BMW 1er Limousine: Ungetarnter UKL-F52 in München erwischt

BMW 1er | 24.01.2017 von 40

Auch wenn sie auf dem deutschen Markt nicht angeboten wird, würde die BMW 1er Limousine ohne Zweifel gut in unser Straßenbild passen. Davon konnte sich …

Auch wenn sie auf dem deutschen Markt nicht angeboten wird, würde die BMW 1er Limousine ohne Zweifel gut in unser Straßenbild passen. Davon konnte sich auch unser Leser Stubl überzeugen, der die Kompakt-Limousine kürzlich in München entdeckt und gleich ein paar Fotos für uns gemacht hat. Abgeklebt sind dabei lediglich die BMW-Logos und die Schriftzüge am Heck, abgesehen von diesen Details ist das in China bereits vorgestellte Stufenheck komplett ungetarnt.

Die intern unter dem Kürzel F52 bekannte BMW 1er Limousine basiert auf der UKL-Architektur für Fahrzeuge mit Frontantrieb und wurde speziell für den chinesischen Markt entwickelt – weder in den USA noch in Europa ist der Verkauf des in China gebauten Fahrzeugs geplant. Dieser Umstand sorgt auch für Gerüchte rund um ein heckgetriebenes BMW 2er Gran Coupé, das auch die fahrdynamisch anspruchsvollere Kundschaft in Europa und den USA mit einem Stufenheck-Angebot unterhalb der 3er-Reihe versorgen könnte. In letzter Zeit ist es um ein solches Mitglied der 2er-Reihe allerdings wieder sehr still geworden und es darf bezweifelt werden, dass die Verantwortlichen in München tatsächlich einen ausreichend großen Markt sehen, der nicht in erster Linie den Verkaufszahlen der 3er-Reihe schadet.

Aus europäischer Sicht wird damit nochmals betont, welchen Stellenwert der Einzelmarkt China mittlerweile genießt. Neben der BMW 1er Limousine werden auch die Langversionen von 5er, 3er und X1 ausschließlich im Reich der Mitte angeboten. Offenbar rechtfertigen die Absatz-Chancen auf keinem anderen Markt das Angebot derartig spezialisierter Modelle, doch die auf dem Wachstums-Markt China verkauften Stückzahlen sprechen ganz klar für sich. Hinzu kommt, dass ein Großteil der Kunden in China derzeit ihr erstes Auto kauft, weshalb man in München möglichst viele Menschen mit perfekt auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Produkten von Anfang an für die Marke BMW begeistern will – denn wer heute eine 1er Limousine kauft und damit zufrieden ist, bleibt der Marke hoffentlich treu und erwirbt vielleicht schon in wenigen Jahren einen 7er.

In China wird die BMW 1er Limousine F52 derzeit als 118i, 120i und 125i verkauft. Die Benziner mit drei und vier Zylindern entsprechen den auch in Europa bekannten Triebwerken und leisten 136, 184 und im stärksten Fall 231 PS. Der prinzipiell auch für UKL-Modelle erhältliche Allradantrieb xDrive wird für die 1er Limousine nicht angeboten, alle Varianten gehen folglich als Fronttriebler an den Start.

(Erlkönig-Fotos: Stubl für BimmerToday.de)

40 responses to “BMW 1er Limousine: Ungetarnter UKL-F52 in München erwischt”

  1. Mini-Fan says:

    … wäre ein schönes Gegenstück zum Mercedes CLA.

  2. Sniickers says:

    Ich hätte vielleicht einen genommen wenn es ihn in Deutschland gäbe

    • Mini-Fan says:

      aber am BMW 3er verdient BMW wohl mehr…

      • DoNuT says:

        Bleibt die Frage, ob das tatsächlich so ist. Die Plattform des 3er ist sicher aufwändiger, da verdient man nur an überproportionalen Aufpreisen für stärkere Motoren (316d -> 320d) und Sonderausstattungen.

        Der 1er/2er steht auf einer relativ stückzahlreichen Plattform (X1/2er AT/GT, Mini) und ist nicht so anspruchsvoll, ohne dass die Preise wirklich günstig wären. Ein CLA ist auch nicht so viel günstiger als eine C-Klasse, wäre interessant was in der Praxis das bessere Geschäft ist.

        Zumal viele 3er/C-Klasse als Dienst/Mietwagen ohne starke Motoren und viel Ausstattung das Werk verlassen….

        • Mini-Fan says:

          hast wohl recht:

          Am CLA verdient Mercedes ganz sicher mehr als an einer C-Klasse

          • M54B25 says:

            Aber am meisten am Citan – komplette Entwicklung und Produktion outgesourct und für die Verwendung eines anderen Frontgrills und anderer Markenplaketten am Heck 3000,-€ Aufpreis verlangen, ist schon profitabel. Vermutlich werden die Kisten dann bei der Mercedes-Inspektion direkt zu Renault gefahren, kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass die Sternenschrauber jetzt die Rombus-Frickel-Ausbildung noch mitbekommen…

            Zu Thema zurück: Dadurch das die C-Klasse auf der E-Klasse Plattform aufsetzt und diese beiden Klassen inkl. der Coupe/Cabrio Derivate weltweit mehr als die ganzen A-Derivate verkauft werden dürften, würde ich mal meinen, dass die FWD-Plattform noch nicht so richtig profitabel ist.

            • Moo says:

              Jo… Mit den unteren Klassen ist niemals so viel Geld verdient als mit Mittel und Oberklasse… Weder beim CLA gegenüber C-Klasse noch 1er limo gegenüber 3er…
              Mir persönlich gefällt er überhaupt nicht, typische fwd-proportionen… Toyota Corolla lässt grüßen. Ich hoffe daher, dass dieses Fahrzeug nie den Sprung über den Teich schafft…

              • DoNuT says:

                Generell hat man mit Kompaktplattformen sicher nicht so große Margen hat, alleine schon wegen des Preisgefüges.

                Bei Premiummodellen sieht das sicher ein wenig besser aus, da die Grundpreise höher sind und teils stärkere Motoren als bspw. bei einem Hyundai oder teure Optionen (Stylingpakete, 3000€-Navis, usw) angeboten werden.

                Ein ausstaffierter CLA (nicht mal der AMG) kann bestimmt auch soviel wie ein 3er oder eine C-Klasse kosten – das war meine Argumentation.

                Mit dem X1 und 2er AT/GT setzt BMW mittlerweile ja auch einiges auf der UKL-Plattform ab.

              • Mini-Fan says:

                Er muss ja sogar über 2 Teiche!

            • Mini-Fan says:

              dasselbe könnte auch für die gemeinsame “Plattform” des aktuellen 3er, des bisherigen Heckantriebs-1er, die 2-türigen 2er sowie die gerade abgelösten 5er und 7er, sowie für den 6er gelten.
              Das sind wohl immer noch ordentliche Stückzahlen.
              Ist sowieso die Frage, was man sich heute noch unter einer Plattform vorzustellen hat. Das ist ja eher eine Art virtuelle Entwicklungsplattform als etwas “Mechanisches”, was man je nach Bedarf einfach “streckt ” (Radstand).
              Außerdem habe ich vor 4-5 Wochen gelesen, das BMW mit Mini “noch keine Mark” verdient hat. Das könnte ja heißen, dass sich die UKL noch nicht rechnet. Die Frage ist, wie dieser “Gewinn” sich errechnet.
              Eigentlich kommt es ja nur darauf an, dass BMW/ Mini mit jedem zusätzlich produziertem Auto mehr Umsatz erlöst als es für dieses eine Auto an Kosten aufwenden muss.

              • M54B25 says:

                Ja der Begriff “Plattform” ist sehr Herstellerspezifisch, bei VW/Audi ist beim Modularen Querbaukasten MQB damit der Abstand zwischen Motor und Getriebe gemeint, Radstand und selbst Spurweite können variabel gewählt werden. Beispiel ist hier der Golf mit knapp 4,25m und dem neuen Arteon bei gut 5m Länge die auf der gleichen MQB Plattform aufbauen.

                BMW hat da auch eher das Modulkonzept für sich in Verwendung, da bekommst Du theoretisch im 1er das gleiche Navi wie im 7er und die identischen Motoren – als Beispiel B58B30. Das ist für mich auf alle Fälle auch ein sehr gut nachvollziehbarer Ansatz, da darüber die Stückzahlen für Produktion und Einkauf gesteigert werden können, als die reinen Produktionsvorgänge am Band vereinheitlich werden. So ein 114i Nacked-Edition hat ja dann doch insgesamt weniger Bauteile als ein volle-Hütte 760Li…

  3. Fagballs says:

    Ich finde den ja echt knuffig. Schade, dass der nicht nach Deutschland kommt. Ich hoffe, es kommt noch etwas vergleichbares wie z.B. ein 2er Gran Coupé. Man kann doch dem A3 und dem CLA nicht das Feld überlassen.

  4. Dailybimmer says:

    Die scheußlichsten Rückleuchten die ich bei einem Bmw je gesehen habe. Da sieht der A3 besser aus.

    • Mini-Fan says:

      ja, sind ein bißchen riesig geraten.

      Aber das Auto soll/ darf ja nur den chinesischen Kunden gefallen.
      Bling bling also.

    • DropsInc. says:

      Also mir gefällt das Fahrzeug auch nicht so recht, aber scheußlich würdd ich es nun nicht bezeichnen. Rückleuchten zu groß fürs schmale Heck. Auf jedenfall wäre Ihr Post ganz nach Aloys seinem Geschmack

      • Dailybimmer says:

        Mit dem Unterschied das ich ein Bmw Anhänger bin und Bmw nicht schlecht reden möchte, sondern das anprangere was mir so als Markenanhänger derzeit gar nicht gefällt. Aber keine Sorge, solange der China Bmw nur dort produziert wird und hier nicht verkauft wird ist es mir egal. Den Chinesen soll er gefallen nicht mir. Ein Bmw made in China käme für mich nicht in Betracht. Das gleiche gilt auch für Bmw made in Mexico. Ein Bmw muss für mich aus made in Germany kommen. Bmw made in USA, siehe die SUV’s finde ich cool.

        • DropsInc. says:

          ja der chinamarkt tickt anders…tja was bmw in zukunft heisst, made in???muss man schauen….dennoch wird die qualität auch wenn er aus mexico stammt keine schlechtere sein. vielleicht erschliessen sich noch ganz andere geschäftsfelder für bmw. freihandel sei dank. das aufkündigen des ttp von uncle sam wird für europa vielleicht eine chance beinhalten um das vakuum zu schliessen was die usa hinterlässt. bmw made in germany klingt gut, wird aber um konkurenzfähig zu bleiben nicht mehr 100% erfüllt werden. zu den suv made in usa, naja, sie wissen ich fahre auch einen, aber daran erinnern das er dort gebaut wurde ist eher weniger allgegenwärtig. ich sitze in einem bmw und weiss wo er herkommt^^ aus bayern…so tickt wahrscheinlich auch der größte teil der kunden.

  5. Stefan says:

    Sieht – meiner Meinung nach – seitlich wie ein BMW 1er GT aus..

    Proportionen hinten sind jetzt nicht persönlich mein Fall, jedoch ist die Front zum Niederknien.

    • M54B25 says:

      “Zum Niederknien” – weil Du dich übergeben musstest?

      Sorry angesichts dieser Detailschlamperei ist das für mich ein von Chinesischen Designer zusammengewürfelte Frontpartie die niemals einen Propeller bekommen dürfte. Alleine schon diese unsägliche Trennung von Front und Motorhaube, dann die Übergänge am Scheinwerfer und dann dieser seltsame Kantenfall zum Kotflügel hin.

      Einzig die doch zurückhaltende Gestaltung der Lufteinlässe ist angemessen, muss ja nicht alles als Giersc https://uploads.disquscdn.com/images/3a22a4f1ae14509f72f5b593e75dd1a6f021981df5ad50c6d95399e3e0302444.jpg hlund daherkommen.

    • Mini-Fan says:

      also, die Studie war doch sehr begehrllch. Zumindest waren die Fotoaufnahmen sehr gelungen. Lag vielleicht auch der Lackierung. Dort gefiel mir das (pummelige) Heck sehr!

      • Stefan says:

        Ich würde sehr gerne, das Fahrzeug in den Farben des ConceptCars sehen.
        Bestimmt wird das meiste dann für die LCI-Version vorenthalten… -.-

  6. Hano says:

    Hoffen wir aufs 2er GC.

  7. B3ernd says:

    Der neue 1er Hatchback basiert dann auch auf der UKL Plattform? Ich kann mir schwer vorstellen, dass der kommende 1er mit RWD kommt.

    EDIT: Speziell die Heckansicht wirkt sehr unförmig und klobig. Kann aber auch an dem unvorteilhaften Winkel liegen.

    • DropsInc. says:

      Nee, das Design möchte ich auch irgendwie nicht verstehen. Wenns der China Markt braucht und annimmt, immer zu.

  8. PHoel says:

    Gut, dass wir von dem Anblick verschont bleiben.

  9. Sascha says:

    Der F45 fährt auch schon mit minimaler Tarnung (abgeklebte Logos) rum.

    • M54B25 says:

      Ja ungefähr seit September 2014.

      Du redest beim F45 schon vom 2er AT, den es seit eben 2014 bereits käuflich zu erwerben gibt – oder?

      • Sascha says:

        Ach ich … %&$§ … erst denken dann schreiben.
        Nein, meinte den F40, also F20NF.

        • M54B25 says:

          Ok den UKL FWD 1er – aber das wäre ja der abgebildete F52 da der ja nur mit FWD zu haben ist und schon die aktuelle UKL Plattform nutzt.

          Hast Du da mal Links für etwaige Fotos – aber bitte nicht motor.es 😉

        • Moo says:

          Ein F40 auf den Straßen? Und dann auch noch relativ ungetarnt? Das wage ich sehr zu bezweifeln!

  10. […] едва прикрытыми пленкой логотипами в спецификации 120i сфотографировали на одной из улиц немецкого города Мюнхен, где […]

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