Der Fokus liegt seit Monaten auf der Neuen Klasse, aber das macht den BMW i4 M60 keine Zehntelsekunde langsamer: Zwar wird der gegen Ende des Jahres kommende BMW i3 50 (NA0) in fast jeder Disziplin überlegen sein und dürfte damit für die allermeisten Kunden das attraktivere Gesamtpaket darstellen, im Gegenzug dürften aber auch die Preise für den i4 spürbar attraktiver werden. Wie überzeugend der Auftritt des BMW i4 auch wenige Monate vor seinem Ende noch sein kann, zeigen uns aktuelle Fotos aus der Slowakei.

Der Elektro-4er präsentiert sich dabei mit einer matten Lackierung in Frozen Pure Grey, die die Formen und Linien des Gran Coupés zusätzlich betont. Für die sportlichen Details sorgt dabei nicht nur das beim Topmodell serienmäßige M Sport-Paket, sondern auch M60-exklusive Details wie die Niere mit angedeuteten Querstreben und die M-Außenspiegel. Ein weiterer Hingucker sind die 20 Zoll großen Leichtmetallräder im Design Doppelspeiche 868 M Bicolor, die nur als Bestandteil des M Technik-Pakets und folglich auch nur mit Sportreifen bestellbar sind. Im Innenraum trägt der gezeigte BMW i4 M60 die erweiterte Lederausstattung Merino im Farbton Tartufo.

Während die Fahrleistungen des 601 PS starken Top-i4 auch im sportlich gefahrenen Alltag nichts zu wünschen übrig lassen und mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 in 3,7 Sekunden sowie extrem spontanen Zwischensprints auf höchstem Performance-Niveau rangieren, zeigt der Blick auf die Reichweite die Einschränkungen der eDrive Gen5: Mit großen Rädern und Sportreifen schrumpft die WLTP-Reichweite des i4 M60 auf 450 Kilometer und liegt damit nur bei der Hälfte dessen, was der neue BMW i3 50 xDrive (NA0) schaffen wird. Zwar wird auch der i3 mit Sportreifen weniger weit kommen, aber er dürfte doch in einer ganz anderen Liga als der i4 spielen – was die weiterhin enorme Entwicklungsgeschwindigkeit bei den Elektro-Antrieben der BMW Group deutlich macht.

(Fotos: Samuel Zaťko / BMW Slovakia)