Vor wenigen Tagen wurde noch auf eine Leistungsangabe für den neuen BMW i3 M60 (NA0) verzichtet, doch nun scheint die Katze aus dem Sack zu sein: Mit der Vorstellung des neuen Power-Duos iX3 M60 (NA5) und iX4 M60 (NA7) gibt es gleich zwei Neue Klasse-Modelle, die im Wesentlichen die gleiche Technik wie der M Performance-i3 nutzen dürften. Vor diesem Hintergrund scheint es extrem wahrscheinlich, dass auch der BMW i3 M60 mit einer Systemleistung von 612 PS und einem System-Drehmoment von 875 Newtonmeter an den Start gehen wird.

Möglich wird die Leistungssteigerung gegenüber dem 460 PS starken i3 50 xDrive durch den Einsatz eines gründlich überarbeiteten Motors an der Hinterachse. Allein die SSM kommt dank neu entwickeltem Stator und stärkerem Inverter auf rund 400 PS, sodass sich auch ohne stärkere ASM an der Vorderachse oder einen dritten E-Motor ein deutliches Plus ergibt. Die gelben M Yellow Lights und eine eigenständige Lichtgrafik an Front und Heck machen das vorläufige Topmodell auch dann gut erkennbar, wenn die Leistung gerade nicht abgerufen wird. "

Mit Blick auf die Performance von iX3 und iX4 M60 erwarten wir für den BMW i3 M60 eine Werksangabe von 3,7 oder 3,8 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100, die Höchstgeschwindigkeit wird aller Voraussicht nach auf 240 oder bestenfalls 250 km/h limitiert. Seinen Lithium-Ionen-Akku teilt sich das Topmodell mit dem i3 50 xDrive, sodass wir auch im M60 von 108,7 kWh Netto-Kapazität ausgehen dürfen. Der etwas höhere Verbrauch dürfte rund 50 Kilometer WLTP-Reichweite kosten, doch auch dann verbleiben noch mehr als 850 Kilometer. Dank der Fähigkeit zum 400 kW-Laden lässt sich der Akku außerdem jederzeit schnell wieder aufladen, wenn man eine geeignete Ladesäule ansteuert – unter idealen Bedingungen genügen 10 Minuten für 350 weitere Kilometer (bei gemäßigter Fahrweise).

Klar ist schon jetzt, dass der BMW M3 (ZA0) die Eckdaten des i3 M60 nochmals deutlich übertreffen wird. Das High Performance-Elektroauto wird hierbei allerdings auch auf vier E-Motoren zurückgreifen können, weshalb einer nochmals spürbar höheren Systemleistung und noch besseren Fahrleistungen nichts im Wege steht – auch wenn der Fokus beim M3 primär auf einer noch höheren Querdynamik liegen dürfte.