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Follow this categoryAuf der vergangenen Hauptversammlung der BMW Group hat Dr. Norbert Reithofer auch ausführlich zum Thema BMW i gesprochen und dabei selbstbewusst sieben Gründe für den kommenden Erfolg angeführt. Er kritisierte dabei auch die “German Angst”, die in der ganzen Welt mit dem typisch deutschen Zögern und Kritisieren bei einschneidenden Veränderungen des status quo bekannt ist.
In seiner Rede spricht der Vorstandsvorsitzende der BMW AG außerdem die Europäische Union an, die scheinbar ohne technischen Hintergrund immer weitere CO2-Reduzierungen fordert, was aus Reithofers Sicht nicht nur für die deutschen Autobauer so gut wie unmöglich werden könnte.

Dass sich die BMW Group den Weg in die Mobilität der Zukunft einiges kosten lässt, ist für Beobachter keine Überraschung: Der erstmalige Einsatz von Carbon in der automobilen Großserie und natürlich auch die Herausforderungen der Elektromobilität an sich fordern ihren finanziellen Tribut, denn BMW i geht als Carbon-Pionier völlig neue Wege. Die Forschung für derartige Zukunftstechnologien kommt allerdings im Lauf der Zeit allen Baureihen der BMW Group zu Gute.
Wer sich nach dem konkreten Umfang der Investitionen gefragt hat, erhält nun dank eines aktuellen Beitrags im Handelsblatt eine bessere Orientierung: Gemeinsam mit Analysten der Credit Suisse hat das Handelsblatt ermittelt, dass die Münchner allein in diesem Jahr 800 Millionen Euro in die Submarke BMW i stecken.

Im Zusammenhang mit BMW i spricht man in München von nicht weniger als einer “Revolution der Mobilität”. Mit Blick auf den BMW i3, der als erstes in Großserie gebautes Auto eine Fahrgastzelle aus Carbon haben wird, ist diese selbstbewusste Formulierung durchaus angebracht – und auch der Plug-in-Hybrid-Sportwagen BMW i8 dürfte zum Marktstart Anfang 2014 kaum auf ernstzunehmende Konkurrenz in einem vergleichbaren Preisrahmen treffen.
Mit einer neuen Werbekampagne unter dem Motto “Motor einer neuen Mobilität” lässt sich die BMW Group nun in gewisser Weise in die Karten schauen und stellt in neun kurzen Videos jene Mitarbeiter vor, die hinter BMW i stecken.

Für viele Kunden ist es heute ganz normal, wenn der Grundpreis ihres Autos mit zahlreichen mehr oder weniger wichtigen Sonderausstattungen um einige tausend Euro in die Höhe getrieben wird. Angefangen von für manche Menschen unverzichtbaren Optionen wie dem Navigationssystem über Komfort-Features wie Klimaautomatik oder Sitz- und Lenkradheizung bis hin zu Optik-Spielereien aus dem Farb-, Aerodynamik- und Felgen-Spektrum bieten fast alle Autobauer zahlreiche Sonderausstattungen an, die das Auto gegen Aufpreis noch attraktiver machen.
Daran wird sich auch beim Elektroauto BMW i3 nichts ändern, denn schließlich ist die Gewinnspanne bei derartigen Sonderwünschen in der Regel besonders groß. Auf den Unterschied zwischen dem im Katalog abgedruckten Grundpreis und dem von Kunden real bezahlten Fahrzeugpreis spielt nun auch Ludwig Willisch an, der den Preis des BMW i3 in einem Interview auf Augenhöhe mit einem gut ausgestatteten BMW 3er stellte.

Im November 2013 ist es so weit: Mit dem Verkauf des BMW i3 startet nicht nur der erste BMW mit Elektro-Antrieb, es ist auch das erste in Großserie gebaute Auto mit Carbon-Fahrgastzelle. Der bisher vor allem im Rennsport sowie bei hochpreisigen Supersportwagen eingesetzte Kunststoff sorgt dafür, dass der BMW i3 trotz schwerer Batterietechnik nur 1.250 Kilogramm auf die Waage bringen wird – was wiederum der Reichweite dient und den Einsatz einer vergleichweise kleinen Lithium-Ionen-Batterie erlaubt.
Kritiker befürchten jedoch, dass Carbon nach einem Unfall für deutlich höhere Reparatur-Kosten als eine konventionell gefertigte Karosserie aus Stahl oder Aluminium sorgt, weshalb sie den Serien-Einsatz für verfrüht halten.
Um den künftigen Fahrern eines BMW i3 oder eines anderen BMW i-Modells mit Elektroantrieb komfortable Fahrten in den Urlaub oder auf sonstigen Langstrecken zu ermöglichen, wird BMW seinen i-Kunden offenbar schrittweise entgegenkommen. Bestandteil des Service-Programms von BMW i werden laut Automotive News Europe auch Leihwagen mit Verbrennungsmotor sein, die auf langen Strecken unbestreitbare Vorteile bieten, aber nicht für die täglichen Pendler-Fahrten zur Arbeit benötigt werden.
Wie genau das zugrundeliegende Modell aufgebaut wird und für welche Zeiträume die Leihwagen kostenlos zum i3-Paket gehören, bleibt noch abzuwarten. Klar ist aber, dass es sich nicht um eine kostenlose Lösung für häufige Vielfahrer handeln wird.
Mit dem BMW i3 bringt die BMW Group im November 2013 ihr erstes in Großserie gebautes Elektroauto auf den Markt. Bestellt man den i3 ohne Range Extender, lässt er sich lokal völlig emissionsfrei bewegen und kann so unter anderem dazu beitragen, die Luftverschmutzung in Ballungsräumen zu reduzieren. Allerdings bleibt im Hintergrund stets die Frage, wie sauber und nachhaltig die zum Fahren benötigte elektrische Energie gewonnen wurde.
Damit BMW i-Kunden in dieser Hinsicht ein reines Gewissen haben können, bietet die BMW Group diverse Lösungen an. Nach Partnerschaften mit Naturstrom, Schneider Electric und The Mobility House wurde gestern eine Kooperation mit der SOLARWATT GmbH aus Dresden beschlossen.
In den letzten Wochen konnten wir immer wieder über Prototypen vom BMW i3 berichten, mit denen offenbar an der finalen Abstimmung für die ab November 2013 erhältliche Serienversion gefeilt wird. “Erst” im Frühjahr 2014 kommt der Plug-in-Hybrid-Sportwagen BMW i8, die Testarbeit geht aber auch beim zweiten Ableger der Submarke BMW i in die heiße Phase.
Andreas hat nun in München einen Erlkönig des BMW i8 im Stadtverkehr erwischt und einige Bilder aus der Nähe machen können. Zwar verdeckt die für Hybrid-Prototypen von BMW typische blau-weiße Folie fast das komplette Fahrzeug, die aufwendige Aerodynamik im Heckbereich lässt sich aber trotzdem gut erkennen.
Das Elektroauto hat speziell in Deutschland längst nicht nur Freunde. Viele deutsche Hersteller sind noch weit davon entfernt, ein Auto mit rein elektrischem Antrieb in Großserie auf die Straße zu bringen und nutzen daher jede Gelegenheit, der Elektromobilität die Tauglichkeit und Serienreife abzusprechen – ob dabei Überzeugung oder Hoffnung die treibende Kraft ist, bleibt offen.
Die hierzulande auch bei einigen potenziellen Kunden vorhandene Skepsis könnte auch daran liegen, dass in Deutschland offenbar anders Auto gefahren wird als im Rest der Welt: Pro Tag fahren deutsche BMW-Kunden im Schnitt 103 Kilometer und liegen somit deutlich über dem globalen Durchschnitt von 64 Kilometer. Auf dem wichtigen Markt China sind es sogar nur 41 Kilometer, die pro Tag absolviert werden – mit auf den ersten Blick nachvollziehbaren Folgen für die gewünschte und benötigte Reichweite eines Elektroautos.
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