BMW Wireless Charging: Jetzt geht das Induktive Laden in Serie

BMW 5er, BMW i | 10.04.2018 von 15

Mit BMW Wireless Charging bringt die BMW Group das Induktive Laden in Serie. Ab Ende April kann Wireless Charging als Sonderausstattung für den BMW 530e …

Mit BMW Wireless Charging bringt die BMW Group das Induktive Laden in Serie. Ab Ende April kann Wireless Charging als Sonderausstattung für den BMW 530e iPerformance bestellt werden, damit ist die BMW Group der weltweit erste Autobauer mit einer entsprechenden Technik für Plug-in-Hybride im Serieneinsatz. Ebenfalls erhältlich ist BMW Wireless Charging für den nur in China angebotenen 530Le iPerformance auf Basis der 5er Langversion. Weitere Modelle, darunter neben Plug-in-Hybriden natürlich auch Elektroautos wie i3 und i3s, dürften in absehbarer Zeit folgen.

Die für BMW Wireless Charging benötigte Grundplatte nennt sich GroundPad und kann sowohl in einer Garage als auch im Freien installiert werden. Bei entsprechend abgestelltem Fahrzeug ist es möglich, zwischen Groundpad und dem am Fahrzeug-Unterboden befestigten CarPad ein elektromagnetisches Feld zu erzeugen und die Hochvoltbatterie des Fahrzeugs so völlig ohne Kabelverbindung zu laden. Das Aufladen der Batterie wird damit sogar noch einfacher als das Tanken eines Fahrzeugs mit konventionellem Antrieb und wird einfach durch das richtige Abstellen des Fahrzeugs eingeleitet.

BMW Wireless Charging arbeitet mit einer Ladeleistung von 3,2 kW und ist damit leistungsfähig genug, um den Lithium-Ionen-Akku des BMW 530e iPerformance in rund 3,5 Stunden vollständig aufzuladen. Der Wirkungsgrad des Gesamtsystems liegt bei 85 Prozent und damit schon heute in der Nähe der 92 Prozent, die sich beim Laden mit einem Kabel erreichen lassen. Selbstverständlich wird das GroundPad permanent auf einen Kontakt mit Fremdkörpern überwacht und bricht den Ladevorgang gegebenenfalls sofort ab.

Beim Finden der richtigen Parkposition helfen die Kamera- und Assistenzsysteme des Fahrzeugs sowie eine WLAN-Verbindung zwischen GroundPad und Infotainment-System. Farbig markierte Hilfslinien helfen dem Fahrer dabei, das Fahrzeug richtig abzustellen. Das Laden ist auch dann möglich, wenn die Idealposition um bis zu sieben Zentimeter in Längsrichtung und um bis zu 14 Zentimeter in Querrichtung verfehlt wird. Von der Funktionsweise der Systeme konnten wir uns bereits vor rund einem Jahr bei einer Live-Demonstration überzeugen.

Damals erfuhren wir auch, dass BMW Wireless Charging zu einem Preis von unter 2.000 Euro angeboten werden soll und damit günstiger ist als die Installation der BMW i Wallbox Pro. Einen offiziellen Preis hat BMW bisher nicht bekanntgegeben, das dürfte aber spätestens nach der offiziellen Weltpremiere auf der Auto China 2018 in Peking nachgeholt werden.

15 responses to “BMW Wireless Charging: Jetzt geht das Induktive Laden in Serie”

  1. B3ernd says:

    Es ist mir ein Rätsel wie der Gesetzgeber diese ineffiziente Ladetechnik zulassen kann. Solange der Wirkungsgrad nicht derselbe wie per Kabel anliegt, sollte man diese Systeme nicht zulassen. Da wird um den Diesel ein großes Tamtam veranstaltet und gleichermaßen interessiert es hier niemanden, wenn sogar vermeidbarer Ausstoß in die Luft geblasen wird. Beim E Fahrzeug ist es ja auch egal wie schlecht die CO2 Bilanz aussieht – Hauptsache lokal ist alles sauber

    • Mini-Fan says:

      Einen besseren Wirkungsgrad als mit einem Kabel zu erzielen, ist wohl unmöglich. Einen gleich guten – wohl auch.
      Und Verlust von gerade mal 7.6% gegenüber einem Kabel – finde ich noch erstaunlich gut. Und akzeptabel.

    • atamani says:

      Nun, die Ladeeffizienz ist leider nicht so gut wie beim Kabel…aber wenn diese Technik dazu beiträgt, gerade bei Plugin Hybriden, die Häufigkeit der Aufladungen und damit die hHäufigkeit der elektrischen Fahrten zu steigern, ist der Wirkungsgrad wieder vernachlässigbar…
      Da geht es um Komfort…und dann könnte man ja auch sagen, man fährt im E Auto im Winter mit Pulli, Schal und Mütze statt die Heizung anzumachen, ist ja auch effizienter…

      • B3ernd says:

        Ich kann deinen Ansatz verstehen. Da unser Strom größtenteils dreckig ist und die E Bilanz eine E Fahrzeugs ohnehin eher schlecht als gut ist, ist das für mich der sinnloseste Verbrauch ever. Wir reden hier nicht von 5 kw, sondern aufs Jahr gerechnet von Millionen KWh auf die Gesamtnutzer betrachtet. Das ist so, als würdest du beim Tanken einfach ein paar Liter pro Tankvorgang neben deinen Wagen kippen.
        Mit deiner Argumentation könnte man ja grds. allen Leuten sagen “Geht zu Fuß” 🙂 Mir geht es um vermeidbare Verschwendung.

        Dass es ein Komfortfaktor ist, ist mir klar. Hier geht es mir nicht um das Zuschieben des schwarzen Peter´s in Richtung München, sondern an die völlig verquerte Politik.

        @@disqus_CSWtxDVbeD:disqus Die Kontaktlösung wäre sicher die einfachste, aber wahrscheinlich teurer oder unsicherer in der Umsetzung?!
        Wahrscheinlich verschlechtert sich die Effizienz um jeden Millimeter, den der Wagen nicht exakt über dem Kontaktpad steht.

        @disqus_MgSWxffhdn:disqus Der Mensch ist sehr faul 😉 Nehme mich da nicht raus

        • Fagballs says:

          Ich habe mir mal vorhin den Spaß gemacht und die Milchmädchen-Rechnung des Jahrhundert* angestellt:
          In Deutschland werden pro Jahr 56 Megatonnen Brennstoff verheizt. Wenn ich das in elektrischen Brennwert umrechne, sind das 700TWh, wenn ich dann jetzt die Verlustleistung von 7,6% ansetze, würden durch Induktion 53 TWh verschwendet. Das sind ungefähr 5 Atomkraftwerke, die nur laufen müssten, weil die Leute zu faul sind nen Stecker in ihr Auto zu stecken (Oder die Hersteller zu doof, nen MagSafe Anschluss für Autos zu designen, deine Wahl). Manchmal muss man das große Ganze betrachten, um das Problem zu entdecken.

          * Rechnung ungenau unter anderem weil:
          – Nicht jeder Brennstoff wird in einem Auto verbrannt
          – Elektromotoren sind effizienter als Verbrenner
          + Verlustleistung bei der Übertragung von 700TWh
          + Mehrgewicht durch Batterien

          Lösungsideen: Fusionsreaktoren, die umweltfreundlich aus Material, das beliebig viel auf der Welt vorhanden ist, beliebig viel umweltfreundlichen Strom herstellen können, dann könnten wir den auch verschwenden. Solarkollektoren in der Wüste. Wasserstoff oder anderweitig synthetisierte Stoffe, die lokal sauber verbrennen, zum verlustarmen Transport. Der letzte macht das Licht aus.

    • Hans Wurst says:

      Der B3rnd hat grundsätzlich durchaus Recht. In meinen Augen ist diese Technik nur dann vertretbar, wenn die Energiequelle auch möglichst ökologisch ist und zu Zeiten geladen wird, in denen wir eher einen Überschuss im Leitungsnetz haben.
      Kontaktloses Laden ist im Übrigen weit verbreitet und wird zumeist als Feature angepriesen, um die Verlustleistung schert sich in aller Regel niemand. Deshalb würde ich BMW auch keine moralischen Vorwürfe dafür machen, dass sie diese Technik nun auch wie angekündigt für Autos verwenden.

    • Daniel says:

      Ich finde die Kritik durchaus berechtigt.
      Der Mensch ist aber faul und parkt sicher lieber zweimal um, als einmal den doofen Stecker (sorry, es ist einfach affig, egal wie effizient) rein zu fummeln.
      Ebenfalls ist das gerade im öffentlichen Bereich wesentlich einfacher zu integrieren.
      7% klingt vernachlässigbar, macht in relation, verglichen mit meinen Tankkosten, ein Mittagsmenü beim Italiener mit der Frau aus – dafür investier ich dann halt 20-30x das An und Abstecken im Monat.

      Bequem ist es auf jeden Fall ,sogar bequemer als Tanken. Daher wird sich das (oder ähnliche Lösungen) auf Dauer durchsetzen.

      Woher der Strom kommt ist mir übrigens herzlich egal, wirklich interessiert am Umweltschutz ist ja eh kaum jemand, denn da fängt man nicht beim (verglichen) lächerlichen Auto an 🙂

  2. DerOssi says:

    Eine Toleranz von 7 * 14 cm ist schon recht sportlich würde ich sagen… 🙂

    • atamani says:

      Ja, ganz schön knapp…aber dank der Hilfe im Navi wohl möglich…und in Kürze wird das wohl auch vollautomatisch gehen…

  3. Fagballs says:

    VERLUSTLEISTUNG

  4. Harald Krüügler says:

    Zusammen mit Luftfederung eigentlich eine hinreichend große Kontaktfläche 🙂

  5. /// Rick Supertrick says:

    Ich finde die Verlustleistung ebenfalls akzeptabel. Weitaus besser als Kabel.

  6. Marcus Heger says:

    Hallo zusammen,ich finde die Diskussion zwar berechtigt, aber dennoch an den Haaren herbei gezogen – wir reden hier von 85% Effizienz beim Laden und ungefähr das Gleiche nochmal beim E-Motor,wenn die Energie dann verbraucht wird. Ein Benziner hat vllt so 35%.

    Ich bin in der aktuellen Lage auch kein Freund der E-Mobiltät, da die CO2 Bilanz für die ganze Produktion und Bereitstellung der Energie nicht viel besser aussieht,als beim Verbrenner. Eher bevorzuge ich da eigtl Wasserstoff als Energieträger….Dennoch hat nun mal die E-Mobiltät einen riesen Vorteil für uns alle,oder zumindest die Großstädter unter uns, die ganzen Giftstoffe,die noch so entstehen und sich dort konzentrieren werden aus den Städten damit raus gehalten,welche nachweislich zu früheren Todesfällen durch Astma etc verursacht werden.

    Es ist sicherlich auch noch nicht der Weisheit letzter Schluss,aber besser als der Verbrenner allemal.

    Aber das Marketing finde ich auch nicht wirklich toll, da reden viele von grün und umweltfreundlich, man sollte einfach ehrlich Werbung machen und einfach den Vorteil ansprechen, dass damit zumindest die toxische Konzentration von Giftstoffen verlagert/umgeschichtet wird und sich nicht in Ballungsgebieten sammelt.

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