahrzeuge mit komplett neu entwickelter Technik, teuren Akkus und teurer Karosserie.
        Daher positioniert man die Fahrzeuge lieber gleich weit oben, damit man wenigstens was bekommt fürs Geld.

        Das ist ja auch schon beim X6 und 7 ActiveHybrid so.”

        Dem ist nicht wirklich so… Die Preispolitik beim Hybrid find ich fair. Sie sind ja preislich nicht wirklich als Topmodelle Positioniert ( 760 usw ) Über den Praxisnutzen bei den Verbräuchen in Relation zu den Kosten für ein Dieselpedant ließe sich jedoch freilich streiten.

        Die BMW Hybrid sind spannende tolle Fahrzeuge. Schade das es keinen X5 Hybriden gibt, dessen Entwicklung empfänd ich fast folgerichtiger als die des X6.

        *zäsur*

        Grundsätzliches:

        Schade das man sich vom Diesel verabschiedet hat, hin zum Ottomotor. Klar die Laufruhe des Ottomotors ist eine bessere aber Verbräuche, CO² Emissionen, wie auch Entwicklungssprung sprechen eher für den Diesel.

        Benzinhybride sind ja nun wirklich ein ganz alter Hut. Im Dieselhybrid hätte die m.M. nach die mittelfristige Fortbewegungszukunft gelegen.

        • manuelf says:

          @M-Fetischist:
          Ich würde es begrüßen, wenn Du mit Deiner blumigen Aussage von “Premium im Premium” etwas aussagekräftiger werden würdest. Sonst könnte man auf die Idee kommen, dass Du einfach subjektive Abneigungen hegst 😉
          Ein Nissan Leaf kostet in Portugal mit eingerechneter Prämie 30.240 €. Falls in DE keine Prämie zum Tragen kommt, wird er hier also teurer werden.
          Das mal also als Basis.
          Ein BMW i3, der definitiv innovativer ist, bessere Fahrleistungen bieten wird und (da können wir auch gerne persönlich eine Wette abschließen!) wertigere Haptik und Optik bieten wird, muss aus meiner Sicht damit 20-30% teurer sein. Da sind wir dann also bei einem Einstandspreis von ca. 40.000€.

          Was ist daran jetzt “Premium im Premium”? Dass rein elektrische Fahrzeuge bei JEDEM Hersteller teurer sein müssen, als ein irgendwie vergleichbares konventionelles Model ist trivial – das steht hier nicht zur Diskussion.
          Ist Deine Kritik somit, dass BMW überhaupt ein rein elektrisches Fahrzeug anbietet oder bist Du der Meinung, dass ein i3 WESENTLICH teurer als 40k € ist?

          • iQP says:

            Ich denk schon, dass es teurer wird.
            Wobei BMW selbst schon sagt, dass sie es nicht so teuer anbieten können, dass es für BMW rentabel wird.

          • M-Fetischist says:

            “Ist Deine Kritik somit […] oder bist Du der Meinung, dass ein i3 WESENTLICH teurer als 40k € ist?”

            Ja mag spekulativ sein aber ich seh ihn nicht unter 50k Grundpreis.

            Das wäre mir für einen Kleinwagen entschieden zu teuer. Auch dein kolportierter 40k Einstiegspreis wäre für mich eine Nummer zu straff. Wir wissen ja, dass sich BMW in erster Linie über die Sonderausstattungen finanziert und es da oft keine Grenzen nach oben gibt.

            Und ja der i3 ist zweifelsfrei Innovativer, bspw. dank der CFK Bauweise. Allerdings bleibt er ein Kleinwagen / Kompaktwagen und die – spekulativ – preislich auf oder über 5er Niveau zu setzen ist… Nunja =)

            PS: Die (zusätzliche) Abneigung ist – wie bereits offenkundig – meinerseits eh vorhanden und wie kann eine Abneigung objektiv sein? Sie kann höchstens auf objektiven Argumenten fußen.

            PS²: Ich wette nicht. Schon gar nicht gegen den Innovationscharakter der “I” Modelle. Ich mag kein Fan der Idee sein, bleibe aber trotzdem Fan der Marke BMW.

            PS³: Ich hab nichts gegen Elektroautos. Wir müssen weg vom Öl, denn:

            800 von 1.000 Deutschen haben ein Automobil
            862 von 1.000 Amis haben ein Automobil

            jedoch

            nur

            19 von 1.000 Chinesen haben ein Automobil

            und

            8 von 1.000 Inder haben ein Automobil

            Das Problem daran? Sowohl die Chinesen, wie auch Inder kommen die nächsten Jahre zusehens zu einem gewissen Wohlstand ( China ist in wenigen Jahren schon Weltmacht Nummer 1 in allen Bereichen und auch wenn die da im Mittel weniger verdienen als in Westeuropa, wird es für mobilität reichen ) und machen dann was? Richtig, investieren ihr Geld in ( günstige ) Automobile. Gleichzeitig arbeitet die Öllobby heute schon an/über der Fördergrenze. Es werden schon weitaus weniger lukrative Felder angebohrt und sogar die Bitumenfelder in Kanada werden ausgebeutet ( vor ein paar Jahren noch undenkbar ).

            Lange Rede kurzer Sinn… Das Öl ist entweder in “wenigen” Jahren futsch oder eine neue – in seinen Dimensionen nie dagewesene – Ölkrise holt uns ein. Also müssen wir hin zu alternativen Antrieben. ( Deswegen auch mein Votum hin zum Dieselhybrid und weg vom Benzinhybrid, da dort konzeptionell höhere Kraftstoffsparraten zu erwarten sind )

            Ich find es gut, dass BMW da ( Projekt I ) eine Vorreiterrolle einnimmt aber die Geschwindigkeit hin zur Grrroooooooooßserienfertigung ( die seh ich erst bei der nächsten oder gar übernächsten Generation dieser Automobile ) dauert mir zu lang.

            Das ist es was ich BMW Vorwerfe :-D. Das sie aufgrund von Grundkonzeption und Preispositionierung ( die sollen die Dinger auch nicht für 10k aufm Markt werfen aber Realismus sollte schon vorherrschen ) aber alles auf kleine Stückzahlen hin ausrichten. -> Siehe auch Beiträgen hier zu dem Thema i3 Stichwort: Miete und Co.

            Klar gibts auch “innovative” Fernseher für 100k € … Aber die bringen die Technik und die Vorbreitung nicht voran. Elektroautomobilität sollte nicht Gimmick und “Statussymbol” der Haute-Volée werden sondern eben die Breite Käufermassen erreichen.

            Fazit: I3 = gut, Konzeptionierung ( alles bis auf den Preis ist ja eigentlich klar ) = mies. Der neue I3 riecht / stinkt für mich eher nach Lobbybeschwichtigung und Dienstwagen für Künast und Co. als seriöse Zukunftsorientierung. Uns allen rennt die Zeit davon… Schon die erste Serie des i3 müsste auf Großserie à la Mini getrimmt werden.

            Hmmm schwere und unbequeme Thematik.

            • Chris says:

              Zum einen wir der I3 nicht zum Kauf sondern nur als Leasing angeboten werden und zum anderen halte ich 50 T€ Grundpreis fuer voellig unrealistisch.
              Er wird sich wohl eher zwischen 35-40T€ Grundpreis bewegen.
              Das Leasing wird vielleicht ja wie bei anderen E-Fahrzeugen stufenweise aufgebaut werden (fuer mehr km Reichweite zahle ich mehr).
              Das dieser Preis mit SAs natuerlich nach oben geht ist klar, aber ein hoehrer Grundpreis wuerde BMW voellig das Volumen zerstoeren….
              Aber von einer Leasingrate von ca. 500,- aufwaerts im Monat kann man denk ich schon ausgehen.
              Interessant wird sicher auch ueber welches Vertriebsmodel der I8 angeboten wird….

              • Benny says:

                Eine Entscheidung darüber, wie der BMW i3 vertrieben wird, ist noch nicht gefallen. Neben Leasing steht natürlich auch der Verkauf zur Debatte und ich gehe davon aus, dass es mehrere Varianten geben wird, das Fahrzeug zu nutzen.

                • Chris says:

                  Doch doch, die Entscheidung ist schon gefallen….ich meine dazu gab es sogar schon eine Pressemitteilung…..moment ich schau schnell….

                  Ah ja hier:
                  http://www.elektroauto-nachrichten.de/elektroauto-hersteller/bmw/bmw-mcv-kann-nur-geleast-werden/

                  Je nachdem wie sich das Auto ueber den Lebenszylkus entwickelt wird es vielleicht spaeter auch noch andere Angebotsvarianten geben…

                  • Benny says:

                    Ich habe mich am Montag persönlich mit den Verantwortlichen unterhalten. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen, weder in die eine noch in die andere Richtung. Auch wir haben hier darüber berichtet, dass das MCV/der i3 möglicherweise nur geleast werden kann, aber eine offizielle Aussage gibt es dazu nicht und auch irgendetwas, das nur entfernt wie eine Bestätigung der Vermutung klingen könnte, war am Montag nicht zu hören – auch nicht auf direkte Nachfrage.

  2. tk14 says:

    Bitte nicht noch so einen Benzin Hybrid, in der Stadt zwar ok, aber bei etwas höheren Geschwindigkeiten einfach mist. Da ist fast jeder Diesel ohne Hybrid besser.

    • iQP says:

      Das auto kostet mindestens 150.000, was interessiert da noch ob man 20cent mehr zahlt für einen Liter ? 😉

      • tu94 says:

        Diesel sind nur für Europa benutzbaren Dreckschleudern!
        Die haben in einem SPORTWAGEN nichts verloren!

      • tk14 says:

        Ja, wenn man das so sieht könnte die Mühle auch ruhig weiterhin ihre 20 Liter brauchen, wie alle anderen auch.
        Statt beim Benzin Hybrid mit 7er, X6 und 5er mühsam Toyota einzuholen, hätte ich mir bei BMW lieber soetwas gewünscht:
        http://www.autobild.de/artikel/volvo-v60-hybrid-in-genf-2011-1561179.html
        Das wäre wenigsten eine echte Neuheit gewesen.

        • tu94 says:

          Dieselabgase bestehen zum Teil aus Stoffen die Krebs verursachen könne (NOx)

        • iQP says:

          Wenn man Geld sparen will, dann kann man doch kein Auto kaufen, das mehr als 2 Tonnen auf die Wage bringt und über 400 PS hat.
          Und das sollen die Fahrzeuge auch gar nicht sein.
          Bei dem Kaufpreis braucht mir keiner sagen, dass er KOSTEN an der Tankstelle sparen will, weil für das was der Hybrid mehr kostet, kannst lang tanken.
          Da ist dann eher die Frage was bringt es Fahrtechnisch und was ist Umweltfreundlicher (wobei ich ernsthaft daran zweifle, dass das irgend jemand interessiert, der ein derartiges Auto kauft, weils auch Irrsinn ist bei über 10l Verbrauch)

    • Ratze says:

      Bloß das der I8 als HAuptmarkt die USA hat, wo es immer noch nicht flächendeckend gibt. Also hat es sich da sicher schon relativ früh erledigt.

  3. KR1S says:

    Dann besteht ja doch noch Hoffnung auf einen Sechszylinder – wenn auch auf den Motorrad-Motor. 😉

    Chris

    • Chris says:

      Falls das I8 Package wie in der Studie bleiben sollte wird das mit dem 6-Zylinder sehr schwierig….aber lassen wir uns mal ueberraschen…..

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Find us on Facebook

Tipp senden