Weniger Handschalter: BMW streicht weitere manuelle Getriebe

Sonstiges | 21.01.2019 von 20

Noch ist es nicht offiziell, aber nach unseren Informationen plant BMW eine weitere Reduzierung der angebotenen Varianten mit manuellem Getriebe. Der klassische Handschalter wird somit …

Noch ist es nicht offiziell, aber nach unseren Informationen plant BMW eine weitere Reduzierung der angebotenen Varianten mit manuellem Getriebe. Der klassische Handschalter wird somit immer mehr zum Exoten in der Modellpalette, der fast nur noch für Einstiegsmodelle sowie wenige sportliche Topmodelle erhältlich ist. Die nun allem Anschein nach geplante weitere Reduzierung des Angebots betrifft Modelle am unteren Ende der Leistungsskala und dürfte somit für sportlich orientierte Fahrer zu verkraften sein, setzt aber den für Puristen beunruhigenden Trend zur Zwangs-Automatik fort.

Künftig nur noch mit Achtgang-Automatik erhältlich werden nach unseren Informationen das 420d Coupé F32 und 420d Cabrio F33 sowie 318d und 320d Gran Coupé F36 sein. Die Einstiegs-Diesel der 4er-Reihe waren ohnehin die letzten Selbstzünder der Baureihe, die als Handschalter bestellbar waren. Mit der Verpflichtung zum Automatikgetriebe steigt natürlich auch der Grundpreis um über 2.000 Euro, wenn auch nur auf dem Papier – wer das Modell ohnehin mit Automatik bestellen wollte, muss keine außergewöhnliche Preisanpassung befürchten.

Hauptgrund für die immer weiter um sich greifenden Streichungen der manuellen Getriebe-Option ist die seit Jahren sinkende Nachfrage. Immer mehr Kunden wollen nicht auf den Komfort eines modernen Automatik-Getriebes verzichten. Da die ständig weiterentwickelte Software inzwischen fast immer den richtigen Gang wählt und manuelle Eingriffe beinahe vollständig überflüssig gemacht hat, können sich auch mehr und mehr einst überzeugte Handschalter-Fahrer für die Automatik begeistern.

Weitere Aspekte, die gegen den Handschalter und für Automatikgetriebe sprechen, sind die niedrigeren Verbrauchswerte und folglich niedrigeren CO2-Emissionen in den Zyklus-Messungen. Auch einige leistungsfähige Assistenzsysteme können ihr volles Potenzial erst in Verbindung mit Automatikgetrieben entfalten.

Als gute Nachricht für Puristen darf immerhin verstanden werden, dass die M GmbH weiter am Angebot einiger Handschalter festhält. Nicht nur der aktuelle BMW M2 Competition sowie die M4-Modelle sind mit manuellem Sechsgang-Getriebe erhältlich, auch die nächste Generation von M3 und M4 sollen wieder als Handschalter angeboten werden.

20 responses to “Weniger Handschalter: BMW streicht weitere manuelle Getriebe”

  1. Fagballs says:

    Bin selber vom Handschalter auf Automatik umgestiegen und vermisse sie eigentlich nur selten im Alltag. Klar, am Wochenende Serpentinen fressen ist mit manuellem Getriebe irgendwie schöner, aber dafür an den anderen Tagen auf den Komfort zu verzichten… Eher nicht so.

    Insofern verstehe ich halt nur nicht, warum gerade beim Z4 auf den Handschalter verzichtet wird, also dem Auto, das noch weniger daily driver ist als M2-4. Vielleicht wird der auch noch nachgereicht, glaube ich aber nicht.

    Bei 18d und 20d ist die Automatik ein reiner Kostenfaktor, aber der höhere Wiederverkaufswert egalisiert die Leasingraten, sodass am Ende der Wunsch nach Komfort siegt.

    WLTP macht am Ende jede Fahrzeug-Variante zum Kostenfaktor für BMW, wenn am Ende dann keiner mehr zu den exotischen Konfigurationen greift, verwundern solche Entscheidungen nicht.

  2. Stefan says:

    Ist bei einem 420d die Anzahl der Handschalter kleiner als im M2 oder M4? Kann ich mir kaum Vorstellen. Vor allem nicht in absoluten Zahlen.

  3. Coyote says:

    Man muss klar festhalten: Die meisten reden und schreiben vom Handschalter, ordern dann aber doch eine Automatik, also muss man sich über das Aussterben der Knüppelschaltung nicht wundern. Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Also aufkommender Shitstorm unnötig.

  4. Tazzler says:

    Wer einen Gebrauchten mit AHK und DKG kauft, sollte immer ein Ersatzgetriebe dabei haben, nicht rangieren und NIEMALS kriechen…

    https://www.youtube.com/watch?v=AYaW-XTzthE

  5. technikfreak says:

    Fahre selbst einen 340i Touring Sport-Autom. (Bj. 10/16, Neuwagen) und bin leider von der viel gelobten ZF-Autom. i.V.m. einem Benziner nicht überzeugt. Beim Schalten in der man. Kulisse auch im Teillastbereich sehr heftige Schaltrucke, so dass man sich kaum traut unter Last zu schalten (z.B. zügige Autobahnfahrten), Man denkt immer es könnte etwas kaputtgehen und geht beim Schalten somit fast vollständig vom Gas, auch in der Comfort-Ebene. Auch der Automatik-Modus ist in der Stadt nicht ausgewogen. Man biegt um enge Kurven und erhält beim sanften Tritt auf Gaspedal einen Verzögerungsruck mit einem Bocksprung. Neben einem noch von mir gefahrenen BMW 530d mit Handschalter und einigen BMWs zuvor, die ebenfalls ausschließlich mit Handschaltung gefahren wurden, habe ich den direkten Vergleich und kann auf Automatik gut und gerne verzichten. Man sollte gerade BMW-Fahrern die Wahl lassen. Diese hatte ich beim 340i Touring leider nicht und bin sehr enttäuscht.

    • M. Power says:

      Kann ich gut nachvollziehen.
      Meine Frau fuhr 4 Jahre einen 335i Touring E91 mit Handschalter und war voll happy. Dann wollten sie einen F31, den gab es leider nur als Automat was sie auf keinen Fall wollte.
      Wir entschieden uns dann für einen fast neuen 1er M, was eine super Entscheidung war in Sachen Fahrspass und Werterhalt.
      Ich habe es oft genug geschrieben, ich kann diese Entscheidung von BMW nicht nachvollziehen. Zumindest die sportlichen 1er, 2er, 3er und 4er sollten weiterhin als Handschalter angeboten werden.

    • Thomas says:

      Bin ein Purist und liebe den Handschalter. Darum fahre ich einen relativ exotischen F10 535i mit Schaltgetriebe. Vater fährt F10 530i mit der ZF HP8 Sportautomatik. Und ich muss zugeben; stünde ich nochmal vor der Wahl, würde ich mich, zumindest in dieser Fahrzeugklasse, für die Automatik entscheiden. Das ZF HP8 schaltet butterweich und lässt sich mit dem Gaspedal wunderbar bedienen. Da der 530i eine Durchlade hat, tauschen wir öfters mal. Man kann keinen direkteren Vergleich haben. Das Verhalten welches du beschreibst kenne ich aber! Das hat oft weniger mit der Automatik zutun! Beim 530i hatten wir den Fall, als eine Zündspule defekt war.

      Da ich hier keinen Roman verfassen möchte, die Kurzfassung: Ich bin -u.a. beruftsbedingt- mit vielen Motorsteuerungen vertraut. Viele moderne BMW Di Motoren laufen nicht so wie sie eigentlich laufen sollten. Das sind meist kleinere Defekte im Bereich der Krafstoffaufbereitung und Zündung. BMW Vertragshändler können das mit ihren originalen Testern oft nicht diagnostizieren, weil diese Tester nicht “tief” genug in die Motorsteuerung eindringen. Das können banale Zündaussetzer sein, welche von der Motorsteuerung selbst als vernachlässigbar einstuft werden und bei der Abarbeitung der zahlreichen Prüfpläne nicht auffallen. Die tauchen in keinem normal einsehbaren Protokoll auf und sind bei einigen Motorsteuerungen erst über den sog. OBD Mode 6 einsehbar. Wieso ruckelt dadurch nun die Automatik? Weil die EGS der Automatik von der DME u.a. ein berechnetes Lastsignal bekommt. Durch eine geringfügig veränderte mechanische Effizienz(bedingt z.B. durch ungleichmäßige Zündung) deckt sich das berechnete Lastsignal nicht mehr mit der tatsächlichen Last. Die EGS bekommt ein falsches Signal und die Mechatronik steuert mit nicht optimalen Drücken. Folge: Es kommt zu Rucklern im Fahrbetrieb. Dieses Verhalten findet man bei Schaltfahrzeugen ebenso. Bedingt durch den menschlichen Faktor ist es aber besser zu kaschieren.
      Jetzt ist es doch ein Roman geworden 🙂

    • Tazzler says:

      Klingt nach Defekt/SW-Fehler. Schon mal checken lassen?

    • Christoph Schneider says:

      Da muss aber ein Defekt vorliegen. Ich fahre einen 440i mit Sport-Automatik und kenne keines der beschriebenen Symptome. Hatte der Wagen das ab Auslieferung oder ab welchem Kilometerstand / Alter ist das aufgetreten?

      Grundsätzlich wäre mir ein Handschalter auch lieber bzw. hätte ich den auch bestellt, hätte es ihn gegeben. Aber die 8-Gang-Automatik von ZF ist schon ein feines Stück Technik – zugegeben.

      • technikfreak says:

        Vielen Dank für eure qualifizierten Kommentare.
        Die Symptome hat mein 340i schon beim Herausfahren aus der BMW-Welt am 13.10.16 gehabt. Ich habe das Verhalten der Sport-Automatik mehrfach bei BMW innerhalb der 2-Jahre beanstandet. Daraufhin kam es zur Überprüfung mit einem Werksing. von BMW und einem Spezialisten von ZF inkl. Verkabelung des Fahrzeugs – leider ohne Erfolg. Offenbar läge alles innerhalb der Toleranzgrenze. Das sehe ich natürlich vollkommen anders. Hatte neulich einen 440i von Sixt, allerdings ohne Sportautomatik. Diese schaltete sehr harmonisch. Auch in der manuellen Schaltebene (Comfort oder Sport) wurden die Wechsel über den Schalthebel sogar im höheren Teillastbereich sanft ausgeführt. So muss es sein. Daraufhin habe erneut BMW angeschrieben und bat um Nachbesserung.
        Leider ohne Erfolg, denn es wurde mir mitgeteilt, dass das Getriebe überprüft worden sei. Es bestehe kein Handlungsbedarf. Ich wäre schon zufrieden, wenn man wenigstens die Gänge manuell ohne heftiges Rucken im Teillastbereich wechseln könnte, da ich auf der Autobahn gern in der manuellen Ebene fahre, um bei zügiger Fahrweise nicht permanent am Begrenzer kleben zu müssen, wenn die Gaspedalstellung zwischen 90-99% beträgt. Meist schalte ich gerne zwischen dem 6,7 u. 8. Aber bei BMW beiße ich bzgl. einer dringend gebotenen Nachbesserung auf Granit. Mein 340i hat erst 21.000 km gelaufen und wird nicht permanent am Leistungslimit gefahren. Die Launch-Control habe ich aus Verschleißgründen noch nicht genutzt.

        Schaltet Dein 440i mit Sportautomatik in der manuellen Ebene unter mittlerer bis höherer Teillast sehr sanft -wie der 440i von Sixt ohne Sportautomatik- oder werden die Gänge mit einem heftigen kurzen Ruck “reingeknallt”, so wie es leider bei mir der Fall ist?

        • Christoph Schneider says:

          Also bei manuellem Schalten im Sportmodus sind die Gangwechsel bei Volllast schon härter. Aber in meinen Augen soll das so sein und mir gefällt das recht gut. Es gibt aber keinen Ruck und man hat auch zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass die Mechanik “leidet”. Sondern eben, dass dies bewußt so definiert wurde. Bei Teillast und in den anderen Modi sind die Schaltwechsel praktisch nicht spürbar. Mein Fahrzeug ist jetzt 15.000 km gelaufen. Vielleicht hilft ja ein Getriebeölwechsel – bei älteren Fahrzeugen wirkt das ja oft Wunder, auch wenn immer von einer Lebensdauer-Füllung gesprochen wird.

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  12. DerOssi says:

    Ich fahre erst seit 2 Jahren Automatik, und davor logischerweise nur Rühromatik… und ich bin so froh, den Mist los zu haben… wenn ich den Wagen meiner Freundin mit Schaltgetriebe fahre, denke ich mir bei jedem Tritt auf´s Kupplungspedal, “was für eine Rotze”… also mit “Spaß” hat das (mittlerweile) für mich nichts mehr zu tun… nur Energieverschwenung 🙂

  13. driv3r says:

    Bezogen auf die hier genannten Modelle, sehe ich das sehr entspannt: Der 3er GT steht mitten am Ende seiner gesamten Lebenszeit, ebenso sind auch die Tage für die aktuelle 4er-Reihe gezählt. Dass da zum Ende der Bauzeit hin Varianten reduziert werden ist mehr als übliche Praxis bei vielen Herstellern.

    Dass BMW die Kunden mit weniger Handschaltermodellen beglücken wird, ist im Zuge von Kostenreduktion und WLTP/RDE ja bereits bekannt, für die sportlichen Modelle scheinen sie ja erkannt zu haben, dass dort eine Handschaltung gerne noch häufig gefragt ist.
    Einzig für die Kunden, die noch immer im Alltag oder gerne im bezahlbaren Zweitwagen eine Handschaltung haben möchte, ohne direkt bei M-Modellen zuschlagen zu müssen, wird es tatsächlich eng.

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