August 2018: BMW Deutschland steigert Absatz um 3,1 Prozent

News | 5.09.2018 von 6

Der August 2018 stand auf dem deutschen Automarkt ganz im Zeichen der Umstellung auf den neuen WLTP-Zyklus. Weil viele Fahrzeuge ab 1.9. nicht mehr als …

Der August 2018 stand auf dem deutschen Automarkt ganz im Zeichen der Umstellung auf den neuen WLTP-Zyklus. Weil viele Fahrzeuge ab 1.9. nicht mehr als Neuwagen zugelassen werden können und das Portfolio mancher Hersteller dadurch erheblich schrumpft, haben sich zahlreiche Händler ihre Parkplätze mit Eigenzulassungen vollgestellt. Das Ergebnis ist der für deutsche Neuzulassungen erfolgreichste August aller Zeiten – allerdings primär auf dem Papier, denn natürlich wird auf das Hoch im August ein deutliches Minus im September und den folgenden Monaten folgen.

Insgesamt schossen die Neuzulassungen im August 2018 um 24,7 Prozent in die Höhe, mehrere Einzelmarken steigerten ihren Absatz sogar um 90 oder mehr Prozent. An der Spitze steht dabei Renault, die Franzosen vermelden ein Plus von 101,9 Prozent. Mit Blick auf die Größe des Absatz-Volumens noch beeindruckender sind die Zahlen bei Volkswagen, denn die Wolfsburger steigerten ihren Absatz um 46,2 Prozent auf 63.623 Einheiten – wir sprechen also von knapp 30.000 zusätzlich verkauften Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Auch die VW-Tochter Audi meldet ein Plus von 45,3 Prozent und verkaufte 28.198 Fahrzeuge, was die Ingolstädter im August 2018 zum größten Premium-Anbieter in Deutschland macht. Wie nachhaltig dieser Erfolg ist, werden die kommenden Monate zeigen. Als einer von wenigen Herstellern liegt Mercedes-Benz im Minus, die Stuttgarter verkauften 23.764 Fahrzeuge und liegen damit 10,9 Prozent unter dem Vorjahresmonat.

Keine relevanten Ausschläge gibt es hingegen bei BMW Deutschland: Mit 19.289 Einheiten bewegen sich die Verkaufszahlen auf dem zu erwartenden Niveau, ein leichtes Plus von 3,1 Prozent beschert den Münchnern allerdings eine untypische Sonderrolle auf dem deutschen Markt: Neben Suzuki und Land Rover ist BMW die einzige Marke, deren Absatz im August um weniger als fünf Prozent schwankte und sich folglich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres bewegte. Auch hier gilt: Welchen Wert die August-Zahlen haben, werden erst die kommenden Monate zeigen.

(Grafik & Infos: KBA)

6 responses to “August 2018: BMW Deutschland steigert Absatz um 3,1 Prozent”

  1. Fagballs says:

    3,1% sind super, bis man sieht, dass der Geamtmarkt um 24,7% gewachsen ist und dass nur neun der gelisteten Paarunddreißig Marken noch schlechter angeschnitten haben.

    Aber enormer Einmal–Effekt durch die WLTP–Umstellung, dürfte dann nächsten Monat den großen Kater geben.

    • Pro_Four says:

      …zumahl BMW schon etliche Fahrzeuge auf WLTP umgestellt hat, wiederum Audi und Mercedes erst 3-5 Modelle. Ich denke das Blatt wird sich nochmal gehörig drehen. Vll. gibts bei Audi bzw. VAG nun wieder eine interne Abfrackprämie!!!

  2. quickjohn says:

    Eigentlich lief doch Alles wie erwartet, oder?

    Das Audi-Europa Szenario (und das von Mama VW) ab Okt. 2018ff könnte wie folgt aussehen:
    – aus der Neuwagenpalette sind deutlich weniger als 50% lieferbar
    – die Tageszulassungen aus 07/08 werden mit fatalen Preisabschlägen in den (Neuwagen-)Markt gedrückt
    – die Neuwagenrabatte geraten baw unter starken Druck

    Mercedes wird sein 08er Minus vermutlich in den nächsten Monaten mit zunehmender WLTP-Verfügbarkeit ausgleichen.

    BMW mit business as usual – man war grundsätzlich ja immer lieferfähig
    Grundsätzlich sind die Anbieter mit verfügbaren WLTP-Fahrzeugen – BMW und mit Abstrichen Mercedes – in den nächsten Monaten im Vorteil. Denn sie können anders als Audi/VW nämlich liefern.

    • Daniela Wolf says:

      Von 50% würde ich bei Audi nicht sprechen. Für die neuen Modelle A6 A7 A8 Q8 sind alle Anfangsmotoren zertifiziert und lieferbar mit Aussnahme des V6 TFSI.

      Für den kommenden A1 ( 30 TFSI ) und Q3 ( Diesel ) kann Audi ebenfalls schon zertifzierte Motoren liefern.

      Audis Dieselanteil am Absatz beträgt 45-55% und es sind alle Diesel umgestellt bis auf den V8 TDI. Das einzige, das jetzt noch fehlt ist sind V6 und V8 TFSI und 2 Liter Benziner, die allerdings ercht irrelevant sind, da sie nur noch im A3/4/5 angeboten werden. TT und R8 sind im Facelift.
      In der Folge kann Audi weit mehr als 50 % , tendenziell eher 75-80 % der Palette liefern.

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