Zu viel Druck aus Peking: BMW gründet eigene Marke für China

News | 9.09.2011 von 49

Schon in absehbarer Zeit wird die BMW Group für den chinesischen Markt eine völlig neue Marke gründen. Wie Finanzvorstand Friedrich Eichiner der Frankfurter Allgemeinen Zeitung …

Schon in absehbarer Zeit wird die BMW Group für den chinesischen Markt eine völlig neue Marke gründen. Wie Finanzvorstand Friedrich Eichiner der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte, sei diese Lösung das Ergebnis intensiver Gespräche mit der chinesischen Regierung. Letztere fordert seit längerem von ausländischen Herstellern, dass sich diese am Aufbau einer chinesischen Automobilindustrie beteiligen, wenn sie weiter auf dem wichtigsten asiatischen Markt aktiv sein wollen.

Zwar gibt es keine entsprechende Gesetzgebung, die das Gründen einer chinesischen Marke verbindlich vorschreibt, aber das Unterhalten einer einigermaßen freundschaftlichen Beziehung zur Regierung in Peking erscheint zumindest äußerst ratsam. Für die rein chinesische Marke wird BMW mit seinem chinesischen Partner Brilliance kooperieren, gemeinsam soll in den nächsten Jahren ein sogenanntes New Energy Vehicle mit rein elektrischem Antrieb auf die Räder gestellt werden.

Schon jetzt ist klar, dass es sich bei der noch zu gründenden Marke nicht um den Liebling der Münchner Konzernzentrale handeln wird, denn es soll keinerlei Verbindung zur Marke BMW hergestellt werden. Auch die Technik soll neu entwickelt werden und sich deutlich von den Komponenten der BMW Group unterscheiden, um sowohl der Gefahr einer Verwässerung der Marke BMW als auch einem Verlust von intellektuellem Eigentum aus dem Weg zu gehen. Denkt man diesen Gedanken zu Ende, dürfte weder das Design noch die Technik der Marke besonders attraktiv ausfallen.

Der Schritt darf nach aktuellem Stand vordergründig als “notwendiges Übel” interpretiert werden, denn offenbar fürchtet man in München, anderenfalls künftig aus verschiedenen Gründen weniger Fahrzeuge als bisher in China absetzen zu können. Laut FAZ realisiert die BMW Group schon heute mehr als 25 Prozent des Konzerngewinns in China, obwohl dort bisher “nur” rund 15 Prozent der Fahrzeuge verkauft werden. Das liegt daran, dass in China eine hohe Nachfrage nach Oberklasse-Fahrzeugen der 5er- und 7er-Reihe besteht und diese Modelle in der Regel auch sehr gut ausgestattet werden.

Sobald es weitere Einzelheiten gibt, werden wir natürlich darüber berichten. Den kompletten Bericht gibt es direkt bei der FAZ.

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