Mit der Neuen Klasse dringt BMW nicht nur im Vergleich mit den eigenen Elektroautos in eine neue Reichweiten-Liga, der BMW iX3 (NA5) setzt sich jetzt auch im markenübergreifenden Praxis-Test des Norwegers Bjørn Nyland an die Spitze des Rankings. In seinem 90er-Test auf der Autobahn schafft der iX3 imposante 724 Kilometer und fährt damit weiter als jedes andere von Nyland bisher getestete Elektroauto – und diese Liste umfasst bereits mehrere hundert Fahrzeuge. Hinter dem iX3 landen selbst deutlich stärker auf den Langstrecken-Einsatz ausgelegte Limousinen wie die Lucid Air Dream Edition oder der Mercedes EQS 450+, auch das Tesla Model 3 Long Range Highland kommt nicht an den ersten Vertreter der Neuen Klasse heran. Auch der neue Mercedes CLA bleibt mit 628 Kilometern sehr deutlich hinter dem iX3 zurück.
Vergleicht man den BMW iX3 nur mit anderen SUV, werden der Vorsprung und damit auch die Performance der eDrive Gen6 noch beeindruckender: Der schärfste Verfolger ist der Polestar 3 Long Range Dual Motor, dessen Akku nach 574 Kilometern und damit exakt 150 Kilometer früher leer ist. Andere Fahrzeuge wie der Audi Q6 e-tron Sportback, der Zeekr 7X Performance oder auch Tesla Model X und Model Y haben noch mehr Rückstand. Auch im schneller gefahrenen 120er-Test schafft der BMW iX3 50 xDrive 511 Kilometer und übertrifft damit alle SUV-Rivalen um mehr als 100 Kilometer.
Keine echte Überraschung ist, wie groß der Vorsprung zum ersten BMW iX3 (G01) ausfällt: Obwohl der heutige Elektro-X3 erheblich mehr Leistung und Allradantrieb hat, bietet er im 90er-Test satte 282 Kilometer mehr Reichweite. Im anspruchsvolleren 120er-Test bieten 193 Kilometer mehr Praxis-Reichweite ebenfalls erheblich mehr Spielraum – und natürlich kommt im Alltag der Vorteil hinzu, dass der neue BMW iX3 mit bis zu 400 kW laden und damit erheblich schneller neue Energie aufnehmen kann.
Klar ist, dass die eDrive Gen6 an Bord des iX3 noch nicht ihr volles Potenzial gezeigt hat: Der neue BMW i3 (NA0) im 3er-Format bietet rund 100 Kilometer mehr WLTP-Reichweite und dürfte folglich auch im Praxis-Test noch weiter kommen. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten profitiert er von der flacheren Silhouette und der kleineren Stirnfläche, was speziell beim 120er-Test nochmals einen klaren Vorteil gegenüber dem iX3 erwarten lässt.
