2026 ist das Jahr neuer Elektroautos in der Premium-Mittelklasse, denn mit dem BMW i3 (NA0) und der Mercedes C-Klasse EQ kommen gleich zwei Klassiker von deutschen Autobauern in ganz neuer Form auf den Markt. In unserem Bild-Vergleich sehen wir die beiden Limousinen Seite an Seite, natürlich nutzen wir die Gelegenheit aber auch für einen Vergleich der technischen Daten. Die elektrische C-Klasse ist dabei das insgesamt größere Auto, denn mit einer Länge von 4,88 Meter ist sie ganze 12 Zentimeter länger als der Elektro-3er. Dass sie außerdem rund zwei Zentimeter breiter und höher ist, dürfte eher seltener ins Auge fallen, trägt aber zu den insgesamt größeren Abmessungen bei.
Etwas überraschend ist, wie groß der Unterschied in Sachen Elektroantrieb ausfällt: Der BMW i3 zeigt der Mercedes C-Klasse hier klar die Grenzen auf. Mit 490 zu 469 PS ist der Mercedes zwar marginal stärker, doch in jeder anderen Hinsicht liegt der BMW deutlich vorn: Er lädt nicht nur mit bis zu 400 kW und übertrifft damit die maximal 330 kW der C-Klasse, vor allem schafft er auch bis zu 900 Kilometer WLTP-Reichweite und liegt damit rund 140 Kilometer vor dem Schwaben und seinem WLTP-Versprechen von maximal 762 Kilometern.

Wie groß der Aktionsradius in der Praxis ausfällt, dürften erste Vergleichstests im Jahr 2027 zeigen. Unabhängig davon bleibt die Frage im Raum, wie relevant die Unterschiede für den eigenen Alltag sind – schließlich sind mehr als 700 Kilometer in Verbindung mit der Möglichkeit zum schnellen Laden nur relativ selten ein echtes Problem. Spannend wird auch sein, wie sich das Fahrverhalten der beiden Rivalen unterscheidet: Die Mercedes C-Klasse setzt dabei auf Luftfederung und Allradlenkung, während BMW für den i3 bisher keine vergleichbaren Features angekündigt hat.
Genau wie beim Exterieur gehen Neue Klasse und C-Klasse auch im Innenraum ihren eigenen Weg. Der BMW i3 setzt dabei auf das Zusammenspiel von Panoramic Vision Display am Fuß der Frontscheibe und 18-Zoll-Touchscreen in der Mitte, die C-Klasse kommt mit MBUX-Hyberscreen im 39-Zoll-Format. Leistungsfähige Assistenzsysteme gemäß Level 2+ sind in beiden Limousinen an Bord, die Unterschiede im Detail und vor allem die tatsächliche Souveränität in alltäglichen Fahrsituationen werden sich jenseits aller Ankündigungen erst im direkten Vergleich zeigen.
Etwas schade ist, dass sich der Vergleich in der elektrischen Premium-Mittelklasse für den Moment auf zwei Fahrzeuge beschränken muss, doch ein elektrischer Audi A4 oder A5 ist derzeit noch nicht in Sicht.
(Fotos: Mercedes / BMW)
























