Mercedes EQC: Elektro-SUV auf GLC-Basis kommt Mitte 2019

BMW iX3 | 5.09.2018 von 10

Viele Jahre hat Mercedes vor allem Studien gezeigt und von der Zukunft gesprochen, nun bringen die Stuttgarter mit dem EQC tatsächlich ihr erstes in relevanter …

Viele Jahre hat Mercedes vor allem Studien gezeigt und von der Zukunft gesprochen, nun bringen die Stuttgarter mit dem EQC tatsächlich ihr erstes in relevanter Stückzahl gebautes Elektroauto auf die Straße. Das Elektro-SUV basiert auf dem Mercedes GLC und spielt somit in der gleichen Fahrzeugklasse wie der BMW iX3, der 2020 auf den Markt kommen soll. Die Nähe zwischen EQC und GLC wird aus einigen Blickwinkeln deutlich, vor allem Front und Heck präsentieren sich aber sehr eigenständig und weisen auf die völlig veränderte Antriebstechnik hin.

Während der BMW iX3 mit einer Leistung von rund 200 kW (272 PS) und einem 70 kWh großen Lithium-Ionen-Akku auf ein für viele Menschen erreichbares und eher für den Alltag als für Sportwagen-Vergleiche geeignetes Technik-Paket setzt, greifen die Stuttgarter bei ihrem Erstlingswerk mit großen Zahlen an: Der Mercedes EQC 400 kommt mit jeweils einem Elektromotor an Vorder- und Hinterachse auf eine Systemleistung von 300 kW oder 408 PS, damit beschleunigt das über 2,4 Tonnen schwere SUV in 5,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch auf 180 km/h begrenzt, was in den Hauptmärkten des GLC schon mit Blick auf die gültigen Tempolimits keine Einschränkung darstellt.

Der 650 Kilogramm schwere Lithium-Ionen-Akku im Boden des Mercedes EQC bietet eine Kapazität von 80 kWh. Unter den praxisfernen Bedingungen des nicht mehr gültigen NEFZ soll er für eine Reichweite von über 450 Kilometern sorgen. Dank wassergekühltem Onboard-Lader kann der Mercedes EQC mit bis zu 110 kW geladen werden, wenn eine entsprechende Gleichstrom-Ladestation zur Verfügung steht. Hier soll der Akku innerhalb von 40 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden können. Im Alltag mit Steckdose oder Wallbox zu Hause fällt die Ladezeit naturgemäß erheblich länger aus.

Auf die Angabe einer realistischen Reichweitenangabe müssen wir noch ein wenig warten: Als BMW vor rund fünf Jahren den i3 auf den Markt brachte, lagen zwischen NEFZ- und Praxis-Angabe über 20 Prozent. Auch gemäß des heute maßgeblichen und deutlich praxisnäheren WLTP-Zyklus sinkt die angegebene Reichweite von Elektroautos deutlich, im Fall des iX3 mit 400 Kilometern WLTP-Reichweite sprachen die Entwickler allein durch den neuen Fahrzyklus von 100 Kilometern weniger Reichweite auf dem Papier.

Dieter Zetsche (Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars): “Mit dem EQC als erstem vollelektrischen SUV von Mercedes-Benz legen wir den Schalter um. Der E-Antrieb ist ein wichtiger Baustein der Mobilität der Zukunft. Daher investieren wir in den nächsten Jahren mehr als zehn Milliarden Euro in neue EQ Produkte und über eine Milliarde in die Batterieproduktion.”

Ola Källenius (im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung): “Der neue EQC ist ein echter Mercedes-Benz. Das gilt vor allem für klassische Tugenden wie Qualität, Sicherheit und Komfort. Hinzu kommt die hohe Fahrdynamik dank zweier Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse mit zusammen 300 kW Leistung sowie eine intelligente Betriebsstrategie für eine souveräne elektrische Reichweite. Der EQC ist Teil einer wachsenden Familie von rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen bei Mercedes-Benz.”

Britta Seeger (im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb): “‘Electric now has a Mercedes‘ – mit dem EQC bringen wir den ersten Mercedes‑Benz unserer neuen Produkt- und Technologiemarke EQ auf die Straße. EQ steht für „Electric Intelligence“ und repräsentiert Mercedes-Benz in seiner progressivsten Form. Dabei setzen wir Human-centered Innovation konsequent um, indem wir intelligente Services und vernetzte Ladelösungen von Anfang an für unsere Kunden mitdenken.”

(Bilder & Infos: Mercedes-Benz)

10 responses to “Mercedes EQC: Elektro-SUV auf GLC-Basis kommt Mitte 2019”

  1. Sniickers says:

    Sieht aus wie ein Ford oder Mitsubishi

    • Meo says:

      Hinten Kia oder Porsche, vorne dachte ich SsangYong. Aber jeder sieht ja heutzutage bei jedem neuen Design gleich mehrere Hersteller…

  2. Polaron says:

    Vorabberichte in unzähligen Medien, tausendmal im Vorfeld angeteasert und dieser ganze Werbeaufwand tatsächlich für diesen Haufen unausgegorenen Schrott?

    Die technischen Daten offenbaren ja eindeutig, dass der Antriebsstrang und die Ladeleistung aller Tesla-Modelle haushoch überlegen sind und wohl auch Audi mit dem E-Tron locker vorbeiziehen wird.

    Wir haben es hier mit einem modifizierten und in die Jahre gekommenen Grundgerüst des GLC zu tun, für das wohl mit ein wenig Zusatzausstattung ~100.000 EUR Listenpreis fällig werden. Und dann ist das Einzige, was dieses Fahrzeug etwas von der Konkurrenz abhebt das bereits in der A-Klasse verbaute MBUX? Für Mercedes Benz ist die kolportierte Reichweite nach NEFZ (!) und die Vmax von 180 km/h (!) ein absolutes Armutszeugnis.

    Da haben die vermeintlich Besten wirklich nichts Gescheites abgeliefert. Bei Jaguar, Audi und insbesondere Tesla wird man sich vor lauter Lachen wohl immer noch am Boden herumwälzen. Jaja, der EQC – jetzt schon die Lachnummer des Jahres.

    Hoffentlich wird der iX3 kein ähnlicher Reinfall.

    • Meo says:

      Gibt’s zum E-Tron schon handfeste Details oder auch nur die üblichen Spekulationen?

    • driv3r says:

      Der EQC hat eine 80kWh-Batterie, der Jaguar i-Pace hat eine 90kWh-Batterie, der e-tron von Audi wird sogar 95kWh haben. Die Teslas haben allesamt mehr Batterie-Inhalt, doch darf man bei den Teslas nicht vergessen, dass das Model X in einer Fahrzeugklasse über EQC, iX3, i-Pace und e-tron spielt, nämlich ein Full-Size-SUV ist (wobei das Model X für mich eher ein Crossover ist, das kann abseits der Straße weniger als ein X3). Der Preis für einen EQC wird nicht in der Region von 100.000€ liegen und nach dem was man so hört wohl auch unter dem Preis eines i-Pace oder e-tron. Ich kann auch kaum einen Vorteil in mehr oder weniger Batterieinhalt erkennen, da größere Batterie immer zwar mit mehr Reichweite, aber auch deutlich mehr Gewicht einhergeht.

      • Pro_Four says:

        …ich denke, und das war von Anfang an so gedacht, dass BMW den Vorsprung mit i3 und i8 weiter ausbauen wird, aber dies nie kommunizieren wollte. Auch das man den Markt weiterhin beobachte und wie der Kunde die Modelle annimmt und die Infrastruktur wächst.

        Die Batterie in den Modellen, auch meist noch nicht mal auf den Markt, beläuft sich auf ca. 90 kWh. Die Batteriekapazität bei BMW sollte bei rund 110 kWh, also auch weit vorne.

        Man abwarten wer hier wo den besseren Motor ähhh Akku baut 😉

  3. Thomas says:

    Technisch dem Model 3 in allen Belangen unterlegen. Über 2,4 Tonnen schwer. Ein Fahrzeug dieser (Preis)Klasse MUSS gewisse Fahrleistungen erfüllen, um Kundschaft anzulocken. Um das Gewicht zu kompensieren, wird an akkubelastender Leistung nicht gespart. Preislich werden beide mit Sicherheit nicht weit ausseinander liegen. Es lässt sich auf dem selben Band produzieren, wie der Verbrenner, weil es als Verbrenner konzeptioniert worden ist. Und ich fürchte, nein ich bin mir sicher, dass uns mit dem IX3 genau die selbe Enttäuschung droht!

    • Meo says:

      Der iX3 wird ja rel. sicher nur Heckantrieb und nur einen E-Motor haben, demnach bei Leistung, Gewicht und Reichweite (hoffentlich auch preislich) ganz anders aufgestellt sein.

  4. Xie Ror says:

    Warum muss das Design eines E-Autos so unschön sein. Es scheint so als würde man mit aller Kraft verhindern, dass ein AMG Fahrer zum EQ greift. Aber gut ein Model X übertrifft das noch.

    Der Antriebsstrang scheint wohl (komplett?) von ZF zu sein, nur so konnte man in der Kürze der Zeit ein scheinbar eigenständiges Fahrzeug auf die Beine – äh – Räder stellen. Da muss man natürlich Kompromisse eingehen.

    Der iX3 ist allerdings deutlich später und bietet auf dem Papier weniger.

  5. Chris says:

    Der elektrische Antriebsstrang ist ein Zukaufteil, was für mich schon ein Ausschlusskriterium ist.

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