BMW 4er Gran Coupé: Interview mit Produktmanagerin Schmidt-Bräkling

BMW 4er | 27.03.2014 von 22

Am Rande der Weltpremiere des BMW 4er Gran Coupé auf dem Genfer Salon hatten wir kurz Gelegenheit, mit Produktmanagerin Paloma Schmidt-Bräkling über das neue Modell zu …

Am Rande der Weltpremiere des BMW 4er Gran Coupé auf dem Genfer Salon hatten wir kurz Gelegenheit, mit Produktmanagerin Paloma Schmidt-Bräkling über das neue Modell zu sprechen. Das dritte Mitglied der 4er-Reihe ergänzt die BMW-Mittelklasse um eine vierte viertürige Karosserievariante und muss sich somit schon hausintern gegen starke Konkurrenz behaupten – im Fokus steht aber das Gewinnen neuer Kunden.

Neben den bereits angebotenen Modellen haben wir mit Paloma Schmidt-Bräkling auch über denkbare Ableger wie ein besonders sportliches BMW M4 Gran Coupé gesprochen – das keineswegs ausgeschlossen ist.

BMW-4er-Gran-Coupe-F36-Projektleiterin-Paloma-Schmidt-Braekling

BimmerToday.de: Das BMW 4er Gran Coupé feiert im Juni seinen Marktstart als neues Mitglied der 4er-Reihe, aber es gehört natürlich auch zur Mittelklasse von BMW. Hier befinden sich auch die 3er Limousine und der 3er GT, welche Rolle spielt in diesem Umfeld das 4er Gran Coupé?
Aus unserer Sicht bietet das Fahrzeug eine Kombination, die wir bisher noch nicht geboten haben. Wir bekommen eine sehr sportliche Variante des 4ers und kombinieren diese mit einer eleganten Linie und einigen Funktionalitäten, die man dem Auto von außen nicht ansieht. Diese Kombination gibt es für uns in der Mittelklasse bisher nicht und wir wollten diese Nische besetzen. Wir glauben, dass wir mit unseren verschiedenen Konzepten auch komplett verschiedene Kundengruppen ansprechen und nun sehr gut aufgestellt sind. Jeder Kunde sollte nun bei uns das finden, was er sucht und braucht.

BimmerToday.de: Gab es Überlegungen, dem 4er Gran Coupé auch den längeren Radstand des 3er GT mit auf den Weg zu geben?
Wir sehen das Gran Coupé ganz klar als Mitglied der 4er-Reihe, weshalb wir auch die Proportionen im Vergleich mit dem 4er Coupé nicht verändern wollten. Wir haben lediglich die Coupé-Linie um 12 Millimeter erhöht und um 112 Millimeter verlängert. So konnten wir außen die Eleganz beibehalten und gleichzeitig innen deutlich mehr Platz schaffen. Wir haben viel mehr Kopf- und Beinfreiheit sowie einen größeren Kofferraum als der Zweitürer, bleiben aber dank der unveränderten Proportionen ein wirklich dynamischer BMW 4er.

BimmerToday.de: Rein technisch ist die Trennung von 3er- und 4er-Reihe nicht besonders augenfällig, auch der Radstand ist identisch. Was genau macht das BMW 4er Gran Coupé zu einem 4er?
Das ist ganz einfach zu beantworten, denn das Gran Coupé bietet den 4er-typischen breiten Stand, hat einen muskulösen Auftritt mit der breitesten Stelle an den hinteren Radhäusern – und genau das zeichnet einen 4er aus. Wenn man die Fahrzeuge nebeneinander stellt, ist das Gran Coupé ganz eindeutig als 4er erkennbar.

BimmerToday.de: In Sachen Alltagsnutzen ist der viertürige 4er praktisch auf Augenhöhe mit dem 3er, bietet unter anderem einen sehr vielfältig nutzbaren Kofferraum.
Ja, wir wollten ein sehr alltagstaugliches Auto für Kunden schaffen, die trotzdem nicht auf eine elegante Coupé-Linie verzichten wollen. Mit zwei Personen und zwei Mountainbikes in die Berge zu fahren ist dabei genausogut möglich wie eine Fahrt mit vier Personen, es handelt sich also uneingeschränkt um einen Erstwagen für Berufliches und Privates gleichermaßen.
Von der Fahrdynamik her ist das Gran Coupé hingegen ganz klar ein 4er, da bewegen wir uns sehr nah an unserem zweitürigen Bruder. Es ist ein sehr sehr sportliches Derivat, das sich fast genauso sportlich wie das Coupé fährt.

BMW-4er-Gran-Coupe-2014-Genf-Autosalon-F36-Weltpremiere-LIVE-03

BimmerToday.de: Der Preis bewegt sich auf Augenhöhe mit dem 4er Coupé, die 3er Limousine ist etwas günstiger. Wie ergibt sich diese preisliche Positionierung?
Wir wollen ein erreichbares Gran Coupé-Konzept bieten und sind der Meinung, dass 4er Coupé und Gran Coupé auf dem gleichen Niveau stehen. Das eine bietet noch mehr Sportlichkeit, das andere ein Plus an Alltagsnutzen, weshalb sich beide für uns preislich auf einer Ebene bewegen. Die 3er Limousine ist knapp darunter angesiedelt.

BimmerToday.de: Lässt sich schon sagen, welche Marktanteile das BMW 4er Gran Coupé im Vergleich mit dem zweitürigen Coupé erreichen soll?
Wir sind optimistisch, da einen relevanten Anteil zu erreichen. Wir haben auch in der 6er-Reihe gesehen, wie gut so ein Gran Coupé-Konzept neben einem Coupé und einem Cabrio funktionieren kann. Der Kundenwunsch nach einem solchen Fahrzeug mit Coupé-DNA und etwas mehr Alltagsnutzen ist also auf jeden Fall vorhanden.

… und eine Kannibalisierung von der 3er Limousine ist Ihnen vermutlich nicht unrecht?
In erster Linie muss so ein Auto neue Kunden für BMW gewinnen, die ein solches Auto bisher nicht bei uns gefunden haben. Aber natürlich hat jedes unserer Produkte auch eine Loyalisierungsaufgabe, das bestehenden Kunden weitere Alternativen bietet. Das BMW 4er Gran Coupé kann aus unserer Sicht beides: Neue Kunden zu BMW bringen und Bestandskunden zu noch eingefleischteren BMW-Kunden machen.

BimmerToday.de: Die Motorenpalette ist bereits zum Marktstart relativ umfangreich, aber sicherlich noch nicht endgültig abgerundet. Sind für die nächsten Monate noch Ergänzungen geplant?
Definitiv sind noch Erweiterungen geplant, noch in diesem Jahr wird es weitere xDrive-Varianten und größere Dieselmodelle geben. Neben der umfangreichen Motorenpalette ist uns auch wichtig, dass bereits ab Marktstart das M Sportpaket und das BMW Individual-Programm zur Verfügung stehen – der Kunde kann also ab 21.6. sein Wunsch-Gran Coupé bekommen und muss nicht auf weitere Schritte unsererseits warten.

BimmerToday.de: Haben Sie auch noch ein BMW M4 Gran Coupé in den Karten?
Wir müssen immer schauen, wie das Kundenbegehren aussieht. Wenn die Märkte ein solches Modell fordern sollten, ist nichts ausgeschlossen. Bisher ist diesbezüglich nichts entschieden, aber es ist eine denkbare Option und wenn der Ruf der Kunden kommt, werden wir uns das sehr genau anschauen.

BimmerToday.de: Welche Märkte und Regionen werden voraussichtlich besonders großes Interesse am 4er Gran Coupé haben?
Für uns heißen die drei wichtigsten Einzelmärkte USA, Deutschland und China. Wichtigste Region wird Europa sein. Wir gehen davon aus, dass wir weltweit großes Interesse am 4er Gran Coupé sehen werden.

BimmerToday.de: Gibt es für Sie als Produktmanagerin ein spezielles Highlight, das besonders hervorsticht oder das Sie persönlich besonders mögen?
Ich finde die Kombination von Sportlichkeit und Eleganz wirklich toll, was man auch an unserer hier gezeigten Spezifikation sehr gut sehen kann: Mit Carbonschwarz und M Sportpaket betont das Exterieur die Sportlichkeit, während der Innenraum in Elfenbeinweiß super-elegant wirkt. Dazu kommt für mich der Komfort Access, wobei sich die Heckklappe nun auch per Fußbewegung schließen lässt – eine sehr praktische Sache! Und wenn man noch ein bisschen mehr investieren möchte, bietet BMW Individual sehr ansehnliche Lösungen. Ich habe das Fahrzeug kürzlich in Frozen Bronze mit Innenraum in Opalweiß gesehen und das ist dann schon zum Verlieben…

Frau Schmidt-Bräkling, wir danken für das informative Gespräch!

22 responses to “BMW 4er Gran Coupé: Interview mit Produktmanagerin Schmidt-Bräkling”

  1. dicker says:

    hat jemand ein bild von ihr, wo sie ungeschminkt ist? möchte sie nämlich mit einem fiat multipla vergleichen…

  2. Chris35i says:

    Sorry, aber ist das eine Hostess auf dem Bild, eine Praktikantin oder echt die Projektleitern vom 4er GC? 😀 Nochmals sorry, aber die wirkt so, als hätte Sie 10€ bekommen, um sich vor dem Auto ablichten zu lassen – so kindlich und naiv wirkt das Grinsen – so “Hihi” like…

    • El Barto says:

      So stehts zumindest auf ihrem Namensschild. Niemals vom äußeren Eindruck täuschen lassen 😉 Ist doch schön, dass im Automobilbereich nicht nur (ältere) Herren verantwortungsvolle Positionen bekleiden.

      • Chris35i says:

        Wobei sie schon sehr jung aussieht – wie 25 und dann schon so einen Posten: gut gemacht!

        • dicker says:

          jetzt habt euch nicht so, die produkte spiegeln das wider was an der basis so rumläuft. früher waren mehr männer am start d.h. mehr freude am fahren und heute gehts um lifestyle, wohlfühlen, jede noch so kleine modelllücke besetzen, besetzungscouch besetzen, das nachmachen was audi und daimler machen usw.

          sollte man also neidisch auf ihren posten sein. im leben nicht. ich würde mich schämen in meiner firma so ein interview zu geben.

          auf der anderen seite ist die dame, wo sie ist, weil BMW auch nur ein 0815-großkonzern ist, der sein personal umerzieht bzw. minderheiten oder solche, die per gesellschafts-/ politischem druck zu bevorzugen sind (frauenquote) auch bevorzugt und ohne ende pusht. wer was anderes behauptet, ist entweder arbeitslos, blind oder arbeitet in einer 4 mann bude.

          • der_ardt says:

            Genau, der Posten des Projektleiters wird an Frauen vergeben weil die Frauenquote zu niedrig ist. Die Frau ist sicherlich ziemlich unfähig. Frauen die mit dir arbeiten und vermutlich mehr drauf haben können einem ja direkt Leid tun

            • El Barto says:

              In diesem Fall aber Produktmanagerin 😉

            • dicker says:

              du bist also arbeitslos. das ist ok, respektiere ich, aber ich kläre ich dich gerne auf. a.) projektmanager wirst du heutzutage, wenn du nichts bestimmtes sehr gut kannst, aber vieles ganz passabel beherrschst. anders ist dieser posten in “jungen” jahren nicht zu erklären. dafür braucht es keinen doktortitel oder 25 jahre branchenkenntnisse. thema frauenquote: bei einem DAX-unternehmen, wie BMW, wird diese offiziell gepusht. bei GLEICHER eignung von mann und frau, wird frau bevorzugt. sowas kennen wir bereits von rollstuhlfahrern, die sich um einen job bewerben. in meiner ex-firma, einem ausländischen großkonzern (größer als BMW) ist es nicht anders gewesen. als mann brauchtest du dich auf eine offene stelle nicht zu bewerben, sobald eine ähnlich (!) qualifizierte frau die gleiche absicht hatte und ich rede hier nicht von einzelfällen, denn sie wurde bevorzugt. hinzu kommt der umgang der vorgesetzten mit frauen in diesen unternehmen, welche nicht nur “frauenquote” sagen, sondern auch “verhaltenskodex”, d.h. frauen werden ab einer bestimmten position nicht mehr so hart angefasst, wenn man was schief läuft, wie man es tun würde, wenn sie ne nudel zwischen den beinen hätte. verstehst du das oder ist auch das für dich science fiction bzw. krude verschwörungstheorie oder bist du insgeheim die alice schwarzer?

              • 530iA_2003 says:

                Die arbeitslos-nummer hast du schon bei ams und ab gebracht, bevor du da rausgeworfen wurdest.ist hier wie da unlustig, elektra. und dass studienversager, die von einer promotion nur traeumen koennen, zuviel zeit haben, ist ja bekannt – und du der beste beweis. dein dr. k.e.

              • a8_FWD says:

                “in meiner ex-firma, einem ausländischen großkonzern”…. alles klar, dicker, versaufe weiter deine hartz-bezüge und versuch dein glück in zunkunft wieder bei ams und ab, hier erntest du nur mitleid mit deinem gequengel

              • der_ardt says:

                letzteres 😉

          • El Barto says:

            Da liegt ja das Problem: die Dame kann noch so qualifiziert sein (was wir hier nicht beurteilen können), sobald eine Quotenregelung im Spiel ist, wird es immer heißen: die hat ihre Position nur aufgrund der Quote. Daher sind solche Regelungen mMn nicht zielführend.

            Und das Interview hat sie um Längen besser geführt, als der Produktmanager des 2er AT…wobei der es natürlich auch etwas schwerer hatte.

    • Knut says:

      Frauenfeindlich?

      • Thomas says:

        Geistig zurückgeblieben?

        Ich wollte im ersten Moment vermeiden, mich so auszudrücken.
        Aber mir scheint es manchmal so, als würden einige Leute nur darauf warten, endlich mal solche Begriffe verwenden zu dürfen, obwohl überhaupt kein Anlass besteht.
        Bist mit Sicherheit auch so einer, der gleich “Nazi” schreit, wenn jemand der Meinung ist, dass der deutsche Arbeitsmarkt von zu vielen Ausländern geflutet wird.

        Versuch das nächste mal den Kopf einzuschalten, bevor du zu tippen beginnst!

  3. bowser says:

    Die gute Dame ist Produktmanagerin und nicht die Projektleiterin. Jedenfalls laut MVZ… 😉

  4. Thomas_01 says:

    Was manche hier von sich geben treibt einem selbst als Mann die Schamesröte ins Gesicht!

  5. […] Position würde der Biturbo-Diesel allerdings verlieren, wenn das noch nicht beschlossene, aber auch keineswegs ausgeschlossene BMW M4 Gran Coupé Realität […]

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