Die neue Mercedes C-Klasse zählt zu den Highlights der Auto China 2026 in Peking und wird auch in München mit Interesse verfolgt: Als Elektroauto tritt die Mercedes C-Klasse EQ direkt gegen den BMW i3 (NA0) an, dessen Langversion für den chinesischen Markt am Mittwoch an gleicher Stelle enthüllt wird. Während für die Mittelklasse-Limousine der Neuen Klasse bereits seit ein paar Wochen die WLTP-Reichweite von bis zu 900 Kilometern bekannt ist, hat Mercedes die Karten erst heute auf den Tisch gelegt – und dabei zumindest in gewisser Weise den Kürzeren gezogen, denn mit maximal 762 Kilometern im Normzyklus bleibt die C-Klasse deutlich hinter den Werten des i3.
Auch das Nachladen beherrscht der Bayer etwas besser als der Schwabe, denn die C-Klasse kann “nur” mit 330 kW geladen werden und kommt damit nicht an die 400 kW des BMW heran. Wie relevant diese Differenzen für den eigenen Alltag sind, muss freilich jeder für sich entscheiden. Während Reichweite und Ladgeschwindigkeit der elektrischen Mercedes C-Klasse hinter den Werten des BMW i3 50 xDrive zurückbleibt, übertrifft der C 400 4Matic seinen Rivalen bei der Leistung: Mit 360 kW oder 489 PS ist die C-Klasse etwas stärker als der 345 kW oder 469 PS starke Elektro-3er. Während sich BMW bisher nicht zur Fahrwerkstechnik des i3 geäußert hat, kündigt Mercedes bereits eine Allradlenkung und ein Fahrwerk mit Luftfederung an.

Beim Design orientiert sich die neue Mercedes C-Klasse EQ erwartungsgemäß am bereits im vergangenen Herbst enthüllten GLC EQ, auch die Limousine trägt den beleuchteten XXL-Grill mit großem Zentralstern. Am Heck trägt das Elektroauto ein durchgehendes schwarzes Band, das die beiden Rückleuchten-Einheiten und den Mercedes-Stern optisch verbinden. Bemerkenswert ist auch die fließende Dachlinie, die aus manchen Perspektiven eher an ein viertüriges Coupé als an eine klassische Stufenheck-Limousine erinnert. Hier zeigt sich der hohe Aerodynamik-Anspruch, der zu einem cW-Wert von 0,22 führt.
Im Innenraum ist die Nähe zum Mercedes GLC noch größer, auch in der C-Klasse ist praktisch das komplette Armaturenbrett als Display für das MBUX-Infotainment ausgeführt. Zwar bietet auch der BMW i3 ein Panoramic Vision Display auf voller Breite der Frontscheibe, es ist aber nur wenige Zentimeter hoch und eher als intuitive Erweiterung des Head-up-Displays zu verstehen. Das zentrale Infotainment-Display misst im i3 “nur” knappe 18 Zoll, eine primär für den Beifahrer gemeinte Anzeigeeinheit gibt es nicht.
Kein Geheimnis ist, dass in München neben der Limousine auch ein BMW i3 Touring (NA1) geplant ist. Ein T-Modell der elektrischen C-Klasse ist zwar bisher nicht bestätigt, mit Blick auf die gerade in Europa weiterhin sehr hohe Kombi-Nachfrage aber durchaus wahrscheinlich.
Neben dem elektrischen EQ-Modell wird es auch weiterhin eine Mercedes C-Klasse mit konventionellen Antrieben geben, diese zielt direkt auf den nächsten BMW 3er (G50).
(Fotos & Infos: Mercedes-Benz)



















































