BMW M Performance Power Kit: BMW 340i und 440i mit 360 PS

BMW 3er, BMW 4er | 14.09.2016 von 48

Das BMW M Performance Tuning-Programm wird um ein Power-Kit für BMW 340i und 440i ergänzt. Der B58-Motor bietet im Anschluss 360 PS und bis zu 500 Nm.

Das BMW M Performance Tuning-Programm für die 3er- und 4er-Reihe wird um ein Power-Kit ergänzt: Auch BMW 340i und BMW 440i mit B58-Motor können seit kurzem eine Werks-Leistungssteigerung ohne negative Auswirkungen auf die Garantie erhalten. Das sogenannte BMW M Performance Power and Sound Kit steht für alle Karosserievarianten von der 3er Limousine bis hin zum 4er Gran Coupé zur Wahl und kostet mindestens 2.889 Euro.

Im Gegenzug erhalten die Kunden eine Leistungssteigerung von 326 auf 360 PS, das maximale Drehmoment steigt bei allen Modellen mit Achtgang-Automatik von 450 auf 500 Newtonmeter. Aus Rücksicht auf die dauerhafte Haltbarkeit des Getriebes wird das Drehmoment-Maximum bei Fahrzeugen mit manueller Sechsgang-Schaltung auf 480 Newtonmeter begrenzt. So oder so dürfte das offizielle Power Kit für eine spürbare Performance-Steigerung sorgen und bei Zwischensprints die eine oder andere Zehntelsekunde einsparen.

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Dank des verpflichtend mit dem Power Kit verbundenen Sound-Tunings fällt der subjektive Effekt mit Sicherheit noch beeindruckender aus, schließlich wurde die serienmäßige Abgasanlage mit viel Rücksicht auf Langstrecken-Fahrer komponiert und wird auch im Sport-Modus niemals aufdringlich. Wer gerne etwas mehr Reihensechszylinder-Sound genießt, dürfte die M Performance Abgasanlage mit Klappensteuerung rasend schnell in sein Herz schließen. Die beiden Endrohre können wahlweise mit Chrom- oder Carbon-Blenden verziert werden.

Mit Hilfe des BMW M Performance Power and Sound Kit rücken BMW 340i und 440i den Sport-Modellen der Wettbewerber noch enger auf die Pelle. Egal ob Audi S4 und S5 oder Mercedes-AMG C 43, mit nun 360 PS und mindestens 480 Newtonmeter Drehmoment sind die Münchner nun auch in Sachen Motorleistung auf Augenhöhe unterwegs. Das dürfte speziell im Fall der xDrive-Varianten von BMW 340i und 440i auch für die Fahrleistungen aus dem Stand gelten, die beispielsweise für den Audi S4 mit 4,7 Sekunden auf 100 km/h angegeben werden.

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Wer mit der serienmäßigen Leistung seines BMW 440i oder 340i völlig zufrieden ist, aber gerne einen sportlicheren Sound hätte, wird bei BMW M Performance ebenfalls fündig: Ab 1.179 Euro kann das Schalldämpfer-System auch einzeln erworben werden. Wer statt Chrom- lieber Carbon-Blenden am Heck haben möchte, muss 1.405 Euro investieren.

48 responses to “BMW M Performance Power Kit: BMW 340i und 440i mit 360 PS”

  1. DoNuT says:

    Leistung ist ja nett, aber irgendwie hab ich nie ganz verstanden, dass BMW in all den Jahren nie ein richtiges, “mittleres” Sportmodell gebracht hat, um etwas speziell gegen den S4/S5 zu haben, die sich stärker von der Serie abheben als ein 340i mit M-Performance-Fahrwerk oder M-Sportpaket.

    Zumindest gab es schon einige Tests, wo diverse 335i und 340i als “lame duck” mit enttäuschender Fahrdynamik abgewatscht wurden, obwohl das Fahrzeug einfach kein Sportmodell, sondern nur ein dicker Motor mit Sportfahrwerk ist. Naja, wenn man für gut 10.000€ Powerkit, Bremse, Auspuff und Fahrwerk von M-Performance in einem normalen 3er nachrüstet, kommt man dem sicher näher, ist aber immer noch kein speziell abgestimmtes Modell mit Torque-Vectoring-Light usw…

    Vielleicht ja nur die falsche Erwartungshaltung der Fachpresse und die Kunden goutieren es trotzdem.

    • MichaelMPower says:

      http://www.auto-motor-und-sport.de/vergleichstest/fahrspass-sportler-bis-60000-euro-rs-3-335d-boxster-und-wrx-sti-10888761.html
      Also abgewatscht wurde ein 3er BMW noch nie wirklich, nicht mal der Diesel in dieser Sport Auto Ausgabe.
      Ein aktueller 3er mit Sportpaket ist richtig agil und hat ein perfektes Fahrwerkssetup. Zudem ist es immer noch eine Limo.

      • DoNuT says:

        Meistens waren es Tests gegen den S4/S5, und da wurde eben immer die fehlende Kompromisslosigkeit bedauert, z.B. hier: http://www.auto-motor-und-sport.de/vergleichstest/audi-s5-sportback-gegen-bmw-435i-gran-coupe-9940906.html

        Klar, das ist kein Verabsäumen, eher eine Frage der Positionierung der Fahrzeuge, weil es eben unterhalb des M3/M4 kein Performance-Modell gibt, nur das Sportpaket mit relativ kommoder Abstimmung.

        Freilich, im Alltag ist selbst ein 316i mit Serienbereifung agil genug und ob ein normaler 3er wirklich ein Sportgerät sein sollte, ist sowieso ein anderes Thema.

        Heißt ja nicht, dass er ein schlechtes Auto ist oder die Vergleich klar verloren hat, die (falsche?) Kritik kam schon seit E90-Zeiten immer wieder, weil es eben auch nicht fair ist, eigentlich müsste man einen dementsprechenden 3.0 TFSI (so es ihn gäbe) mit S-Line antreten lassen, nicht den S4.

        Für BMW scheint es aber nach wie vor mehr Sinn zu ergeben, den Dreiliter in ziviler Form anzubieten, aber gab es beim Z4 nicht den normalen 35i und den etwas schärferen 35is – oder eben sowas wie einen M340i.

        • Kev Mei says:

          Gebe dir vollkommen recht… Bin ein grosser Fan der Marke BMW aber ich seh kein Argument einen 340i einem S4/S5 mit Sportdifferential vorzuziehen… Und ich spreche noch von der alten Generation B8. Beim B9 wirds wohl wieder besser… Audi entwickelt sich in die richtige Richtung und BMW wird immer stumpfer, so mein Eindruck der letzten 10 Jahre. Seit der erste 335i E9X rauskam, wurden die BMW AG Fahrzeuge immer schlechter.

          • Pro_Four says:

            …solange BMW Front/Mittelmotoren baut, eine 50:50 Gewichtsverteilung, Hinterrad anbietet und die Karren leichter werden, werde ich immer zu BMW greifen, da die anderen das nicht bieten können. Ein Knopf der besser klingt oder wo das Cockpit sich besser anfassen lässt, sind mir sowas von schnubbe.

            Ich kaufe BMW weil Sie Tradition und Prestige ausstrahlen und weil Sie eben auch Modelle anbieten die für Männer gebaut sind.

            Allrad sehe ich als völlig überflüssig, frisst Performance, erhöht das Gewicht und den Verbrauch und ist defektanfälliger. Dazu kommen noch ca. 5 Wintertage mit Schnee, das wars dann auch. Allrad macht in großen Autos mit 500PS+ sicher sinn, aber sonst nur Marketinggeblubber.

            Und BMW wird nicht stumpfer, BMW MUSS alleine Agieren, Audi bezieht Motoren, Gleichbauteile etc… pp vom VAG Konzern.

            Klar muss BMW hier auch Modelle für die Masse anbieten, sonst sind sie weg vom Markt oder ein Anderer kauft sie. Will man das? Sicher nicht.

            BMW setzt seit Jahren in verschiedenen Bereichen die Maßstäbe, baut Autos die anfänglich belächelt werden, um dann trotzdem kopiert zu werden.

          • drochtersen_assel says:

            Grundsätzlich ist sicher eher ein M3/M4 mit einem (R)S4/S5 vergleichbar – soweit gehen wir konform.

            Aber selbst der preislich erheblich günstigere 335i (oder jetzt -40i) muss sich in Punkto Fahrdynamik ganz sich nicht vor dem Audi verstecken.

            Eine Erkenntnis, die sich quasi durch die gesamte Modellgegenüberstellung 3er/4er vs. A4/A5 zieht.

            Siehe Link unten Vergleichstest aus der “ams”

            Zitat: “…Der BMW absolviert die gleiche Übung gutmütig untersteuernd und mit stabilerem Heck mit etwas flotteren 66,1 km/h und sichert sich damit einen weiteren Zusatzpunkt in der primär fahrdynamisch orientierten sport auto-Wertung….”

            oder Zitat über den Audi:
            “….Wirklich leichtfüßig wirkt der Mittelfeldspieler mit den Ringen auf dem Trikot allerdings nicht….”

            http://www.auto-motor-und-sport.de/vergleichstest/audi-s4-gegen-bmw-335i-im-vergleichstest-bayern-sportler-im-ring-duell-4982919.html

            Bei einem anderen Test (autozeitung/Heinr. Bauer Verlag) gewann der M4 gegen den RS5 klar, wobei insbesondere die Fahrdynamik mit den Unterkapiteln (Handling, Slalom, Lenkung, Geradeauslauf) mit 343 zu 309 Punkten der BMW sehr deutlich für sich entscheiden konnte !

            Ich denke daran wird sich im Grundsatz auch nach einem Modellwechsel nicht all zu viel ändern, da der BMW im Gegensatz zum Audi auf einer Heck angetriebenen Fahrwerksarchitektur basiert.

            http://www.autozeitung.de/auto-vergleichstest/bmw-m4-audi-rs-5-bilder-technische-daten?page=0,2

            http://www.autozeitung.de/sites/default/files/pdf/2014/06/AZ-13-2014-VT-Sportcoupes-Daten-Tabelle.pdf

            • MichaelMPower says:

              Alle die hier gegen einen F30 oder F32 Modell wettern und sogar einen Audi A4 oder S4 vorziehen würden, sind noch nie einen aktuellen 3er gefahren. BMW ist in der Mittelklasse Benchmark und daran wird sich so schnell nichts ändern.
              Ach ja, vllt schaut ihr euch nochmals die Architektur eines neuen B9 an. Motor längs und dann erst einmal schön die Vorderachse antreiben….warum? Das versteht kein Mensch. Ab der Mittelklasse macht es einfach Sinn, dass man als Automobilkonzern auf einen Standardantrieb setzt.

    • McIntyre's (un)official page says:

      Wie sich ein Auto fährt, das sollte der potentielle Käufer für sich entscheiden und sich nicht auf die Meinung von selbsternannten Autoexperten verlassen. Kein normaler Mensch kauft sich ein Auto mit abstarkten Sachen wie “Front-End-Grip” oder Einzelradaufhängung im Hinterkopf. Wichtig ist das Äußere, Innere und der persönliche Fahreindruck.

      • MichaelMPower says:

        Und genau dieser äußere, innere und persönliche Fahreindruck ist bei einem Audi bzw bei vielen weiteren Konzernmarken einfach nur sehr langweilig. Natürlich kann das wiederum für einen das höchste sein.

        • McIntyre's (un)official page says:

          Das bestreite ich auch nicht. Ich selbst bin auch kein großer Fan von Audi, nicht, dass ich die Marke hasse (wofür auch?), ist halt nicht so mein Ding. Andere mögen vielleicht doch das etwas langweilige Design von den Audis. Ich kann mich eben nicht entscheiden, wer langweiliger ist, Audi oder Benz.

          • Franz R. Ullrich says:

            Viele Kunden bzw. Interessierte sehen das eigentliche Problem bei AUDI in der schier unbegrenzten Arroganz, die offensichtlich in weite Teile der Unternehmenskultur von ganz oben im Management bis hin zu vielen sogenannten Verkaufsberatern (oder salopp gesagt “gegelten Bubis”) gepflegt wird.

            Wenn ein gewisser Rupert Stadler seit mehr als einem Jahrzehnt zum Sinnbild eines “Ankündigungsweltmeisters” empor steigt, trägt dieses Verhalten gewiss nicht zur Markensympathie bei !

            Zudem kritisieren mehrere VW-Aufsichtsräte nach einem Bericht der “Süddeutschen Zeitung” die Nebentätigkeit von Audi-Chef Rupert Stadler für den VW-Großaktionär Ferdinand Piech, dessen Gepflogenheiten zuweilen ebenso höchst fragwürdig erscheinen.

            Stadler sitzt im Vorstand dreier(!) Stiftungen der Familie Piech, die das Privatvermögen mehren und den Einfluss der Familie bei VW sichern sollen.
            Ein Interessenskonflikt scheint unabdingbar, denn die Familien Porsche und Piech halten die auf der Hauptversammlung die entscheidenden, zugleich stimmberechtigten Stammaktien der Porsche-Holding, welche zugleich VW-Mehrheitseigner ist.

            Diese Kungelei passt haargenau in miese Erscheinungsbild, welches viele Kunden von AUDI generell haben.
            Etwas mehr Bescheidenheit täte den Audianern sicher gut.

            • McIntyre's (un)official page says:

              Die Audis werden auch gern von metrosexuellen, hippen Typen gefahren und das Marketing ist genau darauf ausgerichtet: immer schön ne amerikanische Großstadt, cooler Typ im Anzug, der einen auf Business macht un dann fährt er in sein schnödes Glashaus mit Designermöbeln.

              • El Barto says:

                Und wie sieht die Realität aus? Krawatte kombiniert mit kurzärmeligen Hemd, gestresster Blick, Abo für die linke Spur auch mit 2.0 TDI und abends ins biedere Reihenhaus mit akkurat ausgerichteten Gartenzwergen ;-))

                • Franz R. Ullrich says:

                  So ist es !
                  Ganz piefig ein Audi A3 Stufenheck in aubergine-metallic, genau so eine Karre steht hier um die Ecke – wenn du dir die Typen ansiehst, die da einsteigen kommen mir sofort einige “Loriot-Figuren” wieder in den Sinn 😉

                  • El Barto says:

                    Meine Favoriten sind die Mercedes-Fahrer, die sich anscheinend dringend die 70er zurückwünschen und ihre Autos mit Chromzierrat an Front- und Heckleuchten sowie an den Türgriffen “verschönern”. Das ist auch oft so ein ganz bestimmter Typ von Autofahrern 🙂

                  • Franz R. Ullrich says:

                    Die W123-Fahrer mit Zypressen-grün-metallic werden langsam rar.

                    Die besser konstituierten nehmen “Gingium-Forte”, die weniger gut drauf sind, wünschen sich Dr. Brinkmann von der Schwarzwald -Klinik als Chef Arzt zurück (frei nach Roger Whittaker “Wenn es dich noch gibt…”) und der verbliebene Rest ist auf Augenhöhe mit den Radieschen…. 🙂

                • McIntyre's (un)official page says:

                  Haha, zu geil.

                  • El Barto says:

                    Ist ja auch alles ein Stück weit Klischee und schräge Typen gibts natürlich bei jeder Marke. Aber schon lustig, wenns manchmal doch passt, so wie bei Franz R. Ullrichs Nachbarn um die Ecke 😉

                  • McIntyre's (un)official page says:

                    Man könnte generell sagen, dass dt. Karren doch nur was für brave dt. Spießer sind, wenn man alle über einen Kamm schert. Stimmt ja auch teilweise. Finde ich auch nicht schlimm, ehrlich gesagt.
                    Was Audi angeht, so habe ich das Gefühl, dass unsere türkischen Mitbürger langsam auf diese Marke umsteigen. Ich sehe immer mehr davon in meiner Gegend rumfahren und den §30 StVO brechen. Cruisen ist gesetzlich untersagt, nächstes Mal notiere ich mir deren Kennzeichen und melde das der jeweiligen Instanz.

                  • El Barto says:

                    Ja, ist nervtötend, wenn dauernd einer mit einer Sporttröte aus dem Zubehör die Straße rauf und runter fährt. Hier bei uns in der Gegend geht der Trend aber (zumindest gefühlt) weg von den Bastelbuden. Das Geld wird dann lieber gleich in ein höherwertiges oder ein entsprechendes Sportmodell gesteckt. Die Ohren danken es 😉

                    Audi ist hier noch immer eine Institution für die Russlanddeutschen, die aber auch vielfach BMW sehr mögen. Letzte Woche habe ich seit langem mal wieder ein getuntes E36 Cabrio gesehen, das aber bis auf die Räder wirklich sehr gut und gepflegt aussah. Auch hier wieder meine subjektive Empfindung: Den E46 hat das Bastelschicksal des E36 zum Glück nicht so stark ereilt. Wenn man sich so umschaut, hat man auch manchmal das Gefühl, dass die teils betagteren Erstbesitzer ihre Coupés und Cabrios nicht aus der Hand geben wollen 🙂

                  • M54B25 says:

                    Volle Zustimmung zum bisherigen Thread, habe mich köstlich amüsiert über die Audi-Aubergine-Gartenzwerg und Russland-Deutschen, E36 Bastelbuden-Kommentare – Aber zum letzten Satz, streiche bitte “betagteren” und ich bin voll bei Dir.

                    Und warum ist das nun so? Weil für die, die sich einen E46 bewusst aufgrund des Erscheinunbgsbildes und der M52/M54er R6 Motoren entschieden haben, der E90/E92/E93 ein Kulturschock war! Erst mit dem LCI ist die Front/-Heckansicht einigermaßen gefälliger geworden, insgesamt das Auto zu schwer und vom Fahrwerk her zu weich ausgefallen. Aber insgesamt leider auch mit der Einführung der 320i Varianten von E90/E92/E93 der R6 Einstieg wegfiel. Und N43 oder N46 ja nun keine ruhmreichen Triebwerke aus Bayern waren, die einen R6 in der Leistungsklasse hätten ersetzen können.

                    Und beim E46 fallen mir wirklich kaum sinnvolle optische Änderungen ein, die das Auto irgendwie optisch verbessern/aufwerten würden (ok CSL Front die auch an der Limo noch gut aussieht), beim E36 war der etwas spartanischere Look -auch der M-Pakete- doch z.T. noch verbesserungswürdig – imho.

                  • El Barto says:

                    Sorry, dein Kommentar ist irgendwie bei mir untergegangen. Aber zu meiner Verteidigung muss ich mit Verspätung antworten: ich schrieb “teils betagter”, weil ich mir schon dachte, dass du sonst auf die Barrikaden gehst 😉

                    Bei den E36 M-Paketen bin ich aus heutiger Sicht bei dir. Ich meine mich aber zu erinnern, dass ich beispielsweise M-Paket und M3 noch sehr gut auseinanderhalten konnte, als der E36 noch halbwegs aktuell war. Heute muss ich schon zweimal hinschauen, um zu prüfen ob er überhaupt ein M-Paket hat oder nicht, besonders von hinten. Insofern sind die heutigen Sportpakete schon deutlich auffälliger….ganz zu schweigen von den eigentlichen M-Fahrzeugen.

                  • M54B25 says:

                    Ich war schon so aufgebracht, dass ich das “teils” doch glatt überlesen haben… Nein, alles gut, ich finde es nur witzig, dass ich ähnliche Beobachtungen habe, dass viele E46 Coupe/Cabrio und E39 Fahrer die Erstbesitzer sind bzw. sein sollten und bei sonstigen Baureihen schon die Zweit- oder Drittbesitzer anhand diverser -nenne ich es mal dezent- “Modifikationen” erkennbar sind. Und gerade bei den Coupes wirst Du ja schon manchmal von der “Jugend” schief angeschaut, wenn Du aus dem Wagen steigst, mit Turnschuhen, Jeans und T-Shirt so voll “Boah ey Alter, du passt gar nicht zu der Karre!” – Denke ich mir – “Aber sicher doch und die 16-Zöller Styling 42 habe ich bewusst als Stil-Statement neu raufgemacht und nicht wie Du Honk 19 Zoll-China -LMs und -Reifen um jeglichen Restkomfort auf den Gullydeckeln zu vernichten!”

                    Zu den M-Paketen – früher (war ja eh alles besser) war BMW noch dezent unterwegs und einen M5 E39 hast Du nur an der Abgasanlage erkannt, die E36er M-Pakete -wie Du ja ähnlich schreibst- jeden 3er fast zum M geadelt und der wahre BMW-Fan fands gut. Und dann kamen die 2000er und damit die Neureichen aus Ost und Südlichen Ländern und die Autos mussten immer auffälliger werden. Was dann mit dem E46 M3-Powerdome anfing, eskaliert ja heute mit dem 1er M bzw. jetzigen M2 schon fast – das wäre früher eher undenkbar.

                    Da sind die AMG Modelle schon ganz nett unterwegs (A45 mal außen vor), wenn die nicht die fetten 4er Endungen hätten, gingen die als normale Varianten durch, fällt mir gerade immer wieder bei den diversen C-Derivaten auf. Aber das Gute ist – jeder so wie er mag, wäre ja auch schlimm wenn alle 3er, 5er oder sonstige Derivate fast identisch daherkommen würden, hätten wir nichts mehr zu beobachten…

                  • El Barto says:

                    Wobei ich zugeben muss, dass mir diese Eskalationsstufe vom M2 verdammt gut gefällt. Zumal das Design ja auch zumindest teilweise der Funktion folgt, beispielsweise bei der Unterbringung der breiteren Achsen.

                    Von der M-GmbH ist man extrovertierteres Design ja inzwischen gewohnt. Ein bissel schade finde ich es allerdings bei ALPINA. So eine Vierrohranlage wirkt dort trotz der Leistung irgendwie deplatziert, weil ich eigentlich immer der Meinung war, dass der typische ALPINA-Kunde Leistung gepaart mit einem gewissen Understatement wünscht. Klar, man konnte sich seinen ALPINA auch früher schon mit vollem Streifen-Ornament ordern, aber sowas sehe ich höchstens mal ganz, ganz selten bei den E39 B10. Persönlich halte ich die Streifen allerdings auch für geschmacklic…nun ja…gewagt 😉

                    Was deinen Auftritt mit Turnschuhen, Jeans und T-Shirts angeht, ist das noch gar nichts. Besagte Jugendliche, die dich da schon schief anschauen, wären wahrscheinlich in kollektive Ohnmacht gefallen, wenn sie die älteren Damen gesehen hätten, die ich vor einigen Jahren einmal einem supergepflegten, absolut originalem E36-Coupé und ein anderes Mal einem nicht minder gepflegten und genauso originalem Calibra Turbo 4×4 entsteigen sah. Die Damen waren mit Sicherheit beide weit über 80, aber insbesondere der Calibra war ein Bild für die Götter, weil man das so nun überhaupt nicht erwartete :-))

                  • M54B25 says:

                    Ich gebe es ja zu – es gibt genau eine Opel-Modelreihe dich ich wirklich aktzeptiere/mag – genau – den Calibra! Wobei da dann auch eher als später V6, weil das mehr zum GT Charakter eines Coupes passt als ein (im wahrsten Sinne des Wortes) heißgemachter R4 Turbo! Selbst in der größten Stadt Deutschlands sind die Calibras sehr, sehr selten – aber dann auch eher im original Zustand, die Rieger/Irmscher Breitbau-Fraktion hat schon eher den Kampf gegen die Brandenburger-Alleebäume verloren…

                    Und jetzt stelle ich mir noch eine 80-jährige Fahrerin/Besitzerin zu einem solchen original-Schätzchen vor – wow! Wobei die dann von der Körperhöhe bestimmt recht klein geraten sind, denn das Ein- und Aussteigen ist bei dem flachen Wagen sicherlich auch nicht so trivial.

                    Bei den Alpina-Fahrzeugen bin ich auch jedesmal am Grübeln, ob nicht schon der Alpina-Schriftzug auf dem Frontspoileraufsatz zu aufgesetzt wirkt. Die Form desselbigen verrät dem Kenner ja dass, es ein Alpina ist, da muss nicht noch so ein gold-brokat glänzender Schriftzug drauf hinweisen. Und wer wirklich Geschmack hat, wird auch bei Alpina den Vier-Ender gegen eine ziviliere Variante tauschen lassen, damit’s nicht so aufgesetzt wirkt. Die Streifen kommen ihmo nur bei den ganz alten Modellen gut rüber, da gab es da ja öfter in den 70er oder 80ern in Sonder bzw. Sportmodellen diverser Hersteller.

                    Zu M2/1M – genau die beiden dürfen das, haben mich beim ersten
                    Live-Kontakt sofort an den E30 M3 erinnert mit den ausgestellten
                    Kotflügeln – nette Boy-Toys – dadrin würde ich mich dann allerdings
                    altertechnisch unwohl fühlen.

                    Kurz noch zu dem Turnschuh-Look – ich habe meinen E46/2er Mitte meiner Zwanziger bekommen, also ist das noch ok mit dem Altersunterschied, aber halt nicht für die jetzigen U23er 265/35/R19 Schleifpunkt-Sucher-Fraktion…

                  • El Barto says:

                    Also ich muss schon sagen, wenn du ein Auto, das du in deinen Zwanzigern (wo man als Petrolhead ja meist noch etwas sprunghaft ist, was den fahrbaren Untersatz angeht) bekommen hast, noch immer besitzt und in absehbarer Zeit daran offenbar auch nichts ändern wirst, sagt das schon sehr viel über das Auto und seinen Besitzer aus…im positivsten Sinne!

                    Und hey, von alterstechnischem Unwohlsein will ich nichts hören. Mark Wahlberg spielte in “The Gambler” einen langweiligen Literaturprofessor und ging da schon auf Mitte 40 zu. Trotzdem fuhr er im Film ein 1er M Coupé, was ihn direkt viel cooler erschienen ließ. Man sollte immer das Auto fahren, was einem persönlich gefällt und auf die Außendarstellung pfeifen…selbst wenn das bedeutet, sich mit 80 Lenzen aus einem Calibra zu schälen 😉

                    “…die Rieger/Irmscher Breitbau-Fraktion hat schon eher den Kampf gegen die Brandenburger-Alleebäume verloren…”

                    Schadenfreude ist nicht okay, aber sorry, ich musste herzhaft lachen :-))

                  • M54B25 says:

                    Hey, das mit den Brandenburger-Allee-Bäumen ist mitnichten Schadenfreude sondern leider bittere Realität, siehst Du hier https://www.youtube.com/watch?v=GGuNXYGlMq0 und das war in den folgenden 2000ern eher Dauerzustand, als die Calibras/Corrados in Zweit- oder Drittbesitz kamen. Man hat dann viele Straßen auf 80 km/h begrenzt und massiv geblitzt, so wurde dem Wahnsinn etwas Einhalt geboten, aber heutzutage ist das Dank Blitzer-Apps und Social-Media sowie den günstigen, massenhaft verfügbaren Golf GTI’s wieder zum Problemfall geworden.

                    Zum Auto/Alter: Ein 1er M ist mir zu jugendlich, der steht mir persönlich einfach zu stramm da. Da ist gemütliches Cruisen irendwie unpassend. Der aktuelle 4er und sein E92 3er Vorgänger waren mir dann schon wieder zu groß bzw. auch zu unruhig in der Linie. Naja, das und der Entfall der R6-Sauger ist dann der Grund warum ich versuche meinen E46/2er zum H-Kennzeichen zu begleiten. Die HU-Prüfer schauen schon immer richtig überrascht und wundern sich ob der Originalität. Und jetzt wo Du es sagst, ja der Besitzer färbt auf das Auto ab – oder auch umgekehrt…

                  • El Barto says:

                    Das ist wirklich übel! Ich war als junger Autofahrer auch recht risikobereit (allerdings ohne Straßenrennen) wurde aber durch eine Kombination von Selbstüberschätzung und Pech in einen Unfall verwickelt, der glücklicherwiese für alle Beteiligten glimpflich ablief und mich früh wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholte. Ich bin aber der Meinung, dass erzieherische Maßnahmen (Seminare) und Verkehrskontrollen das Problem zwar kurzzeitig etwas eindämmen können, aber in den Köpfen der Hobbyrennfahrer ändert das meist nichts. Entweder das Umdenken kommt irgendwann von selbst oder es passiert sowas…

                    Aber es heißt ja, dass das neueste Smartphone der heutigen Jugend wichtiger ist, als ein scharfes Auto. Vielleicht rettet das ja sogar ein paar Leben…wenn man nicht gerade Whats-App-tippend mit gesenktem Kopf über die Autobahn läuft 🙂

                    Auch wenn es zwar kein Sauger ist, wäre vermutlich irgendwann ein 235i der passende “Nachfolger” für deinen 325Ci, hinsichtlich der Größe, des Motors und des noch halbwegs vorhandenen Understatementfaktors. Persönlich würde ich einen M2 auch maximal als Zweitwagen sehen, was sich nicht zuletzt auf die Familiensituation begründet. Aber wie du schon sagst, der fördert halt einen ambitionierten Fahrstil und das wäre mir dann für jeden Tag auch zu stressig.

                  • M54B25 says:

                    Ja bei der heutigen Jugend und deren Smartphone sehe ich auch das sich bis ungefähr 16 der Schwerpunkt verschoben hat. Aber spätestens, wenn der Führerschein gemacht werden kann und die Eltern das auch ein wenig unterstützen (Begleitendes Fahren), kommt der Wunsch nach Mobilität wieder durch, insbesondere, je weiter die Disco weg ist…

                    Und ja die Einsicht kommt nur mit dem Alter und den Erfahrungen – da hilft so ein kleines Erwachen, wie bei Dir bestimmt schneller…

                    Zum 2er als Nachfolger – Ganz ehrlich wo ich den das erste Mal auf der Straße in freier Wildbahn gesehen habe, dachte ich echt die E46/2er Designer haben da weiter gemacht, wo sie 1999 den besagten Vorfahren auf die Straße gelassen haben. Und dann sind die Abmessungen auch noch bis auf ein paar Zentimeter/Milimeter beieinander! Einzig die etwas zu stark konturierten hinteren Kotflügel gefallen mir nicht so ganz, da war der Vorfahre cleaner und für mich schöner.

                    Beim Motor würde sicherlich ein R6 die bevorzugte Wahl, wobei der B48B20 in einer größeren Leistungsstufe auch ausreichen dürfte. Die Laufruhe haben sie ihm ja antrainiert und das Drehmoment ist eh schon größer als bei den R6 Sauger-Triebwerken – da lobe ich mir den Fortschritt schon. Zusammen mit der ZF 8-Gang (ja auch hier mag ich den technischen Fortschritt) ein schönes Cruisergefährt… Beim ambitionierten Fahrstil kommt dann hoffentlich die oben diskutierte Einsicht stärker zum Tragen, als die Versuchung eines täglichen Kick-Downs…

                  • El Barto says:

                    Also beim 2er kann ich mich bis heute nicht so recht an das Heckleuchtendesign gewöhnen. Das hätte irgendwie filligraner ausfallen können. Abgesehen davon ist der 2er ein richtig schönes Auto. Das mit den Abmessungen wusste ich übrigens gar nicht. Vom Gefühl her hätte ich immer behauptet, dass der E46 zumindest ein Stück länger sein muss, so täuscht man sich. Bin ja mal gespannt, ob du eines Tages verkündest, dass ein 2er deinen Fuhrpark ergänzt 😉

                  • M54B25 says:

                    Ein 2002er vielleicht wobei die im gepflegten Zustand ja fast gleiche Preise aufrufen wie ein aktueller….

                    Ansonsten war es schon knapp davor, dass ein F45 in die Auswahl kam, aber irgendwie sind mir dann doch zu viel ältere Herrschaften in unserem Umkreis damit umhergefahren. Da dachten wir, wir lassen die noch mal als gute Gebrauchtwagen in deren Händen heranreifen, bis wir zuschlagen (und ich mich daran gewöhnt habe keinen RWD mehr fahren zu “müssen”).

                  • El Barto says:

                    Ein Schicksal, dass er mit der B-Klasse teilt: junge Familien als angepeilte Zielgruppe, aber dann sind es doch hauptsächlich die Rentner, die den bequemeren Zustieg goutieren 😉 Anderderseits ist eine Freundin von mir mit dem 2. Kind auch auf einen F45 umgestiegen und ist bislang sehr zufrieden damit.

                  • M54B25 says:

                    Mit der A- und B-Klasse hat Mercedes meiner Meinung nach ganz klar eine Marktoptimierung durchgeführt:
                    – alte A-Klasse für Rentner und B-Klasse für – naja Leute die nicht wussten, was sie wollten aber auf alle Fälle was größeres als eine A-Klasse…
                    Und nun mit der neuen A-Klasse als Golf-Gegner:
                    – neue A-Klasse für Premium-DiNKis die keine Ringe wollte
                    – neue B-Klasse für wohlhabende Rentner die bei der Sitzprobe in der neuen A-Klasse festgestellt haben, dass dies ja eher GTI-Style ist und Ü60 man(n) bzw. Ü65 frau nicht mehr aus der Kiste aussteigt sondern eher rausrollen muss

                    Und warum Marktoptimierung – siehe Preisgefüge bei A-Klasse mit dem ganzen Hipster SchickSchnack inkl. AMG-Line mit 3 bunten Abziehfolien und dem saftigen Aufpreis der B-Klasse für wohlhabende deutsche Rentner, um bequemer höher zu sitzen.

                    Meine Lieblinge und erst letztens Mal auf dem Aldi-Parkplatz wiedermal gesehen – B250 mit Auspuff links und rechts und – tataa – gelochten Bremsscheiben ringsrum!!! Bevor die Löscher auch nur einmal ansatzweise zu ihrer angedachten Funktionalität kommen, die Temperaturentwicklung aufgrund heftiger und höherer Bremseinwirkungen zu regulieren, sind die mit Flugrost aufgrund der fahrerseitigen Begrenzung der genutzten Höchstgeschwindigkeit zugesetzt.

                    Den F45 muss ich mir erst noch schön-trinken – nicht von der Form, da ist er mit M-Paket ein richtiger Van-Raudi – eher vom Antriebslayout her, naja halt das klassische Vorurteil. Aber bei meinem Alter und der Fahrzeughistorie, darf ich da auch mal hardcore sein…

                  • El Barto says:

                    Jepp, die alte “hohe” und optional fünftürige A-Klasse neben einer ebenso hohen fünftürigen B-Klasse existieren zu lassen, war schon leicht irritierend. Da hätte mich lediglich die Optik und die vermutlich etwas besseren Platzverhältnisse zur B-Klasse tendieren lassen. Insofern hat Mercedes mit der Neupositionierung der A-Klasse alles richtig gemacht und hier auch mal ein Modell geliefert, das tatsächlich eine jüngere Kundschaft ansprechen kann und – wie du mit der Ein- und Aussteigeproblematik völlig richtig beschrieben hast – wohl auch muss. Der Ausbau zur Modellfamilie mit CLA und CLA SB und meinetwegen auch noch dem GLA (hääääääßlich) war mit Sicherheit auch kein Fehler. Witzigerweise, während ich dem GLA als “Coupé” so überhaupt nichts abgewinnen kann, finde ich den Shooting Break irgendwie ganz nett.

                    Aber ganz grundsätzlich und völlig ohne Häme muss ich sagen, dass ich die B-Klasse wie auch den AT als bevorzugtes Rentnerfahrzeug begrüße. Waren die älteren Semester früher auf ihre Mittelklassemodelle angewiesen, selbst wenn es um die die Einschätzung der Fahrzeuggröße nicht mehr so gut bestellt war, sind diese kompakten Modelle mit relativ guter Übersichtlichkeit und bequemen Zustieg eigentlich eine sehr gute Alternative.

                    Was das Schöntrinken oder Über-Bord-Werfen geliebter Idealvorstellungen in Bezug auf den fahrbaren Untersatz angeht, tröste dich. Noch vor 5 Jahren hätte ich mir nicht vorstellen können, das Wort “Van” überhaupt über die Lippen zu bringen. Neben einem gewissen Nutzwert zählte für mich immer Motorleistung und (ich geb’s offen zu) auch Image und Prestige, so lange es einigermaßen bezahlbar blieb. Jetzt verschiebt sich das Ganze immer mehr hin zu Wirtschaftlichkeit und maximalem Nutzwert und daher könnte es im kommenden Jahr tatsächlich eine V-Klasse werden. Aber auch wenn sich die Prioritäten verschieben mögen, ein blubbernder V8 treibt mir weiterhin ein Grinsen ins Gesicht und ein R6 eine Gänsehaut auf die Unterarme. Und irgendeine kleine automobile Unvernunft als gesunder Ausgleich zu so viel Rationalität fällt mir bestimmt auch noch ein 🙂

                  • M54B25 says:

                    Oh da liegt wieder alles voll Wahrheit in Deinen Aussagen, ob Rentner-Klassen oder Änderung der Anforderungen und Perspektiven – das teile ich alles vorbehaltlos!

                    Aber eines möchte ich noch gerne aus meiner Sicht ergänzen: Mercedes macht derzeit bei der Entwicklung und Aufstellung ihrer Fahrzeugflotte mehr richtig als BMW. Habe ich auch gerade mal im 8er Erlkönigthread zum Thema S-Klasse und Luxus-Derivate im vErgleich zu BMW angerissen und mit der A-Klasse haben sie es imho richtig vorgelegt:
                    – Junge Adressaten angesprochen und die alten beibehalten (GLA)

                    – Viele “Nischenmodelle” die aber keine sind sondern alle entsprechend solvente Käufer anziehen und ihren jeweiligen Zweck erfüllen (GLA, Shooting Brake, Coupe)

                    – und das alles auf einer Plattform -kostengünstig!!!- mit nahezu einheitlichem Design, so dass die Marke erkennbar ist und eine Zugehörigkeit für die Besitzer symbolisiert. “Ich fahre eine neue A-Klasse, als [SUV|Coupe|Shooting Brake|A45]!”

                    Das hätte BMW auch machen können, wenn sie denn mal das Thema 1er und FWD richtig (im Sinne der rechtzeitigen Modellentwicklung – nicht der Beibehaltung alter Tugenden!) angegangen wären:
                    – 1er Kompaktklasse (F20) auf FWD umgestellt mit mehr Platz im Innenraum bei gleicher Außengröße und damit uneingeschränkt wettbewerbsfähig

                    – 1er Limousine (F52) nicht nur in China sondern auch weltweit auf der UKL FWD Basis angeboten
                    – F45/F46 als 1er Van (oder ein anderes Buzz-Word) platziert
                    – X1 entspricht schon dem UKL FWD Prinzip, da ist zu erkennen, was in die 1er/2er Line gehören würde
                    – 2er als Coupe und Cabrio wie bisher nur mit FWD bzw. XDrive und als Grand Coupe als Ergänzung –> angepasstes Greenhouse des F52 mit minimalen Aufwand realisierbar

                    – sowie X2 als SAV-Coupe und von mir aus auch noch als Cabrio, das hätten die Ingenieure auch gleich noch hinbekommen
                    -> und ganz wichtig: Jede der aufgezählten Varianten als x20e mit R3 und Hybrid mit 40km NEFZ Reichweite rausgebracht

                    Und ich wage mal die Prognose, dass wir dieses Line-Up in 5 bis 6 Jahren sehen werden, dann wenn Mercedes diesen Claim schon erfolgreich besetzt hat und die Wechselwilligkeit nur über Preise oder absolute Modellfeinheiten (Farben, Personalisierung, Online-Schnackes) einer ansonsten gleichen Fahrzeugkonfiguration (FWD bzw. mit Hilfsallrad, Quer liegende R4 und R3 Motoren) geht, also wenns wieder richtig schwer wird.

                    Und die Änderung der Prioritäten haben wir vor 6 Wochen selbst schon vollzogen, statt unseres bisherigen Heizölrenners aka E87 mit N47B20 steht jetzt ein VW Polo 6C mit 1.2 TFSI und 7Gang DSG in der Garage – brav neben dem R6. Ein moderner Stadtflitzer und eine Wirtschaftlichkeitsrechnung führten zu diesem minimal kleiner ist als einen E87 ausfallenden Wagen. Ein gleichartiger F20 hatte bei gleicher Ausstattung finanziell keine Chance, d.h. wir haben FWD+Wirtschaftlichkeit gegen RWD+Heizölrennspaß eingetauscht – und bereuen es nicht, da der neue Kleine mit 8km auf der Uhr aus dem Autohaus gerollt ist und sich auch richtig erwachsen durch den Großstadtverkehr bewegt. Bei einer möglichen V-Klasse wirst Du sicherlich mehr als ein Kind und zwei Kater zu transportieren haben…

                  • El Barto says:

                    Zwei Kinder, einen Kater und einen Hund (allerdings einen kleinen) um ganz genau zu sein 😉 Der Gedanke dahinter ist, dass ich aus zwei Autos eins machen möchte. Unsere derzeitige Familienkutsche soll dann mit einem gewerblich genutzten Wagen zusammengeführt werden, wenn es sich steuerlich vernünftig darstellen lässt. Gerade beruflich müssen öfter mal bis zu 7 Leute und Gepäck transportiert werden und privat kann man die zusätzlichen Sitzplätze auch immer mal gebrauchen. Und Schiebetüren sind die praktischste Erfindung seit…ach, seit Menschengedenken. Der Zweitwagen sollte dann zwar fünftürig sein und nach Möglichkeit von BMW kommen, kann aber ruhig kompakt sein. Da denke ich zur Zeit über einen 1er nach. Stünde mir nicht diese BMW-Verbundenheit im Wege, würde sonst durchaus auch ein CLA SB in Betracht kommen.

                    Womit ich gleich mal den Bogen zu deinen Ausführungen bzgl. einer großen 1er-Modellfamilie schlage: kann ich alles so unterschreiben! Ergänzend zur 1er-Limo oder zum 2er GC oder was da auch immer in Europa kommen mag, wäre auch hier eine freche Shooting Brake-Variante interessant. Den nächsten 2er würde ich zwar nach wie vor gerne wieder mit RWD sehen, aber mit Blick auf den Plattformgedanken wird das wohl Wunschdenken bleiben. Das wäre auch alles nicht so schmerzhaft, wenn es 1er und 2er nie mit RWD gegeben hätte :-/

                    Und es stimmt, Mercedes macht mit seiner Modellvielfalt vieles richtig. Jetzt kam beim E sogar noch ein All-Terrain-Modell dazu, auch wenn ich persönlich damit nichts anfangen kann. Wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis es das auch für die C-Klasse gibt. Aber beispielsweise das S-Klasse Coupé und Cabrio sind echte Beaus, da wird es höchste Eisenbahn, dass BMW etwas Adäquates mit dem 8er auf die Beine stellt. Was ich von allen Modellen bei MB aber extrem genial finde, ist diese Treue zum G-Modell, auch wenn aus der ursprünglichen Idee eines rustikalen Klettermaxen ein Luxus-Klettermaxe zu geradezu absurden Preisen mit nicht minder absurden Motorisierungen geworden ist…einfach geil!

                    Bei den Dieselmotoren fehlten bislang aber immer potentere Triebwerke deutlich oberhalb von 250 PS, mal von dem V8-Nischendiesel im E 420 CDI des W 211 abgesehen. Das Thema hat MB bislang eher stiefmütterlich behandelt, was alleine schon deswegen verwunderlich ist, weil die großen Dickschiffe à la GLS insgesamt etwas mehr Bumms vertragen könnten. Aber das ändert sich ja mit der neuen Motorengeneration nun wohl auch.

                    Abschließend noch meine Gedanken zum Polo: das muss schon ein gutes Auto sein, wenn er einen 1er beerben und neben deinem Coupé parken darf. Und ich schätze dich eigentlich nicht so ein, dass du da nur rein wirtschaftlich argumentiert hast, sondern das der Wagen auch sonst überzeugt hat. Außerdem ist der Polo auch optisch echt schick und wirkt fast eine Klasse größer. Auf jeden Fall gute und knitterfreie Fahrt damit 😉

                  • M54B25 says:

                    Das mit der V-Klasse kann ich nach Deinen Ausführungen noch besser nachvollziehen, Bekannte von uns haben einen T5 – mit dem sind wir mal mit 6 Leuten spontan an die Ostsee gefahren (250km pro Strecke) mit großem Hund (Polnische Schäferhundrasse) und wir hatten Platz, konnten uns unterhalten und das alles in einem Auto ohne uns auch nur irgendwie beengt zu fühlen! Wenn Du dann noch steuerlich also wirtschaftlich eine Optimierung machen kannst, umso besser!

                    Den ShootingBrake – den hatte ich beim 1er/2er vergessen genauso wie ein 2er M-Coupe ala Z3M oder Z4M aka Elefantenturnschuh – ich glaube den als M2 würden alle ehemaligen Z3M/Z4M Besitzer sosofrt kaufen – um den Spirit zurückzuholen. Ich war in meiner BMW Sturm- und Drangzeit auch kurz davor mir einen Z3 3.0 zu holen und bereue es heute noch unendlich – die Form, der Motor, einfach dieses absolut andere Design eines Sportlers – GENIAL!

                    Zum Zweitwagen – 1er – Ja geht mit 2 Kindern, der F20 ist innen etwas gewachsen unsere Teenietochter hat sich nie beschwert und das wo sie jetzt auch schon Mamas Körperhöhe erreicht hat… und der Kofferraum passt auch für den größeren WE-Einkauf. Müsst ihr mal Probe fahren am besten mit dem gewünschten Motor und der entsprechenden Schaltung. Das hat dann nämlich zu unserer Entscheidung geführt: Ich hatte den direkten Vergleich zu einem F20 116i mit R3 und 136PS und wir sind den 90PSer 6C mit DSG Probegefahren – kurz die 10.000€ Unterschied ist der BMW dann bei gleicher Ausstattung doch nicht wert. Und da reden wir dann schon von einer Summe, die der Familie und dem Haus anderweitig zu Gute kommen kann ohne sich auch nur ansatzweise zu “verschlechtern”.

                    Also RWD und der quirlige, leicht raue Motor sind schon toll, aber der 6C mit dem 7-Gang DSG und einem seidenweichen R4 mit Kraft aus dem Keller trotz nur 1.2L ist antriebstechnisch auf Augenhöhe – Beschleunigung in der Stadt absolut easy – da auch auch nur 1140kg bewegt werden und nicht 1350 wie beim 116i, 4xScheibenbremsen rundrum – vorne auch schon in stattlicher Größe, Schalten ohne irgendwas zu bemerken, bei 50km/h schon im 6ten, Schaltpunkt irgendwo bei 1300 bis 1400U/Min im normalen Modus, Sport haben wir noch nicht verwendet, momentan ist der km.Stand noch 3-stellig… Und der Kleine hat auch einen leicht rotzigen Sound, der 6C TFSI hat keinen MSD sondern nur einen recht großen ESD und der R4 macht da für meine Ohren einen guten Job. Naja und dann hat er mich mit den 4m Länge und den 90PS einfach an meinen Golf 3 1.8L 90 PS erinnert, Verarbeitung, Fahrwerk, Motorlauf, Geräuschkulisse absolut nicht mehr Kleinwagen/Blechbüchse sondern richtig was Großes. Gut der hat jetzt auch 215er 16 Zoll drauf – mehr als meiner mit Oldschool Styling 42 bei 16 Zoll und 205er 🙂 das macht schon was aus. Lustig war nur meine Frau meinte nach ein paar Tagen “Aber irgendwie ist der recht hoch!” – Naja, sagte ich, da gibt es bestimmt was von KW… Und Ja Danke zu den Wünschen, wie sagte doch der Verkäufer “Na dass Sie keinen Unfall bauen wollen ist mir ja schon klar, aber sagen Sie mal das den anderen 1-Million-Komma-irgendwas Fahrzeugführern in der Hauptstadt” – dem war nichts hinzuzufügen!

                    Und das führt mich zur G-Klasse – die neue zivile Version kommt ja jetzt mit Einzelradaufhängung – dafür aber 15cm breiter, damit noch mehr Luxus und der V12 jetzt auch Platz haben – ich kann diesem Fahrzeug auch nur seine Langlebigkeit gutschreiben und das Mercedes quasi kompromisslos am Design festhält, mein Fall ist es nicht, aber als Großstädter bibn ich da vermutlich einfach zu Parkplatz-orientiert…
                    Beim Thema Motoren macht Mercedes ja nun -also 2017- auch Ernst – die R6 Diesel und Benziner kommen und zwar mit E-Turbo und wohl bis zu 400PS! – da freue ich mich schon auf die Vergleiche im BT-Forum, wenn die Mercedes R6 einen vermutlich gleich guten Job wie die bayrisches Triebwerke machen werden 🙂 Aber dafür bekommen wir bald wieder einen 8er, der nach meiner Einbildung/Wunsch nach dem E31 sehr ähnlich werden wird – Greenhouse und Kotflügel hinten sahen verdammt E31 mäßig aus – Freu-Freu-Freu, mal sehen ob sie die Front einigermaßen hinbekommen, aber mit Laserlicht sollten ala X2 auch schmale Frontscheinwerfer möglich sein aber leider ohne Klappen, das erlauben die Amis seit den 90er nicht mehr 🙁 Obwohl da müsste ich mal Donald anrufen, vielleicht bringt das ja was auf die amerikanischen Traditionen der Klappscheinwerfer hinzuweisen und das er ein entsprechendes Präsidentendeskret zur Umkehrung dieses schändlichen Verbotes erlassen sollte…

                    In diesem Sinne (ok schlechte Überleitung von Donald) Vielen Dank für die immer wieder netten Unterhaltungen, Dir und der Familie ein schönes Rest-WE!

                  • El Barto says:

                    “…genauso wie ein 2er M-Coupe ala Z3M oder Z4M aka Elefantenturnschuh…”

                    Ja, ja und nochmals ja! Vor einiger Zeit gabs doch hier ein Rendering für ein M2 SB, das ließ einem gleich wieder das Wasser im Mund zusammenlaufen. Es wäre schön, wenn sich BMW so etwas wieder trauen würde. Ich meine, selbst Ferrari hat mit dem FF/GTC4Lusso einen SB im Portfolio, der ja sogar einen “klassischen” Sportwagen ersetzt hat und nicht einfach als zusätzliche Baureihe etabliert wurde. Das Konzept scheint im Hochpreissegment angenommen zu werden, das sollte auch in bezahlbareren Preisregionen funktionieren.

                    Übrigens ist es doch nicht zu spät, sich ein 3.0 Coupé oder hilfsweise einen 2.8 zu sichern. Die Turnschuhe haben das Tal der Wertverlusttränen zwar vermutlich durchschritten, aber die Preise sind noch erträglich und jetzt kann es nur noch nach eine Richtung geben: nach oben.

                    Beim 1er muss ich mal schauen, obs durch die Kindersitze auf der Rückbank zu zwickerig werden könnte, wenn ich vorne bequem sitzen möchte. Und die Gurtschlösser müssen passen. Beim 3er habe ich festgestellt, dass mit unseren Cybex-Sitzen die Gurtschlösser quasi nicht mehr erreichbar sind (bei anderen Fahrzeugen gab es diesbezüglich nie Probleme). Mein Verkäufer meinte dazu mal, dass die BMW-Kindersitze optimal passen würden…ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

                    Btw, 1er vs. Polo: als Werkstattersatzwagen hatte ich schon mehrmals einen gänzlich “nackigen” 116i. Da haut mich der Innenraum bzgl. Optik und Materialanmutung nicht gerade vom Hocker. Das macht der Polo wahrscheinlich auch nicht wirklich schlechter, oder? Was deine Aussagen zu den Fahreigenschaften angeht, erinnert mich das doch sehr an den MINI Fünftürer meiner Mutter. Der fährt sich auch erstaunlich erwachsen und fühlt sich solide an. Hätte ich so eigentlich nicht erwartet.

                    Was den 8er angeht, hoffe ich wirklich, dass du bezüglich der E31-ähnlichen Form recht behältst. Die breiten Kotflügelschultern sind auf jeden Fall schon vielversprechend. Von der C-Säule bis nach vorne muss ich allerdings unwillkürlich an den E63 denken. Aber die Tarnung ist noch zu stark, um eine endgültige Idee zu bekommen. Habe übrigens gerade gelesen, dass auf der L.A. Autoshow ein Mercedes-Maybach S 650 Cabriolet vorgestellt werden soll, limitiert auf 300 Exemplare.

                    Das mit den Klappscheinwerfern in den USA wusste ich bisher gar nicht. Vermutlich aus Sicherheitsgründen? Dabei sind die E31-Scheinwerfer auch geöffnet hinreißend. Etwas, dass ich über die wenigsten Klappscheinwerfer sagen kann. Man denke da nur an die Froschaugen des Porsche 928.

                    Der V12 hat in der G-Klasse auch jetzt schon Platz, wobei “Platz” in diesem Zusammenhang vermutlich ein sehr relativer Begriff ist. Es gibt ja bereits einen G65 AMG mit 630 PS für wohlfeile 273.938 EUR Kaufpreis. Der G ist hinsichtlich seiner Abmessungen eigentlich auch genau das richtige Gefährt für den gutsituierten urbanen Cowboy: mit (noch) 1,76 m Breite und 4,66 Länge baut er tatsächlich ziemlich kompakt und das Tankstellennetz für den vorgenannten G65 ist in der Stadt auch dicht genug, um ohne Einsatz des Ersatzkanisters von Ampel zu Ampel zu kommen ;-))

                    So, und dir kann ich abschließend nur den Dank für die tollen und interessanten Unterhaltungen zurückgeben und wünsche euch einen schönen restlichen Sonntag!

                  • M54B25 says:

                    Genau dieses M2-Turnschuh-Coupe Rendering hatte ich auch im Sinn! Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Entwicklung und Produktion so viel mehr kostet: Greenhouse verlängern, Dachspoiler für Angleich der Aerodynamik/Anpressdruck, keine/kaum Gewichtszunahme, daher kein anderes Fahrwerk, sollte alles auch auf einem Band zu produzieren sein. Vielleicht kommt ja mal ein Tuner auf die Idee so etwas mittels Flex selbst umzusetzen. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass in der geheimen M-Garage schon ein Prototyp steht, gleich nebem dem E46-M-Touring…

                    Eine private Erweiterung des Youngtimer-Fahrzeugbestandes läßt meine bessere Hälfte nicht zu 🙁 Ich nenne es jetzt mal nicht Rechtfertigungsgründe, aber so ein gestähltes bayrisches Sportcoupe ist nicht in allen Lebenslagen einer Familie das beste Fortbewegungs-/Transportmittel… Wenn wir denn mal alleine im Haus sind und die familiären Verpflichten sich auf unsere Zweisamkeit beschränken, ist es zu spät, dann bekommen die Z-Coupoes schn das H-Kennzeichen – und nochmal 🙁 Und nur hinstellen, könnte ich nicht, dazu bin ich zu sehr Drunter-Liege/Bastel/Fahr Junkie 🙂

                    Zum 1er/3er und Kindersitze – die Phase hatten wir mit dem E87 nicht, da hat die Sitzerhöhung gereicht, aber ich kenne das Problem davor, das ist schon immer ein Gefummel gewesen, im E46/2 schon grenzwertig (siehe oben – “geeignetes Transportmitteln”) die Kleine hinten reinsetzen, anschnallen und gut einpacken halb gebückt durch die Tür nach hinten durch… Aber fragt doch mal Deinen Verkäufer, ob er nicht auch die alten Kindersitze in Zahlung nimmt, für Neue 😉 Vom Platzangebot sehe ich den 3er dann auch nur 10 cm im Vorteil für die Rückbank, den restlichen Raumgewinn sehe ich im Kofferraum, da ist der 1er doch sehr limitiert.

                    Zur Materialanmutung im Polo – klassisches aufgeschäumter Armaturenträger mit genarbter Oberfläche, klasse Spaltmaße und eine sehr gute Ergonomie – im Vergleich zum 1er jedenfalls kein Nachteil. Das neue Navi ist auch extrem schnell und die Bedienung des Multimediasystems nach Eingewöhnung auch aktzeptabel, klar kein iDrive aber auch kein Opel, Ford oder Volvo-Steuerungsmist – wenn Du schon mal das Mißvergügen mit diesen Fahrzeugen hattest! Einziger Nachteil – der Poloinnenraum ist bei allen Außenfarben immer schwarz ohne jegliche Innenraumleisten oder Farbtupfer, wie man es von BMW’s her kennt. Gut dadurch entfallen auch unansehnliche Plasteleisten, wie im E87, aber eben auch ein Blickfang bzw. ein Gestaltungselemente. Würde aber auch irgendwie in einem Kleinwagen wiederum komisch aussehen, fällt mir gerade beim Schreiben so ein – also für mich auch keine Erwartungshaltung gewesen, daher absolut verkraftbarer Verzicht.

                    Zum 8er – ja den haben sie noch gut getarnt, aber dass die abfallende Seitenlinie auch eingezogen ist bzw. dass dadurch die Kotflügel ausgestellt sind, das glaube ich schon erkennen zu können. Die Form haben sie definitiv durch Plaste noch getarnt, ich hoffe nur nicht, das sie die “gedrehte” G30 Seitenlinie reinoperieren – schlicht und schnörkelos wäre mein Traum. Zu den Klappscheinwerfern kannst Du hie rnochmal nachlesen: http://www.auto-motor-und-sport.de/fahrberichte/youngtimer-mit-klappscheinwerfern-augen-auf-licht-an-9255479.html Die Begründung für das Verschwinden vom Markt war übrigens kein Verbot sondern eine Lockerung der Vorschriften, wie hoch Scheinwerfer in Autos einzubauen sind, die Klappscheinwerfer haben diese Einbauhöhe nämlich nur im ausgeklappten Zustand erreicht und ermöglichten dadurch flache Fahrzeugfronten.

                    Das die G-Klasse so “kompakt” hatte ich auch nicht gewusst, ich hatte den immer für so ein 1,90er Geschoß gehalten, dass jetzt auf 2,05 aufgebohrt wird und nicht mehr auf die linke Seite von Baustellenstreifen darf – urbaner Cowboy ist auch schön formuliert, ich frage nich auch immer wo in der Stadt mit “B” als Nummernschildbeginn ich so eine Kiste wirklich brauche. Aber noch schlimmer sind da die GLS 63 mit “B-IZ” Nummernschilder…. Kein Stil, davon aber ganz viel!

                    Zum Maybach 650 – ist für mich auch wieder so ein Verknappungstrick, wenn es nur 350 werden sollen – wie beim neuen Ford GT40, erst heisst es nur 500 in 3 Jahren und dann nochmal 2 Jahre mit weiteren 300 oder 500, weil der Rubel so schön rollt. Und dann wird es bestimmt wieder eine “First-edition” geben mit Weisswandreifen und mamorierten Pinstripes oder so. Sorry vermutlich klingt das jetzt so negativ, aber ich bin kein Freund solcher Special-Nummern die dann wieder Exklusivität versprechen sollen, um die Käufer zu bewegen etwas Besonderes zu errwerben. Wenn ich etwas Besonderes will, baue ich es mir selbst oder lasse es nach meinen Wünschen bauen. Und für den vermutlichen Preis von sage ich mal 500.000€ baut Dir jeder seriöse Veredler auch eine normale V12 S-Klasse zum Cabrio mit gesteppten Leder und BlinBling LEDs um.

                    In diesem Sinne einen guten Start in diese Woche – mal sehen, was der 650er Maybach so am Mittwoch macht und wie weit ich mit meinen Preis daneben lag…

                  • El Barto says:

                    Also, das wäre ja wirklich mal eine Maßnahme, wenn ein Tuner so einen Shooting Brake realisieren würde. Es gibt ja schon alle möglichen und unmöglichen Umbauten, dann sollte so etwas auch gehen. Noch toller wäre allerdings eine echte Werkslösung. Und falls du mit dem Prototypen recht hast, hoffe ich nicht, dass wir hier in einigen Jahren lesen: “Das wäre der M2 SB gewesen, er war schon serienreif, wurde aber leider nie vom Vorstand genehmigt.” Ich habe vor ein paar Tagen übrigens mal einen M2 im Verkehr für längere Zeit von verschiedenen Seiten betrachten können…das ist ein dermaßen geiles, geiles, geiles Auto, da würde ich jeden M4 für stehenlassen, allein schon aufgrund der Größe!

                    Was die Erweiterung des Youngtimer-Bestands angeht, erklärst du deiner Frau einfach, dass bei den ganzen Negativzinsen auf Guthaben und dem volatilen Aktienmarkt die einzige sichere Geldanlage ein weiterer Youngtimer ist, auch ohne ausgewiesene Familientauglichkeit. Dieses Argument konterst du aber ganz einfach mit einer bildhaften Darstellung, wie ihr bei passender Gelegenheit (Babysitter oder Oma/Opa passen auf) in trauter Zweisamkeit einen Ausflug aufs Land samt romantischen Picknick macht. Das gibt der Turnschuh-Kofferraum auf jeden Fall her. Und falls das noch nicht zieht, zeigst du ihr die Wertentwicklung eines 250 GTO oder SL-Flügeltürers und beteuerst, dass du beim Z3 eine ganz ähnliche Performance erwartest…aber lass dich diesbezüglich besser nicht auf einen bestimmten Zeitraum festnageln 😉

                    Die Kindersitzproblematik wird sich zumindest bei unserer “Großen” bald erledigen, da reicht dann auch eine Sitzerhöhung, was vieles erleichtert…mal schauen. Aber ich mag mir gar nicht vorstellen, was das für ein Geschlängel gewesen sein muss, eure Tochter hinten im Coupé unterzubringen. Klar, irgendwann sitzt jeder Handgriff, aber da ist dann vermutlich auch der eine oder andere Fluch vorausgegangen.

                    Zum Thema Ford habe ich kürzlich erst wieder ein Erlebnis gehabt. Also grundsätzlich mag ich Ford eigentlich, ich hatte für längere Strecken schon Mondeo, Galaxy und S-Max und war immer zufrieden, was das Fahren anging. Letzte Woche war ich aber einen Tag mit einem Kuga unterwegs und da fielen mir zwei Sachen negativ auf:
                    Der Kuga ist irgendwie so verbaut, dass man hinsichtlich der (fehlenden) Übersichtlichkeit glaubt, in einem Fullsize-SUV zu sitzen, was das Konzept eines Kompakt-SUV zumindest teilweise ad absurdum führt. Also ganz ehrlich, da wende ich lieber meinen T5 mit verbundenen Augen und ohne Einparkhilfe, als einen Kuga ohne Rückfahrkamera. Und dann das Navi…ich habe mal die Sprachbedienung ausprobiert. Da wirst du von der unfreundlichsten Frauenstimme die es jemals gab, angepflaumt, dass du Ort und Straße nennen sollst (was immerhin auch recht zuverlässig funktioniert). Während du also die Namen so hintereinander runterbetest, wird die Hausnummer (z.B. 254) nicht als zweihundertvierundfünfzig, sonder nur als 2-5-4 erkannt, das soll einer verstehen. Naja und dann natürlich auch die Darstellung und sonstige Menüführung bzw. Bedienbarkeit…brrrr. Wobei da imho auch Audi und Mercedes weit von BMW entfernt sind.

                    Beim Maybach Cabrio gebe ich dir völlig recht, da kommt mit Sicherheit noch mehr Stückzahl, wenn es sich gut verkauft. Immerhin, der Preis ist ein Stück von der vermuteten halben Million entfernt, aber mit ein paar Individualisierungswünschen geht da bestimmt noch einiges. Da würden bei mir dann übrigens die Felgen an erster Stelle stehen, die finde ich so gar nicht schön.

                    So, dann euch schon mal – etwas verfrüht – ein schönes Wochenende und sorry, dass es manchmal dauert, bis ich antworte, aber dafür nehme ich mir dann lieber eine ruhige Minute, von denen es momentan nicht so viele gibt 🙂

            • M54B25 says:

              Da hast Du sehr interessante Fakten zur Audi-Führungsriege aufgeführt, die auch alle gut nachvollziehbar in ihren Auswirkungen sind.

              Aber ganz ernsthaft – diese Auswirkungen und Erscheinungen wirken sich auf die Audi-Kundschaft aus?!? Mein Eindruck ist der, dass Audi sich mit der Uniformität der Erscheinungsform der jeweiligen Fahrzeugklasse (A3, A4, A5, A6, A8) und der Spaltmaß-Onanie ihre eigene Kundschaft über die letzten 20 Jahre selbst herangezogen hat. Diese Leute (mittleres Management, Oberstudienräte, Justizbeamte, etc.) hassen Veränderungen im Umfeld, da sie sie vor Herausforderungen stellen, die es zu meistern gilt – da soll das Auto bitte immer gleich funktionieren und möglichst unaufällig sein, damit dies als Kontrastpunkt in der zutiefst eigens gewünschten Lebensmonotonie wegfällt.

  2. 740d says:

    ich finde das is ein Fehler wenn dann wie schon hier erwähnt sollte das Ding irgendwie ///M440i oder 440iS heißen oder so aber doch nicht so langweilig verpackt und versteckt mit dem M-Performance aber trotzdem ist das geil

  3. alex89 says:

    Sehr schade, dass es das Paket nicht ohne Auspuffanlage gibt. Würde die zusätzliche Leistung gerne nehmen, aber die Anlage ist mir zu laut und gefällt auch optisch nicht…

    • Mat says:

      Genau das dachte ich mir auch 🙂

    • Pro_Four says:

      …auffallen um jeden Preis können andere. ^^

      • MichaelMPower says:

        Ich kenne es vom aktuellen MINI, da kann man beim Cooper S sowohl die Leistungssteigerung als auch die Klappenanlage einzeln kaufen. Kann mir gut vorstellen dass das hier nicht anders ist. Warum auch 😉

        • M54B25 says:

          Weils im dritten Absatz des Beitrags klar anders benannt wurde: “Dank des verpflichtend mit dem Power Kit verbundenen Sound-Tunings…”. Und weil BMW nicht Mini ist – also so nach außen hin…

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