Halbleiter- und Chip-Engpässe: Produktion bei BMW läuft, aber…

Sonstiges | 21.01.2021 von 0

Genau wie bei vielen anderen Autobauern droht auch BMW eine Unterbrechung der Produktion aufgrund fehlender Halbleiter- und Chip-Komponenten. Schon in der letzten Woche hatten Volkswagen …

Genau wie bei vielen anderen Autobauern droht auch BMW eine Unterbrechung der Produktion aufgrund fehlender Halbleiter- und Chip-Komponenten. Schon in der letzten Woche hatten Volkswagen und Audi in manchen Werken Kurzarbeit für tausende Mitarbeiter angekündigt, inzwischen haben sich auch Daimler und einige US-Autobauer zu Lieferengpässen bekannt und bereiten ähnliche Maßnahmen vor. Auch wenn BMW laut einer Antwort auf die Nachfrage des Münchner Merkur noch keine konkreten Probleme sieht und auf fristgerechte Bestellungen ausreichender Stückzahlen verweist, dürfte das Thema demnächst auch die Münchner betreffen – denn fristgerecht bestellt haben sicher auch die anderen Autobauer.

Komplex wird das Problem der fehlenden Halbleiter-Chips auch, weil es nicht nur die Autobauer selbst betrifft: Selbst weltweit agierende Zulieferer-Riesen wie Bosch oder Continental erhalten nicht die von ihnen bestellten Mengen und können daher ihre eigenen Produkte nicht herstellen. Ähnlich dürfte es auch vielen anderen Zulieferern gehen, weshalb früher oder später fast alle Autobauer von den Engpässen eingeholt werden dürften. Allein bei Volkswagen summiert sich das Problem auf bis zu 100.000 Fahrzeuge, die in diesem Jahr nicht wie geplant gebaut werden können.

Hintergrund der Liefer-Engpässe war der drastische Nachfrage-Einbruch zu Beginn der Corona-Pandemie im vergangenen Frühjahr: Autobauer und Zulieferer hatten mit einer länger anhaltenden Durststrecke gerechnet und ihre Bestellungen zusammengestrichen. Dass sich der Markt derart schnell erholen würde und schon im vierten Quartal wieder neue Allzeit-Rekorde aufgestellt werden können, wagte während des zweiten Quartals niemand zu hoffen.

Dass die BMW Group hier auf einer Insel der Glückseligen bleibt und als einziger großer Autobauer nicht von der Thematik eingeholt wird, erscheint vor diesem Hintergrund ausgesprochen unwahrscheinlich. Wir gehen daher davon aus, dass auch an mehreren BMW-Standorten innerhalb der nächsten Wochen Engpässe auftreten, die Unterbrechungen oder zumindest Drosselungen der Produktion unumgänglich machen.

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