Fahrbericht & Tachovideo: Der BMW ActiveE mit 170 PS & Elektroantrieb

BMW i, Fahrberichte | 13.10.2011 von 16

Auf den ersten Blick wirkt der BMW ActiveE beinahe wie ein ganz normales BMW 1er Coupé, aber wie so oft machen auch hier die Details …

Auf den ersten Blick wirkt der BMW ActiveE beinahe wie ein ganz normales BMW 1er Coupé, aber wie so oft machen auch hier die Details den Unterschied und veranlassen Kenner zu genauerem Hinsehen. Neben der auffälligen Beklebung fällt vor allem die stark konturierte Motorhaube ins Auge, die Platz für die teilweise im Motorraum untergebrachten Lithium-Ionen-Batterien schafft.

Am Heck fällt bei genauerem Hinsehen der geänderte Heckschürzeneinsatz ohne Aussparungen für Endrohre auf, denn dafür besteht mangels Verbrennungsmotor keinerlei Bedarf. Wir hatten vor wenigen Tagen die Gelegenheit, uns im Münchner Umland selbst einen Eindruck vom ActiveE zu machen und wollen unsere Eindrücke vom Elektro-1er nicht für uns behalten.

Genau wie im Fall des MINI E muss man sich auch beim BMW ActiveE zunächst von gewohnten Mustern verabschieden. Der Druck auf den Startknopf bewirkt zunächst keinerlei wahrnehmbare Reaktion, denn der üblicherweise akustisch wahrnehmbare Start des Motors erfolgt völlig geräuschlos. Wenn man in diesem Moment nicht auf den Tacho blickt, denkt man zunächst an eine Fehlfunktion und ist geneigt, den Startknopf ein zweites Mal zu betätigen.

Hat man sich schließlich von der Bereitschaft der an der Hinterachse sitzenden E-Maschine überzeugt, kann die Fahrt auch schon starten. Der von der Sportautomatik bekannte Wählhebel muss im ActiveE lediglich zwei Gänge verwalten, denn der Elektro-1er besitzt nur einen einzigen Vorwärts- und natürlich einen Rückwärtsgang. Verschiedene Übersetzungen sind dank der E-Maschine nicht notwendig, weil der Motor sein maximales Drehmoment von 250 Newtonmeter in einem äußerst breiten Lastbereich bietet.

Aus diesem Umstand resultiert auch die Spontanität, mit der der ActiveE zur Sache geht: Zu Beginn sollte man mit dem “Gaspedal” – korrekterweise spricht man übrigens vom Fahrpedal – vorsichtig umgehen, ansonsten könnte man vom weitestgehend verzögerungsfreien und durchaus vehementen Leistungseinsatz überrascht werden. Gewöhnungsbedürftig ist auch die Generator-Funktion der E-Maschine, sobald man vom Gaspedal geht, denn hier kommt es zu einer relativ starken Verzögerung. Das eigentliche Bremspedal nutzt man daher relativ selten, weil die meisten alltäglichen Bremsmanöver zum Aufladen der Batterie genutzt werden können. Hat man sich an die Charakteristik des Motors gewöhnt, macht der ActiveE durchaus Spaß und muss definitiv nicht zum Verkehrshindernis werden.

Die Fahrleistungen liegen in etwa auf dem Niveau eines aktuellen MINI Cooper und auch wenn es ohne Frage schnellere Fahrzeuge gibt, ist der ActiveE keine rollende Verzichtserklärung. Er eignet sich vielmehr hervorragend für Pendler, die am Tag nicht mehr als 160 Kilometer zurücklegen und dabei keinen Wert auf die Geräuschkulisse eines Verbrennungsmotors legen. Im ActiveE herrscht bis zu einer Geschwindigkeit von etwa 50 km/h beinahe gespenstische Ruhe, erst dann dringen die Abrollgeräusche der Reifen und erste Windgeräusche an die Ohren der Insassen.

Kaum zu glauben ist die Tatsache, dass der BMW ActiveE wenig mehr als ein Erprobungsfahrzeug und eben kein in Großserie gebautes Fahrzeug ist. Das Konzept wirkt schon heute ausgereift und den Anforderungen des täglichen Bedarfs vollauf gewachsen. Der Eindruck, am Steuer eines Prototypen zu sitzen, kommt jedenfalls zu keiner Sekunde auf. Wenn der BMW i3 in etwa zwei Jahren mit deutlich weniger Gewicht an den Start geht und die Vorteile des Purpose Built Design voll zum Tragen kommen, dürfte es sich aus heutiger Sicht um ein sehr rundes Paket handeln.

  • Anonymous

    Hört sich bei 1:18 an wie ein startendes Flugzeug. Wie hoch ist die Abhebegeschwindigkeit? :P

    Nur die zweite Analoganzeige ist unnötig – in welchem Modus der Wagen gerade ist (Charge usw.) kann man in der heutigen Zeit ja auch digital darstellen. Hier, im Falle eines Elektroautos, ist es imho nötig, sich von der alten Konvention der Tacho- und “Drehzahlmesser”- Anzeige zu lösen.

    • Anonymous

      stimmt, das gleiche dachte ich mir auch, aber trotzdem beeindruckend!

      Benny, wenn man deinen letzten Absatz liest, könnte man ´glauben´ du hast dich anstecken lassen und warst auch selber begeistert, zumindest liest man das heraus…oder sehe ich das falsch?!

      • V10inyaface

        benny hat sich von was anderem anstecken lassen. ganz billiger Lobbyismus…kriegt wahrscheinlich von der RWE 5kW pro propagandabeitrag geschenkt.

        offen bleibt die frage nach:

        – preis
        – kapazität
        – infrastruktur
        – Leistungsfähigkeit im winter
        – “wo kommt der Strom her”?

        wer in seriösen Fachkreisen sich umhört, findet eine ganz andere Antwort auf diese fragen als was uns BILDtoday immer wieder zu diesem Thema liefert. wie wärs mit ein paar nackten Frauen links und rechts oder Rosamunde pilcher-bullshit?

        also Füße still halten und weiter V10 fahren…

      • V10inyaface

        benny hat sich von was anderem anstecken lassen. ganz billiger Lobbyismus…kriegt wahrscheinlich von der RWE 5kW pro propagandabeitrag geschenkt.

        offen bleibt die frage nach:

        – preis
        – kapazität
        – infrastruktur
        – Leistungsfähigkeit im winter
        – “wo kommt der Strom her”?

        wer in seriösen Fachkreisen sich umhört, findet eine ganz andere Antwort auf diese fragen als was uns BILDtoday immer wieder zu diesem Thema liefert. wie wärs mit ein paar nackten Frauen links und rechts oder Rosamunde pilcher-bullshit?

        also Füße still halten und weiter V10 fahren…

      • http://www.BimmerToday.de Benny

        Hi Steve,
        der ActiveE ist in jedem Fall ein interessantes Auto, das die Anforderungen vieler Menschen im Alltag erfüllen kann. Meine persönlichen Anforderungen kann es nicht erfüllen, weil ich öfter Langstrecken fahre und ein Elektro-Auto dafür heute noch nicht geeignet ist. Für den typischen Pendler, der wie geschrieben in der Regel nicht mehr als 160 Kilometer am Tag zurücklegt (der durchschnittliche Pendler liegt irgendwo bei um die 40 Kilometer), kann es aber durchaus sinnvoll sein. Dass ein heutiges E-Auto ohne sportlichen Anspruch nicht die perfekte Lösung für jeden Menschen darstellt und nicht die Fahrleistungen eines Fahrzeugs mit V10 Hochdrehzahlmotor bietet, muss man glaube ich niemandem mit einem gewissen Verständnis von der grundlegenden Technik extra erläutern.

        • Anonymous

          …sehe ich auch so, der Elektromotor wird zu 100% nicht die Faszination eines R6, V8, oder gar V10 vorweisen können, aber das ist eine kleine Minderheit, die sich solche großen Fahrzeuge in dieser Preisklasse leisten werden können. Naja billig wird ja der i3 auch nicht werden, aber sicher auch nicht so ein Schneckentempo vorlegen, wie die heutigen Elektroautos….

          Danke nochmal! ;)

        • XXX

          Da Steve den Preis des i3 anspricht ist mir eine Frage eingefallen. Weiß jemand ob beim Grundpreis die Batterie schon dabei ist oder muß die, wie bei anderen Herstellern, zusätzlich noch gemietet werden? 

          • Anonymous

            …..ist dabei, bei Smart nicht!!!

        • Dacno1982

          Nein, ein V10 muss es nicht sein, aber etwas mehr als 140 km/h sollte das Ding schon bringen, den ich habe keine Lust mich von einem Smart “abziehen” zu lassen…:D

          • http://twitter.com/iQP_ iQP

            Das ist halt immer noch das große Problem, der Akku …
            Wahrscheinlich kommt man bei 140 auf der Autobahn auch nicht sehr weit.

            • http://twitter.com/iQP_ iQP

              Es gibt übrigens bei BMW momentan auch Stellenausschreibungen zu Konzepten Klima / Heizung in Elektro / Hybrid Fahrzeugen. Weil das ja große Energiefresser sind und die Reichweite sehr verkürzen.

  • Marri

    sehr beeindruckende Beschleunigung von 40 auf 80km/h. das kann mein polski Fiat au den 60ern genauso gut.

    • Anonymous

      Neu angemeldet und schon vorlaut?

      emirbmw

    • Anonymous

      Ich finds toll, wenn Menschen nicht das Geld haben den “polski Fiat au den 60ern” ersetzen zu können und dem ganzen dennoch etwas positives abgewinnen können. Mehr davon bitte :-D

      • Anonymous

        …stimmt, bringt Abwechslung in den tristen, neuerlich, kalten Tagen!! auch von mir, weiter so, mehr davon!!

    • http://www.grafix-center.de Thomas

      Da in meinem Bekanntenkreis Jemand einen Fiat 126 fährt, habe ich ab und zu die Gelegenheit mitzufahren. Als restaurierter Klassiker ein sehr schönes Auto, aber es hat sogar mit Windböhen zu kämpfen. Soviel also zur Theorie, ein polnischer Fiat sei genauso schnell ;-)

      Gruß Thomas

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