Unsere Partnerseite BMWblog.com hatte auf dem “Oktoberfest” in den USA nicht nur Gelegenheit, das teilweise enttarnte BMW 1er M Coupé zu begutachten, sondern durfte auch ein ausführliches Interview mit Dr. Kay Segler führen. Segler ist aktuell für die M GmbH verantwortlich und unter seiner Regie kamen durchaus streitbare M-Modelle wie der BMW X5 M sowie der BMW X6 M auf den Markt, außerdem fällt auch die Abkehr von den Hochdrehzahl-Saugmotoren hin zu aufgeladenen Triebwerken in seine Zeit an der Spitze von BMW M.

Im Interview sprechen Horatiu und Dr. Segler über die Vergangenheit der M GmbH, künftige Modelle und den Umgang mit neuen Technologien. Wir haben das Gespräch sinngemäß übersetzt und wünschen viel Spaß bei der Lektüre!

BMW-1er-M-Coupé-Oktoberfest-USA-12

BMWblog.com: Herr Segler, welche Erfahrungen haben Sie bisher an der Spitze der M GmbH machen dürfen?
Segler: Jeder einzelne Tag ist ein Erlebnis. Ich bin am 7. Mai 2009 dazugestoßen und möchte keinen Tag seitdem missen. Besonders aufregend war die Tatsache, dass wir den BMW M3 GTS in sehr kurzer Zeit entwickeln konnten. Zu Beginn hatte das Projekt noch keinen Namen, diesen haben wir erst später gefunden.
Das andere Auto, das zum Ende dieses Jahres enthüllt werden wird, ist das BMW 1er M Coupé. Wir arbeiten aktuell auch an anderen spannenden Produkten, denn gegen Ende des nächsten Jahres kommt der neue BMW M5. Es macht Spaß, solche Fahrzeuge zu entwickeln. Außerdem sind wir nicht nur für die M Fahrzeuge verantwortlich, sondern auch für die M Sportpakete, das BMW Individual Programm und die Fahrertrainings. Auch auf diesen Gebieten entwickelt sich vieles weiter.

BMWblog.com: Wie sieht ihre Vision von künftigen Fahrzeugen der M GmbH aus?
Segler: Es gibt bestimmte Dinge, um die wir uns einfach kümmern müssen, dazu gehört beispielsweise die Reduzierung der CO2-Emissionen. Außerdem besteht das klare Ziel, unseren Kunden “zwei Fahrzeuge in einem” zu bieten. Das Fahrzeug soll also im Alltag überzeugen, aber mit dem Druck auf den M Button zum Sportwagen werden. Das haben wir im BMW X6 M und X5 M schon umgesetzt und auch der neue M5 wird diese Charakteristik aufweisen. Es steht außer Frage, dass wir auch zukünftig die jüngste und dynamischste Performance-Marke sein wollen. Genau dafür brauchen wir das Fahrzeug, das im nächsten Frühjahr auf den Markt kommen soll. Wir wollen jung sein, junge Menschen sollen die Marke attraktiv finden.

BMWblog.com: Was ist Ihrer Meinung nach der beste BMW aller Zeiten?
Segler: Es gibt so viele Antworten auf diese Frage, ich bin beispielsweise auch Motorradfahrer und mag die GS von Anfang an. Ein solches Motorrad kann man aber nicht mit einem M wie dem M3 E30 vergleichen. Insofern gibt es eine ganze Reihe von Traumautos, die mir gefallen. Im Moment fahre ich einen roten X6 M und auch dieses Auto gefällt mir sehr gut. Es ist ein fantastisches Auto und ich bin bereits 15.000 Kilometer damit gefahren.

BMWblog.com: Okay, dann grenzen wir die Frage etwas ein: Was ist ihr liebstes M Modell aller Zeiten?
Segler: Im Moment der M3 GTS.

BMW-M3-GTS

BMWblog.com: Welche Design-Merkmale zeichen die Marke BMW M aus?
Segler: An vorderster Stelle steht hier die Tatsache, dass die Funktion über das Design bestimmt. Zum Beispiel kann man die Lufteinlässe nicht kleiner gestalten, selbst bei großen Fahrzeugen wie dem X6 M. Das Auto benötigt sehr viel Luft und natürlich spielt auch die Aerodynamik eine Rolle und bestimmt einen großen Teil des Designs. Beim M3 GTS benötigten wir den Spoiler am Heck für zusätzlichen Anpressdruck. Ich denke, wir haben mit dem generellen BMW Design eine sehr starke Basis und fügen dann die Funktionalität hinzu, die einen BMW M auszeichnet.

BMWblog.com: Wie wird BMW M die künftigen Turbomotoren von den Turbomotoren anderer Hersteller abgrenzen?
Segler: Das ist eine gute Frage, aber es ist nicht unsere Aufgabe, uns von Wettbewerbern zu unterscheiden, sondern die Aufgabe heißt, die Träume unserer Kunden zu erfüllen. Ich denke, wir haben das mit unseren letzten Autos mit dem Motor S63 gezeigt – das Ansprechverhalten dieser Turbomotoren ist einmalig und beinahe unglaublich.

BMW-X6-M

BMWblog.com: Welche Dinge sind es im Allgemeinen, die Fahrzeuge von BMW M von ihren Wettbewerbern unterscheiden?
Segler: Es geht uns nicht darum, mit den Wettbewerbern zu kämpfen, wir wollen einfach nur die Nummer Eins sein. Wir schauen nicht darauf, was andere machen. Der Ansatz von den “zwei Autos in einem” wird von uns sehr gut umgesetzt und ich glaube, dass diese Eigenschaft in der Zukunft besonders wichtig sein wird. Natürlich kann man auch reinrassige Sportwagen bauen, aber was nützt es, wenn man damit nur jedes dritte Wochenende unterwegs sein kann? Wir wollen keine Autos, die fast nur in Garagen stehen, wir wollen Autos für die Straße!

BMWblog.com: Können Sie den perfekten M Kunden beschreiben? Wer sind Ihre Kunden, wie sieht ihre Persönlichkeit aus?
Segler: M Fahrer interessieren sich sehr für Autos und haben eine emotionale Bindung zu ihnen. Sie fahren gerne Auto und haben Spaß daran, ihr persönliches Limit zu suchen. Sie wollen Fahrzeuge auf der Rennstrecke nutzen. Sie interessieren sich für das Auto und dessen Charakteristik, denn das Auto muss auch zum Fahrer passen. Außerdem spricht der perfekte Kunde mit seinen Freunden und erzählt ihnen, dass er das beste Auto der Welt fährt.

BMWblog.com: Alle M Fahrzeuge können auf Rennstrecken bewegt werden, aber mit Blick auf das Gewicht sind manche dafür deutlich besser geeignet als andere. Werden wir künftig noch weitere Modelle wie das 1er M Coupé sehen, die für Enthusiasten gemacht sind?
Segler: Ja, aber wir können jetzt noch nicht über zukünftige Modelle reden. Wir haben einige aufregende Ideen, aber im Moment müssen die Leute noch etwas auf diese Infos warten.

BMWblog.com: Wir wollen nicht zu aufdringlich sein, aber können Sie uns schon etwas zu den noch unbekannten Designelementen des 1er M Coupés sagen?
Segler: Schon jetzt kann ich Ihnen sagen, dass wir wie beim M3 GTS eine Farbe einführen werden, die in Erinnerung bleiben wird. Die Menschen werden das 1er M Coupé dank der speziellen Farbe auch in einigen Jahren noch sofort erkennen.

BMWblog.com: Wir wollen Sie es erreichen, dass die Fahrzeuge der M Modelle erreichbarer werden, ohne gleichzeitig das Prestige und das Image der Marke zu schädigen?
Segler: Wenn ein junger Kunde mit etwas weniger Geld ein Modell der M GmbH kaufen möchte, kann er sich einen gebrauchten M zulegen, schließlich sind praktisch alle M-Modelle noch zu haben. Unserer Meinung nach kann man sowohl mit einem gebrauchten BMW M3 E46 als auch mit einem 1er M Coupé unterwegs sein, ohne dass dies Folgen für das Image der Marke hätte.

BMWblog.com: Wie unterscheidet sich die Fahrdynamik heutiger Modelle der M GmbH von den früheren Modellen?
Segler: Eine neue Stärke sind die elektronischen Hilfssysteme, die dem Fahrer zusätzliche Sicherheit bieten, die man früher so nicht hatte. Wir sehen das als großen Vorteil, den wir heute und in Zukunft gegenüber früheren Fahrzeugen haben.

BMWblog.com: Viele unserer Leser sehnen sich eher nach dem puristischen und ehrlichen Fahrverhalten eines BMW M3 E30 als nach zusätzlicher Elektronik. Wird es künftig auch wieder Modelle der M GmbH geben, die diesen Kundenkreis stärker ansprechen?
Segler: Das BMW 1er M Coupé geht schon etwas in diese Richtung, daher würde ich diesen Leuten dieses Auto empfehlen. Man kann Fahrzeuge wie den M3 E30 aber nicht einfach wiederholen, da sprechen eine ganze Reihe von aktuellen Gesetzen dagegen. Darum ist ein BMW M3 E30 aber auch so einzigartig und es lohnt sich auch heute noch, ein solches Auto zu kaufen.

BMW-M3-E30

BMWblog.com: Gibt es Unterschiede in der Produktion von normalen BMWs und den exklusiveren Modellen der M GmbH? Werden auch heute noch Komponenten von Hand gefertigt?
Segler: Mit Ausnahme des M3 GTS gibt es hier kaum Besonderheiten. Das bringt uns ein paar Vorteile auf der Kostenseite und schadet der Qualität nicht. Außerdem müssen wir uns daher keine Gedanken um Mindest-Stückzahlen machen, damit keine Bänder stillstehen. Anderenfalls müsste man bei geringem Absatz die Verkäufe ankurbeln, solche Maßnahmen schaden aber dem Wert der Marke. Auch bei höherer Nachfrage kann man so flexibler reagieren, eine Produktion an einem eigenen Standort würde sich für uns daher nicht rentieren.

BMWblog.com: Beeinflusst die M GmbH auch die Entwicklung der ganz normalen BMWs, damit die Fahrzeuge sich dann als gute Grundlage für ein M-Modell präsentieren? Wird beispielsweise bei der Entwicklung der neuen 3er-Reihe mitgeredet, damit schon hier die Grundlage für einen herausragenden M3 gelegt wird?
Segler: Das findet kaum statt. Die grundsätzlichen Entscheidungen bei der Entwicklung der 3er- oder 5er-Reihe werden ohne uns getroffen, aber natürlich haben alle BMW-Modelle sportliche Gene und sind insofern gut geeignet. Man muss also häufig keine großen Spoiler verwenden, um die Fahrzeuge sportlich zu machen. Auf dieser soliden Basis von BMW lässt sich also immer gut aufbauen.

BMWblog.com: Wie lange dauert der Designprozess für ein M-Modell, bevor es fertig für die Serienproduktion ist?
Segler: Das ist unterschiedlich. Wir machen ungern Kompromisse, daher lassen wir uns auch Zeit und bringen beispielsweise den M5 erst deutlich später als die normale 5er Limousine. Beim 1er M Coupé waren wir außerordentlich schnell. Wir sind dort einige Risiken eingegangen aber wir haben das in unserem kleinen Team gut gelöst. Die Idee dazu hatten wir im letzten Juni oder Juli und im Frühjahr nächsten Jahres wird das Auto auf der Straße stehen, da hat das Team also insgesamt einen hervorragenden Job gemacht.

BMWblog.com: Der BMW M3 GTS war schon lange vor Produktionsende ausverkauft und ist insofern sicherlich als Erfolg zu betrachten. Werden wir künftig auch von anderen Modellen derart radikale Ableger zu sehen bekommen?
Segler: Nun, Geheimnisse bleiben nur so lange Geheimnisse, wie man sie für sich behält. Natürlich gibt es Potential für sehr spezielle Modelle, wenn die Kunden solche Modelle wünschen. Wir haben momentan kein konkretes Projekt in dieser Richtung, aber wir haben durchaus Appetit auf derartige Fahrzeuge.

BMWblog.com: Wen sehen Sie als schärfsten Konkurrenten der M GmbH?
Segler: Zählt auch BMW als Antwort? (lacht)

BMWblog.com: Umweltverträglichkeit, Verbrauch und Emissionen spielen eine immer größere Rolle in der Automobilindustrie, neue Technologien sollten auch für sportliche Fahrzeuge interessant sein. Wird es auch von der M GmbH künftig Modelle mit Dieselmotor oder mit einem Hybrid-Antriebsstrang geben?
Segler: Wir haben bereits kommuniziert, dass der neue M5 beim Verbrauch um 20 bis 25 Prozent unter seinem Vorgänger liegen wird. Damit stehen wir auch im Vergleich zu unseren Wettbewerbern deutlich an der Spitze. Bei anderen Technologien müssen wir uns einfach fragen, ob sie unsere Anforderungen erfüllen oder nicht. Wenn man beispielsweise mit einem Hybrid-System zu viel Gewicht hinzufügt, leidet das Handling des Fahrzeugs.
Die Frage nach einem Diesel ist äußerst interessant. So lange unser Hauptmarkt in den USA die Vorteile des Dieselmotors nicht erkennt, limtiert das auch unseren Antrieb, irgendetwas in diese Richtung zu entwickeln. Dieselmotoren sind heute gewaltige Maschinen, aber die USA sind unser Hauptmarkt. Diesel haben durchaus sportliches Potential, wie auch unsere Siege mit Dieselmotoren bei Langstreckenrennen zeigen.

BMWblog.com: Herr Segler, wir danken Ihnen für das Gespräch und warten gespannt auf die künftigen Produkte der M GmbH!

Das komplette Interview in englischer Sprache gibt es direkt bei BMWblog.com.

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  • Wooden

    Ein tolles, informatives Interview!

    • Die_allianz

      naja ehrlich gesagt ich finde darin eigentlich nur altbekanntes aufgewärmt.
      Bei den interessanten Fragen wird sofort abgeblockt

      • Philipp

        Aja ok. Da ihr ja schon so total gut informiert seit (auch über das Fahrverhalten des neuen M1) (komischer weise) warum habt ihr es dann geles??
        Warm sind die Fragen scheiße??

  • http://deleted ///Mr. Christian

    Ich weiß nicht so recht…bin ich der Einzige der der meint das die M-Modelle zu sehr “Amerikanisiert” werden?

    • Dude

      Nachdem das “unamerikanisierteste” Auto ein 1.9 TDI mit Frontantrieb sein dürfte, ist das doch ok so ;-)

  • asda

    • Philipp

      Wie kommst du da drauf??

  • asda

    also nö für “amerikanisiert” ^^

  • Hans

    Ich finds voll interessant, dass er meint sie müssen co2 emissionen reduzieren, obwohl zwei der drei Modelle die die m gmbh grade anbietet 2,4 tonnen wiegen.

    • Lennardt

      Im Eurocrashtest holt man mit meinem E30 keinen einzigen Stern und BMW hat definitiv einen Ruf zu verlieren, was der Fall wäre wenn für Gewichtseinsparungen beispielsweise der Aufprallschutz reduziert würde. Und X5/X6 M haben diese Entwicklung nicht eingeleitet. Wäre mal eine interessante Frage, was die Modelle ohne Turbos schlucken.

      • Hans

        Wie hat porsche denn dann deiner Meinung nach das Gewicht des Cayenne gesenkt?

        • Lennardt

          Willst du dich jetzt bei der Größenordnung um 200kg streiten? Na gut, der X5 ist ein fettes Rind und der Cayenne eine Gazelle ;-)
          Mal im ernst.. Wenn Leichtbau, dann da wo es Sinn macht.

          • Hans

            Guck dir doch die Verbräuche an. Das macht durchaus sinn. Aber wie gesagt: Bei bmw sind nicht nur die suvs zu schwer.

  • Philipp

    1.. nur 2
    2. Die Konkurrenz bietet solche Modelle auch an also sind sie sozusdagen gezwungen auch solche Modelle mit 2,4 Tonnen in das Programm auf zu nehmen.

    • Hans

      Was meinst du mit nur 2? Die m gmbh bietet grade m3, x5m und x6m an. Zwei dieser drei modelle wiegen 2,4 Tonnen.
      Wenn es so wäre, dass sie gezwungen sind alles anzubieten was die Konkurrenz anbietet, wieso gibt’s dann keinen m7? Schließlich gibts ja auch den s65 amg. Außerdem ist es ja bekannt, dass bmw momentan viel zu schwere Autos baut. Das ist nicht nur bei den suvs ein Problem.

  • Philipp

    Ich meine 2 Modelle die über 2,4 Tonnen wiegen. Das stimmt der neue 5 ist im Vergleich zum Vorgänger schwerer geworden. Im Vergleich zum S63 AMG bietet BMW den 760i an. Mercedes bietet den ML AMG, Porsche den Cayenn Turbo an. Also muss BMW “handeln” um auch dort Kunden zu gewinnen.

    • Hans

      Ja zwei Modelle. Hab ich doch gesagt.
      BMW bietet keinen Konkurrenten zum s65 amg an und hat auch nicht vor dies zu tun. Und sowohl der ml als auch der cayenne turbo sind leichter als der x5m und x6m…

  • Philipp

    S65 AMG gegen BMW 760il. Schon vergessen? Nur 65 Kg ist der BMW X5 M schwerer als der AMG. Das ist nicht viel in dieser KLasse.

    • Hans

      Hmm eben hast du noch s63 geschrieben. Aber egal der 760i ist mit sicherheit kein Konkurrent des s65 sondern des s600 oder vielleicht noch des s63. Der ml 63 ist ja jetzt auch schon ein bisschen älter als der x5m und x6m. Kannst ja mal das Gewicht vom Cayenne Turbo mit dem der m modelle vergleichen. Da ist der Unterschied größer.

  • Philipp

    Ok. Das Gewicht der M Modelle X5 und X6 ist wirklich hoch aber nicht erscreckend hoch. Der Unterscheid ist maginal. In der Praxis brauchen die M Modelle sogar weniger als ML und Cayenn. Natürlcih ist der 760i Komkurrernt von S63 und S65.

    • Hans

      Nein, tatsächlich ist es so, dass der cayenne turbo weniger verbraucht als die m suvs. Sogar erheblich. Der 760 hat 544 ps. Genau wie der s63. Mit performance paket hat der s63 sogar 571.
      Der s65 hat 630. Noch dazu sind beide amg modelle deutlich sportlicher abgestimmt. Und das wichtigste sind ja die Preise. Der s65 kostet rund 230.000 euro in der Grundausstattung. Wie viel der 760 kostet kann ich dir grade gar nicht sagen weil der bmw konfigurator einfach so unglaublich schlecht ist. Es ist aber ganz deutlich weniger.

  • Philipp

    der BMW Konfi ist wirklich schlecht. Da mögen die mercedes noch so viel ps mehr haben, diese Autos sind doch nicht zun racen ausgelegt. Zu scwher zu lang.
    Der 760i kostet weniger. gehst du nach den Laborwerten oder den Praxiswerten??

    • Hans

      Also wenn ein Auto fast doppelt so viel kostet wie ein anderes kann ich die beiden einfach nicht als Konkurrenten sehen. Oder betrachtest du die Maybachs auch als Konkurrenten zum 760?

  • Philipp

    Natürlich. Nach deiner Meinung könnte ich ja dann auch kein Porsche 911 Turbo mit nem Nissan GTR vergleichen.

    • Hans

      Doch, vergleichen kann man alles. Konkurrenten sind die beiden unter anderem aufgrund des Preisunterschieds aber nicht…

      • Philipp

        P.S: Der Mercedes ist überteuert.
        Nur so neben bei auch wen der X5M zu viel wiegt ist er der sportlichste.

        • Hans

          Kann gut sein, dass die m suvs die sportlichsten in ihrer Klasse sind. Ich fands halt nur lustig, dass Herr Segler meint die m gmbh müsse co2 emissionen reduzieren und dann wiegen zwei drittel aller von der m gmbh angebotenen Modelle 2,4 tonnen…

          • Lennardt

            Meine Güte.. Fruchtfliegenkurzzeitgedächtnis?
            Frage: Was kann in der ZUKUNFT von der M-GmbH erwartet werden?
            Antwort auf eben DIESE Frage(zusammengefasst):
            CO2,
            2(AlltagSport)-in-1-Fahrzeuge,
            Ausrichtung der Marke auf jüngere Kunden (sprich: 1er Coupe M).

            Die SUVs bei den kommenden Neuvorstellungen erstmal in weiter Ferne.

          • Hans

            Haha. Weshalb meinst du denn die M gmbh verbaut auf einmal Turbomotoren? Der Verbrauch hat da bestimmt keine Rolle gespielt oder? Ist doch völlig egal was er auf die Frage geantwortet hat. Tatsache ist, dass bei der Einführung der Turbomotoren die Verbrauchsreduzierung als wichtigstes Argument genannt wird. 2,4 Tonnen Leergewicht und verbrauchsredurierung passen aber einfach nicht zusammen.

          • Lennardt

            Fahrzeuge wie der X5 und X6 sind nunmal unumstritten schwer. Bei dem Ausgangsmaterial kann die M-GmbH also aufwändig Teiletausch betreiben um Gewicht zu sparen oder eben Turbos verbauen. Ich will Turbos nicht verteidigen, ich mag es, wenn der Motor hochtourig läuft, aber:
            Damit man die im Alltag (Punkt zwei der Zukunftspläne..) gut bewegen kann, braucht man Drehmoment, was ein langhubiger (bei hohen Drehzahlen aber hohe Kolbengeschwindigkeiten und dadurch starker Verschleiß) oder großvolumiger Motor(ungünstiger Wirkungsgrad bei normaler Fahrt)liefert oder eben einen aufgeladenen Motor. Verschleiß erhöhen ist keine Option und seit diesem CO2-Wahnsinn auch ein großvolumiger Motor für einen Hersteller unattraktiv. Deine Überlegungen werden sicherlich nicht ohne Grund links liegen gelassen worden sein..

          • Hans

            Bei den m suvs gings mir doch gar nicht um den Motor. Ich hab einfach nur mal aufgezeigt, dass sie unter ihren Konkurrenten die schwersten sind und dass der s63 eingeführt wurde um Verbräuche zu Senken. Dies ist mit dem gesamten Fahrzeugkonzept aber nunmal nicht vereinbar. Daraufhin wurde gesagt, dass BMW nur die Nachfrage bedient. Das ist aber wie ich finde kein Grund direkt mal den schwersten der “noch sportlicheren Nutzfahrzeuge” zu bauen. (Den q7 lass ich mal außen vor, der hat ja schließlich einen v12 der noch dazu ein Diesel ist.) Grade wo BMW sich doch so der Reduzierung der co2 Emissionen verschrieben hat.
            Meine Überlegungen bezüglich dieser Fahrzeuge waren also lediglich das Gewicht zu senken. Aber wo du natürlich recht hast ist, dass die M gmbh nicht einfach ein komplettes Fahrzeug von Grund auf neu aufbauen kann. Die Schuld für das exzessiv hohe Gewicht von x5m und x6m liegt also bei BMW selbst.

  • Philipp

    Klar ok. Aber das ist auch so gemeint das sie CO2 Emissionen sparren müssten in ihrem Rahmen.

    • Hans

      Tja und anstatt vom Hochdrehzahlkonzept abzuweichen könnten sie auch einfach das Fahrzeuggewicht senken. Das senkt ebenfalls den Verbrauch. Übrigens hat der 918 sypder auch einen Hochdrehzahlmotor. Und der verbraucht weniger als alles von bmw. So schlecht kann dieses Konzept also gar nicht sein.

      • Lennardt

        Preisvergleich? also für die 500.000€ die der Spyder mehr kostet kannst du eine Menge Sprit verheizen.. Ein Segelschiff schluckt übrigens NICHTS und transportiert dabei mehr als jede Garage voller Porsche.
        Gewichtsreduzierung ist teurer als das Verbauen von Turbos

        • Hans

          War ja klar dass hier irgendeiner mit dem Preis kommt. Es ging mir jetzt darum, dass das Hochdrehzahlkonzept durchaus mit niedrigem Verbrauch vereinbar ist. Der nächste m5 muss ja nicht unbedingt 3 liter verbrauchen und unter 7:30 auf der Nordschleife brauchen.
          Eine Verbrauchreduzierung um 25 Prozent bei Beibehaltung des Hochdrehzahlkonzepts wären durchaus möglich gewesen. Sieht man ja auch am 458.

        • Philipp

          Der Preis is echt hoch. Das Komzept ist sicher nicht schlecht aber der 918 Spyder ist ja auch ein bisschen für die Rennstrecke ausgelegt und die SAV´s von BMW nicht. Außerdem kennen wir bisher ja nur das CC von dem Porsche.

          • Philipp

            Du meinst bei dem Ferrari 458 Italia. Das ist ein reinrassiger Superspotwagen der völlig auf Leichtbau ausgelegt ist. Aber ein M5 hat ja ein ganz anderes Konzept. Luxus und Sportölichkleit.

          • Hans

            Ja klar. Aber noch mal: Es geht mir darum, dass eine Verbrauchsreduzierung um bis zu 25% auch mit dem Hochdrehzahlkonzept im m5 möglich gewesen wäre. Vor allem weil ein zusätzlicher Elektromotor anscheinend schon im Gespräch war.
            Achso und nochwas: der 458 wiegt mehr als der 430 scuderia und hat mehr Leistung Trotzdem verbraucht er weniger. Es kommt also lange nicht nur auf das gewicht an sondern genau so auf die Motoren.

          • Lennardt

            natürlich muss man mit dem Preis argumentieren. An dem Auto hängen eine Menge Arbeitsplätze und ohne dass irgendwer das Auto für die Baukosten kauft gehen schnell Konzerne baden. Willst du BMW ernsthaft empfehlen ein 600k-Auto zu bauen damit ein paar Leute die gegen 1 Uhr nachts am Sonntag die Bimmertoday-Kommentarsektion vollspammen(da nehme ich mich nicht aus ;-) ) Ruhe geben?
            Gut, der Spyder dreht krass hoch (9200upm?), das stimmt, aber wenn du ernsthaft glaubst den Spyder permanent in den Begrenzer jubelnd unter 5 Litern fahren zu können brauchen wir garnicht weiterdiskutieren.
            Und vergleich mal den 458 was Alltagstauglichkeit angeht mit dem M5.. Spätestens wenns zu dritt irgendwo hingeht ists da aus (ganz zu schweigen von Langstreckentauglichkeit).

          • Hans

            Ich glaub du verstehst mich nicht wirklich. Der letzte m5 (e60, e61) hatte einen Hochdrehzahlmotor. Man hätte den f10 einfach deutlich leichter machen und das Hochdrehzahlkonzept beibehalten können. Durch die überarbeitung des v10, die Gewichtsreduktion, den Einsatz eines Doppelkupplungsgetriebes und möglicherweise eines zusätzlichen Elektromotors hätte man genauso gut die 25% Kraftstoffersparnis erreichen können. Dann braucht man auch nicht 600 ps um mit dem Auto sportlich unterwegs sein zu können.
            Der 918 und der 458 waren einfach nur Beispiele die zeigen sollen, dass es möglich ist auch mit Hochdrehzahlmotoren niedrigere Verbräuche zu erreichen.
            Aber in m suvs oder im m5 stört’s mich nicht mal besonerts, dass dort Turbomotoren verwendet werden. Zu solchen Autos passt der s63 sogar besser als der s85. Das Problem ist einfach, dass der nächste m3 wohl auch einen Turbomotor bekommt.

          • Lennardt

            Wie sehr willst du den jetzigen 5er denn Abspecken, damit er effektiv weniger verbraucht? Und wie willst du das machen ohne dass der Fahrer auf Komfort und Sicherheitssysteme verzichten muss? Und das ganze noch zu einem konkurrenzfähigen Preis?
            Kay Segler hats oben auch schon angerissen, dass sich viele Kunden ein puristisches Fahrzeug wie den E30 zurückwünschen, aber das wird es von BMW nie geben.

  • carsten

    @Hans:

    Wie soll dass Gewicht denn so drastisch reduziert werden? X5m und X6m sowie der kommende M5 und M6 sind nur umgebaute Serienfahrzeuge. Wie schon beschrieben hat die M gmbh wenig einfluss auf die Entwicklung der Fahrzeuge, die sie dann zum Sportwagen “umbauen” müssen.
    Der vergleich mit Wagen, die von Anfang an als Sportwagen entwickelt wurden, ist somit absoluter Unsinn.

  • XfrogX

    Alles was ich hier gelesen habe besteht aus einem großem fehler, nämlich das man m verwirft zu schwere autos zu haben. Aber m kann das doch nur so ändern wenn sie nun modelle die nicht von bmw kommen nehmen.

    Den bmw baut zu schwere autos, und da kann dann die m gmbh kaum noch was ändern.

    Aber eins stimmt bmw sollte abspecken, und das am besten schnell, weil das viel mehr sportlichkeit bringt und ausserdem auch besser mit komfort verbinden lässt. Vorallem wirds immer einfacher für die anderen ähnliche leistungen zu zeigen ud die großen motoren muss man abschaffen, deswegen würde ich sagen wenn man am motor sparen muss sollte man direkt anfangen gewicht so schnell wie möglich mit zu senken.

    Und da gibts riesige möglichkeiten und das nicht nur in dem crashtests schlechter werden.