Studie: 80% der 1er-Fahrer glauben, einen Fronttriebler zu fahren

BMW 1er | 23.03.2010 von 57

Unglaublich aber wahr: Laut einer von BMW in Auftrag gegebenen Studie wissen 80 Prozent der Fahrerinnen und Fahrer der BMW 1er-Reihe nicht, dass sie das …

Unglaublich aber wahr: Laut einer von BMW in Auftrag gegebenen Studie wissen 80 Prozent der Fahrerinnen und Fahrer der BMW 1er-Reihe nicht, dass sie das einzige Fahrzeug der Kompaktklasse mit Heckantrieb bewegen. Die Studie wurde offenbar mit Blick auf die kommende Einführung eines Modells mit Frontantrieb auf Basis der nächsten MINI-Generation im Jahr 2014 durchgeführt und dürfte bei vielen Lesern dieser Seite für ungläubiges Staunen sorgen. Günstige Kfz-Versicherungen für BMW mit Heck- oder Allradantrieb gibt es schon heute und wir sind zuversichtlich, dass sich daran auch mit Einführung des Fronttrieblers nicht ändert.

Während zahlreiche Menschen grade wegen des Heckantriebs einen BMW kaufen, darin einen erheblichen Vorteil gegenüber frontgetriebenen Modellen der Konkurrenten sehen und sich nur schwerlich mit der Idee eines Fronttrieblers anfreunden können, ist dieser Faktor für die Masse der 1er-Kundschaft offenbar absolut unrelevant bei der Kaufentscheidung gewesen. Anderenfalls dürfte man ja zumindest annehmen, dass man sich noch an das verbaute Antriebskonzept erinnern würde.

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Gegenüber Journalisten musste auch Dr. Norbert Reithofer zugeben, dass das Ergebnis bei BMW mit einiger Überraschung zur Kenntnis genommen wurde und auch die Kollegen von Automotive News Europe fühlen sich genötigt zu versichern, dass es sich bei der Meldung nicht um einen vorgezogenen Aprilscherz handelt.

In gewisser Weise bestätigt die Studie aber einen Eindruck, den man beim Blick auf die Verkaufszahlen mancher Hersteller schon lange hat: Unheimlich vielen Kunden ist die Technik ihrer Fahrzeuge völlig gleichgültig, zumindest beim Autokauf in den kleineren Fahrzeugklassen spielen demnach Faktoren wie Design und Image eine weitaus größere Rolle als die Arbeit der Ingenieure.

Es ist völlig verständlich, dass sich nicht jeder Kunde mit dem Prinzip der Hinterradaufhängung mehrerer Fahrzeuge auseinandersetzt oder sich zumindest nicht zutraut, ein fundiertes Urteil über die verschiedenen Vor- und Nachteile der Systeme zu treffen. Das aber nicht einmal die grundlegende Frage nach den angetriebenen Rädern, die bei engagiertem Fahren ja durchaus eine wichtige Rolle spielt, richtig beantwortet werden kann, schockiert doch. Andererseits unterstreicht es aber, wie hoch der Anteil an technisch uninteressierten Kunden ist.

Offensichtlich wundern sich demnach manche Menschen ernsthaft, wenn es beim ersten kräftigen Beschleunigen mit dem neuen Fahrzeug plötzlich vorn und nicht hinten quietscht, über die anderen Auswirkungen der verschiedenen Antriebssysteme macht man sich offenbar erst Recht keine Gedanken.

Während BMW beim Launch der 1er-Reihe viel investiert hat, um das Alleinstellungsmerkmal Heckantrieb zu vermarkten und auch im Katalog zum BMW 1er an mehreren Stellen auf den Quell der Fahrfreude hingewiesen wird, gehen diese Informationen offenbar an einem Großteil der Kundschaft vorbei. Uns würde an dieser Stelle noch interessieren, ob der Anteil der “Unwissenden” in den höheren Fahrzeugklassen oder gar bei Sportwagen und Roadstern ähnlich hoch ist, oder ob zumindest hier eine gewisse Auseinandersetzung mit den Themen Antriebsart und Fahrdynamik stattfindet.

Mit Blick auf den 2014 kommenden Fronttriebler gibt die Studie jedenfalls BMW Recht, denn die Frage, ob man Front- oder Heckantrieb verbaut, scheint vor allem für Enthusiasten von Interesse zu sein, während sie die Masse der Kundschaft zumindest bei den Kleinwagen kaum wahrnimmt.

  • _.M@xi.KinQ’

    :O

  • PinKing

    Lächerlicher Rechtfertigungsversuch für die Einführung von Fronttrieblern.

  • Mitch

    Auf geht’s BMW. Jetzt kann die Marketingabteilung mal beweisen, dass sie ihr Geld wert ist. Bisher hat sie es anscheinend ja nicht…

    Vorsprung durch Technik!

  • riz

    Interessant wäre zu wissen, wie viele Menschen denn befragt wurden und wie hoch hier der “Frauenanteil” ist?!

    Ziemlich viele 1er gehen an die Damen und dass es denen schnurz ist, welchen Antrieb das neue Autochen hat, kann ich mir durchaus vorstellen (ohne jetzt einen Geschlechterkampf lostreten zu wollen..)!

    • Benny

      Das wäre in der Tat interessant, wurde aber leider nicht kommuniziert. Da es sich aber eigentlich um eine interne Studie gehandelt haben soll, ist davon auszugehen, dass BMW schon Wert auf ein aussagekräftiges Ergebnis gelegt hat. Da Frauen einen wichtigen Teil der Kundschaft ausmachen und dieselben Preise wie Männer zahlen, spielt das Geschlecht der Befragten eigentlich keine Rolle, auch wenn ich Deiner Vermutung nicht widersprechen möchte.

      • Lennardt

        Geschlecht spielt aber für ein neues Modell schon eine Rolle finde ich. Es zeigt sich ja durch die Studie, dass die Technik eher zweitrangig ist, also würde ein Frauenauto eher den obligatorischen Hello-Kitty-Aufkleber kriegen als ein Auto, dass für beide Geschlechter gleichermaßen oder auch in erster Linie für Männer konzipiert wird.

        • Benny

          Ja gut, sorum betrachtet hat es für die Konzeption eines neuen Modells natürlich schon eine Bedeutung. Ich bezog mich eher darauf, dass der Frauenanteil in der Umfrage sicherlich ungefähr dem Frauenanteil der 1er-Kundschaft entsprechen wird und insofern eben auch einige Frauen befragt werden “müssen”, auch wenn da bei manchen (!) das Technikinteresse sicherlich eingeschränkt ist. Aber ja, für die Neukonzeption des Fronttrieblers auf MINI-Basis spielt es schon eine Rolle, wobei da wohl eher die Frage im Raum steht, wieviel Prozent der männlichen Kunden glaubten, sie führen Frontantrieb, denn an die Frauen richtet sich ja in der Klasse eher der MINI als der neue BMW, der sicherlich etwas weniger “niedlich” aussehen wird.

  • Wooden

    Da die Neuwagenkäufer ihren 1er beim Händler kaufen bzw. leasen und dementsprechend ein Verkaufsgespräch stattfand, halte ich diese 80% für recht ominös. 20% würde es wohl eher treffen, aber die würden wohl auch nicht wissen, ob sie einen Motor nach Otto- oder Dieselprinzip arbeitend haben. 😉

    • riz

      Naja, ob Otto oder Diesel merken die ja dann meistens an der Tanke – oder spätestens in der Werkstatt..sind ja mittlerweile überall ganz dicke Hinweise auf/am/um den Tankdeckel herum..

    • schorse

      ich kenn das ja selber hab lang genug als bmw verkäufer gearbeitet und man kann den kunden soviel erzählen wie man möchte die 80% hören eh nur bei dem preis zu der größteteil kauft sein auto nach optischen und verbrauchsgründen aus
      ich könnte den 100 mal sagen das es der einzigste hecktriebler in der klasse ist das haben die spätestens dann vergessen wenn sie aus der tür raus sind

  • Chris

    Der Größteil der Modelle sind 116i-118d, dann noch einige 120d, eine Hand voll 123d und die 125-135i kann man an der Hand abzählen. Die Kundschaft, welche die schwächer motorisierten 1er fährt ist es eher egal, ob der Wagen Heck- oder Frontantrieb hat, daher achten viele nicht drauf. Der 1er gefällt und ist ein BMW und wird daher gekauft, nicht wegen der Antriebsform.

    Seien wir mal ehlich, bis zum 120d macht der Heckantrieb eh nicht Sinn, da die Kundschaft dieser Motorisierungen nicht so großen Wert auf sportliches Fahrverhalten legt. Ab einem 130i sieht die Welt dann anders aus.

    Mein Vorschlg für die übernächste 1er Generation: 1er Hatch bis 120d mit Frontantrieb und 1er Coupé ab 123d mit Heckantrieb.

    Mfg

    • Matt

      Ich glaub das ist dann noch teurer als nur heckantrieb…entwicklung von zwei plattformen, in verschiedenen modellen, geringere stückzahlen pro plattform…

    • mitsu

      Lustiger Vorschlag! Dann wird ein 1er etwas mehr als ein 5er kosten, da die Entwicklungskosten ins Unermessliche steigen. Aber gut, wenn’s hilft. 🙂

      • Chris

        Individualität kostet eben. 😛

  • BMWfan

    ich denke vielen BMW Fahrern ist egal, was sich unter ihnen abspielt, aber gerade denen es nicht egal ist sollte man die Stange halten und weiterhin auch Heckantrieb setzen!!

    Den vielen 116i Fahrern wird auch der Motor ziemlich egal sein, einem 135i Fahrer könnte man nicht so leicht nen R4 Diesel verkaufen.

    Vielen ist bestimmt egal ob Leder oder Stoff, den Lederliebhaber kann man aber nicht mit einer “Stoffpflicht” verprellen etc.

    die Liste könnte man beliebig verlängern, allerdings soll sich BMW keine Statistiken zurechtlegen sondern weiterhin bei den Prinzipien bleiben!!

  • Ewtalburg

    BMW gesteht daß die Marketingabteilung unter aller Kritik ist.

    Vorsprung durch Technik!!!

  • Ich finde ein BMW mit Frontantrieb unter der 1er Serie ist noch ok. Solange BMW dann sogar mit Frontantrieb den AUDIs und VWs in sachen fahrdynamik davon fährt, sehe ich jetzt kein grosses Problem darin. Aber Frontantrieb sollte wirklich nur bei den kleinen modellen eingebaut werden unter der 1er Serie. Bei allem ab 1er sollte das auf jeden Fall Tabú sein!

  • Hans

    Es ist einfach nur traurig, bin am verzweifeln.
    Wenn wir davon ausgehen, dass 75% der Autofahrer überhaupt keinen Plan haben, dann müsste ja logischerweise 50/50 Front/Heck rauskommen, oder?

    So aber schaut es aus, dass Frontantriebsfans bewusst einen 1er mit Frontantrieb wollen und glauben zu haben.

    D.H. Frontantrieb wird als hochwertiger als Heckantrieb angesehen. Deshalb Premium BMW kaufen und meinen juhu, da gebt ich lieber etwas mehr aus und hab dann Frontantrieb?!?

    Total crazy

    Ich glaub die Umfrage ist totaler Müll!

    • Lennardt

      ich glaube eher dass die meisten denken, wenn der Motor vorne ist, müssen ja auch die Räder vorne angetrieben werden. So wäre meine Logik, wenn ich keinen blassen Schimmer hätte. Im Innenraum sieht man die Kraftübertragung nach hinten ja nicht bzw. hält das einfach nur für einen Ausläufer der Mittelkonsole. Aber das Ergebnis ist echt zum heulen 🙁 Ich wette bei Audi hätten 50% der Kunden Allrad angekreuzt, so krass wie Audi damit wirbt.

  • Chris

    Also 80% ist es egal welchen Antrieb sie im Auto haben und die restlichen 20% haben sich bewusst für einen Heckantrieb entschieden.
    Für welches Antriebskonzept sollte sich BMW wohl entscheiden?

  • Südstaatler

    So wie aus meiner Erfahrung im allgemeinen mit Statistik umgegangen wird, insbesondere bei BMW, sagt die Studie gar nichts aus.

    Dass gerade bei einem 1er, der zudem meist als 116i bis 120d verkauft wird, viele nicht wissen, dass es Heckantrieb hat, überrascht nicht. Spielt dort im Fahrverhalten auch keine so große Rolle.

    Der Heckantrieb kommt erst bei den größeren Motoren / Modellen zum tragen. Dort weiß die Kundschaft in der Regal auch, wie die vielen Pferdestärken auf den Asphalt kommen. Und wenn nicht, auch egal.
    Es zählt dass der Kunde happy ist, das warum ist zweitrangig.

  • eqaaaa

    da ist die studie aber kräftig gegen den baum gelaufen,,, da waren halt die faker zu dumm die das angekreuzt haben. oder bmw wollte das ergebnis und da müssen die faker das halt so ankreuzen. pech halt

  • six-in-a-row

    es ist echt traurig dass manche leute so viel geld für ein auto ausgeben ohne auch nur die wichtigsten eckdaten zu kennen.
    wundert i.wen noch dass audi so einen erfolg hat? hauptsache man hat ne gute marketing-abteilung und halbwegs ansehnliche autos…

  • Chris

    Gerade erinnere ich mich an meine erste Fahrt im 116i mit einem Freund. Nachdem wir den ganzen Tag mit dem Wagen unterwegs waren und er anschließend auf einem Schotterwegs gefahren ist und die hinteren Räder durchgedreht sind, fragte er verduzt: “Hat der Heckantrieb?” Mir fiel die Kinnlade runter :D, da ich fest davon ausging, er wüsste es.

    Mfg

  • Everlast

    Das zeigt eindrucksvoll, wie scheißegal der hier so oft beschworene Heckantrieb den meisten Kunden ist. Und auch ich bin der Meinung: Im Alltag (!) spielt die angetriebene Achse keine Rolle.

    Nicht jeder hat eine Firmentankkarte und einen Alpenpass vor der Tür. Leider. 🙂

    Ich lehne mich sogar so weit aus dem Fenster zu sagen, dass der Großteil der Autofahrer (der nun mal maximal Mittelklasse fährt) nicht mal annähernd in den Grenzbereich vorstößen könnte, in dem die Unterschiede der Antriebskonzepte wirklich deutlich zum Tragen kommen.

    Gute Nacht!

    • Lennardt

      Im Kreisverkehr merkt man ziemlich krass, wenn man Frontantrieb fährt. Und auch im Norden Deutschlands gibts Straßen, auf denen man innerhalb der Tempolimits das Fahrwerk an die Grenzen bringt, zumindest soweit mans als Nicht-Rennfahrer kann. Und Verbrauch ist auch BMW führend 😉

      • Heim von Kuehn

        >Im Kreisverkehr merkt man ziemlich krass, wenn man Frontantrieb fährt.

        Ja sicher, wenn man den Kreisverkehr mit 100 fahren will…..

        …aber das wollen, vermute ich, mind. 80% der BMW-Fahrer gar nicht….

  • Jan

    Für alle Liebhaber dieser Marke ist es natürlich schier unbegreiflich, dass selbst unter Fahrern dieses wunderbaren Modells, des BMW 1er, des einzigen Fahrzeugs in der Kompaktklasse mit Heckantrieb, das Wissen um dessen Antriebskonzept scheinbar kaum verbreitet ist. Und doch verwundert es kaum. Ursächlich ist mitnichten der angeblich so hohe Frauenanteil der Befragten. Vielmehr ist auch unter Männern technisches Grundverständnis mittlerweile oft Mangelware, ja auch die Begeisterung für die Technik, die unter dem Blech steckt, lässt nach.
    Wie es dazu kommt? Zunächst mag es es ganz einfach dem Zeitgeist entsprechen, vor allem auf die Form und weniger auf den Inhalt zu achten. Wie ließe sich sonst erklären, dass, ja das muss man auch als treuester Anhänger der Marke mit dem Propeller zugeben, in letzten Jahren eine andere Marke mit vier Ringen sehr erfolgreich darin war, freilich ohne technisch wirklich gleichzuziehen, so doch in Sachen Image in der Bevölkerung fast zu überholen? Wie kann es sein, dass ein Audi TT, ein Fahrzeug auf Golf-Plattform, mit quer und meilenweit vor der Vorderachse eingebautem Motor, heute besonders von jungen Männern als “reinrassiger” Sportwagen angesehen wird? Es mag daran liegen, dass die Autos in den letzten Jahrzehnten immer perfekter wurden, alles wird verkleidet (selbst der Motor!) und man sieht wenig nacktes Blech. Dank Run-Flat-Technologie muss man heute nicht mal mehr einen Reifen selber wechseln, dafür kann es passieren, dass die komplexe Elektronik eines Fahrzeugs streikt und es beim Freundlichen ausgelesen werden muss und vielleicht ein Software-Update bekommt. Wer schraubt noch selbst an einem modernen Fahrzeug? Wer kann echte Lufteinlässe von geriffeltem schwarzen Plastik unterscheiden (wie es leider nicht nur Audi, sondern auch BMW vermehrt einsetzt)?
    Mit Autos vom Schlage eines 1er-BMW oder eines Audi A3 verhält es sich wie mit Produkten einer anderen sehr erfolgreichen Marke: Apple. Wie hoch mag hier der Prozentsatz an Kunden sein, die Geräte dieser Marke aufgrund ihrer technischen Alleinstellungsmerkmale kaufen? Und wie viele finden einfach, dass ein iPhone oder ein MacBook am schönsten gestaltet oder einfach am “coolsten” ist?
    Audi ist Apple unter den Autobauern. Auch wenn sie langsam Gefahr laufen, sich in ihrer Formensprache zu wiederholen (siehe neuer A8), so hat diese Marke in den letzten Jahren mit aller Konsequenz ein bestechend gutes Design entwickelt und ist damit voll dem Zeitgeist gerecht geworden. BMW scheint sich mittlerweile in punkto Design wieder gefangen zu haben, während Stuttgart (mit Ausnahme des SLS) gestalterisch in der völligen Bedeutungslosigkeit taumelt. Doch der Erfolg der Marke Audi beweist doch, wie wenig technischer Inhalt verglichen mit Design und Image heute zählt.
    Für mich käme in der Kompaktklasse nie etwas anderes als ein 1er in Frage und das natürlich wegen seines Heckantriebs. Denn es bleibt dabei: jeder 118d hat ein sportlicheres Grundlayout als ein Audi TTRS. Außerdem, da muss den Vorrednern widersprochen werden, kann man auch einen 118d ganz wunderbar quer fahren und so auch bei etwas schwächerer Motorisierung eindeutig feststellen, dass es sich um einen Hecktriebler handelt.
    BMW wird trotzdem Fronttriebler bauen und das ist ok so. In Zeiten enormen Wettbewerbs scheint es nötig und angesichts dieser Umfrage wäre es geradezu absurd und an den Kundenbedürfnissen vorbeientwickelt, ausschließlich auf Heckantrieb zu setzen. Wir müssen uns eben damit zufrieden geben, dass auf dieses Weise noch das eine oder andere begehrenswerte Heckantriebsmodell mitfinanziert wird. Wobei auch die immer seltener mit einem vernünftigen 6-Gang-Schalter gekoppelt sind. Aber das ist eine andere Geschichte.

    • Lennardt

      Ich stimme dir in so ziemlich allem zu, aber der Vergleich zwischen Audi und Apple ist eher schwach finde ich. In sofern stimme ich dir zu, dass große Teile der Apple- und Audi-Kunden in erster Linie nicht an der Ingeneursleistung sondern am Image interessiert. Allerdings hat Apple da wo sie einsteigen meistens den Markt kräftig umgekrempelt, wie z.B.iPhone oder beim iPod, der zeitweise an Speicherplatz, Akkuleistung etc. bei annähernd gleichen Preisen nicht überboten werden konnte. Das Interface der Appleprodukte ist in meinen Augen klar ein Alleinstellungsmerkmal. Und ich mag Apple sowas von garnicht, erst recht nicht Rollkragen-Steve mit seinen Superlativen, mit denen bequem man jedes köstliche Essen beschreiben könnte. Audi hat sowas nicht, bzw. mir fällt sowas nicht ein. Effektives Marketing nur, aber ich bin optimistisch, dass sich diese Marktschreierei noch rächen wird.

    • Werner

      Damit ist eigentlich Alles gesagt!

  • XfrogX

    Glaube keiner statisik die du nicht selbst gefälscht hat, kaum gibts kritische stimmen zum front antrieb bmw schon zieht bmw eine internet befragen ohne wirklich zahlen angaben aus dem hut die sagt 80% glauben sie hätten eh front.

    Front 1er wir kommen.

    • Benny

      Das kann im Moment niemand seriös behaupten oder wiederlegen. Der F20 kommt garantiert mit Heckantrieb, vor 2018 kommt also kein 1er mit Frontantrieb. Was 2018 wird, können wir ab 2015 diskutieren 😉

  • Thomas

    Hätte ich auch nicht ganz so gedacht, aber wie gut daß Marketing bei anderen funktionieren kann zeigt ja Audi: Die meisten Menschen denken bestimmt, dass Audi die meisten Allradfahrzeuge verkauft und wie toll dass doch sei, dass es serienmäßig (in bestimmten Modellen) ist. Kaum einer aber weiß, daß Audi den Allrad einbauen muss, damit ihre Autos überhaupt vernünftig vorwärts kommen.

    • Heim von Kuehn

      >Kaum einer aber weiß, daß Audi den Allrad einbauen muss, damit ihre Autos überhaupt vernünftig vorwärts kommen.

      Definiere: “überhaupt vernünftig vorwärts kommen” !

      von A nach B fahren ?
      Kurvige Landstraßen auch mit 150 sicher befahren ?
      Kickstart an der Ampel ?
      Im Winter eine verschneite Steigung hoch fahren ?
      Mit 100 PS ? mit 200 PS ? mit 300 PS ?

  • mitsu

    Meine FRau ist Sozialwissenschaftlerin und betont immer: Trau keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast.
    Jede Studie liefert das Ergebnis, dass der Auftraggeber bestätigt sehen will. Sonst gibt es nämlich das nächste Mal keinen Auftrag mehr.

    Demnach wird BMW Interesse daran haben, dass genau dieses Ergebnis herauskommt. Vielleicht, weil der neue 1er Frontantrieb haben wird (sollten sie am Ende doch eine Peugeot-Plattform verwenden?). Vielleicht aber auch, weil man marktinggerecht auf die Besonderheit des Heckantriebs hinweisen will. So eine Studie, kontrovers diskutiert, schafft ja auch eine Menge Aufmerksamkeit.

    • daniel

      tatsächlich wird sowas sehr oft von denen, die die studie machen sollen, selbst ausgefüllt (aus durch geldmangel bedingtem zeitdruck). aber es gibt durchaus sehr repräsentative, seriöse umfragen. diese sind allerdings teuer.
      aber welches interesse hätte bmw daran, in einer internen umfrage falsche ergebnisse zu erzielen? ich könnte mir auch durchaus vorstellen, dass diese umfrage von bmw selbst durchgeführt wurde, da die ja wohl am einfachsten mit bmw 1er fahrern in kontakt treten können.

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  • eqaaaa

    der 1er ist irgendwie was besonderes in der compactklasse mitn heckantrieb und mein e36 compact auch…. sehr lustig die dinger und mein vater hat auch son 1er,,, ich find die dinger halt am wendigsten und direktesten. es ist auch ein vorteil im alltag. außerdem kommt die kraft auch hinten an, wie bei manchen frontlern nicht. die wickeln doch alle vorn. bin auch schon fronttriebler von mutter und kumpels gefahren und ich find da gibts deutlich unterschiede.

  • XfrogX

    Jepp Egal ob die studie nun wahr ist oder nicht, BMW will das die welt erfährt das doch eh soviele 1er fahrer denken das sie einen frontantrieb haben, sonst hätten sie diese studie ja nie veröffentlich und nur intern genutzt um zu sagen wir müssen den leuten mehr von heckantrieb bei uns überzeugen.

    Also ist nun die frage warum will bmw das? Findedie kann sich aber doch jeder selbst beantworten.

  • Michi

    😀
    Spätestens wenn sie ihre Schneeketten vorne montieren, merken sie, dass da was nicht stimmt…. 😀 😀

    Interessant wären noch die Auswahlmöglichkeiten.
    Gab es nur “Front” oder “Heck”, oder gab es “Front”, “Heck” und “keine Ahnung” ?
    Bei letzterem wären die 80% für “Front” sehr sehr beängstigend… (Allerdings wäre ersteres als Umfrage unbrauchbar…)

  • fc

    die sollen wenigstens Coupes mit heckantieb lassen..

  • Pingback: Z4 18i geplant ?!?()

  • Jeremy

    Ich bin 4 Mal stehen geblieben im Schnee während meiner Audi/VW Kollegen mühelos weggefahren sind. Bei Kurvenfahrt in Winter oder Regen macht es wenig Spass – der Heck wackelt viel zu gern. Wieviel davon ist wegen die holzene Runflats? Kann ich nicht sagen. Ich habe immer Schneeketten im Kofferraum im Winter. Mein nächstes BMW wird keine Runflats haben, und falls das im Schnee steckenbleibt, dann gebe ich mit BMW auf. Bei meinen Vorderrad Antriebener Fahrzeuge bin ich nie stehen geblieben und das Auto blieb immer beherrschbar im Schneefall / Regen.

    • steve8178

      Ich weiss ja nicht wo du lebst, aber ich bin mit meinem Hecktriebler mit Asc+t genauso schnell im festgefahrenen Schnee an der Ampel weggekommen wie ein Fronttriebler. Und sind wir mal ehrlich in Kurven wenn ich mit einem Fronttriebler einlenke und gasgebe dann übersteuert das Auto so sehr das ich keine chance habe den noch einzufangen, bei einem Hecktriebler gebe ich jedenfalls immer die Richtung vor und das Heck beschleunig. Wenn ich also mit Heck in den Kurven fahre und da Gas und das Heck doch mal ausbrechen soll dann kann ich es jedenfalls 10 mal besser einfangen wie mit einem Fronttriebler!! Nur ein Allradler mit x-drive oder Quattro war schneller wie ich. Dazu bremste mich immer mein Asc+t ein wenn es kein Grip hatte, früher ja da war das mal gefährliche, aber nun ist das alles nur noch subjektiv!!! Und nochwas: Bergauf im Schnee war ich sogar schneller als ein Fronttrieber.

      Und sind wir mal ehrlich hast du schon mal ein Fahrrad oder Motorrad mit Frontantrieb gesehen! Nein Danke, Wenn ich Fahrfreude will kommt mal nicht um ein Hecktriebler drumrum, so wie auch im Motorsport!!

  • Jeremy

    Und wenn Heckantrieb so gut ist, wieso gibt es keine Vergleich-dich-Satt Kampagne von BMW? Probefahren BMW vs Audi. Muss ja einfach zu beweisen wie gut der Heckantrieb ist, oder? Mindestens eine Simulator in der BMW Welt erwarte ich.

    • Benny

      Die Frage, was besser ist, stellt sich nicht. Frag Dich doch mal, warum Hersteller ohne größeren Kostendruck wie Ferrari, Porsche, Aston Martin, Jaguar, Bentley und so weiter keinen Frontantrieb verbauen? Das macht eben aus sportlicher Sicht keinen Sinn, weil dann die Vorderräder sowohl Lenk- als auch Antriebsmomente übertragen müssen, ein einzelner Reifen kann aber nur ein bestimmtes Maß an Kräften übertragen, weshalb die Verteilung der Kräfte auf vier Räder prinzipiell mehr Sinn ergibt als zwei mehr oder weniger ungenutzte Räder an der Hinterachse spazieren zu fahren, während die beiden Vorderräder die ganze Arbeit machen müssen. Merkt man ja auch gut bei potenten Fronttrieblern, dass die Traktion da sehr schnell am Ende ist und man statt Vortrieb scharrende Vorderräder hat.
      Dennoch ist es richtig, dass Frontantrieb im Winter für den Laien leichter zu beherrschen ist, denn ein übersteuerndes Fahrverhalten muss man eben mögen – was nur der Fall ist, wenn man es beherrscht. Wenn einem ein ausbrechendes Heck Angst macht, ist das eher nicht der Fall und ich würde Dir dringend ein Fahrertraining bei BMW oder einem anderen Hecktriebler-Anbieter empfehlen, wenn man es beherrscht, ist es nämlich ein unendlicher Quell der Freude 🙂

      • steve8178

        Jaaaaaaaaa, danke Benny so ist es!!! Danke an BMW und Mercedes für den einzigen Hecktriebler der deutschen Hersteller!!!

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