BMW M4 F82 / M3 F80: Biturbo-R6 mit 430 PS, unter 1.500 Kilogramm

BMW M3 | 25.09.2013 von 50

Nach beinahe unzähligen Monaten der Spekulation lässt die BMW M GmbH ihre vielleicht am besten gehütete Katze der jüngeren Vergangenheit endlich aus dem Sack: Seit …

Nach beinahe unzähligen Monaten der Spekulation lässt die BMW M GmbH ihre vielleicht am besten gehütete Katze der jüngeren Vergangenheit endlich aus dem Sack: Seit heute ist offiziell bekannt, welche Technik in BMW M3 F80 und BMW M4 F82 arbeiten wird, um die Kunden mit der gewünschten Überdosis Fahrspaß zu versorgen.

Wie wir bereits vor langer Zeit berichtet haben, spielt dabei neben einem aufgeladenen Reihensechszylinder auch eine Gewichtsreduzierung auf weniger als 1.500 Kilogramm Leergewicht eine wichtige Rolle – unterm Strich ergibt sich trotz einer nur geringfügig erhöhten Motorleistung ein deutlich besseres Leistungsgewicht.

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Wichtiger oder zumindest imposanter als die Leistungssteigerung auf rund 430 PS dürfte im Alltag das auf deutlich über 500 Newtonmeter gesteigerte maximale Drehmoment sein, denn dank seiner zwei Monoscroll-Turbolader bietet der neue Motor mit der internen Bezeichnung S55 – technische Basis ist der TwinScroll-SingleTurbo-Motor N55, der unter anderem in BMW 335i und 435i arbeitet – schon bei vergleichsweise niedrigen Drehzahlen enorme Kraftreserven.

Aber auch wer nicht auf hohe Drehzahlen verzichten möchte, soll mit dem grundlegend überarbeiteten Reihensechszylinder glücklich werden: Immerhin erreicht der Biturbo-Motor Drehzahlen von über 7.500 U/min und auch wenn der S55 damit spürbar unter der Nenndrehzahl des frei saugenden V8-Triebwerks der Vorgänger-Generation bleibt, muss er sich gewiss nicht verstecken. Das gilt erst Recht für den Verbrauch, denn im EU-Zyklus konsumiert der neue Motor mehr als 25 Prozent weniger Kraftstoff als sein direkter Vorgänger.

Für viele Fans stellt sich nun mit Sicherheit die Frage, wie nah der neue M3-Motor an seiner technischen Basis geblieben ist und wie grundlegend die vorgenommenen Änderungen tatsächlich sind. Wer hier an ein besseres Chip-Tuning und etwas Schminke glaubt, befindet sich definitiv auf dem Holzweg.

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Neben den beiden von der M GmbH entwickelten Turboladern nutzt der Direkteinspritzer auch die variable Ventilsteuerung Valvetronic und die stufenlose Nockenwellensteuerung Doppel-Vanos, was gemeinsam eine vollvariable Anpassung des Hubs der Einlassventile ermöglicht und das Ansprechverhalten spürbar verbessert.

Das Kurbelgehäuse ist in Closed-Deck-Bauweise ausgeführt und besonders steif, was höhere Drücke in den Zylindern mit LDS-beschichteten Laufbahnen erlaubt. Die geschmiedete Kurbelwelle ist besonders torsionsfest und zudem sehr leicht, gemeinsam mit der aus Carbon gefertigten und im Vergleich mit dem Vorgänger-M3 um über 40 Prozent leichteren Gelenkwelle konnten die rotierenden Massen deutlich reduziert und das Ansprechverhalten des gesamten Antriebsstrang spürbar verbessert werden: zwischen Gaspedal-Befehl und Beschleunigung vergeht extrem wenig Zeit.

Um das typische Problem überhitzender Turbo-Motoren im Rennstrecken-Einsatz zu umgehen, hat die M GmbH außerdem das Kühlsystem und die Ölversorgung des S55 grundlegend überarbeitet. Zusätzliche Kühler für Hoch- und Niedertemperaturkreislauf unterstützen den Hauptkühler, für die Turbolader und das Getriebe werden sogar Kühler mit zusätzlicher, elektrisch angetriebener Wasserpumpe eingesetzt.

Auch der komplette Öl-Kreislauf ist auf den Rennstrecken-Einsatz optimiert und stellt auch bei hoher Querbeschleunigung eine ausreichende Schmierung aller Komponenten sicher. Eine zusätzliche Ölabsaugpumpe und ein kompliziertes Ölrücklaufsystem im Bereich der Abgasturbolader sorgen dafür, dass selbst unter härtesten Bedingungen kein Abriss des Ölfilms zu befürchten ist.

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Neben dem Motor spielt das Gewicht eine entscheidende Rolle, denn wie angekündigt erreicht das BMW M4 Coupé F82 ein Leergewicht von unter 1.500 Kilogramm – im Vergleich mit dem Vorgänger sprechen wir von einer ausstattungsbereinigten Gewichtsreduzierung um rund 80 Kilogramm. Sichtbarstes Leichtbau-Element ist dabei wie beim Vorgänger ein Carbon-Dach, das auch bei der BMW M3 Limousine F80 für einen niedrigeren Schwerpunkt sorgen wird.

Besonders leicht sind außerdem die Hauben über Motor und Kofferraum, im Fall des M4 Coupé wird ein integrierter Heckspoiler an den M3 CSL erinnern. Im Motorraum befindet sich eine Domstrebe aus CFK, die bei nur 1,5 Kilogramm Gewicht mehr Steifigkeit als jedes vergleichbare Aluminium-Bauteil bietet und so sowohl zum agilen Einlenkverhalten als auch zur Gewichtsreduzierung beiträgt.

Dr. Friedrich Nitschke (Vorsitzender der Geschäftsführung der BMW M GmbH): “Seit vier Modellgenerationen vereint der BMW M3 Motorsportgene und uneingeschränkte Alltagstauglichkeit in einem hochemotionalen Gesamtkonzept. BMW M3 Limousine und BMW M4 Coupé setzen diesen Grundgedanken konsequent fort. Der Motor ist das Herz eines jeden BMW M Modells: Das Aggregat von beiden Modellen vereint die Vorzüge des hochdrehenden Saugmotors mit den Stärken der Turbotechnologie. Ein umfangreiches Leichtbaukonzept sorgt für ein Gewicht von knapp unter 1.500 Kilogramm. BMW M3 und BMW M4 bringen Rennsport-Technologie auf die Straße. Tausende von Runden auf der legendären Nürburgring Nordschleife – der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt – stellen die Reifeprüfung dar. Akribische und leidenschaftliche Entwicklungsarbeit machen die beiden Modelle zu Hochleistungssportwagen, die in puncto Gesamtkonzept, Präzision und Agilität neue Maßstäbe setzen.”

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