Die BMW Group konnte ihre Position als weltweit führender Anbieter von Premium-Automobilen im 3. Quartal 2026 souverän verteidigen. Die Kernmarke BMW liegt mit 1.483.960 Fahrzeugen fast eine Viertelmillion Einheiten vor Verfolger Mercedes-Benz, der auf 1.244.400 Neuzulassungen kommt. Weitere 200.000 Einheiten dahinter folgt Audi, die nach neun Monaten nur knapp in den siebenstelligen Bereich gekommen sind. Während der Abstand zwischen Marktführer BMW und Mercedes nur geringfügig geschrumpft ist, wuchs der Rückstand von Audi auf den zweiten Platz um rund 37.000 Einheiten.
Bei den reinen Elektroautos (BEV) liegt die BMW Group mit 314.552 Einheiten nach den ersten drei Quartalen 2026 weiter derart eindeutig in Führung, dass Mercedes-Benz und Audi selbst zusammen nicht auf die BMW-Zahlen kommen. Dennoch ist im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum deutlich sichtbar, dass Mercedes auf drei relativ starke Quartale zurückblicken kann: Während der BEV-Absatz bei der BMW Group um 2,7 Prozent zurückging und Audi sogar einen Rückgang um 12,0 Prozent meldet, gibt es bei Mercedes eine signifikante Steigerung um 61 Prozent.

Den nächsten großen Absatz-Impuls bei den Elektroautos erwartet BMW dank der weltweiten Einführung der Neuen Klasse. Bisher hat sich der Verkauf des iX3 (NA5) praktisch nur auf Europa ausgewirkt, in China folgt der Marktstart der iX3 Langversion (NA6) erst im November. Mit dem BMW i3 (NA0) startet bald ein weiteres Modell, das auf vielen Märkten erhebliches Absatz-Potenzial hat – und mit BMW iX5 (G65) und iX4 (NA7) stehen bereits weitere attraktive SUV-Modelle in den Startlöchern.
Alle drei Marken eint, dass der größte Einzelmarkt China weit von seiner früheren Stärke entfernt ist, während die Situation auf den Märkten Europas und Nordamerikas deutlich besser aussieht. Wie dramatisch die Lage in Asien ist, zeigt folgender Aspekt: Obwohl der BMW Group-Absatz in der Vertriebsregion China um 21,8 Prozent auf 376.128 Einheiten zurückgegangen ist, können die Münchner auf den im direkten Vergleich kleinsten Rückgang verweisen. Audi China meldet einen Rückgang um fast ein Viertel und kommt auf 328.042 Neuzulassungen, bei Mercedes ist der China-Absatz seit Jahresbeginn sogar um 29 Prozent auf nur noch 297.000 Einheiten geschrumpft.
