Die Neue Klasse steht beim Goodwood Revival 2026 nicht nur für den Aufbruch von BMW in den 1960er-Jahren, sondern auch für den Beginn einer Entwicklung, die bis heute untrennbar mit der sportlichen Seite der Marke verbunden ist: Burkard Bovensiepen begann sein Werk, das unter der inzwischen zur BMW Group gehörenden Marke Alpina weltberühmt wurde, mit Arbeiten am Vierzylinder-Motor des BMW 1500. Beim Goodwood Revival zählte ein roter BMW 1800 mit Alpina-Veredelung zu den Fahrzeugen, die die Besucher in den Earls Court und damit zur Sonderausstellung “Road to Neue Klasse” gelockt haben.

Die aus heutiger Sicht ausgesprochen kompakte Limousine erinnert daran, wie viel sportliches Potenzial bereits in den frühen Varianten der Neuen Klasse steckte und welche Anziehungskraft sie auf Menschen wie Burkard Bovensiepen ausübte, die sie zur Basis für weitere Veredelungen nutzten. Das intensive Rot der Karosserie wird beim gezeigten BMW 1800 mit klassischem Alpina-Dekor veredelt, auch am Heck weist ein Alpina-Schriftzug deutlich auf die Verfeinerung hin. "

Ein weiteres Highlight sind die Vielspeichen-Felgen im klassischen Alpina-Design, auch wenn diese im 15-Zoll-Format nicht ganz die Wirkung ihrer heutigen Nachfolger entfalten können. Heute wie damals sind es exakt 20 Speichen, die den Alpina-Felgen ihre sportliche Eleganz und Leichtigkeit verleihen.

Der 1,8 Liter große Vierzylinder leistete ab Werk 90 PS, was im Jahr 1963 einen völlig anderen Sound hatte als heute: Der 911-Vorgänger Porsche 356 war damals bereits auf der Zielgeraden seines Lebenszyklus, wurde aber als C-Modell 1963 noch immer mit 75 PS und 95 PS verkauft – was den BMW 1800 durchaus in der Leistungsklasse zeitgenössischer Sportwagen verortete. Burkard Bovensiepen war dennoch klar, dass der Motor aus München noch Potenzial für weitere Verfeinerungen hatte. Mit seinem Alpina Tuning-Kit erhielt der 1800 unter anderem einen überarbeiteten Vergaser, der den Vierzylinder freier atmen ließ.