Platz 8 für BMW Motorsport bei den 1000 Kilometern von Silverstone

Motorsport | 12.09.2010 von 17

Höhen und Tiefen liegen im Motorsport oft nah beeinander und nach dem bitteren Finale bei den 24 Stunden von Spa Franchorchamps musste die Truppe von …

Höhen und Tiefen liegen im Motorsport oft nah beeinander und nach dem bitteren Finale bei den 24 Stunden von Spa Franchorchamps musste die Truppe von Charly Lamm auch in Silverstone eine schwierige Schlussphase verkraften. Nach dem mäßigen Qualifying und dem zehnten Startplatz konnte sich Dirk Werner bis auf den fünften Platz in der GT2-Klasse vorkämpfen und Jörg Müller konnte sogar noch zwei weitere Plätze gutmachen.

Dann gab es aber erneut einen Zwischenfall, der das Resultat verhagelte: Beim Herunterschalten blockierten die Hinterräder, weshalb Jörg Müller die Kontrolle über den Rennwagen verlor und sich ins Kiesbett drehte. Weiter ging es dann auf dem zehnten Platz und im Anschluss folgte noch eine Durchfahrtsstrafe wegen unerlaubten Verlassens der Rennstrecke. Dennoch konnte Dirk Werner noch zwei Positionen gewinnen und einen den Umständen entsprechend guten achten Platz herausfahren. Auch wenn das Ergebnis also zu Wünschen übrig lässt, macht die gute Performance Hoffnung für die beiden folgenden Rennen des Intercontinental Le Mans Cup.

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Charly Lamm (Teammanager): “Dirk Werner hat zu Beginn des Rennens auf Anhieb einen guten Rhythmus gefunden, und auch Jörg Müller konnte nach dem ersten Fahrerwechsel weitere Plätze gutmachen. Wir lagen in Schlagdistanz zur Spitze, was wir uns nach den positiven Ergebnissen in den Trainings auch erhofft hatten. In Folge von Jörgs Dreher haben wir jedoch viel Zeit verloren und sind zurückgefallen. Dirk hat sich in seinem abschließenden Doppelstint zumindest noch um zwei Plätze verbessern können. Wir nehmen aus Silverstone aber auch viel Positives mit. In den vergangenen Monaten haben wir uns erheblich weiterentwickelt und sind näher an die Spitze in der LM GT2-Klasse herangerückt. Auch die Standfestigkeit hat gestimmt. In dieser Hinsicht war es ein gutes Wochenende.”

Jörg Müller: “Es ist sehr schade, das wir bei meinem Dreher so viel Zeit verloren haben. Beim Herunterschalten haben plötzlich die Hinterräder blockiert, und ich war nur noch Passagier. In diesem Abschnitt der Strecke sind wir sehr schnell unterwegs. Deshalb bin ich froh, nirgends eingeschlagen zu sein. Bis dahin war ich mit dem Auto sehr zufrieden und konstant unterwegs. In Sachen Performance haben wir einen großen Schritt nach vorn gemacht.”

Dirk Werner: “Wir sind hier sicherlich unter Wert geschlagen worden. Aber so läuft es im Rennsport nun einmal ab und zu. Unsere Performance hat absolut gestimmt. Das stimmt mich zuversichtlich für die Zukunft. Im meinem ersten Stint habe ich mich durch das Feld nach vorn gearbeitet. Und das ist vom zehnten Platz alles andere als einfach. Wenn man hinter einem anderen Auto fährt, verliert man an Abtrieb. Deshalb muss man sehr konzentriert zu Werke gehen.”

17 responses to “Platz 8 für BMW Motorsport bei den 1000 Kilometern von Silverstone”

  1. Timbo says:

    Das läuft dann wohl unter der Rubrik: Mund abputzen und weitermachen…

  2. Chris says:

    Glückwunsch – 2 Plätze gewonnen.

    Mal gucken, ob BMW in den nächsten 2 Jahren wiedre im MOtorsport erfolgreich sein wird.

    Nach F1-Ausstieg, WTCC-Dilemma und nun so dürftigen Leistungen in der Le-Mans Serie kann man hier kritisch sein. Dies zeigt sich auch (teilweise) in der Serie – weg vom Sport zum Komfort, kein Supersportwagen oder Imagemodell, Fokus auf Umweltgedöns und Elektromobilität sowie Umsatzsteigerung durch den Verkauf von Kleinwagen (Mini, etc.).

    Bald wird die Sportmarke BMW zur Komfortmarke – betrachtet man Mercedes-Benz, so nähern sich die beiden an, wobei die Marke mit dem Stern immer sportlicher wird und erfolgreich vom Rentner-Image abweicht.

    Seid mal ehrlich zu euch, wann war BMW sportlicher, jetzt oder vor 5 Jahren? 😉
    Dies gilt für die Serie und den Motorsport.

    AH ja, warum bietet BMW noch immer keine Karbon-Stopper an? Braucht man wohl nicht, um die lahmen KIsten auszubremsen – beim 0-300-0 Sport Auto Test schaffte der ah so tolle M3 GTS nichtmal die 300km/h – peinlich, peinlich – da sogar alle getünten Bastelbuden dies erreichten… tstst

    Das Negativ-Kommentar Bombardement ist eröffnet.

    • sepp says:

      klar die A-Klasse fährt Kreise um den 1er!

    • timbo says:

      Ich weiss gar nicht warum ich antworte, aber hast Du dir mal z.B. die Starterliste bei den 24h vom Nürburgring angeschaut? Zähl doch mal wieviel BMW’s dort gestartet sind und wieviel es dann sogar zum Gruppensieg geschafft haben.
      BMW sollte meiner Meinung nach nah am Kunden-Motorsport bleiben. Den Ausflug in die Formel 1 fand ich zwar auch nicht schlecht und über den Abgang lässt streiten, aber unbedingt notwendig war das nicht.

      • Chris says:

        Leider interessiert Kundensport nicht die Masse (90%), sondern nur einige Fans. WTCC und Le Mans Series kennt kaum jemand und die potentiellen Käufer machen an diesen Rennserien nicht die Sportlichkeit der Marke BMW aus. Allein die Tatsache, dass die 24h auf der NOS bzw. Le Mans nur auf Eurosport und DSF übertragen werden, bestätigt diese Tatsache.

        Nur wer in der F1 bzw. DTM (endlich!) unterwegs ist, kriegst etwas vom Motorsport-Publicity-Kuchen ab, der sich positiv aufs Image auswirkt. BMW profitiert noch von der früheren Sportlichkeit, verliert dieses aber zunehmend.

        @sepp
        Ich meine z.B. den SLS, C63AMG oder den neuen CLS – das sind nicht mehr die Komfort-Kisten, die nur gut federn und sonst geradeaus fahren wie früher. 😉

        • Philipp says:

          WTCC wird auch bei RTL übertragen. Außerdem ist BMW auch bei den ADAC GT Masters unterwegs. Die werden von Kabel Eins übertragen.

          • Chris says:

            Zum Thema: ADAC GT Masters: da spielt der Schubert Z4 doch keine große Rolle. Vorne sind eh nur Reiter, Porsche oder die R8s. Außerdem ist der Z4 nicht sofort as BMW ausmachbar, was imho an der unvorteilhaften Lackierung liegt.

            WTCC wird von RTL doch nur angeschnitten, die vollen Rennen laufen auf Eurosport – dort gucke ich zumindest immer.

    • Philipp says:

      Was genau würde es BMW bringen jetzt einen Supersportler raus zubringen? Der würde dann 12 Liter brauchen und garnicht sparsam sein. Dann ist es ja wohl besser wenn BMW erst in 2 jahren einen Supersportler bringt, mit alternativen Technologien. Der ist dann Sparsam und hat Topleistungen. Die Vorteile dieses Wagens wären dann die Einsparungen bei dem Sprit, das gewicht oder auch die Aerodynamik. Diese Erkänntnisse würde BMW dann auch im Motorsport helfen.

  3. Philipp says:

    Klar werden nur dort die Ausschnitte gezeigt aber elchen potenziellen Käufer interessiert es wenn so ein 3 BMW 3 Runden lang einfach ohne einen Kampf lang fährt.

    • Chris says:

      Da siehst du es – nicht konkurrenzfähig die hobel. Dabei baut BMW so geile 2,0l Diesel – grade die kleinen sauger sind doch für die tonne. außer der 1,6l im cooper s und works.

      • timbo says:

        Ähh, was denn nu? Scheiß Umweltgedöns, aber geile 2.0 Diesel Motoren? Sind die 2.0 Diesel Motoren jetzt für den Rennsport ideal, oder für einen Supersportler?
        Kann es sein, dass Du dir vermeintliche Schwachpunkte raussucht und auf denen rumkaust?

        • Lennardt says:

          hängt immer vom Artikel ab. Hier gehts um BMW Motorsportpräsenz, also werden die Motoren schlecht geredet und im Gegenzug die nicht genutzten Diesel gelobt. Wenn die Diesel die derzeit genutzten Rennmotoren wären, wären eben die Diesel müll und die kleinen Benziner erste Sahne.

          • timbo says:

            Alles klar Lennardt. Jetzt versteh ich das. Und ich dachte der Chris wollte wirklich diskutieren… 😉

          • Chris says:

            Die Dieselmotoren sind die besten in ihrer Klasse und warum sollten sie dann nicht im motorsport iengesetzt werden? Audi und peugeot machen es mit ihren V12 auch nicht anders in der LMS.

            Ich mag nur kein überzogenes umweltbewusstsein (Supersportwagen oder SS-Automatik im M3 – das ist schon was sarkastisch, als ob jemanden der verbrauch bei einem preis von 80k+ interessiert?)

            Ich suche nicht immer nur die schwachpunkte heraus, aber dass die 2.0l benziner nicht auf der höhe der (turbo-)zeit sind ist doch klar und wurde ja auch von BMW erkannt.

            Für eine diskussion bin ich immer offen, aber dann zieht mal die bMW-brille runter – bitte. 😉

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  5. Philipp says:

    Was genau würde es bringen mit einem V12 in die International Le Mans Series oder ALMS einzusteigen?? Peugeot und Auid haben mit ihren Modellen dort viel m,ehr Erfahrung als BMW. gerade Audi mit ihrem R15+. In 2 Jahren vielleicht wenn man auch richtig Konkurrenz fähig ist.

    • Chris says:

      Sicher würde das keinen Sinn machen. Ich wollte nur betonen, dass die Dieselaggregaten konkurrenzfähiger wären, als es die Saugbenziner sind. Apropos, LMS, da war BMW mit dem V12 LMR ja auch für ein Jahr (1999) recht erfolgreich, nachdem der Wagen 1998 erst eingeführt wurde – das lässt mich als skeptiker hoffen. Mal schauen, ob der M3 GT2 nächstes Jahr den anderen um die Ohren fährt. 😉

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