Erfahrungen aus 150.000 Kilometern mit dem MINI E in Deutschland

MINI | 16.08.2010 von 15

Nach einem Jahr des Sammelns praktischer Erfahrungen mit dem MINI E in Deutschland ist es Zeit für ein Zwischenfazit. Insgesamt kamen rund 100 Fahrer im …

Nach einem Jahr des Sammelns praktischer Erfahrungen mit dem MINI E in Deutschland ist es Zeit für ein Zwischenfazit. Insgesamt kamen rund 100 Fahrer im Raum München und in anderen Großstädten in den Genuss, mit 15 verschiedenen MINI E den Alltag zu bewältigen. Die dafür benötigte Energie wurde von E.ON Strom zur Verfügung gestellt und stammt aus bayerischer Wasserkraft, die quasi unbegrenzt zur Verfügung steht.

Die Reichweite lag dabei bei 150 bis 180 Kilometern und zeigte sich damit als völlig ausreichend für mehrere Tage Nutzung am Stück. Das Laden der Fahrzeuge erfolgte in der Regel eher nebenbei, während man bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor gezielt zum Nachtanken fährt. Tatsache ist, dass die meisten Nutzer ihr Fahrzeug entweder zu Hause oder am Arbeitsplatz für mehrere Stunden ungenutzt lassen, was für einen langsamen Ladevorgang in fünf bis sechs Stunden ausreichend ist.

MINI-E

Eine von anderen Firmen angedachte Schnellladefunktion erweist sich daher in der Praxis als unnötig, weil zumindest an zwei oder drei Tagen in der Woche ohnehin genügend Standzeit vorhanden ist. Die öffentlichen E.ON Tankstellen wurden eher selten genutzt.

Die Erkenntnisse aus der Nutzung des MINI E wurden von BMW gezielt ausgewertet, um künftige Fahrzeuge mit Elektroantrieb bereits ab Werk perfekt auf die Bedürfnisse des Alltags abzustimmen. Während der MINI E noch ein Umbau eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor auf Elektroantrieb ist, wird das Megacity Vehicle von 2013 von Anfang an auf den Elektroantrieb ausgelegt sein, was wesentliche Vorteile mit sich bringt.

Durch die generelle Auslegung des Fahrzeugs kann die Unterbringung der Batterien sowie die Platzierung des Elektromotors nach anderen Gesichtspunkten als beim MINI E erfolgen und muss nicht an den Stellen stattfinden, an denen “zufällig” genug Platz vorhanden ist. So wird die Batterietechnik des MCV im Fahrzeugboden untergebracht sein und damit mit Blick auf die Sicherheit bei Unfällen sowie auf den Schwerpunkt und die Gewichtsverteilung ideal platziert sein. Der Motor wird sich direkt bei der angetriebenen Hinterachse befinden.

Im MINI E kommt ein zugekaufter Antriebsstrang von AC Propulsion zum Einsatz, doch bereits im nächsten Schritt der Elektrofahrzeuge stammen die wesentlichen Elemente des Antriebsstrangs von BMW selbst. Im ab 2011 für Kundenhände zugänglichen BMW ActiveE auf Basis des BMW 1er Coupés kommt bereits eine Technik zum Einsatz, die im Wesentlichen der des Megacity Vehicle entspricht. Da aber auch der Active E “nur” ein umgebautes Fahrzeug ist, das ursprünglich für die Verwendung eines Verbrennungsmotors ausgelegt war, können hier eine ganze Reihe potentieller Verbesserungen noch nicht umgesetzt werden.

Weitere Details zum Megacity Vehicle und Project i könnt ihr unserem ausführlichen Interview mit Ulrich Kranz entnehmen, Details zur Sicherheit der Carbon-Fahrgastzelle könnt ihr hier nachlesen.

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