Offizielle Statements von BMW rund um den neuen Kraftstoff “E10”

News | 7.03.2011 von 24

Rund um die Einführung des Kraftstoffs E10 mit zehn Prozent Bio-Ethanol-Anteil gab es in den letzten Tagen zahlreiche Meldungen, die sich teilweise widersprochen haben. Daran …

Rund um die Einführung des Kraftstoffs E10 mit zehn Prozent Bio-Ethanol-Anteil gab es in den letzten Tagen zahlreiche Meldungen, die sich teilweise widersprochen haben. Daran hatten auch Aussagen von Thomas Brüner, Leiter der Mechanikentwicklung bei BMW, gegenüber der Welt am Sonntag ihren Anteil.

BMW sieht sich daher dazu angehalten, mit mehreren offiziellen Statements den eigenen Standpunkt zu verdeutlichen: “Die Verwendung von E10 Kraftstoffen in unseren Benzinmotoren ist grundsätzlich unbedenklich.” Um die Situation auch für unsere Leser zu klären, wollen wir an dieser Stelle die jüngsten Aussagen von BMW zusammenfassen und natürlich auch jene Modelle auflisten, die auch weiterhin einen Kraftstoff mit ROZ 98 benötigen und für die der Kraftstoff Super E10 nicht geeignet ist – was allerdings nicht an den zehn Prozent Ethanol-Anteil liegt, sondern an der benötigten Klopffestigkeit des Kraftstoffs.

BMW-Tankdeckel

Wir werden berichten, wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickelt. Sicher scheint, dass der Kraftstoff E10 in Folge seines niedrigeren Brennwerts für einen höheren Verbrauch sorgt, was den etwas niedrigeren Preis an der Zapfsäule ausgleicht. Auch die Frage, inwiefern der Kraftstoff der Umwelt helfen kann, bleibt ungeklärt. Wenn auf landwirtschaftlichen Flächen künftig Pflanzen für die Gewinnung von Bio-Ethanol angebaut wird, weil sich der Anbau von Nahrungsmitteln nicht rechnet, ist ebenfalls ein unverkennbarer Bedarf für Nachbesserungen gegeben.

Im Folgenden die Statements von BMW:

Für BMW Kunden ergeben sich mit der Einführung der neuen E10-Kraftstoffe keine Veränderungen. Als E10 werden Ottokraftstoffe mit bis zu 10% Ethanolanteil klassifiziert, deren Einführung der deutsche Gesetzgeber im Rahmen der Umsetzung der neuen EU-Kraftstoffqualitätsrichtlinie FQD (Fuels Quality Directive 2009/30) vorsieht. Die Kraftstoffe mit biogenem Anteil können dann – ohne erforderliche Nachrüstungen am Fahrzeug – zu einer weiteren willkommenen Reduzierung der CO2 Emissionen beitragen.

In allen BMW Pkw Modellen sämtlicher Baujahre ist der unbedenkliche Einsatz von E10 Kraftstoffen möglich. Unabhängig vom Ethanolgehalt ist jedoch weiterhin die mindest vorgeschriebene Oktanzahl gemäß Betriebsanleitung zu beachten, da einige ältere BMW Fahrzeuge Super Plus ROZ 98 aufgrund dessen erhöhter Klopffestigkeit benötigen (siehe untenstehende Tabelle).

Zu MINI und Rolls-Royce Automobilen kann die BMW Group nur eine Aussage zu den Modellen treffen, die auch unter dem Dach der BMW Group auf den Markt gebracht wurden. Dies betrifft alle MINI Modelle ab dem Jahr 2000 und alle Rolls-Royce Automobile ab 2003, der Markteinführung des aktuellen Phantom Modells. Für diese Modelle ist der Einsatz von E10 ebenfalls unbedenklich.

Dr. Klaus Draeger (Mitglied des Vorstands der BMW AG): “Entgegen aktueller, anderslautender Medienberichte bekräftigen wir unsere Aussage, dass grundsätzlich in allen BMW Pkw Modellen sämtlicher Baujahre der unbedenkliche Einsatz von E10 Kraftstoffen möglich ist.
Einige wenige ältere BMW Fahrzeuge benötigen aus Gründen der Klopffestigkeit Super Plus ROZ 98. Diese Fahrzeuge eignen sich daher unabhängig vom Ethanolgehalt nicht für Superkraftstoff.  Eine entsprechende Aufstellung der Fahrzeuge wurde bereits vom ADAC am 1. März dieses Jahres veröffentlicht.
Alle bisherigen von uns  vorgeschriebenen Ölwechselintervalle sind und bleiben unverändert, unabhängig von der Verwendung von E10 Kraftstoff.”

Die folgenden Modelle benötigen Kraftstoff mit 98 Oktan (Super Plus):
BMW-Modelle-98-Oktan-Super-Plus

  • BMWMaster

    So unnötig, dieser Kraftstoff.

    BMWMaster

  • M-Fetischist

    Werde ich meinem auch nicht antun. Egal ob unbedenklich oder nicht.

    Lustig war, wann BMW diese Presseerklärung unters Volk geschmissen hat. Mitten in der Nacht und an einem Sonntag… ^^

    Das Thema scheint denen wichtig zu sein.

  • D a r K

    Da man es nirgends so richtig rauslesen kann hier nochmal explizit die Frage:

    Hat BMW eine Freigabe für die MOTOREN oder für sämtliche Bauteile am Fahrzeug gegeben?

    Denn lt. einer Aussage an der Honda Motors Hotline würde es eine Freigabe für den für den Motor eines 01er Honda CH geben. Nach erneuter Nachfrage ob denn auch das Kraftstoffsystem und deren Leitungen freigegeben wurden hieß es an der Hotline nur, dass die Bundesregierung nur eine Freigabe für die Motoren wollte und Honda Motors dazu leider keine Aussage machen könne.

    So hab ich es in einem Auto-Forum gelesen.
    Find ich mal echt heftig wenn dem so ist. Dann möchte ich nämlich gar nicht wissen in wie weit der Verbraucher hier so richtig verarscht wird und in ein paar Jahren nen neuen Wagen kaufen darf/muss….

    Also bei mir gibts in Zukunft SuperPlus. Der Wagen läuft spritziger und der Mehrpreis ist durch den geringeren Verbrauch gerechnet sogar bis zu 8cent Unterschied vertretbar. A-lecken mit ihrem dämlichen E10!

  • Maddy

    Rein technisch ist gegen eine E10 Verwendung nix einzuwenden. Was bei E85 n Problem sein KÖNNTE, ist die Membran der Kraftsoffpumpe.

    Ansonsten tanken, keine Sorgen machen, E10 hat die “Säure” von Wasser.

  • Hans

    ca. 1,5% Mehrverbrauch durch E10 gegen 4% Preisvorteil. Also wer rechnen kann, tankt E10.
    Ich kenne Leute die schütten seit hunderttausenden km halb Super (E5) und halb E85 in ihre Autos ohne irgendwelche Probleme.
    Lasst euch also nicht verrückt machen.

    • M-Fetischist

      Ich kipp mir doch nicht jede Brühe in mein Schmuckstück. Wenn ich das nötig hätte, würde ich die Marke wechseln.

      Kannst AS Mundwasser und Johnny Walker Black Label trinken… Beide machen “besoffen” aber nur eins davon hat Stil.

      • Maddy

        KEINS davon 😉

    • Maddy

      Irgendeiner bei uns hat im Schnitt 10% Mehrverbrauch bei E10.

      Die E85 Cracks, die ich kenne haben aufgrund der, teilweise brachialen, Mehrleistung eh ne andere Pumpe drin. Der Rest des Systems ist uninteressant.

  • BMW-Fan/a

    Dieses Dreckszeug – ökologisch zweifelhaft und für die vorhandene Technik unausgereift, das darf einfach nicht war sein. Achso man fährt damit auch noch weniger Kilometer.

  • e21fred

    Hätte mal ne Frage zu der Liste mit allen Modellen die ROZ 98 benötigen
    Quellenangabe ??? Mein E21 320 Bj. 1977 benötigt nach Betriebsanl. 4Aufl .55.II/77
    nur ROZ 91 hier aber ROZ 98 ?

    • Benny
      • e21fred

        Danke für Die Info. Denn Sie wissen selbst nicht was Sie tun :-))

    • Der Gusseiserne

      leider hast Du nicht geschrieben, welches 320-er Modell Du genau hast:

      . . . den BIS 1977 gebauten 2.0-l-4-Zyl. mit 109 PS (80 kW)
      . . . der war tatsächlich auf Normalbenzin ROZ 91 ausgelegt

      ODER Du hast den damals nagelneuen 2.0-l-6-Zyl. mit 122 PS (90 kW) mit 4A1-Vergaser (welcher zusammen mit dem 323i mit 143 PS erst IN 1977 auf den Markt kam)
      . . . der war dann auf Super 98 ausgelegt, benötigt deshalb SuperPlus98.

      . . . Und sofern Du den sehr seltenen 320i-4-!!-Zyl.-Einspritzer (125 PS / 92 kW) hast, welcher extrem sparsam war (und welcher aus dem Motor des 2002 tii hervorging), dann ist auch Super98 fällig.

  • Reinhard

    Benny, wenn Du Dr. Draeger nochmal siehst, dann sage ihm Bitte, dass ich sofort E10 in mein geliebtes E30 325i Cabrio kippe, wenn ich von ihm eine persönlich geschriebene Zusage erhalte, dass a) das Fahrzeug keinerlei Beschädigung erleidet und b) im Falle das doch, die BMW AG umfänglich für den Schaden aufkommt.

    Ich behaupte, das Thema wird beendet sein. Und in einem Weltkonzern darf ein Techniker noch lange nicht die Wahrheit öffentlich sagen. Dann gibt´s Ärger und nen Benzingipfel.

    Dr. Draeger kann das Zeug in seinen Wagen kippen, er bekommt ja halbjährlich einen Neuen. Ich lehne undankbar ab! Diese Heuchelei geht mir auf den Nerv.

  • Chris35i

    So ein Fail – da äußert sich zum ersten mal ein Ing, der Ahnung davon hat negativ und Schwupps kommt so ein Murks von BMW zurück, nur um als grün dazustehen. Genau wie in der Politik, die Leute, die die Wahrheit sagen, sind die Doofen. Sciher sitzt der Typ heute schon im Arbeitsamt.

  • Matthias

    Ich gehen davon aus, dass BMW hier die Wahrheit sagt.
    1. Würde BMW sich nach einer Freigabe keinen Gefallen
    tun, wenn später die Motoren reihenweise kaputt gehen.
    2. In den USA gibt es seit 1979 eine Enthanolbeimischung
    von 10% und dort werden keine Probleme gemeldet.
    3. Bei den Amis ist nun sogar E15 eingeführt worden.
    Das müssen die Motoren jetzt auch verkraften können.

    Also ruhig Blut, nach Bleifrei und E5 überleben wir auch E10
    auf dem Weg zu E15 🙂

  • Der Gusseiserne

    Warum wir alle E10 lieben lernen müssen:

    Warum – in 10 Jahren mit dem Blick auf heute zurück betrachtet – die E10-Verweigerungshaltung von heute geradezu lächerlich anmuten wird ?
    Oder:
    Weshalb nach dem fossilen Zeitalter von heute die Zukunft von Verbrennungsmotoren weitestgehend und unausweichlich von der Existenz von synthetischen bzw. biogenen ´Kraftstoffen´ abhängig sein wird ?

    – weil der ´Kraftstoff´ von heute (lediglich) durch einen (ebenfalls flüssigen) ´Energieträger´ abgelöst wird und werden kann, welcher den heutigen Kraftstoffen ähnlich ist
    – weil nichts, aber auch rein gar nichts im Entferntesten an die Energiedichte der heutigen Kraftstoffe (und an die der morgigen ´Energieträger´ = biogene Kraftstoffe) herankommt
    – da z.B. 1 kg Energie eines heutigen Kraftstoffs – in Batterien gespeichert – rd. 80 – 100 kg an äquivalentem Batteriegewicht erfordern
    – und dies ´mitzuschleppen´, geradezu absurd ist
    – da somit der schlechtere Wirkungsgrad eines Verbrennungsmotors geradezu in Kauf genommen werden MUSS, will man solch hohe Energiemengen, wie sie heute (im Fahrzeugtank) üblicherweise mitgeführt werden, ´mobil´ zur Verfügung haben
    – deshalb wird es insbesondere für den (massiv weiter ansteigenden = Verdoppelung bis in 25 Jahren) Lkw-Verkehr (außer für den reinen Verteiler-Nahverkehr) absolut sicher zu keinem Zeitpunkt keine Lösung geben können, die sich vom heutigen System unterscheidet
    – und deshalb wird die Tankstellen-Infrastruktur von heute aufrecht erhalten werden müssen
    – es sei denn, wir gehen 100 Jahre zurück – und verlagern (wieder) alles auf Schiene, Strassenbahn und O-Bus
    – und akzeptieren somit (wieder) eine eingeschränkte Mobilität
    – übrigens: mit Alkoholen wie Kartoffelschnaps – und wie gesagt mit Äthanol (dies schrieb man zu meiner Schulzeit vor gut 30 Jahren noch mit Ä) hatte die Mobilität angefangen, deshalb ist Ethanol absolut nichts Neues

    Bemerkenswert erscheint:
    – als die Ökopartei vor wenigen Jahren 100%-´Bio´Kraftstoff (´natürlich´ steuerbefreit zu Lasten derjenigen, die darauf nicht zurückgreifen konnten) eingeführt hatte (Biodiesel), da war das “völlig in Ordnung”
    – tun aber heute andere, übrigens seit Jahren beschlossenes, etwas in eine ganz ähnliche Richtung, wenn auch sogar nur mit einer von 5 auf 10 % erhöhten Quote, dafür aber querbeet (und damit ohne Vorteile für einige wenige Nutzer), dann “muss dies sofort beendet werden”
    – stattdessen wird, wie immer schon, Tempo 120 auf Autobahnen und ähnlicher Unfug gefordert
    – und vor allem Mal die massive Einschränkung der persönlichen Mobilität
    – in die gleiche Richtung ging die gegen jede wirtschaftliche Vernunft erfolgte geradezu penetrant massive Eindeckung von Dächern mit Solarzellen in Deutschland (und auch da haben wirtschaftlich wieder mal nur diejenigen davon profitiert, die solches auf ihr Dach machen konnten – und alle anderen lässt man zahlen – über die Ökostrom-Zulage . . . / 50 % der weltweit installierten Solarzellenfläche liegt – wo schon ?? . . . in Absurdistan = in Deutschland)

    Fazit:

    – wer heute gegen E10 ist – und morgen gegen E15 und übermorgen gegen E85 – der sollte sich nicht wundern, wenn er das Ende der Mobilität von heute noch erleben wird
    – ein derzeit von der Öko-Lobby verlangtes Aussetzen oder Einstellen der Produktion von E10 fördert – völlig einseitig – nur die durchaus bei grossflächigem Einsatz prinzipiell in Frage zu stellende Elektromobilität
    – und ausschliesslich deshalb will die Ökofraktion jetzt plötzlich – heute – E10 und ähnliches bekämpfen

    Es geht und sollte uns allen um die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen gehen.
    Um sonst nichts.
    Israel wird es vormachen, wenn auch anders, nämlich durch massiven Einsatz der Elektromobilität, was in einem flächenmäßig sehr kleinen und dichtbesiedelten Land relativ einfach ist.
    Und weshalb ??
    Um unabhängig und unverwundbar vom hochexplosiven Feindesland rundum zu sein.
    Heute mehr denn je.
    Sicherlich nicht, um CO2 einzusparen . . .

    Wir alle müssen wissen, was ob und was uns die Mobilität von heute, “wert” ist:
    – nur wenn dies uns nichts mehr bedeutet, dann sollten biogene Kraftstoffe verboten werden

    Wenn uns Fleisch “wie gewachsen” ebenfalls nichts mehr “wert” ist:
    – dann darf auch das Verbot der Rinder- und Nutztierzucht kommen, dann essen wir eben synthetisches Fleisch

    Solange jedoch – immobile – Immobilien heute und auf absehbare Zeit noch massiv mit (wertvollen und gut transportablen) flüssigen Kraftstoffen beheizt werden, ist jede Überlegung, andererseits den Verkehr letztendlich beschneiden zu wollen, und sei es über den Geldbeutel – oder über Verordnungen (die EU: “in 2050 werden die Städte frei von Verbrennungsmotoren sein”) – eine reine Heuchelei.

    Wer also kein vorzeitiges Ende des Verbrennungsmotors im Pkw will, der wird E10 und Exx lieben lernen müssen.
    Und er sollte endlich umdenken.

    Ein grosser Fehler ist seitens der Kraftstoff-Verbraucher jedoch jetzt schon passiert:

    – es spielt offensichtlich nicht die geringste Rolle, ob SuperPlus98 volle 8 Cent/Liter mehr kostet als Super95-E10
    – die Schmerzgrenze scheint indes noch weit höher zu liegen, also bei mind. 15 – 20 Cent Mehrpreis
    – . . . wenn also demnächst der Staat die”Öko”steuer auf Kraftstoffe wie SuperPlus98 massiv erhöht
    – . . . und wenn die Raffinerie-Abgabepreise jetzt noch massiv ansteigen
    – dann geschieht es uns allen recht.

    Jegliche Hemmschwelle diesbezüglich ist seit den letzten Wochen dauerhaft gebrochen . . .

    • John

      Grundsätzlich hast Du ja recht mit Deinen Überlegungen. Das Hauptproblem der biogenen Kraftstoffe wird aber ganz einfach ihre Erzeugung bleiben. Dabei rede ich noch gar nicht mal von der CO2 Bilanz, sondern ganz einfach von dem Problem, dass es nicht genug Anbauflächen gibt, um die Treibstoffversorgung der Welt dauerhaft durch Biokraftstoffe zu sicher. Hinzu kommt die Konkurrenz zu den Anbauflächen für Nahrungsmittel, die für mich auch einen sehr bitteren Beigeschmack hat.

      Es ist zwar unbestritten, dass flüssige Treibstoffe eine hohe Energiedichte haben, dafür haben sie einige andere Nachteile, wie zum Beispiel der Transport zum Verbraucher. Während man ein E-Auto einfach zu Hause aufladen kann, muss Öl in gigantischen Tankern um die halbe Welt verschifft werden, wird dann zu Benzin destilliert, an ein weit verzweigtes und teures Tankstellennetz verteilt, um in den Tank des Verbrauchers gefüllt werden zu können, von wo aus es dann endlich verbrannt werden kann. Das ist sicher auch nicht der intelligenteste Weg.

      E-Fahrzeuge haben zwar den erheblichen Nachteil der Speicherung von Strom in Batterien, dafür kann dieser Strom zentral aus vielen Verschiedenen Quellen erzeugt werden. Die Energieversorgung wird insgesamt flexibler und kann vor allem zukünftige Innovationen zur Energiegewinnung praktisch sofort nutzen. Diese ganze Branche steckt ja noch in den Kinderschuhen.

      Langfristig wird eine Energiegewinnung, die auf einem direkten Weg erfolgt sicherlich die sinnvollste sein. Das heißt zum Beispiel Wind, Solar, Wasser, Geothermie etc…
      Der Weg erst Pflanzen anzubauen, um diese dann zu Ethanol zu verarbeiten verbraucht wieder zu viele Ressourcen, die man besser für andere Dinge nutzt.

      Dass Batterien im Moment noch nicht die großen Wunder an Speicherkraft sind, ist leider ein Faktum. Trotzdem haben diese sich in den letzten 10 Jahren schon enorm verbessert! Und diese Entwicklung wird erst richtig in Gang kommen, wenn die Autoindustrie ein ernsthaftes Interesse an ihnen bekommt. Für Handys und Laptops waren Gewicht und Speicherkraft da ja vergleichsweise unwichtig.

      Ich bin mir sicher, dass wir hier in den nächsten Jahren eine deutliche Verbesserung der Speicherkapazitäten sehen werden. In der Vergangenheit war es häufig so, das technische Innovationen, mit denen keiner gerechnet hat, einem Produkt zum Durchbruch verholfen haben.

  • Matthias

    Die Zukunft des Verbrennungsmotors kann auch mit Wasserstoff hervorragend sein. Dieser Elektro-Wahn ist nur eine Blase die eines Tages platzt und mancher verwundert aufwacht. E-Antrieb bleibt in der Nische

    • Der Gusseiserne

      Leider ist bzgl. Wasserstoff das Problem der – dauerhaften – Speicherfähigkeit nach wie vor ungelöst.
      Hier sind auch die Automobilzulieferer – und vor allem die es noch werden wollen ! – gefordert.

      Und das gilt alles ebenso für die (von hausinternen Presse jeweils) hochgelobte – und immer wieder bzgl. des Serieneinsatzes verschobene – Brennstoffzelle.

      . . . an der sich BMW (als alleinigem Antrieb) genausowenig die Finger verbrannt hat wie an den untauglichen Benzin-Direkteinspritzern der 1. Generation, welche bei allen Herstellern (VAG FSI, Mercedes CGI, Renault, Ford Sci . . . ) die an sie gestellten Erwartungen nicht erfüllt haben – und zudem heute kein E10 vertragen –

      . . . ausser der DI-Motor des BMW 760 V12 E65/E66, der mit E10 kein Problem hat, da dieser ja auch für den weltweiten Einsatz, u.a. für den US-Markt, ausgelegt war . . .
      . . . und der – bei zurückhaltender Fahrweise – mit weniger als 11 l / 100 km auskommen kann, somit mit 10 % weniger als die Konkurrenz . . .

  • Peter

    FINGER WEG VON E10!!

    Der Motor fängt sofort Feuer und das ganze Auto fliegt in die Luft!!

    Lest doch lieber Bedienungsanleitung statt Bildzeitung….. :-/

  • mikeX

    Warum Ethanol (in noch größerer Beimischung) keine Lösung darstellen kann:
    – Pro Hektar guten Ackerlandes können ca. 8 – 10 Tonnen Weizen geerntet werden
    – Unter Berücksichtigung des Aufwandes für Feldbearbeitung, Dünger, Pflanzenschutz und Verarbeitung dürften effektiv netto ca. 2000l/Hektar gewonnen werden können
    – In D gibt es etwas mehr als 40Mio Pkw mit einer durchschnittlichen Fahrleistung von ca. 10000km/Jahr
    – Bei einem Verbrauch von ca. 7l/100km beträgt der Jahresbedarf 28000 Mio Liter Benzin
    -> es ergäbe sich ein Bedarf von 14 Mio Hektar = 140.000km²
    – D hat eine Fläche von 357.000km²; davon landwirtschaftlich nutzbar ca. die Hälfte davon.
    -> bereits E10 bedeutet einen Flächenbedarf von 10% der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche (wobei zusätzliche Flächen auch noch für Biogas drauf gehen)

    Elektroantrieb:
    – Energieernte mit Weizen/Ethanol bei einem Hektar: 2000l (etwa 20000kwh)
    – Energieernte mit Photovoltaik (am eigentlich schlechten Standord D) bei einem Hektar: 10000m²; davon nur 1/3 Nutzfläche wg. Schrägstellung; bei 12% Wirkungsgrad und 1000h Nennlaststunden: 400.000kwh
    -> Faktor 20 besserer “Erntefaktor” von Photovoltaik gegenüber Weizen/Ethanol bei gleicher Fläche.
    – Preis der Photovoltaik dürfte noch auf unter 10Ct/kWh sinken, wenn die Herstellung wie beim Buchdruck von Einzelblattdrucken zum Rollenverfahren umgestellt wird (was aber nicht durch die hohe Subvention der herkömlichen Produktion in D bzw. China bewirkt wurde, sondern durch wesentlich kostengünstigere Forschung).

    Energiebedarf im Stadtverkehr:
    – F(Roll) = µ * F(Gewicht); bei µ = 0.015 bei normalem Rollwiderstand Reifen-Straße und 1500kg
    -> F(Roll) = 0.015 * 15000N = 225N; bei 100km: 22.5 Mio Nm -> 6.25kWh
    – In etwa der gleiche Energiebedarf wird im Stadtverkehr nochmals zur Überwindung des Luftwiderstandes benötigt
    -> Energiebedarf in der Stadt: ca. 13kWh (bei Rückgewinnung der Bremsenergie)
    – Realer Verbrauch bei Benzin in der Stadt: ca. 7l/100km (entspricht ca. 70kWh)

    -> Im Stadtverkehr ist somit statt einem Akkugewicht von 80-100kg/1l Benzin aufgrund des Ausnutzungsverhältnisses nur ca. 1/5 des Akkugewichts erforderlich
    -> 15 – 20 kg würden 1l Benzin entsprechen

    – Da 80 – 100kg Akku für 10kWh (= 1l Benzin) benötigt werden, würden für 200km Stadtverkehr ca. 200 – 250 kg Akku reichen; bei Wegfall von Tank, Getriebe, Verbrennungsmotor, Abgasbehandlung; hinzu käme allerdings der E-Motor

    – Nur ein großer E-Motor kann die in der Stadt häufig vorkommenden Bremsvorgänge effektiv zu elektr. Energie zurückwandeln; die aktuelle “Bremsenergierückgewinnung” läuft überwiegend nur mit ca. 3kW; normale Verzögerungen dürften im Bereich von 30 – 50 kW liegen (vergleichbare Bremswirkung wie bei Beschleunigung).

    Provokante These und aufgrund zunehmend schwieriger (= zurückgehender) Erdölförderung und gleichzeitig boomender Schwellenländer wie China oder Indien mit über 2,5Mrd Menschen bis in 15-25 Jahren zu erwartende Entwicklung:
    – Plug-In-Hybride für Langstreckentauglichkeit
    – Zur Überwindung des Luftwiderstandes wären für 250km/h selbst bei einem 7er “nur” eine Dauerleistung von 170kW erforderlich; für den Rollwiderstand nochmals 20kW, so dass insgesamt 190kW (260PS) ausreichend wären
    – Bei einer Plug-In-Variante mit ca. 80kW elektrischer Leistung (und noch höherer Peak-Leistung für spritzige Beschleunigungsvorgänge – wie VED) wären damit 110kW vom Verbrenner erforderlich (die damit 200km/h Dauergeschwindigkeit ermöglichen) -> 150PS (d.h. 3Zyl-Diesel wie im VED) wären damit ausreichend (im 7er!).

  • Das Abkassieren und Verwirren der Autofahrer hat Methode. Die ganze E10-“Affäre” ist jetzt wegen der Katastrophe in Japan in den Hintergrund getreten. Bei der Benzinpreisdiskussion wird allerdings oft vergessen, dass der Staat ca. 85 Cent pro Liter an Steuern kassiert. Mehr als die Hälfte des Benzinpreises sind Steuern. Und je teuerer der Sprit wird, umso mehr Einnahmen werden generiert.

  • Alex-ri

    habe ich getankt Benzin E10 in mein BMW X 5 3,0 80 km bin gefahren und auto hat jezt motorschaden

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