Oktober 2018: BMW 1er auf dem Weg zum Deutschland-Bestseller

News | 12.11.2018 von 19

Im internen Ranking der BMW-Baureihen in Deutschland hat sich der 1er per Oktober einen Vorsprung herausgefahren, der schwierig aufzuholen sein dürfte.

Auch zum Auftakt des vierten Quartals hat sich der BMW 1er im Oktober 2018 die Krone des internen Baureihen-Rankings gesichert. Mit 4.321 verkauften Fahrzeugen war kein anderer BMW so erfolgreich wie der kompakte Hecktriebler. Mit einem deutlichen Rückstand und insgesamt 3.620 Einheiten folgt die BMW 5er-Reihe auf dem zweiten Rang, noch klarer abgeschlagen liegt der BMW 2er mit 3.055 Neuzulassungen auf Position 3. Weiterhin stark waren im Oktober 2018 die Verkaufszahlen der 3er-Reihe, obwohl Anfang des Monats in Paris der Nachfolger (G20) vorgestellt wurde.

Beim Blick auf die Zahlen seit Jahresbeginn belegt der BMW 1er nach 10 Monaten ebenfalls den Spitzenplatz. Über 35.500 neue 1er sind in diesem Jahr auf die Straßen gekommen, damit steht der Einstiegs-BMW für über 16 Prozent des Gesamt-Absatzes. Nicht nur aus Sicht der Finanz-Experten erfreulich ist, wie dicht der deutlich margenträchtigere BMW 5er im Windschatten des 1ers fährt: Mit bisher 34.111 Einheiten hat der 5er theoretisch auch noch die Chance auf den Spitzenplatz.

Ebenfalls über 30.000 Einheiten liegt die BMW 2er-Reihe mit Active Tourer, Gran Tourer, Coupé und Cabriolet. Angesichts eines Rückstands von fast 3.000 Einheiten und nur noch zwei ausstehenden Monaten dürfte der vom 1er herausgefahrene Vorsprung allerdings zu groß sein, um im internen Ranking noch an die Spitze fahren zu können.

Bei den SUV-Modellen setzt sich die Erfolgsgeschichte der kompakten Bestseller X1 und X2 fort. Obwohl der praktische X1 im kommenden Jahr ein Facelift erhält und mit dem X2 starke hauseigene Konkurrenz hinzugekommen ist, liegt er mit 26.091 Einheiten auf dem fünften Rang der Baureihen-Statistik. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dieser Wert einem Rückgang um rund 3.000 Einheiten, allerdings wird dieser Effekt vom Erfolg des X2 mehr als ausgeglichen. Gemeinsam stehen die beiden UKL-basierten Kompakt-SUV für über 32.900 Einheiten. Auch der X3 zeigt mit über 15.000 Einheiten eine starke Performance.

Heimlicher Spitzenreiter bleibt allen Zahlenspielen zum Trotz das Segment der Mittelklasse-Pkw: Addiert man den Absatz von BMW 3er und 4er, kommt man schon jetzt auf über 40.000 Einheiten und sieht, dass die 3er Limousine und ihre direkten Ableger auch im Jahr 2018 nichts von ihrem Reiz verloren haben.

19 responses to “Oktober 2018: BMW 1er auf dem Weg zum Deutschland-Bestseller”

  1. Xie Ror says:

    Alle freuen sich auf den F40 … nicht

  2. M. Power says:

    Obwohl man weiss das bald ein Nachfolger kommt, wird der 1er noch sehr gut verkauft.
    Bravo, das zeigt ja schon das viele kein Interesse an einem 1er “Frontkratzer” haben und sich noch für einen RWD entschieden haben.
    Neulich war doch hier zu lesen, dass die Kundschaft vom 1er nicht so viel Wert auf den RWD legt.
    Ich hoffe der F40 wird ein Flop….!

    • driv3r says:

      Der F40 wird eher fulminant top werden für München. Geringere Kosten durch UKL und Variantenreduktion (3-Türer entfällt). Bei auch nur ähnlichem Verkaufserfolg ein sehr lukratives Geschäft. Aus Finanzsicht. Und natürlich wird der neue super-praktisch und super-connected und ab Bestellstart mit super-sinnlosen-M-Performance-Parts zu dekorieren sein. Emotional blutet einem als wahrer Autofahrer eher das Herz. Ich sehe jetzt schon haufenweise Leasing 118er M-Sport-Line mit aufgeklebten M-Performance-Stickern auf dem Hof des Freundlichen stehen. Na danke.

      • gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

        „ ………. und Variantenreduktion (3-Türer entfällt)“

        Meine HOFFNUNG:

        Wird DA etwa „Platz gemacht“ für eine weitere !!! RWD-Variante des 2er, als kompaktes !! „Hatchback-Coupe“ mit breiten Backen, a la Z3 Coupe???

        • driv3r says:

          Sicherlich nicht. Seit wann sind kompakte Hatchback-Coupés wieder en vouge? Im Controllinggetriebenen München wird es so etwas sicherlich nicht geben. Für 3- bzw. 2-Türer-Liebhaber muss dann das 2er Coupé herhalten. Ebenso sehe ich kein Z4 Coupé. Das würde massiv im klassischen 4er Coupé Revier wildern und am oberen Ende der 2er Coupés. BMW macht keine Markenpflege, die machen Renditepflege.

        • Tigerfox says:

          Nein, 3-Türer in der Kompakt- und Kleinwagenklasse sterben allgemein aus, siehe A3, A1 (mitten im Produktzyklus gestrichen), Polo und Ibiza (beim Modellwechsel entfallen) sowie Golf, Leon und Astra (angekündigt). Ford, Peugeot, Renault, Citroen und Alfa haben schon länger keine Kompakten mit vier Türen mehr, MB hatte nie einen.
          Beim Peugeot 208 soll er auch entfallen oder ist es schon, der MiTo ist auch so gut wie tot, der DS3 auch bald, vom Clio gibt es schon keinen Zweitürer mehr. Bleiben noch Corsa (der ewige Wiedergänger) und Fiesta.

    • B3ernd says:

      Ich denke auch, dass der Anteil der “ich hole mir noch schnell den letzten rwd 1er” zu vernachlässigen ist. Vielmehr werden Leasing- und Rabattaktionen zum Modellzyklusende für den gesteigerten Absatz verantwortlich sind.

    • gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

      „Ich hoffe der F40 wird ein Flop….!“

      Ich AUCH – was letztendlich zum Nutzen von BMW sein KANN – DAMIT sie es (vielleicht) noch begreifen:
      DANN M U S S es nämlich alsbald einen (weiteren) – bisher noch ungeplanten – Ableger (des 2er) mit HINTERRADantrieb geben.

      Nicht jeder will einen (fetten) 3er oder 4er.
      AUCH die „Rechnung“, künftig auf ein 2er Cabrio zu „verzichten“, wird sich rächen.

      Und wir können weitermachen:
      WESHALB in der kleinen Klasse der “Verzicht“ auf einen „zahmen“ 6-Zylinder, sagen wir mit 286 PS – aus dem künftigen X5 45e?

      Der selige BMW 125i 3.0 Cabrio mit 218 PS WIRD ein Klassiker. Aus allen genau diesen Gründen.

      Es ist sicher richtig, dass der neue 3er-G20 – aber nur wegen TESLA – als Elektro-Variante hätte kommen müssen. Um DENEN den heißen Wind aus den Segeln zu nehmen.

      SO ABER scheint Tesla derzeit mehr Finanzkraft generieren zu können als BMW. Das (nicht lieferbare) Basismodell des „Model 3“ hat auch nur 340 km Reichweite.
      DA hätte man mithalten können.

      ANDERE wagen sich manchmal mehr:
      So ist einst der VW Phaeton bereits deutlich VOR seiner regulären Markteinführung sogar als „KANZLER“-Limousine und sogar mit langem Radstand und Panzerung imagemäßig „in Szene gesetzt“ worden. (O.K., Onkel Schröder war immer schon ein Großmaul ……..)

  3. Oliver Beyer says:

    Hier in den Kommentaren sind wieder einmal typische Fanboys zu lesen.

    Die guten Zulassungszahlen des 1ers haben doch nichts mit dem kommenden Vorderradantrieb zu tun. Der 1er hat einen Anteil an gewerblichen Zulassungen von ca. 70%. Die meisten davon werden sich nicht für Vorder- oder Hinterradantrieb interessieren.

    • Xie Ror says:

      das mag schon richtig sein, aber irgendwann bleibt von der Marke nur noch das Logo als USP … dann entscheidet entweder die Kraft der Marke (wo immer die auch herkommen will) oder der Preis bzw. das Angebot

    • Tigerfox says:

      Das ist beim 3er aber auch so und der dürfte der beliebtere Firmenwagen sein, da brauchbarer Innenraum.
      Stattdessen wird der das gesamte Jahr vom 1er und auch vom als Firmenwagen viel zu unpraktischen 2er dominiert.

      Für mich ist es nur ein schwacher Trost. Den für eine spätere Anschaffung als Gebrauchter interessanten 1ern und 2ern (125i, M140i, 230i, M240i) hat man zwischen 2015 und diesem Jahr nach und nach die Schaltgetriebe gestrichen, was die Wagen für mich uninteressant macht. Ich kabb nur hoffen, dass auch viele gekauft wurden, als es diese noch gab.

      • Fagballs says:

        Ich weiß ja nicht, in welcher Welt von Firmenwagen du lebst, aber ich kenne solche in einem breiten Band von Up bis S-Klasse. Manche Firmenwagen sind tatsächlich für Transport von nur einer Person gedacht und da ist ein kompakter Wagen mehr als ausreichend. Wenn man dann noch einen Sack voll Material dabei hat, ist ein 2er AT gar keine schlechte Wahl. Und der 2er GT ist rein in Bezug auf die Quantität des Innenraum dem 3er sogar überlegen.

        • Tigerfox says:

          Ich kenne mich sogut wie garnicht mit Firmenwagen aus, nur was man als nicht Betroffener so mitkriegt.
          Für mich sind aber typische Firmenwagen die Kombis der dt. Hersteller, seltener die Limos. Ja, ich weiss das es je nach Firma unterschiedlich ist und ich habe auch schon mal Anzeige gegen einen mit weißem 4er-Coupe gestellt, der mich auf der AB übelst bedrängt hat, nur um dann zu erfahren, dass es sein Firmenwagen war.
          Aber ich weiss auch, dass manche Firmen da grenzen Setzen und das Auto schon einen gewissen Nutzwert haben muss. Natürlich finde ich es ansich garnicht schlecht, wenn nicht jeder als Firmenwagen gleichen einen A4 oder A6 Avant fährt, obwohl er meist alleine ohne Gepäck unterwegs ist.

          Zur flotten, komfortablen und trotzdem ökonomischen Beförderung von 1-2 Personen ist der 1er natürlich auch gut.

    • Fagballs says:

      Ich bin sicherlich nicht repräsentativ, aber ich weiß zumindest persönlich von gewerblichen Zulassungen, die wegen des Heckantriebs zustande gekommen sind. Denn wenn man die Wahl zwischen einem Golf und einem 1er hat, ist der Antrieb zumindest für mich und einen Kollegen das primäre Argument.

      • Tigerfox says:

        Ist so, nachdem die Motoren abgesehen vom Sechsender prinzipiell gleich sind. Trotzdem haben BMWs eigene Umfragen ja angeblich ergeben, dass das ein zu geringer Anteil ist.

        • Fagballs says:

          Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast 😉

          • Tigerfox says:

            Wieso sollten sie? Es müssen schon irgendwelche Zahlen sein, die BMW dazu bringen, den RWD-1er sterben zu lassen, einfach so weil sie es können werden sie es nicht gemacht haben.

            Trotzdem stört mich, dass sie so sehr auf diese Käufermasse hören. Wenn die Umfragen ergeben, dass die überwiegende Mehrheit der 1er-Käufer garnicht weiss, wie ihr Wagen angetrieben wird, warum müssen dann die Käufer leiden, die es wissen und denen das wichtig ist?

            • Ferro says:

              die entgangenen kunden kann man mit der gestiegenen marge verschmerzen.
              heutzutage wird halt gekauft wenns viele helferlein und displays gibt, hauptsache man kann sein handy anschließen. auto fahren können eh immer weniger, wenn man sich auf deutschen straßen mal umschaut.

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