Statistische Auswertung: Der MINI E im Vergleich mit 116i & Co.

MINI | 31.03.2011 von 14

Bereits seit mehreren Jahren betreibt die BMW Group eine Flotte von über 600 rein elektrisch betriebenen MINI E, um Erfahrungen über den Alltagseinsatz von Elektrofahrzeugen …

Bereits seit mehreren Jahren betreibt die BMW Group eine Flotte von über 600 rein elektrisch betriebenen MINI E, um Erfahrungen über den Alltagseinsatz von Elektrofahrzeugen zu sammeln. Nur so ist es möglich, reale Daten abseits von theoretischen Annahmen und Vermutungen zu erhalten und natürlich sammelt man zudem wertvolle Erkenntnisse über die Zuverlässigkeit und eventuelle Probleme der Technik.

Pünktlich zum Start der zweiten Testphase in Berlin, in der 70 weitere Kunden den Elektro-MINI im Alltag testen werden, hat die BMW Group nun gemeinsam mit Vattenfall Europe eine statistische Auswertung zu Verhalten und Erfahrungen der 100 Nutzer aus der ersten Testphase veröffentlicht. Um die Daten noch besser mit herkömmlichen Fahrzeugen vergleichbar zu machen, hat BMW auch einige BMW 116i und MINI Cooper mit Verbrennungsmotor mit entsprechenden Datenloggern ausgerüstet, um an statistisch verwertbare Vergleichsdaten zu gelangen.

Im direkten Vergleich mit 116i und MINI Cooper zeigte sich, dass sich das Nutzungsverhalten der Kunden kaum unterscheidet und die durchschnittliche tägliche Fahrstrecke praktisch identisch ist – und bei diesen Modellen praktisch nie die Reichweite von etwa 150 Kilometern übersteigt.

Als einschränkenden Faktor für den Alltagsgebrauch sahen die Nutzer dabei vor allem den limitierten Stauraum, denn beim MINI E gibt es abgesehen von den beiden vorderen Sitzen und einem winzigen Kofferraum keinen Platz für den Transport irgendwelcher Güter. Der BMW Active E auf Basis des 1er Coupés wird hier schon deutlich besser abschneiden und vier Erwachsenen Platz bieten, dazu kommt ein Kofferraum mit nutzbarer Größe.

Die limitierte Reichweite spielte in der Praxis hingegen eine untergeordnete Rolle und war nur selten der entscheidende Grund gegen den MINI E, wenn auch andere Verkehrsmittel zur Verfügung standen. Im Alltag erreichten die Kunden eine Reichweite von 150 Kilometern. Im Winter zeigte sich zudem, dass der Verbrauch mit sinkender Temperatur stark ansteigt.

Nach 6-monatiger Nutzung gaben 82 Prozent der Fahrer an, sich schon in absehbarer Zeit ein rein elektrisch betriebenes Auto kaufen zu wollen. Vor Beginn der Nutzung lag dieser Wert bei 65 Prozent, nach drei Monaten war er bereits auf 70 Prozent geklettert. Innerhalb von 6 Monaten entschied sich also rund die Hälfte der Tester, die zuvor kein Elektroauto kaufen wollten, doch für den Kauf eines solchen Fahrzeugs. Weitere interessante Statistiken könnt ihr unserer Bilderserie entnehmen:

(Quelle: BMW Group / Vattenfall Europe / Nutzerbefragung Berlin)

  • Anonymous

    “Nach 6-monatiger Nutzung gaben 82 Prozent der Fahrer ein” .. An statt ein Benny. Sonst ein sehr spannender Artikel. Bei den Zahlen zeig ich mich etwas skeptisch und auch die Aussage das man mit einem 1er Coupé zu viert als Erwachsene unterwegs sein können soll, lässt mich etwas schmunzeln. =)

    Bin gespannt wie die nächste Auswertung aussieht. Knapp eine halbe Million E Kilometer klingen jedoch vielversprechend.

  • http://twitter.com/iQP_ iQP

    “Reichweite von etwa 150 Kilometern”

    Aus gutem Grund sagt man ja immer, dass ein E-Auto nicht für Langstrecken zu gebrauchen ist, aber ich kann nicht mal dritten Tag in die Arbeit fahren, dann muss ich schon wieder tanken, das kann auch ziemlich auf die Nerven gehen, da wär’s doch schöner man könnte das Auto einfach am Abend anstecken und hat in der Früh wieder einen vollen Akku. =)
    Im Winter konnte man so auch gleich das Auto aufheizen, damit man bei der Fahrt nicht mehr so viel Energie braucht.

    • Der Gusseiserne

      Du unterschätzt die Psychologie des Menschen!!

      Bei JEDEM – elektrischen – Tanken freut sich der Mensch!
      “Wieder mal etwas gutes getan – und auch noch gespart.”

      . . . Dies darf daher also durchaus HÄUFIGERvorkommen!

      > die Identifikation mit dem Auto, also dem “i3”, steigt.

      FRÜHER war dies hingegen GANZ anders:
      – Anfang/Mitte der 70er Jahre gab es mal einen sowie schon sehr leichten, zierlichen und damit sparsamen “Audi 80”
      – und was machte Audi ?? – weil die Hinterachse nur aus einem Rohr bestand und dort nichts als Platz war ??

      >> man baute einen 68-!!-Liter-Tank ein ! Sensationell !!

      . . . Man darf sich ausrechnen, wie weit man mit damals flotten 75 PS und selbst dem grössten 1.6-Liter-Motor kam (bei 750 kg Leergewicht)

      Der Frust, laufend “an die Tanke” fahren zu müssen, blieb aus.
      Es machte die Menschen zufriedener.

  • XfrogX

    Das die durchschnittliche nutzung am tag wohl bei kaum einem auto auf der welt die 150km privat überschreitet ist doch klar. Aber wenn man auch nur 2 mal im jahr doch weiter fährt bräuchte man doch wieder einen weiteren wagen. Auch wollen die leute nciht eingeschränkt sein, was meint ihr warum es werbung gab wo man erzählte wie weit man mit einer tankfüllung kommen kann. Auto bedeutet freiheit und 100km und dann steckdose suchen und lange warten ist keine freiheit.

    Auch sind diese leute schon passend ausgewählt.

    Bevor man e autos baut sollte man die leute dran gewöhnen, dass autos viel weniger spielzeug (e spiegel mit heizung, e sitze …) und auch weniger gewicht mit natürlich auch komfort haben müssen. Wenn man das alles mit einem motor der bei 130 gedrosselt ist der mit ner perfekten spritspar automatik verbaut dann dürfe man wohl auch so auf verbräuche von 2-3l kommen und man ist viel billiger als ein E-auto. Ob dann noch jemand ein solches auto als e modell kaufen will ist fraglich den die mehrkosten sind dann ja immernoch hoch die einsparung gering.

    Aber im mom ist akku halt in und alle machen dort mit ohne wirklich zu gucken obs was bringt.

    • http://twitter.com/iQP_ iQP

      Du hast natürlich recht, wenn man die Autos mit Verbrennungsmotoren darauf trimmt, dann könnte man auch noch sparsamer unterwegs sein. Allerdings ist Leichtbau auch teuer und für Elektroautos auch nur ein Kompromiss, weil der Akku so schwer ist.
      Allerdings lässt man sich ungern den Komfort nehmen. Man sieht auch auf dem Diagramm mit der täglichen Fahrtstrecke der Kunden, dass bei Langstrecke z.B. der 530d intressant ist. Der hat ganz und gar nicht die Ambitionen ein 2-3l Auto zu werden. Aber man ist damit Bequem unterwegs und fühlt sich sicher. ;)
      Elektroautos werden zwar jetzt ziemlich gepusht, aber es dürfte auch jedem klar sein, dass es noch einige Jahre dauert, bis Elektroautos wirtschaftlich sind.
      Akku seh ich nicht als Irrweg, wenn man sieht wie die Kapazität in den letzten Jahrzehnten gestiegen ist, dann kann man davon ausgehen, dass man irgendwann auch deutlich kleinere und leichtere Akkus verbauen kann. Bis vor kurzem lief die Entwicklung der Akkus auch nicht für den Einsatz im Auto, da besteht noch viel Potential.
      Scheinbar ist es auch nicht rentabel einen Motor als Range Extender im idealen Arbeitspunkt laufen zu lassen. Da ist scheinbar der gesammte Wirkungsgrad doch zu schlecht, so dass man lieber gleich die Räder direkt antreibt.
      Besonders Daimler forscht ja schon sehr lange an Brennstoffzellen, aber man kämpft da auch mit sehr vielen Problemen, ob man das so schnell oder überhaupt in Großserie sehen ist wohl fraglich.

      Es wird noch interessant was die Zukunft bringt….

  • Anonymous

    Interessante Diagramme – da muss ich BMW mal loben – finde die Darstellungen recht informativ. Natürlich weiß man nicht wie viel davon geschönt wurde, aber scheinbar kommen die E Minis ganz gut an. Das die zukünftige Kaufbereitschaft so hoch ausfällt wird vermutlich nur daran liegen, dass diese gut betuchten Kunden einfach jedem neuen Trend hinterherlaufen und vor ihren Verwandten und Freunden posen wollen, so nach dem Motto: “Guck mal, ich fahre jetzt elektrisch”. Bei den zukünftigen Preisen werden eh nur 7er Kunden angesprochen – von daher ist hier der Representationseffekt nicht zu vernachlässigen.

  • Anonymous

    Interessante Diagramme – da muss ich BMW mal loben – finde die Darstellungen recht informativ. Natürlich weiß man nicht wie viel davon geschönt wurde, aber scheinbar kommen die E Minis ganz gut an. Das die zukünftige Kaufbereitschaft so hoch ausfällt wird vermutlich nur daran liegen, dass diese gut betuchten Kunden einfach jedem neuen Trend hinterherlaufen und vor ihren Verwandten und Freunden posen wollen, so nach dem Motto: “Guck mal, ich fahre jetzt elektrisch”. Bei den zukünftigen Preisen werden eh nur 7er Kunden angesprochen – von daher ist hier der Representationseffekt nicht zu vernachlässigen.

  • Anonymous

    Interessante Diagramme – da muss ich BMW mal loben – finde die Darstellungen recht informativ. Natürlich weiß man nicht wie viel davon geschönt wurde, aber scheinbar kommen die E Minis ganz gut an. Das die zukünftige Kaufbereitschaft so hoch ausfällt wird vermutlich nur daran liegen, dass diese gut betuchten Kunden einfach jedem neuen Trend hinterherlaufen und vor ihren Verwandten und Freunden posen wollen, so nach dem Motto: “Guck mal, ich fahre jetzt elektrisch”. Bei den zukünftigen Preisen werden eh nur 7er Kunden angesprochen – von daher ist hier der Representationseffekt nicht zu vernachlässigen.

  • Anonymous

    Interessante Diagramme – da muss ich BMW mal loben – finde die Darstellungen recht informativ. Natürlich weiß man nicht wie viel davon geschönt wurde, aber scheinbar kommen die E Minis ganz gut an. Das die zukünftige Kaufbereitschaft so hoch ausfällt wird vermutlich nur daran liegen, dass diese gut betuchten Kunden einfach jedem neuen Trend hinterherlaufen und vor ihren Verwandten und Freunden posen wollen, so nach dem Motto: “Guck mal, ich fahre jetzt elektrisch”. Bei den zukünftigen Preisen werden eh nur 7er Kunden angesprochen – von daher ist hier der Representationseffekt nicht zu vernachlässigen.

    • http://twitter.com/iQP_ iQP

      Nur das Diagramm mit dem Verbrauch in Abhängigkeit von der Temperatur hört da auf wo ‘s interessant wird, bei unter 0°C.
      Scheinbar war das zu drastisch, als dass man es zeigen wollte. ;)
      Weil die Kunden auch so verschwenderisch mit der Heizung umgehen. ;)

  • http://twitter.com/TedHenn Ben Henn

    Also die Akku Forschung läuft schon sehr lange auf Hochtouren gerade für kleine und leichte akkus, egal obs nun Handy Laptops oder Werkzeuge sind da ist schon enorm viel geforscht und entwickelt. natürlich werden wir weitere besser Lösungen finden, aber ob da viel bei raus kommt das 1. Bezahlbar 2. Massen fertigungstechnisch machbar und 3. keine neue Abhängigkeit schafft ist doch wohl nicht so wahrscheinlich.

    Den 2 von diesen Punkten machen ja sogar heute noch mit bekannten Techniken Probleme. Die Akkus sind immer noch extrem teuer, und die Rohstoffe die man braucht sind nicht überall in der Welt zu bekommen, das meiste liegt in China und die Sind heute schon drauf und dran da an der Preisschraube zu drehen so das der Export davon sehr teuer wird. Wohl um eigene Firmen zu pushen.

    Dann doch lieber den Verbrenner weiter Optimieren zusammen mit richtigen bio Kraftstoff aus Abfällen nicht aus den Früchten konnte man so wirklich noch sehr lange gut mit fahren, und danach dann auch ein dezentrales erzeugen von Wasserstoff umsteigen. Den wenn wir mit erneuerbaren Energien die Länder der Welt versorgen muss man sowieso auch dort Energie speichern und da wäre Wasserstoff zu erzeugen nicht schlecht weil man dann an jedem Ort soviel erzeugen kann wie geht und nicht soviel wie das Stromnetz gerade Verträge und sobald man Strom braucht und kein Wind Sonne Wasser da ist kann man Wasserstoff wieder umwandeln und somit auch dann Strom haben. Gleichzeitig könnte man den Wasserstoff dann billig an Autofahrer verkaufen und somit sogar Strom preise weiter senken.

    Aber mal sehen was die zeit noch bringt, ich denke aber nicht das die Auto Firmen jetzt kommen und die Entwicklung von Energiespeichern und e Motoren die Jahrzehnte Forschung und Entwicklung hinter sich haben auf einmal deutlich nach vorne bringen.

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