BMW-Kooperation mit Mercedes wieder ungewiss?

News | 11.05.2009 von 5

Lange Zeit sah es so aus, als ob es nur noch eine Frage des Zeitpunkts wäre, zu dem die BMW Group und Mercedes-Benz eine umfangreiche …

Lange Zeit sah es so aus, als ob es nur noch eine Frage des Zeitpunkts wäre, zu dem die BMW Group und Mercedes-Benz eine umfangreiche Kooperation beider Konzerne bekanntgeben würden.

Nach Informationen des Tagesspiegels muss man diese Frage aber jetzt unter einem ganz anderen Blickwinkel betrachten. Nicht mehr der Zeitpunkt der Verkündung ist demnach die Frage, sondern eher schon, ob es überhaupt zu einer umfangreicheren Zusammenarbeit kommt.

Der bereits vor einigen Monaten gestartete gemeinsame Einkauf verschiedener Teile, die für die Markenidentität keine Rolle spielen, wird sicherlich nicht gestoppt und eventuell auch weiterhin ausgebaut.

Der ebenfalls angedachten Vernetzung der Financial Services sowie umfangreichen Kooperationen bei der Entwicklung neuer Motoren wurden laut Tagesspiegel jetzt eine klare Absage aus München erteilt.

Besonders auf dem Gebiet des Motorenbaus glaubt man bei BMW, dass Daimler von einer Zusammenarbeit deutlich mehr profitieren würde als man selbst.

Der von Familie Quandt dominierte BMW-Aufsichtsrat habe sich gegen alle Varianten und Ideen ausgesprochen, die die Eigenständigkeit von BMW gefährden könnten.

Da nach Ansicht zahlreicher Experten weder BMW noch Mercedes ausreichend groß zum alleinigen Überleben sind und es für beide kaum alternative Kooperationspartner gibt, kann es durchaus sein, dass der Tagesspiegel Recht behält wenn er sagt, dass sich die Konzerne ihre gegenseitige Ablehnung wohl nicht ewig erlauben können.

Vielleicht werden wir also in einigen Monaten doch wieder über Gespräche berichten, die über die schon beschlossene Einkaufspartnerschaft sowie die Zusammenarbeit bei den Hybriden hinausgeht.

(Quelle: Tagesspiegel)

  • Natthias

    Ich finde dieses Gerede der sogenannten Experten nur lächerlich. In den 90er sagten diese Experten, dass nur die “GROSSEN” überleben werden. Was ist heute – die großen Konzerne gehen den Bach runter, GM, Ford und Chrysler – DaimlerChrysler hat nicht funktioniert und Toyota ist tiefrot. Was soll das mit den Einkaufsmengen !! Wenn ein Unternehmen profitabel ist wie BMW kann man auch diese Rabatte an anderer Stelle kompensieren und sehr wohl alleine Überleben auch ohne Daimler.
    Und der arroganten Herren von AUdi und VW wirds auch bald übel ergehen – wartet nur ab bis die staatliche Prämien ausläuft – VW hat Konzernweit jetzt schon ein Minus von 15% 🙂

  • aco

    Ich stimme dir zu 😀

  • andreas

    diese ganzen kooperationen sind doch alles quatsch. meiner meinung nach ist es nur ein vorwand um den gewinn zu maximieren und nicht damit die marke überlebt. es gibt so viele andere wege um aus der krise rauszukommen . das schlimmste an einer kooperation ist, dass es nicht nur beim gemeinsamen einkauf versch. teile bleibt, sondern noch weiter geht, bis man irgendwann nicht mehr zwischen MB und BMW unterscheiden kann. und wenn einer von den beiden untergeht reisst er den anderen mit runter. (GM,OPEL)

    übrigens was diese automobilkrise angeht. es gibt eigentlich keine !!!!!!
    die automobilhersteller jammern nur, weil sie dieses jahr weniger autos verkauft haben. aber das problem liegt darin, dass sich alle auf gewinnoptimierung konzentriert haben. sie wollen jedes jahr mehr und mehr verkaufen, obwohl es ihnen (zum beispiel BMW) gut geht. sie könnten genau die gleichen verkaufszahlen wie vor 6 , 7 jahren schreiben und würden trotzdem noch genug profit machen. klar es gibt auch schlechtere zeiten (2009) aber deswegen muss man doch nicht gleich alles überstürzen und auf irgendwelche kooperationen eingehen.

    wo bleibt dann die identität der automarke

    ich hoffe natürlich dass BMW eigenständig bleibt, und deren qualität nicht unter der ,,krise,, leidet.

    was läuft da zur zeit zwischen VW und porsche?

    beste grüße

  • aco

    Wollte porsche nicht Vw übernehme,aber das hat irgendwie nich funktioniert oder ????

  • Benny

    Ja, Porsche wollte ursprünglich VW übernehmen, was aber nicht geklappt hat. Irgendwie auch wenig überraschend, wenn man sieht, dass Porsche irgendwo bei 10% des Werts von VW rumdümpelt. Nun dreht VW den Spieß um, und will sich Porsche schnappen.
    Wsa auch immer dabei rauskommt, am Ende sind beide Konzerne vernetzt, wer die Hosen an hat, kann uns Außenstehenden ja egal sein.

    Bezüglich der Größe der Unternehmen / Kooperationen: Das ist vermutlich eine relativ komplizierte Angelegenheit. Wenn es sich so einfach in die eine oder andere Richtung entscheiden ließe, gäbe es keine verschiedenen Lösungen (Eigenständigkeit, Kooperation) sondern alle würden denselben Weg einschlagen.

    Man kann mit Sicherheit sagen, dass Verkaufszahlen und damit Größe allein nicht ausschlaggebend für den Erfolg eines Unternehmens sind. Wenn man aber vergleichbare Hersteller wie z.B. Audi und BMW betrachtet, dann Audi durch den großen Partner im Rücken schon Wettbewerbsvorteile. Allein die Tatsache, dass Entwicklungskosten für Motoren etc. auf den ganzen Konzern und damit viel mehr Fahrzeuge umgelegt werden, spielt eine enorme Rolle. BMW kostet die Entwicklung eines Motors je verkauftem Auto deutlich mehr. Insofern sollte man die Sache nicht unterschätzen. Den Kunden ist es offenbar mehr oder weniger egal, sieht man ja bei Audi. Es ist ja nicht so, dass jemand zu Audi geht und sagt “Den will ich nicht, den Motor gibts auch im Golf”. Es ist eher das Gegenteil der Fall, bei VW sagen die Leute “Boah, das is ja derselbe Motor wie im Audi!”.

    Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Aber pauschale Verteufelungen sind vermutlich genauso unangebracht wie pauschale Lobpreisungen. Ich möchte derzeit nicht unbedingt in der Haut der Entscheider eines großen Unternehmens stecken, da steht nämlich ne ganze Menge auf dem Spiel. Aber für den Moment bin ich mit der BMW-Entscheidung gegen Mercedes durchaus zufrieden, denn die Geschichte mit der Motorentechnik sehe ich ganz ähnlich. Da würde Stuttgart deutlich mehr profitieren als München. Denn von den höheren Stückzahlen profitieren beide, vom Technologie-Transfer vordergründig Mercedes.

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