Die Neue Klasse bringt bei BMW nicht nur Antrieb und Infotainment auf ein neues Niveau, auch bei den Sicherheits- und Assistenzsystemen folgt der nächste große Schritt: Beginnend mit dem BMW iX3 (NA5) werden die Fähigkeiten der serienmäßigen Assistenten deutlich erweitert und bringen so noch mehr Features flächendeckend auf die Straße. Besonders interessant ist eine Funktion, die im Zweifel einen entscheidenden Unterschied machen kann: Erkennt das Fahrzeug beim Aussteigen einen herannahenden Radfahrer oder ein anderes Fahrzeug, kann es die betreffende Tür künftig aktiv am Öffnen hindern.

Die neue Ausstiegswarnung geht somit deutlich über das bisherige Prinzip aus Warnton und optischem Hinweis hinaus. Über die Seitenradare überwacht der BMW den Verkehrsraum rund um das stehende Fahrzeug und erkennt sich nähernde Verkehrsteilnehmer. Droht eine Kollision, wird die elektronische Türöffnung gezielt verzögert, bis die Gefahr vorüber ist. Gerade im Stadtverkehr könnte das sogenannte „Dooring“ damit deutlich seltener zum Problem werden. BMW verweist darauf, dass 2024 allein in Berlin 392 Fahrradunfälle und damit knapp acht Prozent aller Radunfälle mit solchen Situationen zusammenhingen. Neben dem iX3 werden auch weitere Modelle wie der neue BMW i3, der X5 und der 7er von der neuen Sicherheitsstrategie samt  profitieren. "

Mindestens ebenso spannend ist der neue Notfall-Lenkeingriff. Erkennt das Fahrzeug beispielsweise einen Radfahrer oder eine Person als Hindernis, kann es innerhalb der eigenen Spur automatisch ein Ausweichmanöver einleiten. Auch bei einer drohenden seitlichen Kollision kann ein kurzer Lenkeingriff helfen, das eigene Fahrzeug von der Gefahr wegzuführen. Dazu kommt eine serienmäßige Anfahrüberwachung, die unter anderem eine Verwechslung von Gas- und Bremspedal erkennen kann und das Fahrzeug bei sehr niedriger Geschwindigkeit kontrolliert bis zum Stillstand abbremst. Damit wird die Neue Klasse gerade in Situationen sicherer, in denen menschliche Fehler immer wieder teure Folgen haben.

BMW setzt dabei bewusst nicht auf Assistenzsysteme, die gefühlt gegen den Fahrer arbeiten. Der Symbiotic Drive genannte Ansatz soll vielmehr erkennen, was der Fahrer tatsächlich vorhat und ihn sanft unterstützen. Ein gesetzter Blinker, aktive Lenkbewegungen oder ein Schulterblick können beispielsweise signalisieren, dass ein Spurwechsel bewusst eingeleitet wird. Der Spurhalteassistent soll dann nicht unnötig eingreifen, sondern erst bei einem unbeabsichtigten Verlassen der Spur oder einer drohenden Kollision aktiv werden. Genau dieses möglichst intuitive Zusammenspiel dürfte entscheidend dafür sein, ob moderne Assistenztechnik im Alltag als Hilfe oder als Bevormundung wahrgenommen wird.

Dass BMW den Sicherheitsgewinn nicht nur mit Technikversprechen begründet, zeigen auch die eigenen Flottendaten: Allein im vergangenen Monat wurden in der ausgewerteten europäischen Fahrzeugflotte auf 1,6 Milliarden Kilometern rund acht Millionen Warnungen vor möglichen Kollisionen ausgegeben. In nicht weniger als 243.977 Fällen griffen Assistenzsysteme aktiv in Lenkung oder Bremse ein und halfen damit, eine mögliche Kollision zu vermeiden. Der neue iX3 hat auch aufgrund seiner besseren Assistenzsysteme alle 5 Sterne im verschärften Euro NCAP-Crashtest 2026 erhalten.

Entwickelt und abgestimmt wurden viele der neuen Funktionen im Future Mobility Development Center (FMDC) der BMW Group in Sokolov, das auf einem weitläufigen Areal die Simulation unterschiedlichster Szenarien ermöglicht.

Dr. Mihiar Ayoubi (Leiter Entwicklung Fahrerlebnis BMW Group): “Die breite serienmäßige Umsetzung unserer neuen Active-Safety-Funktionen basiert auf unserer Philosophie ‘Smart, Symbiotic, Safe’. Wir verbinden Fahrer und Assistenzsysteme zu einem kooperativen Gesamtsystem. Bei BMW arbeiten aktive Sicherheitsfunktionen als stille, intelligente Begleiter im Hintergrund – unaufdringlich aber effektiv, wenn es in kritischen Situationen darauf ankommt.”

Dr. Martin Sautter (Bereichsleiter Fahrzeugfreizeichnung der BMW Group): “Das Future Mobility Development Center in Sokolov ist für uns weit mehr als eine Teststrecke. Es ist ein zentraler Baustein unserer Entwicklungsstrategie und schafft die Voraussetzungen, Innovationen für automatisiertes Fahren und Parken schnell, sicher und kundenorientiert zur Serienreife zu bringen. Die einzigartige Erprobungsumgebung ermöglicht es uns, reale Fahrsituationen unter höchst anspruchsvollen und reproduzierbaren Bedingungen abzubilden. Damit stärken wir die technologische Spitzenposition der BMW Group langfristig.”