BMW Wireless Charging: 530e ab 2018 mit induktivem Laden

BMW 5er | 27.04.2017 von 12

Die Idee vom induktiven Laden für Elektroautos ist fast so alt wie das Elektroauto selbst, ab 2018 wird sie offenbar Realität. BMW Wireless Charging nennt …

Die Idee vom induktiven Laden für Elektroautos ist fast so alt wie das Elektroauto selbst, ab 2018 wird sie offenbar Realität. BMW Wireless Charging nennt sich die Technologie, die zunächst für den BMW 530e iPerformance und kurze Zeit später auch für andere Elektroautos und Plug-in-Hybride aus München verfügbar sein wird. Mit Hilfe einer speziellen Ladeplatte und natürlich eines entsprechend ausgerüsteten Autos wird das Anstecken eines Ladekabels damit künftig überflüssig – es genügt, das Auto auf den richtigen Parkplatz zu stellen.

Der nun vorgestellte Prototyp nutzt eine Bodenplatte mit integrierter Primärspule. Die Bodenplatte lässt sich sowohl in einer Garage als auch im Freien nutzen und kann den Lithium-Ionen-Akku des Autos in Kombination mit einer am Fahrzeugboden installierten Sekundärspule kabellos laden. Zwischen den beiden Spulen wird ein magnetisches Wechselfeld erzeugt, mit dem elektrische Energie mit einer Leistung von bis zu 3,2 kW induktiv übertragen werden kann.

Wird der 530e iPerformance über der BMW Wireless Charging Ladeplatte geparkt, kann der Akku innerhalb von 3,5 Stunden komplett geladen werden. Beim Rangieren auf die Ladeplatte hilft der BMW seinem Fahrer mit Hilfslinien und einer exakten Anzeige der benötigten Position des Fahrzeugs. Natürlich ist die Bodenplatte so ausgelegt, dass sie auch überfahren werden kann, ohne Schaden zu nehmen. Ebenfalls integriert ist eine Erkennung möglicher Störfaktoren, weshalb man sich auch keine Sorgen um ein zwischen Fahrzeug und Ladeplatte laufendes Haustier machen muss.

Nach dem BMW 530e werden innerhalb kurzer Zeit weitere Modelle mit dem optionalen BMW Wireless Charging-Paket erhältlich sein. Für den Betrieb muss neben dem Fahrzeug natürlich auch die Bodenplatte erworben werden, die ähnlich wie die konventionellen Wallbox-Lösungen von BMW i und iPerformance über den Händler bezogen werden kann. Der Preis steht laut BMW derzeit noch nicht fest, er soll sich aber nur leicht oberhalb der aktuellen BMW i Wallbox Pro und somit klar unterhalb von 2.000 Euro bewegen.

Es versteht sich von selbst, dass die BMW Wireless Charging-Technik nur kurz nach ihrem Marktstart 2018 auch für andere aktuelle Modelle wie den 330e, 740e, i8 und i8 Spyder erhältlich sein wird. Wie einfach das System aus Kundensicht funktioniert, zeigen unsere Fotos schon heute:

12 responses to “BMW Wireless Charging: 530e ab 2018 mit induktivem Laden”

  1. carmatt says:

    Ist schon bekannt wie hoch die Ladeverluste sein werden bzw. wie hoch der Ladewirkungsgrad ist?

  2. Fagballs says:

    Auf jeden Fall angenehmer, als immer das Kabel anzustöpseln. Kann man auch nicht vergessen. Geht aber natürlich nur, wenn man einen dedizierten Stellplatz für seinen Wagen hat.
    Wobei 3,5 Stunden laden für ca. 40km Reichweite? Das auf ein reines Elektroauto hochzurechnen, ist schon putzig.

    • Mini-Fan says:

      Es wird ja hier wohl niemand – außer natürlich eingefleischten Tesla-Jüngern – geglaubt haben, daß man (gefahrlos!) mit einer Leistung von 150 kW induktiv laden kann.
      Deswegen ist das Heil auch nicht in extrem großen Akkus zu finden. Doppelte Kapazität heißt immer auch doppelte Ladezeit. Und natürlich entsprechend höheres Fahrzeuggewicht und höherer Verbrauch. Das gilt auch z.B. beim Vergleich von i3 mit Opel Ampera-e.

    • B3ernd says:

      Der Ladeverlust ist recht hoch. Mein Handy benötigt mehr als das doppelte an Ladezeit. Eventuell wird der Wagen noch mehr Verluste haben, da zwischen Pad und Wagen noch gute 20cm liegen.

      • Fagballs says:

        Bin auch kein großer Fan von Induktionsladung außer bei gegebener Notwendigkeit. Zum Beispiel bei elektrischen Zahnbürsten, die sind nass, da macht ein offener Kontakt nicht so viel Sinn. Handy induktiv laden habe ich eh noch nicht verstanden. Kommt eine Benachrichtigung und ich nehme das Gerät hoch, bricht der Ladevorgang ab. Lege ich es wieder hin, fängt ein neuer Ladevorgang an, der Akku wird sich bedanken. Könnte mir das höchstens im Auto vorstellen, dass man da einen Halter hat, das Handy schnell festmacht und es dann netterweise in der Halterung geladen wird, ohne dass ich noch ein Kabel reinfriemel. In jeder anderen Anwendung, finde ich Kabel laden sinniger und bequemer.

        Der Ladeverlust ist auch durchaus ein Punkt. Bei der Größe eines Handy-Akkus ist das vielleicht verkraftbar, aber wenn man jeden Abend zig kWh in die Luft schießt, weil man zu faul ist, das Kabel anzustöpseln, ist Strom wohl noch zu billig. Da könnte wenigstens ein kleiner Motor die Ladeplattform anheben und so den gröbsten Verlust reduzieren. Das würde ich schon mal gern durch testen, jetzt wo ich das so schreibe.

        • B3ernd says:

          Habe gerade einen Artikel in der CHip entdeckt. Dort wurde ein Iphone induktiv und mit Kabel geladen. Das Induktive Laden verbraucht ca. 25% mehr Strom, was m.M.n. eine enorme Stromvergeudung ist.

          Jetzt stell dir das ganz mal auf einen 100kwh Akku von Tesla vor. Geht gar nicht. Selbst wenn es nur 5 % wären, ist das für meinen Geschmack zu viel. Aber die Bequemlichkeit lassen wir Menschen uns halt manchmal etwas mehr kosten(mich eingeschlossen, das soll kein Vorwurf sein)

  3. Wombat says:

    Sehr praktisch. Um große Mengen Strom zu übertragen – wie hier schon besprochen – aber eindeutig zu schlechter Wirkungsgrad.

    Könnte mir aber durchaus vorstellen (bzw. fände es toll), daß man hier schon an Systemen arbeitet, die konzeptionell ähnlich aufgebaut sind, aber den Strom dann nicht induktiv übertragen, sondern per quasi verlustfreier, automatischer Kontakte.

    Also es liegt dabei auch irgendein Teil auf dem Boden (oder kann an einer Wand montiert werden oder so), das Auto muß entsprechend darüber / daneben eingeparkt werden (was später bestimmt auch mal der BMW selbständig ohne Zutun des Fahrers übernehmen kann) und dann wird automatisiert ein klassischer Kontakt hergestellt, wobei natürlich die Ungenauigkeiten beim abstellen (+/- 50cm etwa) ausgeglichen werden müssen.

    Wäre zwar nur etwas für die eigene Garage oder den festen Stellplatz daheim, aber wäre ein enormer Komfortgewinn.

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