Aktive Fußgängerschutz-Systeme im ADAC-Vergleich: Schlusslicht BMW

Videos | 15.11.2013 von 19
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Es ist der Albtraum vieler Autofahrer: Ein Mensch läuft im letzten Moment auf die Straße vor dem eigenen Auto und noch bevor man überhaupt reagieren …

Es ist der Albtraum vieler Autofahrer: Ein Mensch läuft im letzten Moment auf die Straße vor dem eigenen Auto und noch bevor man überhaupt reagieren kann, knallt es auch schon. Helfen können dann – natürlich auch nur im Rahmen der physikalischen Möglichkeiten – aktive Fußgängerschutz-Systeme, wie sie heute für viele Autos erhältlich sind.

Der ADAC hat nun die Systeme von vier Autobauern miteinander verglichen und in verschiedenen Kategorien bewertet. Offensichtlich ist, dass es große Unterschiede zwischen den Systemen gibt: Sowohl beim Preis (520 bis 8.700 Euro) als auch bei der Funktionsweise liegen teilweise Welten zwischen den elektronischen Helfern zum Fußgängerschutz.

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Wie das Video und die Wertungstabelle des ADAC zeigen, haben gerade die deutschen Autobauer BMW und Mercedes noch nicht den Stand ihrer ausländischen Wettbewerber erreicht: Die insgesamt beste Note erhält der Lexus LS600h (2,0) mit 8.700 Euro teurem Zusatzsystem. Dass es auch günstiger geht, zeigt der kaum schlechtere Volvo V40 (2,1), dessen System nur 1.800 Euro kostet und der zudem über einen Fußgänger-Airbag für den Fall der Fälle verfügt.

Deutlich schlechter bewerteten die Tester die Mercedes E-Klasse, die mit einer Gesamtnote von 3,2 allerdings noch immer vor dem BMW 3er GT liegt: Der Münchner kann in kaum einer Kategorie wirklich überzeugen und erhält die Note 3,5 – gerade noch befriedigend. Zwar ist das System mit 520 Euro nicht besonders teuer und natürlich leistet auch dieses System einen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit, indem es die Unfallgeschwindigkeit verringert und so gegebenenfalls für weniger schwere Verletzungen sorgt – da es aber selbstständig keine Vollbremsung auslöst, gibt es im ADAC-Vergleich an vielen Stellen weniger Punkte.

Positiv erwähnt der ADAC, dass BMW den aktiven Fußgängerschutz fast flächendeckend für alle Modelle und zu einem fairen Preis anbietet, was letztlich mehr zur Unfall-Prävention beitragen kann als eine Hand voll teurer Systeme für ausgewählte Baureihen. Bleibt zu hoffen, dass die Anstrengungen aller Hersteller schon bald für einen Rückgang der Unfall-Zahlen mit Fußgängern sorgen: Allein 2012 wurden über 7.900 Fußgänger bei Unfällen mit Autos schwer verletzt, 520 starben.

(Bilder & Infos: ADAC)

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