Der BMW iX3 (NA5) zeigt nach seinem Bestwert im 90er-Test auch in weiteren Praxis-Tests von Bjørn Nyland eine beeindruckende Performance: Im 1.000 Kilometer-Test des Norwegers, der bereits unzählige aktuelle Elektroautos dem gleichen Prozedere unterzogen hat und alle gewonnenen Daten ebenso akribisch wie offen einsehbar (Google Docs-Link) dokumentiert, absolvierte der erste Vertreter der Neuen Klasse die volle Distanz in 8 Stunden und 55 Minuten. Im Fokus steht bei diesem Test die Langstrecken-Tauglichkeit auf der Autobahn, wobei der ideale Sweetspot von hoher Geschwindigkeit und möglichst wenigen Ladestopps gesucht wird: Egal wie viel Zeit an der Ladesäule verbracht wird, unterm Strich zählt nur die Gesamtzeit für die 1.000 Kilometer.

Die Bedingungen für den BMW iX3 50 xDrive waren dabei alles andere als ideal: Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt befindet sich der Akku außerhalb seiner Komfortzone und auch die Konfiguration des Testwagens entsprach nicht dem theoretischen Optimum. Mit den gezeigten 21-Zoll-Felgen liegt die WLTP-Reichweite “nur” bei 782 Kilometer, es fehlen also 23 Kilometer zur effizientesten Konfiguration mit 20-Zöllern. Dennoch schafft Bjørn Nyland bei seiner Fahrt durch die skandinavische Nacht eine Zeit von unter 9 Stunden, womit er nicht nur sämtliche bisher getesteten Elektro-SUV hinter sich lässt, sondern beispielsweise auch den Mercedes EQS 450+ oder den neuen Mercedes CLA schlägt und sich auf Augenhöhe mit einem Tesla Model S Long Range bewegt – obwohl diese Elektroautos bei zweistelligen Plusgeraden getestet wurden.

Allein durch die Witterung hat der BMW iX3 laut Einschätzung des Testers das Potenzial für eine nochmals 5 bis 10 Minuten schnellere Zeit, was ihn in die Top-3 aller bisher von Bjørn Nyland getesteten Elektroautos bringen würde. Der Norweger zeigt sich vor allem auch vom Gesamtpaket begeistert: Der iX3 hat nicht nur einen sehr großen Akku und lädt extrem schnell, er ist ausgesprochen effizient – und kombiniert diese Stärken mit einem absolut alltagstauglichen Platzangebot sowie der Souveränität von 469 PS und überzeugender Fahrdynamik.

Dass der BMW iX3 auch 1.000 Kilometer am Stück schaffen kann, wenn er besonders sparsam und zurückhaltend bewegt wird, hatte er bereits in einem Versuch auf der Strecke vom Werk Debrecen nach München unter Beweis gestellt.

Damit ist auch klar, wie hoch die Erwartungen an den neuen BMW i3 (NA0) sein dürfen: Der Elektro-3er mit eDrive Gen6 bietet im WLTP-Zyklus nochmals rund 100 Kilometer mehr Reichweite als der iX3 und dürfte aufgrund seiner kleineren Stirnfläche auch im Autobahn-Test spürbar effizienter unterwegs sein.