BMW erwägt Produktion der 3er- und 5er-Reihe im US-Werk Spartanburg

BMW 3er | 12.01.2011 von 20

Das US-Werk Spartanburg wird für die BMW Group von Jahr zu Jahr wichtiger. Der Automarkt in Nordamerika hat sich mittlerweile relativ gut von der Wirtschaftskrise …

Das US-Werk Spartanburg wird für die BMW Group von Jahr zu Jahr wichtiger. Der Automarkt in Nordamerika hat sich mittlerweile relativ gut von der Wirtschaftskrise erholt und BMW geht davon aus, dass die USA auch in den kommenden Jahren einer der größten Märkte für Premium-Automobile sein werden. Zwar könnte China schon bald an den USA vorbeiziehen, aber dennoch bleibt der Markt natürlich sehr groß und somit auch sehr wichtig für die BMW Group.

Um der Nachfrage in Nordamerika nachkommen zu können und dabei auch den dort herrschenden Kostendruck zu überstehen, erwägt BMW laut einem Bericht der FAZ nun offenbar, auch die 3er- und 5er-Reihe direkt in Spartanburg zu bauen. Die FAZ beruft sich dabei auf Gespräche mit Ian Robertson am Rande der NAIAS Detroit 2011. Entscheidungen darüber seien noch nicht gefallen, aber wenn solche Überlegungen bereits öffentlich kommuniziert werden, scheint es zumindest handfeste Tendenzen in diese Richtung zu geben.

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Bisher baut BMW in Spartanburg ausschließlich die X-Modelle X3, X5 und X6, früher liefen aber auch schon Modelle der 3er-Reihe E36 sowie die Z4-Generation E85/E86 in South Carolina vom Band. An der Produktion möglichst nahe am Kunden führt offenbar künftig kein Weg vorbei, um die Kosten auf einem konkurrenzfähigen Niveau zu halten. Neben den niedrigeren Produktionskosten gilt auch das Vermeiden von Währungskursschwankungen als Vorteil für die Produktion im Abnehmerland.

Volkswagen, Mercedes und Audi erwägen ebenfalls eine Produktion direkt in Nordamerika oder haben bereits damit begonnen. Mercedes hat erst vor wenigen Monaten angekündigt, die C-Klasse für den US-Markt künftig im Werk Tuscaloosa in Alabama zu fertigen.

Genügend Platz für die Produktion der 3er- und 5er-Reihe sei in Spartanburg nach dem Ausbau des Werkes jedenfalls vorhanden, der Aufwand für eine teilweise Verlagerung der Produktion hielte sich in Grenzen. Aus Sicht des Unternehmens spricht also viel für einen solchen Schritt, aber er könnte auch zu einem Abbau von Arbeitsplätzen in Deutschland führen.

Vergleichbar sieht die Situation in China aus, denn auch für den dortigen Markt soll ein immer größerer Prozentsatz der Fahrzeuge direkt vor Ort gebaut werden. Im Fall des Megacity Vehicle hat BMW ebenfalls schon angekündigt, die Produktion nach dem Start in Leipzig im Jahr 2013 auch dort zu beginnen, wo die Nachfrage nach dem Elektro-Stadtfahrzeug besonders groß ist – der Bau einer speziellen Variante für den chinesischen Markt in China ist bereits beschlossen, weitere Standorte könnten folgen.

(Quelle: FAZ.net)

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