MINI F56: Allradantrieb ALL4 auch für Topmodelle nicht geplant

MINI | 3.12.2014 von 7
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MINI F56: Allradantrieb ALL4 spielt bei der aktuellen Generation des MINI Hatch mit drei und fünf Türen keine Rolle, alle Modelle bleiben beim Frontantrieb

Als Alec Issigonis einst den Ur-Mini auf eine Serviette zeichnete, war der Frontantrieb ein wesentliches Element des technisches Konzepts. Nur durch den vorne quer montierten Motor mit direkt darunter angebrachtem Getriebe war es möglich, die kurzen Abmessungen des Kleinwagens mit einem relativ großzügigen Innenraum zu kombinieren.

Im Jahr 2014 hat sich an den Vorzügen des Frontantriebs für Fahrzeuge mit besonders kompakten Abmessungen nichts geändert, aber auch das Thema Allrad spielt eine immer wichtigere Rolle. Gerade in den USA und in den alpinen Märkten wollen viele Kunden nicht mehr auf Allradantrieb und die damit verbundenen Traktions-Reserven bei schlechtem Wetter verzichten.

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Auch für die Marke MINI ist Allrad-Antrieb kein Neuland mehr, seit dem Marktstart des MINI Countryman im Jahr 2010 gehört die MINI ALL4 genannte Technik zum Programm der BMW-Tochter. Allerdings: Bis auf Countryman und Paceman ist bisher kein weiteres Modell mit Allradantrieb erhältlich – und das wird zunächst auch so bleiben.

Am Rande der Präsentation des BMW 2er Active Tourer xDrive haben wir erfahren, dass der Allradantrieb für die kleineren Modelle auf BMW UKL-Basis definitiv nicht geplant ist. Damit dürften sich die Hoffnungen mancher Kunden auf einen MINI F56 oder MINI F55 mit Allradantrieb ALL4 zerschlagen, auch besonders starke Ableger wie der kommende MINI John Cooper Works F56 werden ihre Kraft ausschließlich an die Vorderräder schicken.

Neben Fragen des Bauraums dürften dabei auch die Wünsche der Kunden eine wichtige Rolle gespielt haben, denn gerade im Segment der Kleinst- und Kleinwagen ist Allradantrieb auch heute noch die absolute Ausnahme. Durch den zusätzlichen Antrieb der Hinterräder steigen Gewicht und Verbrauch spürbar, nicht immer lassen sich diese Nachteile auf überzeugende Art und Weise wieder ausgleichen.

Anders könnte sich die Situation beim MINI Clubman F54 darstellen, dieser bietet erheblich mehr Platz als die kleineren Modelle F55 und F56. Außerdem tritt er in einem Segment an, in dem deutlich mehr Kunden nicht auf die Vorzüge des Allradantriebs verzichten wollen.

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7 responses to “MINI F56: Allradantrieb ALL4 auch für Topmodelle nicht geplant”

  1. Shinguin says:

    Verständliche Strategie, die Käufer sollen dazu genötigt werden den MINI Countryman zu kaufen.

    • Pro_Four says:

      ..genötigt??! Wie denn das?! Erklär mal

      • Shinguin says:

        VW bot beim Golf 5 nur das Plus Modell an, einen Variant gab es nicht. Interessenten des Variant sollten den teureren Plus kaufen. Tatsächlich sind die Kunden aber zum Octavia Kombi abgewandert. Kurz darauf gab es wieder einen Golf 5 Variant. Bmw bot in den USA nur den teureren 5er Gt an, den die Interessenten des 5er Touring kaufen sollten da es diesen nicht mehr gab. Die Kunden wanderten in Scharen zu A6 Avant und E Klasse T Modell über. Den aktuellen Status zu diesem Thema kenne ich nicht. Im neuen Twingo gibt es Klimaautomatik nur in Verbindung mit der teuersten Ausstattungslinie. Das sind nur einige Beispiele die zeigen wie Kunden möglichst zu teureren Modellen gedrängt werden sollen. Wer also unbedingt einen Mini mit Allrad möchte, muss den teureren Countryman nehmen. Technisch ist sicherlich in keiner der Fälle eine Notwendigkeit gegeben.

      • Shinguin says:

        VW bot beim Golf 5 nur das Plus Modell an, einen Variant gab es nicht. Interessenten des Variant sollten den teureren Plus kaufen. Tatsächlich sind die Kunden aber zum Octavia Kombi abgewandert. Kurz darauf gab es wieder einen Golf 5 Variant. Bmw bot in den USA nur den teureren 5er Gt an, den die Interessenten des 5er Touring kaufen sollten da es diesen nicht mehr gab. Die Kunden wanderten in Scharen zu A6 Avant und E Klasse T Modell über. Den aktuellen Status zu diesem Thema kenne ich nicht. Im neuen Twingo gibt es Klimaautomatik nur in Verbindung mit der teuersten Ausstattungslinie. Das sind nur einige Beispiele die zeigen wie Kunden möglichst zu teureren Modellen gedrängt werden sollen. Wer also unbedingt einen Mini mit Allrad möchte, muss den teureren Countryman nehmen. Technisch ist sicherlich in keiner der Fälle eine Notwendigkeit gegeben.

    • PHoel says:

      Ich glaube eher, das die meisten die einen Mini F65 kaufen keinen Wert auf den Antrieb legen, denn der wird zu einem großen Teil von Frauen gekauft, die wissen meistens garnicht welche Achse antreibt, und das ist ihnen auch egal, warum also mehr Geld für Allrad ausgeben? Wobei sich die Frauen wohl auch nicht das Topmodell kaufen werden.

  2. quickjohn says:

    Nein – eher unsinniger Kommentar!

  3. […] MINI F56: Allradantrieb ALL4 auch für Topmodelle nicht geplant, gefunden bei http://www.bimmertoday.de […]

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