WTCC: Andy Priaulx bleibt auch nach Valencia im Titelrennen

Motorsport | 19.09.2010 von 0

In Anbetracht der mäßigen Startpositionen war von Anfang an klar, dass Augusto Farfus und Andy Priaulx im ersten Lauf nicht um den Sieg fahren würden. …

In Anbetracht der mäßigen Startpositionen war von Anfang an klar, dass Augusto Farfus und Andy Priaulx im ersten Lauf nicht um den Sieg fahren würden. An der Spitze konnte sich Gabriele Tarquini im Seat Leon TDI klar durchsetzen, ihm folgte mit Yvan Muller der Spitzenreiter in der Fahrerwertung vor zwei weiteren Chevrolet-Fahrern. Schon auf dem fünften Platz und damit besser erwartet kam Andy Priaulx ins Ziel und sicherte sich damit außerdem eine gute Ausgangsposition für den zweiten Lauf. Augusto Farfus unternahm alles, um ebenfalls in die Top Acht zu kommen, nach einer Kollission mit Freddy Barth war das Rennen allerdings für ihn gelaufen.

Im zweiten Lauf konnte Andy Priaulx nur bedingt von seiner guten Startposition profitieren, denn die Performance seiner unmittelbaren Konkurrenten um den Titel war zu stark für den BMW 320si WTCC. Am Ende gewann Tiago Monteiro im Seat Leon TDI souverän, es folgten Yvan Muller und Gabriele Tarquini vor Andy Priaulx. Der Brite kann mit einem fünften und einem vierten Platz auf der für BMW schwierigen Strecke in Valencia eigentlich zufrieden sein, aber da seine unmittelbaren Konkurrenten jeweils auf dem Podium standen, hat er natürlich etwas Boden verloren.

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In der Gesamtwertung liegt Priaulx weiterhin auf dem zweiten Platz, hat aber nun 25 Punkte Rückstand auf Yvan Muller im Chevrolet. Gabriele Tarquini folgt weitere vier Punkte später auf dem dritten Rang. Bei den Herstellern hat Seat die Siege beim Heimspiel genutzt, um an BMW vorbeizuziehen. Hier muss man aber stets im Blick haben, dass BMW lediglich zwei Fahrzeuge an den Start bringt, während die Konkurrenz mehr Eisen im Feuer hat.

Bart Mampaey (Teamchef): “Das waren für uns zwei turbulente und schwierige Rennen. Positiv ist, dass Andy in beiden Läufen Punkte gesammelt hat, obwohl diese Strecke unserem Auto nicht unbedingt entgegen kommt. Seine Konkurrenten im Titelkampf standen jeweils auf dem Podium. Deshalb war jeder Zähler wichtig, um den Rückstand nicht zu groß werden zu lassen. Augusto war in einen Unfall verwickelt, der ihn WM-Punkte und einen guten Startplatz für das zweite Rennen gekostet hat. Er ist vom 18. Platz noch in die Top-Acht vorgefahren. Das zeigt, dass für ihn mehr möglich gewesen wäre.”

Andy Priaulx: “An diesem Wochenende ging es darum, den Abstand auf meine Titelkonkurrenten im Rahmen zu halten. Das erste Rennen verlief klasse, und die erste Runde war vielleicht die bisher beste in meiner Karriere. Den Start von Lauf zwei musste ich unbedingt unbeschadet überstehen, was mir gelungen ist. Am Ende hat es für Platz vier gereicht. Insgesamt war es kein schlechtes Wochenende. Die Performance unseres Autos hat in den Rennen gestimmt.”

Augusto Farfus: “Ich bin enttäuscht, denn heute hätte ich deutlich mehr erreichen können, wäre der Unfall nicht passiert. Fredy Barth hat mich so unglücklich erwischt, dass ein Teil des Stoßfängers meinen rechten Hinterreifen aufgeschlitzt hat. Damit war Lauf eins gelaufen. Im zweiten Rennen ist mir ein toller Start gelungen, und ich kam noch bis auf Platz acht nach vorn. Zufrieden bin damit natürlich nicht. Heute war das Glück einfach nicht auf meiner Seite. Nun hoffe ich, dass ich in Okayama und Macau noch einmal ein paar gute Resultate einfahren kann.”

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