Zu viel Druck aus Peking: BMW gründet eigene Marke für China

News | 9.09.2011 von 49

Schon in absehbarer Zeit wird die BMW Group für den chinesischen Markt eine völlig neue Marke gründen. Wie Finanzvorstand Friedrich Eichiner der Frankfurter Allgemeinen Zeitung …

Schon in absehbarer Zeit wird die BMW Group für den chinesischen Markt eine völlig neue Marke gründen. Wie Finanzvorstand Friedrich Eichiner der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte, sei diese Lösung das Ergebnis intensiver Gespräche mit der chinesischen Regierung. Letztere fordert seit längerem von ausländischen Herstellern, dass sich diese am Aufbau einer chinesischen Automobilindustrie beteiligen, wenn sie weiter auf dem wichtigsten asiatischen Markt aktiv sein wollen.

Zwar gibt es keine entsprechende Gesetzgebung, die das Gründen einer chinesischen Marke verbindlich vorschreibt, aber das Unterhalten einer einigermaßen freundschaftlichen Beziehung zur Regierung in Peking erscheint zumindest äußerst ratsam. Für die rein chinesische Marke wird BMW mit seinem chinesischen Partner Brilliance kooperieren, gemeinsam soll in den nächsten Jahren ein sogenanntes New Energy Vehicle mit rein elektrischem Antrieb auf die Räder gestellt werden.

Schon jetzt ist klar, dass es sich bei der noch zu gründenden Marke nicht um den Liebling der Münchner Konzernzentrale handeln wird, denn es soll keinerlei Verbindung zur Marke BMW hergestellt werden. Auch die Technik soll neu entwickelt werden und sich deutlich von den Komponenten der BMW Group unterscheiden, um sowohl der Gefahr einer Verwässerung der Marke BMW als auch einem Verlust von intellektuellem Eigentum aus dem Weg zu gehen. Denkt man diesen Gedanken zu Ende, dürfte weder das Design noch die Technik der Marke besonders attraktiv ausfallen.

Der Schritt darf nach aktuellem Stand vordergründig als “notwendiges Übel” interpretiert werden, denn offenbar fürchtet man in München, anderenfalls künftig aus verschiedenen Gründen weniger Fahrzeuge als bisher in China absetzen zu können. Laut FAZ realisiert die BMW Group schon heute mehr als 25 Prozent des Konzerngewinns in China, obwohl dort bisher “nur” rund 15 Prozent der Fahrzeuge verkauft werden. Das liegt daran, dass in China eine hohe Nachfrage nach Oberklasse-Fahrzeugen der 5er- und 7er-Reihe besteht und diese Modelle in der Regel auch sehr gut ausgestattet werden.

Sobald es weitere Einzelheiten gibt, werden wir natürlich darüber berichten. Den kompletten Bericht gibt es direkt bei der FAZ.

  • Anonymous

    “Dem technischen BMW-Standard werden die Fahrzeuge dem Hersteller zufolge nicht entsprechen.”

    Üben ja schon etwas auf den anderen Märkten… X1 lässt grüßen.

    Für mich ist es eine Schande, sich solchen Diktaten zu beugen. Allgemein mit solchen Regimen zu kollaborieren, egal ob Daimler und VW nachziehen werden.

  • Wirklich unglaublich, wie dreist dieses Kommunistenpack ist.
    Weil man selber nichts gebacken bekommt, werden nun andere Unternehmen gezwungen(!) “Aufbauhilfe” zu leisten.

    Bei den Forderungen bleibt einem echt die Spucke weg.

    Würde der Markt dort nicht so stark wachsen, hätte man die Chinesen schon längst links liegen gelassen.

    • Anonymous

      Die klauen geistiges Eigentum ( da sind sie Kommunisten ) und dann bauen sie dreist 1:1 Plagiate nach ( dann lebt die kapitalistische Ader aus )… 

      Und nahezu jeder Wirtschaftszweig lässt sich von denen in Geiselhaft nehmen.

      • Vielleicht ist auch nur der europäische bzw. amerikanische Markt zu liberal bzw. bekommst du nicht alles mit, was so alles in der Welt läuft.
        Z.B. Bayer hatte das einzige Medikament gegen Milzbrand. Als in der USA vor 10 Jahren die Terrorangst und die ersten Milzbrandbriefe eines verrückten Wissenschaftlers verschickt wurde, bekam Bayer auch einen Anruf der US Regierung wegen eines Kaufes ihres Anti-Milzbrandsmittelchens. Doch teilten die Amerikaner denen mit, dass sie es nur für einen Bruchteil des Handelspreises kaufen werden oder es einfach selbst von einem Amerikanischen Pharmariesen produzieren lassen. An Patente müsse sich ja nur die Industrie halten.Andererseits kam ein paar Jahre später an die westliche Welt aus Afrika eine Bitte doch die Patente der Anti-HIV Medikamente ihnen zu überlassen um sich günstig selbst das Zeug zu produzieren.

        • Der Namenlose

          Dieser Fakt wird köstlich vom genialen Volker Pisper hier erzählt:)
          http://www.youtube.com/watch?v=cbcZjnVoFjk

          • Anonymous

            Makaber, aber es trifft den Nagel auf den Kopf!!

        • Anonymous

          Die Amis?… 😀 Das ist ja Pest gegen Cholera… 

          • Der Namenlose

            🙂

          • Anonymous

            Der Unterschied ist nur, dass bei den Amis (fast) jeder wegschaut, gegenüber den Chinesen hingegen kritischer ist.

            Chris

            • Anonymous

              200mio Ammis auf dem absteigenden Ast sind auch nicht so interessant wie 1,3mrd Chinesen die wirtschaftlich Vollgas geben und kulturen grundverschieden sind..

    • Ich

      Naja in China haben wir einen Markt mit einer Milliarde potentieller Neukunden. Wenn ich in der chinesischen Regierung sitzen würde, würde ich auch alles dafür tun mein Marktwachstum “Inlandsfreundlich” zu gestalten.

    • Anonymous

      klar ist das Verhalten dreist, aber niemand zwingt die auslaendischen Autobauer dazu das Spiel mitzuspielen. Die Regierung verhindert nur, dass das eigene Volk von auslaendischen Herstellern abhaengig wird und versucht eine eigene Industrie aufzubauen. Das Geld landet zwar wieder nur in der Oberschicht, aber die Chinesen waeren dumm das nicht zu tun. Sie sind nunmal hier in der Machtposition, China wird den Aufstieg zur Wirtschaftsmacht genau deshalb schaffen im Gegensatz zu den afrikanischen Laendern, die sich gegen die Ausbeutung nicht wehren koennen…

      • Doch, sie werden dazu gezwungen, denn BMW muss dort verkaufen.
        Gegen den Schutz der eigenen Unabhängigkeit und Wirtschaft ist nichts einzuwenden.
        Man kann aber keine Firma dazu zwingen, eine neue Firma aufzubauen und dort zu investieren, vor allem mit solchen Auflangen.

        • Anonymous

          aber ehrlich: Was würdest du an Stelle der chinesischen Regierung anders machen? Die ausländischen Firmen fressen dir eh aus der Hand, warum dann nicht die Situation ausnutzen und Know-How ins Land holen? Es wäre dumm der Oberschicht gegenüber (das gemeine Volk hat davon eh nichts) diese Einnahmemöglichkeit nicht wahrzunehmen.

          • Da ich viel zu gutmütig und ehrlich bin, würde ich niemals in diese Situation kommen 😉

  • Anonymous

    Ich würde so gerne was schreiben, aber ich unterlasse es.

    emirbmw

    • Anonymous

      Angst vor den Armen des Regimes? Ich finde beides zweifelhaft…. Die Forderungen der KP und das sich BMW von denen vor den Karren spannen lässt… 

      Naja Ehre zählt im Kapitalismus nichts ;)… Prinzipien ja eh nicht…

      • Polaron

        Ich denke der Konzern BMW muss es sich nicht unbedingt vorwerfen lassen, diesen ungeschriebenen Normen der chinesischen Regierung zu folgen. Andere Hersteller agieren ja nicht anders bzw. haben sogar schon lange vor BMW Marken für den chinesischen Markt entworfen.

        Leider ist es halt so, dass sich wohl künftig auf den asiatischen Märkten entscheiden wird, wer von den Premium-Herstellern die Nummer 1 in punkto Verkaufszahlen sein wird. Da BMW in China ohnehin noch einen ordentlichen Rückstand auf Audi aufzuholen hat, kann man es sich schlichtweg nicht leisten, Wachstumschancen von vornherein selbst zu verbauen. Außerdem hängen auch etliche Arbeitsplätze in Deutschland am Auslandsabsatz.

        Mir wäre es auch lieber, wenn sämtliche Hersteller geschlossen diese Forderungen ablehnen würden, aber wer sich hier nicht beugt, der wird wohl auf dem Wachstumsmarkt der Zukunft nicht (mehr) die Hauptrolle spielen können bzw. dessen Firma wird gegenüber den Konkurrenten das Nachsehen haben…

        • Anonymous

          Das ist alles richtig aber ich bin viel zu sehr Idealist, dass ich es kalt auf die nackten Zahlen reduzieren könnte.

        • Anonymous

          Das ist alles richtig aber ich bin viel zu sehr Idealist, dass ich es kalt auf die nackten Zahlen reduzieren könnte.

      • Anonymous

        Das ist mehr Kapitalismus als Kommunismus hier, nur eben mit totalitaerem Regime das hart eingreift.

  • Anonymous

    Die Chinesen machen das doch nur nach – alle Länder machen so etwas, nur heißt das dann Einfuhrzoll oder Einfuhrquote oder Luxussteuer. BMW musste doch auch schon fertig produzierte Wagen demontieren um sie dann in Rußland wieder zusammenzubauen. Egal ob China, Indien, Südafrika, Südamerkia – überall lief/läuft das selbe Spiel: Die Ländern wollen nicht nur Konsument sondern auch Produzent sein. Auch die USA und die EU machen solche Spielchen jeden Tag mit den unterschiedlichsten Produkten. Schuhe aus China zu billig? Kein Problem – da erhöht die EU mal die Zölle… wo ist denn der Unterschied?! Wenn “wir” in Westeuropa so etwas machen dann “erhalten” wir Arbeitsplätze und sind die Guten und wenn es Brasilien oder China machen, um auch etwas vom Kuchen zu bekommen dann sind die die Bösen… ?! Auch und gerade die USA haben solche Spielchen mit z.B. japanischen Firmen jahrzehntelang gemacht und machen das auch heute noch. Aber wenn ein anderes Land (oder auch die EU) sich wehrt wird sofort “Freiheit” und “Weg mit den Handelsgrenzen” gerufen. Auch ein Thema: Wir werden in Deutschland geknechtet und geknebelt um 0,0000000001 % weniger CO2 auszustoßen aber Länder wie China und Indien (zusammen über 2 Milliarden Menschen) sollen dann im Wachstum mit alter Technik wieder richtig Dreck machen… so geht es nun mal nicht. Auf der einen Seite “Menschenrechte” rufen und dann aber ganz schnell nach China fliegen, um ein paar Milliardenaufträge der chinesischen Regierung einzusacken… Wenn das keine Doppelmoral ist.

    Und in der “Krise” wurden und werden wir doch selbst in Europa von “demokratischen” Ländern beschimpft weil wir angeblich zu viel exportieren… Seltsam. Die Chinesen werfen uns das nicht vor. Im übrigen zeigen alle Daten, dass wir in Deutschland am meisten von allen Ländern vom Wachstum in China profitieren und auch, dass die Deutschen Firmen inzwischen auch ganz gut wissen wie es in China läuft und nicht wenige sagen auch dort einfach mal “Nein” – und das ist kein Problem mehr…

  • Efve

    nicht das kommunistenpack ist dreist, sondern der Westen, der alles und jeden nach china schickt um dort Kasse zu machen….der Westen ist so blind vor gier, dass er seinen arsch verkauft (wie hier), nur um ein stück des Kuchens abzubekommen. die Chinesen lachen sich total schlapp. sie haben die ganze Welt an den eiern.

    • Anonymous

      Die ganze Welt? Nein ein kleines Dorf in Gallien leistet erbitterten Widerstand… 

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  • Anonymous

    Ich finde es persönlich auch immer sehr bedenklich sich von einem Regime so vorführen zu lassen. Das gilt nicht nur für die Industrie, sondern leider auch für die Politik. Über die Missachtung von Menschenrechten wird da einfach mal großzügig hinweg gesehen, um die guten Beziehungen und den Gewinn nicht zu gefährden. Eigentlich würde ich mir wünschen, dass sowohl Unternehmen, als auch Politiker sich gegenüber Staaten, die ihre eigene Bevölkerung ganz offensichtlich unterdrücken, mehr durchsetzen. Aber leider werden wir da zu Sklaven unseres eigenen Systems und deshalb kann man BMW und anderen auch keinen echten Vorwurf machen. 
    Da müssten BMW, Audi und Daimler schon gemeinsam und solidarisch auf den chinesischen Markt verzichten. Würde mich direkt interessieren, was die Chinesen dann sagen, wenn sie auf den gewohnten Luxus plötzlich wieder verzichten müssten. So etwas kommt in keinem Volk gut an.Wie in dem Artikel schon geschrieben wird, will BMW ja darauf achten, dass kein wichtiges Know-How nach China wandert. Insofern glaube ich gar nicht mal, dass China einen besonders großen Vorteil haben wird. Mit Zwang kann man in der Marktwirtschaft nicht langfristig Erfolg haben, aber die Chinesen glauben ja, sie könnten alles kontrollieren und den Vorstellungen der Partei anpassen. Da wird sich in absehbarer Zukunft sicher noch einiges ändern…

  • Der Namenlose

    Das Problem wird sein, dass die Hersteller sich nicht auf so etwas einigen können. Wenn Daimler, BMW und VW sich zurückzögen, dann würden die Chinesen auf die Amerikaner oder Italiener zurückgreifen, die gerne und sofort einspringen würden.
    Ich persönlich sehe das Problem bei unseren Regierungen und der eigentlich kurzfristigen Sichtweise unserer Politiker. Mit kurzfristig meine ich nicht die nächsten 1 oder zwei Jahre, sondern 10 bis 15 Jahre. Es geht aber auch um die Schwäche unserer Regierungen. Solche Probleme können nicht unsere Unternehmen lösen, sondern nur unsere Regierungen.
    Was ist der Unterschied zwischen unseren und den chinesischen Unternehmen?
    Jedes unserer Unternehmen arbeitet erst einmal alleine. Es gibt keine Koordinierung auf einer Ebene, die machtpolitischen Einfluss geltend machen könnte. Es geht auch nicht anders, da unsere Unternehmen frei in ihren Entscheidungen sind.
    Bei den chinesischen Unternehmen ist es anders. Es gibt ja prinzipiell keine großen autonomen Firmen. Sie sind mehr oder weniger staatlich gelenkt bzw. stark beeinflusst. Sie folgen alle einem Masterplan, dem Plan der chinesischen Regierung. Sie ist viel langfristiger ausgelegt.
    Dieser Masterplan basiert meiner Meinung nach unter anderem auf Gewinn von Know-how, Weiter und Eigenentwicklung auf Basis dieses Know-how-Gewinns, Abhängigkeit unserer „gierigen“ Unternehmen von „potenziell größtem Markt der Welt, Abhängigkeit unserer Verbraucher von deren Produkten, nach dem mehr und mehr unsere Unternehmen durch die chinesischen verdrängt wurden, Ausnutzung der kurzfristigen Denkweise unserer Regierungen („lieber auf schnelles Wachstum setzen, um die nächste Wahlen zu gewinnen statt Schutzmaßnahmen gegen unfairen Wettbewerb zu ergreifen“).
    Und es ist inzwischen noch eine weitere Abhängigkeit dazugekommen: geht eines unserer Unternehmen in Insolvenz, sind die Gewerkschafter und auch die Regierungen froh, wenn ein chinesische Firma kommt und die Firma übernimmt, unabhängig davon, wie viel Know-how wir freiwillig weitergeben, Hauptsache die Regierung kann irgendwie das Problem der Stellenstreichungen nach Hinten verschieben. Jüngstes potenzielles Opfer ist Saab. Saab ist ja nun wahrlich kein rückständiger Autohersteller. Wenn die Chinesen Saab übernehmen, dann auch das gesamte Know-how. Das Saab-Know-how ist gut genug, um Autos für den Rest der Welt zu produzieren.
    Inzwischen sehe ich auch keine Möglichkeit mehr, Schutzmaßnahmen zu ergreifen: es scheint mir, ein wenig zu spät zu sein. Selbst wenn wir unsere Grenzen dicht machen, könnten die Chinesen den Rest der Welt günstig und mit guter Qualität beliefern, denn das Know-how haben sie ja inzwischen.
    Nur ein paar Gedanken zur späten Stunde.

    • Anonymous

      Sehr schön auf den Punkt gebracht. Sicher wird es nicht gelingen durch Aktionen einiger weniger etwas zu erreichen, denn im freien Markt freuen sich dann die anderen. Ebenso wird es wohl kaum vorstellbar sein, die westlichen Regierungen auf eine Linie zu bringen, um mehr Freiheit in China durchzusetzen. Zur Zeit des kalten Krieges hat das ja noch ganz gut funktioniert, aber da konnte man über Angst ein Feindbild aufbauen und heute hat eher jeder Angst den Wohlstand zu verlieren, den wir durch die billige chinesische Arbeit gewinnen.
      Das Problem kann wohl nur von den Chinesen selbst gelöst werden und mit steigendem Wohlstand und einer weiteren “Verwestlichung” sickern auch unsere Ideen von Freiheit und Gerechtigkeit dort ein. Diese Rechte werden die Chinesen einfordern und deshalb wird auch China eines Tages eine Form von Revolution bevorstehen wird. Das ein solches System nicht ewig bestand haben kann, muss eigentlich jedem klar werden, wenn er sieht, wie gezielt und durchdacht die Regierung die eigene Bevölkerung täuscht. Es wird ja alles getan um keine Informationen aus dem Westen ins Land zu lassen. Man schaue sich nur mal die Probleme von Google, Facebook und Skype in China an.
      Von den vielen sozialen und strukturellen Problemen in China ganz zu schweigen. Was wird die chinesische Regierung machen, wenn das Wachstum ins stocken kommt und man plötzlich nur noch Raten wie in Europa und den USA erreicht? Dann haben zentral gelenkte Volkswirtschaften bislang immer versagt, weil sie große Ineffizienzen aufbauen. Im Moment muckt niemand auf, weil es vielen jeden Tag besser geht und der Laden einfach läuft, aber das wird nicht ewig so weitergehen. Am Ende wird man die Freiheit dem Wohlstand vorziehen, denn sie ist das höchste Gut des Menschen.

    • Anonymous

      Sehr schön auf den Punkt gebracht. Sicher wird es nicht gelingen durch Aktionen einiger weniger etwas zu erreichen, denn im freien Markt freuen sich dann die anderen. Ebenso wird es wohl kaum vorstellbar sein, die westlichen Regierungen auf eine Linie zu bringen, um mehr Freiheit in China durchzusetzen. Zur Zeit des kalten Krieges hat das ja noch ganz gut funktioniert, aber da konnte man über Angst ein Feindbild aufbauen und heute hat eher jeder Angst den Wohlstand zu verlieren, den wir durch die billige chinesische Arbeit gewinnen.
      Das Problem kann wohl nur von den Chinesen selbst gelöst werden und mit steigendem Wohlstand und einer weiteren “Verwestlichung” sickern auch unsere Ideen von Freiheit und Gerechtigkeit dort ein. Diese Rechte werden die Chinesen einfordern und deshalb wird auch China eines Tages eine Form von Revolution bevorstehen wird. Das ein solches System nicht ewig bestand haben kann, muss eigentlich jedem klar werden, wenn er sieht, wie gezielt und durchdacht die Regierung die eigene Bevölkerung täuscht. Es wird ja alles getan um keine Informationen aus dem Westen ins Land zu lassen. Man schaue sich nur mal die Probleme von Google, Facebook und Skype in China an.
      Von den vielen sozialen und strukturellen Problemen in China ganz zu schweigen. Was wird die chinesische Regierung machen, wenn das Wachstum ins stocken kommt und man plötzlich nur noch Raten wie in Europa und den USA erreicht? Dann haben zentral gelenkte Volkswirtschaften bislang immer versagt, weil sie große Ineffizienzen aufbauen. Im Moment muckt niemand auf, weil es vielen jeden Tag besser geht und der Laden einfach läuft, aber das wird nicht ewig so weitergehen. Am Ende wird man die Freiheit dem Wohlstand vorziehen, denn sie ist das höchste Gut des Menschen.

    • Anonymous

      Sehr schön auf den Punkt gebracht. Sicher wird es nicht gelingen durch Aktionen einiger weniger etwas zu erreichen, denn im freien Markt freuen sich dann die anderen. Ebenso wird es wohl kaum vorstellbar sein, die westlichen Regierungen auf eine Linie zu bringen, um mehr Freiheit in China durchzusetzen. Zur Zeit des kalten Krieges hat das ja noch ganz gut funktioniert, aber da konnte man über Angst ein Feindbild aufbauen und heute hat eher jeder Angst den Wohlstand zu verlieren, den wir durch die billige chinesische Arbeit gewinnen.
      Das Problem kann wohl nur von den Chinesen selbst gelöst werden und mit steigendem Wohlstand und einer weiteren “Verwestlichung” sickern auch unsere Ideen von Freiheit und Gerechtigkeit dort ein. Diese Rechte werden die Chinesen einfordern und deshalb wird auch China eines Tages eine Form von Revolution bevorstehen wird. Das ein solches System nicht ewig bestand haben kann, muss eigentlich jedem klar werden, wenn er sieht, wie gezielt und durchdacht die Regierung die eigene Bevölkerung täuscht. Es wird ja alles getan um keine Informationen aus dem Westen ins Land zu lassen. Man schaue sich nur mal die Probleme von Google, Facebook und Skype in China an.
      Von den vielen sozialen und strukturellen Problemen in China ganz zu schweigen. Was wird die chinesische Regierung machen, wenn das Wachstum ins stocken kommt und man plötzlich nur noch Raten wie in Europa und den USA erreicht? Dann haben zentral gelenkte Volkswirtschaften bislang immer versagt, weil sie große Ineffizienzen aufbauen. Im Moment muckt niemand auf, weil es vielen jeden Tag besser geht und der Laden einfach läuft, aber das wird nicht ewig so weitergehen. Am Ende wird man die Freiheit dem Wohlstand vorziehen, denn sie ist das höchste Gut des Menschen.

      • Anonymous

        Die meisten haben vom steigenden Wohlstand nichts, weil die Löhne insgesamt die gleichen bleiben, die Oberschicht verdient eben von Jahr zu Jahr so dermaßen viel mehr, sodass die Statistik ein sehr falsches Licht auf die Einkommenserhältnisse wirft. Bei der Bevölkerungsdichte und den Strukturen ist eine von der Regierung gelenkte Wirtschaft eben wegen der Weitsichtigkeit momentan optimal für das Wirtschaftswachstum, weil nicht für 4 Jahre sondern viel längerfristig geplant werden kann. Ging ja schon in den 80ern los mit den 863- und 973-Programmen.
        Wikipedia, Skype und Google gehen hier übrigens 😉

        • Der Namenlose

          Dieses langfristige Denken ist der Schlüssel zum Erfolg, wenn man nicht immer an die nächste Wahl denken muss. Zwar sind auch dort die Politiker korrupt, aber das was sie machen, ist für ihr Land schon sehr gut, auch wenn für den einzelnen zum großen Teil katastrophal.
          Die politische Elite Chinas tickt dort ein wenig anders als unsere, wobei ich mit dem Wort Elite der überdurchschnittlich guten Leistung unserer Regierung natürlich nicht ganz gerecht werden kann:)

      • Anonymous

        Die meisten haben vom steigenden Wohlstand nichts, weil die Löhne insgesamt die gleichen bleiben, die Oberschicht verdient eben von Jahr zu Jahr so dermaßen viel mehr, sodass die Statistik ein sehr falsches Licht auf die Einkommenserhältnisse wirft. Bei der Bevölkerungsdichte und den Strukturen ist eine von der Regierung gelenkte Wirtschaft eben wegen der Weitsichtigkeit momentan optimal für das Wirtschaftswachstum, weil nicht für 4 Jahre sondern viel längerfristig geplant werden kann. Ging ja schon in den 80ern los mit den 863- und 973-Programmen.
        Wikipedia, Skype und Google gehen hier übrigens 😉

      • Der Namenlose

        Ich gebe ich Dir Recht, dass solche Systeme nicht ewig Bestand haben werden. Aber wenn es nicht bald zu einer Revolution in China kommt und danach sieht es zur Zeit nicht aus, dann glaube ich, dass die Chinesen mit ihrem Modell Erfolg haben werden.
        Das Interessante ist doch, dass das chinesische Modell mit den Modellen hinter dem Eisernen Vorhang nicht direkt vergleichbar ist. Das Wirtschaftssystem ist zwar zentral gelenkt, aber mit vielen kapitalistischen Zügen. Speziell in der Wechselwirkung zum Westen, also nach Außen sieht alles irgendwie wie ein normales kapitalistisches System aus und dennoch ist es nicht.
        Die chinesischen Unternehmen handeln “normal und selbständig” mit Unternehmen aus Westen, gehen Joint-Ventures eins, kaufen Firmen auf usw. Dennoch gibt es letztendlich nur ein “Großhirn”, welches alles steuert und zusammenhält. Die chinesischen Unternehmen konkurrieren nicht direkt miteinander, jedenfalls nicht so wie unsere Firmen das tun.
        Es ist eine interessante Mischung aus Planwirtschaft auf der Volkswirtschaftsebene und dem Kapitalismus auf der Betriebswirtschaftsebene.
        Ich persönlich kenne die Mentalität der Chinesen nicht gut genug und weiß nicht, was das Ergebnis eines Aufstandes sein würde oder anders ausgedrückt, was das Ziel eines Aufstandes sein könnte.

        • Anonymous

          Ich habe da gestern auch noch einige Zeit drüber nachgedacht, denn natürlich ist die sozialistische Marktwirtschaft nicht mehr mit der klassischen Planwirtschaft zu vergleichen und der chinesische Erfolg liegt sicherlich auch in einer langfristigen Planung und deren konsequenter Umsetzung begründet. Allerdings haben wir es bislang noch nicht erlebt, dass China mit ernsthaften wirtschaftlichen Problemen konfrontiert wurde, wie wir in Deutschland. Ob die chinesische Regierung dann in der Lage ist richtige Impulse zu setzen, muss sich noch zeigen.
          Der Grund weshalb ich allerdings glaube, dass das System nicht ewig bestand haben wird, ist die Widersprüchlichkeit der Ideologie an sich. Wenn eine Regierung ihr Volk belügen muss und die Verbreitung von Informationen mit massivem Aufwand einschränkt (Zensur des gesamten Internets), dann kann das für eine Gesellschaft auf Dauer nicht gesund sein. Nun haben die Chinesen ja eine besondere Mentalität und sehen das etwas entspannter als wir, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die sich das ewig gefallen lassen.
          Hinzu kommt noch, dass die momentane Phase der sozialistischen Warenwirtschaft ja nur als Grundlage gesehen wird, um langfristig wieder zum Kommunismus zurückkehren zu können. Da weiß ich jetzt nicht wie aktuell das noch ist, aber wohlmöglich wollen die das System selber nicht ewig so belassen.
          Und dann wäre da noch eine grundsätzliche Frage: Wenn das chinesische System dauerhaft tatsächlich erfolgreicher sein sollte und es den Menschen dort auch in der Masse besser gehen sollte, als bei uns, dann würde unser System natürlich massiv in Frage gestellt werden. Das möchte ich aber nicht hoffen.

  • Mitsu

    So ist das, wenn man mit totalitären Regimen Geschäfte unterhält. An dieser Stelle wird auf einmal Volkes Stimme moralisch. Seltsam, seltsam, wenn man bedenkt, dass all die laut aufschreihenden Moralapostel tagtäglich politisch unkorrekte Produkte konsumieren, die einzig und allein auf der Basis der Ausbeutung entstanden sind (Turnschuhe, Kaffee, Ikeamöbel, Schlecker, etc…!). Und dann soll das, was die chinesische Regierung macht, auf einmal besonders schlimm sein? Und aus Waffen aus Deutschland für Gaddafi und Co. waren in Ordnung? Weil man Geld verdienen konnte? Ach so…das ist etwas ganz Anderes! Das habe ich glatt übersehen.  

    • Anonymous

      Glaub es oder nicht… Es gibt Menschen die all diese Entwicklungen beobachten und ihre Einkäufe so steuern, dass sie eben nicht diese zweifelhaften Praktiken unterstützen…

      Ich könnt keine Klamotten tragen bei denen ich wüsste, dass bei deren Produktion Näherinnen aus Bangladesh dehydriert vom Stuhl gefallen sind… 

      Und was die Waffenlobby macht ist mir herzlich egal, da wir davon eh immer nur die Spitze des Eisberges sehen und unser Einfluss darauf noch begrenzter ist als auf die Motorenpalette aus München. 😉

      • Anonymous

        In Deutschland kannst du fast nichts kaufen ohne irgendwie Ausbeuteresultate damit zu konsumieren. Falls du Fleisch isst, hast du gesehen wie Schweine und besonders Hühner getötet werden? Fast alle Textilien sind aus Billiglohnländern importiert und selbst beim Benzin müsstest du drauf achten dass die Scheichs ihre Arbeiter nicht ausbeuten, was aber nunmal geschieht. Die Waffenlobby ist da so ziemlich das gleiche: ein Produkt ist gefragt und wir liefern. Moralisch korrekt ists nicht, aber wenn wir es nicht tun tut es ein anderer Staat oder irgendwelche Restposten von irgendwelchen Kriegen werden mal wieder verschifft.
        Man muss es natürlich nicht provozieren, aber an sich kann man praktisch nicht mit reinem Gewissen leben (auf deutschem Standard), wenn man sämtliche Einkäufe hinterfragt.

    • Der Namenlose

      Was die chinesische Regierung in dieser Hinsicht macht, ist nicht verwerflich, da sie die Interessen Chinas längerfristig schützt und deren Machtposition verfestigt und weiter ausbaut.
      Das ist aber kein Grund dafür, dass wir nicht mehr unsere Interessen verfolgen.

      Wie MF geschrieben hat, hat das, was mit den Waffen passiert, nicht direkt mit diesem Thema etwas zu tun. Unsere Regierungen haben in vielen Fragen doppelte Moral bewiesen. Das muss korrigiert werden, ja. Aber eigene Interessen verfolgen zu wollen bedeutet nicht automatisch, dass man die Ausbeutung anderer gut findet.

      • Mitsu

        Das stimmt ja. Aber mir geht diese pseudo-moralische Geheule auf den Kecks. Es gibt tatsächlich wesentlich verwerflichere Dinge, als das hier angeführte Verhalten der chinesischen Führung. Die Beispiele, die ich aufführte, dienen lediglich dazu, dass die Moralapostel (auch hier) mal anfangen vor der eigenen Haustüre zu kehren.
        Davon abgesehen gibt es in jeder Wirtschaftsgemeinschaft marktstrategische Schutzmaßnahmen. Das macht die USA so, das macht die EU so.

        • Anonymous

          “Davon abgesehen gibt es in jeder Wirtschaftsgemeinschaft marktstrategische Schutzmaßnahmen. Das macht die USA so, das macht die EU so.”

          Chinas Politik aber auf diesen kleinsten gemeinsamen Nenner zu reduzieren ist einfach zu kurzsichtig.

          • Anonymous

            Wieso ist das kurzsichtig? Das ist einfach ein Fakt und der – vielleicht etwas provokant formulierte – Gedanke der hinter dem chinesischen Handeln steht. Wäre Deutschland in der Position von China würden vermutlich noch wesentlich schlimmer die Fetzen fliegen, wenn man die Effektivität der Deutschen mit der der Chinesen vergleicht.
            Nur EIN Beispiel: Hier im Labor sitzt ein Mädel den ganzen Tag von einem Kocher und guckt sich ihre lustige Folie an, die sie mit variierten Zutaten jeden Tag aufs neue kocht. Aber statt die Kochzeit zu nutzen um beispielsweise eine oder mehrere weitere Töpfe anzusetzen sitzt die nur da und starrt den Pott an.. 1,3 Mrd Menschen sind eben eine gewaltige Macht, auch wenn die Effizienz nur ein Zehntel ist.

            • Anonymous

              Die ist nur fasziniert von ihrer Arbeit Lennie… =)

          • Anonymous

            Wieso ist das kurzsichtig? Das ist einfach ein Fakt und der – vielleicht etwas provokant formulierte – Gedanke der hinter dem chinesischen Handeln steht. Wäre Deutschland in der Position von China würden vermutlich noch wesentlich schlimmer die Fetzen fliegen, wenn man die Effektivität der Deutschen mit der der Chinesen vergleicht.
            Nur EIN Beispiel: Hier im Labor sitzt ein Mädel den ganzen Tag von einem Kocher und guckt sich ihre lustige Folie an, die sie mit variierten Zutaten jeden Tag aufs neue kocht. Aber statt die Kochzeit zu nutzen um beispielsweise eine oder mehrere weitere Töpfe anzusetzen sitzt die nur da und starrt den Pott an.. 1,3 Mrd Menschen sind eben eine gewaltige Macht, auch wenn die Effizienz nur ein Zehntel ist.

        • Anonymous

          “Davon abgesehen gibt es in jeder Wirtschaftsgemeinschaft marktstrategische Schutzmaßnahmen. Das macht die USA so, das macht die EU so.”

          Chinas Politik aber auf diesen kleinsten gemeinsamen Nenner zu reduzieren ist einfach zu kurzsichtig.

        • Anonymous

          “Davon abgesehen gibt es in jeder Wirtschaftsgemeinschaft marktstrategische Schutzmaßnahmen. Das macht die USA so, das macht die EU so.”

          Chinas Politik aber auf diesen kleinsten gemeinsamen Nenner zu reduzieren ist einfach zu kurzsichtig.

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