400 Kilometer Reichweite: Opel Ampera-e greift BMW i3 94Ah an

BMW i3 | 14.09.2016 von 3

Einer der schärfsten Gegner des BMW i3 94Ah kommt ab 2017 aus Rüsselsheim: Der neue Opel Ampera-e kommt mit der Technik des Chevrolet Bolt nach …

Einer der schärfsten Gegner des BMW i3 94Ah kommt ab 2017 aus Rüsselsheim: Der neue Opel Ampera-e kommt mit der Technik des Chevrolet Bolt nach Deutschland und erreicht laut Opel eine NEFZ-Reichweite von über 400 Kilometern. Zwar ist die NEFZ-Reichweite nicht mit der Praxis-Reichweite gleichzusetzen, aber sie liefert eine gute Vergleichbarkeit zu den Elektroautos anderer Hersteller. Mit einer Grafik übernimmt Opel diesen Vergleich selbst und zeigt dabei, wie groß der Vorsprung des Opel Ampera-e im Jahr 2017 sein soll.

Offiziell vorgestellt wird der Elektro-Kleinwagen von Opel auf dem Autosalon Paris 2016, der Marktstart wird aber nicht vor Sommer 2017 erfolgen. Ähnlich wie der BMW i3, dessen NEFZ-Reichweite im Sommer von 190 auf 300 Kilometer gesteigert wurde, soll bis dahin auch der VW e-Golf noch eine verbesserte Batterie erhalten. An der Vormachtstellung des Opel Ampera-e dürfte sich dadurch aber nichts ändern, wenn sich die nun angekündigten Zahlen – die ausdrücklich als vorläufige Werte deklariert werden – bis zum Verkaufsstart nicht noch verändern.

2016-Opel-Ampera-e-Paris-Elektro-Range-07

Während der BMW i3 94Ah bisher nicht nur der Kleinwagen mit der größten Reichweite war, sondern gleichzeitig die mit Abstand sportlichsten Fahrleistungen bot, will der Opel Ampera-e auch in dieser Hinsicht die Führung übernehmen. 204 PS und 360 Newtonmeter Drehmoment kündigen die Rüsselsheimer an, so soll der neue Ampera in 3,2 Sekunden aus dem Stand auf 50 km/h beschleunigen. Auf die Angabe des üblicheren und daher besser vergleichbaren 0-100-Werts verzichtet Opel bisher.

Auch der Innenraum des Opel Ampera-e könnte noch etwas mehr Platz bieten, zumindest bringt der Kleinwagen mit einer Länge von 4,17 Meter gute Voraussetzungen dafür mit: Der von Anfang an als Stadtauto konzipierte BMW i3 wurde mit der Vorgabe entwickelt, nicht länger als vier Meter zu sein und wird mit einer Außenlänge von 3999 Zentimetern angegeben. Opel gibt das Kofferraum-Volumen des Ampera-e mit 381 Liter an, BMW spricht von 260 Litern. Mit umgeklappter Rückbank steigt das Platzangebot im i3 auf 1.100 Liter, ein entsprechender Vergleichswert für den Opel liegt noch nicht vor.

Ob und wie die Münchner auf den neuen “Reichweiten-Champion” aus Rüsselsheim reagieren und wie überzeugend sich dieser in ersten Praxis-Vergleichen präsentiert, werden die nächsten Monate zeigen. Sicher ist allerdings, dass man die Ankündigungen von Opel auch bei BMW i mit großem Interesse zur Kenntnis genommen hat.

Dr. Karl-Thomas Neumann (Vorstandsvorsitzender der Adam Opel AG): “Mit dem Ampera-e bringt Opel ein hundertprozentig alltagstaugliches Elektroauto auf den Markt. Es bietet eine große Reichweite und wird schon im Frühling nächsten Jahres erhältlich sein. Der Opel Ampera-e ist kein Öko-Luxus, kein Spielzeug, kein reiner Zweitwagen. Opel zeigt, dass dank innovativster Technologie Elektromobilität auch für ein viel breiteres Publikum erreichbar ist – Opel demokratisiert mit dem Ampera-e das Elektroauto.”

(Fotos: Opel / BMW)

3 responses to “400 Kilometer Reichweite: Opel Ampera-e greift BMW i3 94Ah an”

  1. B3ernd says:

    Der i3 fährt sich richtig gut – er macht Spaß und “geht gut nach vorn”.

    Zwei riesen Punkte die ein NoGo sind. Der Innenraum ist einer der schlechtesten aller BMW – Premium sieht anders aus. Nacktes Blech a la VW up und die Verarbeitung der Holzzierteile ist unterirrdisch.

    Selbst frisch von der Steckdose mit 100% zeigte das Display nur 110km an. und das bei 2500km Gesamtlaufleistung(es waren 20 Grad+).

    Aktuell scheint mir der Opel das schlüsigere Fahrzeug zu sein – er ist zwar 200g schwerer, dafür fährt er auch weiter und genau das zählt.

    Was Leichtbau aktuell bringt, sieht man beim i3 – er ist leicht, kommt dafür real maximal 120km. Finde den Fehler.

    • testkunde says:

      Das Cockpit des i3 wirkt durch zu viele Ablagen und Becherhalter, zu zerklüftet.
      Wollstoff, Holz, Naturleder, eine Mischung aus natürlichen, teils recycelten Materialien und Stoffen und Elementen wie dem flachen Navigationsbildschirm gibt einem das Gefühl, man habe gerade in einem Designer-Hotel für Naturliebhaber eingecheckt.

      Die aus PET (quasi Plastikflaschen) recycelten Sitzbezüge sollen diese Eigenart unterstreichen, aber Komfort und Wohlfühlatmosphäre sehen irgendwie anders aus !

      So ein Auto lebt offensichtlich von derartigen Widersprüchen.
      Exemplarisch für diese These scheint das Interieur des i3, wenn etwa die zirka 2 TEUR „Lodge“-Ausstattung mit Eukalyptusholz an Bord ist. Allerdings sehen die meisten Verkleidungen und Hartplastik-Teile nicht wirklich nach Premium aus.

      Die Reichweite ist insbesondere für den Privatkunden ein schlechter Witz, der viel zu hohe Preis (garantiert OHNE jeden Händlerrabatt) zudem ein kaufentscheidendes Hindernis.

  2. StupidZombie says:

    Der i3 ist ein sehr gutes Auto, sollte aber 15.000 € kosten.

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