Juli 2018: BMW, Mercedes und Audi im Absatz-Dreikampf

News | 14.08.2018 von 14

Der Kampf um die weltweit erfolgreichste Premium-Marke war im Juli 2018 ausgesprochen eng. BMW, Mercedes und Audi lieferten sich dabei einen spannenden Dreikampf, der je …

Der Kampf um die weltweit erfolgreichste Premium-Marke war im Juli 2018 ausgesprochen eng. BMW, Mercedes und Audi lieferten sich dabei einen spannenden Dreikampf, der je nach Sichtweise unterschiedliche Sieger hatte. Die wichtigste Botschaft dabei: Alle drei deutschen Autobauer konnten ihren Absatz steigern und befinden sich auch bei einer Betrachtung des bisherigen Gesamtjahres im Plus – was in den letzten Jahren beinahe eine Selbstverständlichkeit war, wird in den kommenden Monaten mit wachsender weltweiter Ungewissheit und heraufziehenden Handels-Konflikten zu einer immer größeren Herausforderung für alle global agierenden Unternehmen.

Zum Auftakt des zweiten Halbjahres konnten BMW und die BMW Group ihren Absatz nur minimal steigern und bewegten sich mit Wachstumsraten von unter einem Prozent auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Mit 181.051 Einheiten war die BMW Group trotz des geringen Wachstums das erfolgreichste der drei Unternehmen, denn Mercedes-Benz Cars musste mit seiner Kernmarke Mercedes einen deutlichen Rückgang um 7,9 Prozent verbuchen. Das Wachstum bei Smart reichte nicht, um den Absatz des Unternehmens auf über 178.922 Einheiten zu drücken.

Einen starken Juli 2018 zeigte Audi, allerdings dürfte es sich dabei um eine Momentaufnahme handeln. Die Ingolstädter verkauften weltweit 165.350 Einheiten und lagen damit fast auf dem Niveau von Mercedes-Benz sowie deutlich vor der Kernmarke BMW. Besonders stark fielen die Zuwächse in Europa aus, wo allein in Deutschland fast 9.000 Fahrzeuge mehr verkauft wurden als im Vorjahr (+37,5%). Insgesamt steigerte Audi den weltweiten Absatz um 10.822 Einheiten, in Europa waren es 9.924. Hintergrund könnte die nahende Umstellung auf den WLTP-Zyklus sein, die bei einigen Händlern zum Kauf von Fahrzeugen auf Halde führt, damit auch ab September genügend Autos auf dem Hof stehen.

In der zweiten Jahreshälfte wird der Kampf um die weltweite Premium-Spitze weiterhin zwischen der BMW Group auf der einen und Mercedes-Benz Cars auf der anderen Seite stattfinden, während Audi aus einiger Distanz zusieht. Mercedes wird dabei die Rolle der größten Kernmarke klar behaupten können, die für den BMW-Absatz relevanten Neuheiten wie X5 G05 und vor allem 3er G20/G21 kommen erst im Jahr 2019 zum Tragen.

Die offiziellen Stimmen der Autobauer zum Absatz im Juli 2018:

Pieter Nota (Mitglied des Vorstands der BMW AG, verantwortlich für Vertrieb und Marke BMW): “Unser Fokus auf nachhaltiges, profitables Absatzwachstum erweist sich als erfolgreich, zumal wir weiterhin mehr Kunden anziehen als jemals zuvor – trotz der diversen Herausforderungen, vor denen die Branche derzeit steht. Die Kundennachfrage nach unseren X Fahrzeugen bleibt weiter sehr hoch, und nachdem wir die Produktionskapazitäten durch die lokale Produktion des BMW X3 in China und Südafrika aufgestockt haben, wirkt sich die zusätzliche Verfügbarkeit bereits positiv auf den Absatz aus. Ebenfalls erfreulich ist die anhaltende, wachsende Nachfrage nach unseren elektrifizierten Fahrzeugen. Die Zahl der Auslieferungen von BMW i, BMW iPerformance und MINI Electric Modellen liegt seit Jahresbeginn um über 40% über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.”

Britta Seeger (Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb): “Noch nie zuvor haben so viele Kunden in den ersten sieben Monaten eines Jahres ihren neuen Mercedes-Benz in Empfang genommen. Wir konnten seit Jahresbeginn den Absatz um 2,3 Prozent auf über 1,35 Millionen verkaufte Pkw steigern. Seit Markteinführung der C-Klasse Limousine und des T-Modells wurden bereits über 9,5 Millionen dieser Fahrzeuge verkauft. Seit Juli stehen nun unsere neuen Modelle der C-Klasse Familie in den Showrooms der europäischen Händler mit denen wir die Erfolgsgeschichte unserer volumenstärksten Baureihe fortsetzen wollen.”

Bram Schot (kommissarischer Vorstandsvorsitzender und Vorstand für Vertrieb und Marketing der AUDI AG): “Audi richtet sich mit neuen Modellen und Strukturen schlagkräftig auf die Zukunft aus. Gerade spüren wir, wie gefragt unsere Modelle sind. In den nächsten Monaten werden uns aber Herausforderungen wie die größte Modelloffensive unserer Geschichte ebenso wie die Umstellung auf WLTP weiter intensiv fordern.”

14 responses to “Juli 2018: BMW, Mercedes und Audi im Absatz-Dreikampf”

  1. quickjohn says:

    Ich verstehe diesen Text nicht – zunächst heisst es:

    “Der Kampf um die weltweit erfolgreichste Premium-Marke war im Juli 2018 ausgesprochen eng………. Alle drei deutschen Autobauer konnten ihren Absatz steigern…..”

    und dann später:

    “Mercedes-Benz Cars musste mit seiner Kernmarke Mercedes einen deutlichen Rückgang um 7,9 Prozent verbuchen…..”
    Also richtig ist doch zweifellos:
    Es war überhaupt nicht eng, sondern Mercedes war die absatzstärkste Premium-Marke.
    Aber Mercedes steigerte seinen Absatz nicht sondern verlor im Juli satte 7,9%.
    Und dann noch der Standart-Fehler – unter der Premium-Überschrift wird dann auch noch eine Mercedes Benz Car Summe gebildet mit Smart als unstrittiges Nicht-Premium-Produkt.
    Ja, den Marken-/Hersteller Premium-Unterschied ständig im Auge zu behalten ist halt schon schwer. Wäre ja alles kein Problem wenn da eben nicht das Eingeständnis der faktisch der weltweiten Premium-Nr. 1 – nämlich des Herstellers BMW incl. seiner Marke Mini – so schwer fallen würde.
    Aber was wirklich wichtig ist in diesem Monat und vermutlich auch in den zwei Folgenden ist die WLTP-Story und deren Auswirkungen in Europa.
    Audi und in geringerem Umfang auch Daimler haben NEFZ-Autos auf Halde produziert. Diese müssen bis 31.08. erstzugelassen werden, denn sonst sind sie ab 01.09. nur noch Schrott. Also werden diese Fahrzeuge – seit Juli verstärkt – in den Markt gedrückt und Ende August riesige Tageszulassungsmengen produziert. Letztere wiederum erscheinen natürlich im Sept. nicht mehr in der Zulassungsstatistik und versauen gleichzeitig die Preise.
    Und zuletzt: welche WLTP-Typen stehen ab Sept. wirklich zur Verfügung?
    Antwort: bei Audi ganz wenige, bei Mercedes um Einiges mehr und bei BMW bis auf 3 (von über 190) alle!
    Fazit: im August werden die europäischen und insbes. die deutschen Zulassungszahlen bei und Mercedes explodieren – ab September eher implodieren. Bei BMW wird eher business-as-usual anliegen, mit hohen Absatzpotentialen – wegen Lieferfähigkeit – ab Sept. folgende.

    • driv3r says:

      Wo ist denn bitte der Mini mehr Premium als der Smart?
      Und: Auch bei BMW ist deutlich weniger lieferbar als nur drei WLTP bedingte Modelle.

      • quickjohn says:

        Offenbar postet Mr. Trump seine Fakes mittlerweile nicht nur bei Twitter …….

      • Schauinsland says:

        Zitat: “Wo ist denn bitte der Mini mehr Premium als der Smart?”
        ““““““““““““““““““““““““““““““““
        Kann man so sehen, aber Gegenfrage wo bitte ist der Audi A1 Premium ? – der fällt dann ganz sicher raus, ergo müssten die Audi Zulassungen nochmals um einige Tausend reduziert werden, von einem Dreikampf kann dann wirklich niemand mehr ernsthaft sprechen.

        M.E. beginnt “Premium” ohnehin erst ab etwa 50k€ aufwärts (bezogen auf die Deutsche UVP), der nicht ganz unerhebliche Rest fiele durchs Raster und dienst in Wahrheit den Herstellen nur zur Markenbindung und Neugenerierung potentieller Käuferschichten.

        • Daniela Wolf says:

          Well, dann zählen eben alle Minis und 1,2,3 er BMWs auch nicht mehr zur Statistik 😛

          • Schauinsland says:

            Wieso sollten generell alle 1,2,3er, oder analog alle A, B oder C–Klassen dann nicht mehr zur Statistik “Premium”gehören ?

            Einfach mal durch den Neuwagen Showroom eines hiesiges Autohaus (einer Niederlassung) schlendern oder eine Carkonfiguration online simulieren, dann wird schnell klar, schon eine maßvolle Auswahl an Extras, weit entfernt von einer Komplettausstattung oder Auswahl der Topmotoren, lässt einen nicht unerheblichen Anteil genannter Baureihen schnell über 50k€ Endpreis treiben.
            Wie oben bereits gesagt, bezogen auf dt. Preisliste (UVP), brutto ohne Rabatt oder Berücksichtigung sonstiger Kampagne Nachlässe !

            Mir ging es im Prinzip nur darum klarzustellen, dass alle sogenannten Premium Hersteller mit einer Vielzahl von Basis Motoren/Modellen Kunden anlocken, teils von Markenfremden neu generieren, daher kann ich den Einwand von @disqus_AMQSIGdFK6:disqus prinzipiell nachvollziehen, ein Smart oder MINI, erst recht der von mir genannte A1 erfüllt im eigentlichen Sinn keinen Premium Standard.
            Oder anders formuliert, bspw. ist mir ein Opel Insiginia bei vernünftiger Ausstattung/Motorisierung allemal lieber, als ein “Pseudo-Premium”-Etikettenschwindel.

            @B3ernd:disqus
            Wie soll bspw. ein 5er unter 50k€ brutto, konfigurierbar sein, wenn selbst ein Basis 520i ohne Extras, ohne Transport/Zulassung ohne übliche Winterreifen bereits 48.900,– in der Liste steht…..???

            Du hast meine eigentliche Aussage einfach nicht begriffen, macht aber nichts, ich muss nicht alles dreimal erklären.

            • testkunde says:

              Im Prinzip baut “von den üblichen Verdächtigen” der Branche heute nur noch Jaguar konsequent Fahrzeuge, die seinen Kunden nahezu durchweg Premium Anspruch offeriert.

              Das Kerngeschäft beginnt mit dem XE, erfreulicherweise kein Modell unterhalb der Mittelklasse.
              Ausnahme, vielleicht und wahrscheinlich dem SUV Hype, sowie seinem Schwester Modell LandRover geschuldet, ist der kompakte E-Pace, aber immerhin ist selbst der “kleine Jag” als Benziner mit nicht weniger als 200 PS zu ordern, eine ganze Schippe mehr, als die Wettbewerber aus Deutschland.

              Wenn man nur mal die Fachliteratur bemüht und nachschaut, wie viele ehemalige nahezu baugleiche Konstruktionen von Toyota später dann als Lexus in den USA vermarktet wurden, ist der Glanz von reinem Premium bei dieser zumindest in Nordamerika erfolgreichen Marke ganz schnell ab.

              Ja, völlig richtig erkannt, auch MB, BMW, erst recht Audi mit dem unmittelbaren Komponenten Zugriff zur Mutter Volkswagen, bietet heutzutage sehr viel -viel zu viel (!) – Hausmannskost an, die im Prinzip nur durch das Typenschild nach oben gewuchtet wird.

            • B3ernd says:

              Du musst dich nicht mehrfach erklären. Ich bezog mich zweifelsfrei auf deine pauschale Aussage, dass alle autos unter 50k kein Premium sein.
              Warum ein M240i oder 320i oder kein Premium sein soll, bleibst du noch schuldig.
              Wenn du solch unreflektierte Parolen herausposaunt, musst du dich nicht wundern, wenn nachgehakt wird.

              • Schauinsland says:

                Eine Bemerkung vorweg:
                Zwei meiner Antwortklarstellungen sind gestern „angeblich“ als SPAM gekennzeichnet nach zirka zwei Stunden wieder gelöscht worden.
                Das sieht man übrigens unzweifelhaft daran, dass der Zähler oben zwei Kommentare mehr aufweist, als die tatsächliche Anzahl der heute noch sichtbaren (Zähler-Stand ganz aktuell bis eben vor dieser Antwort: 11 vs. 13)

                Hierzu gibt es im Prinzip nur zwei Erklärungen:
                Erstens, könnte ich mich versehentlich zulange im Kommentar-Textfeld aufgehalten haben, so dass der Text automatisch als SPAM erkannt und gelöscht hat.
                Dieses halte ich aber für sehr unwahrscheinlich, da der Text vorab in meinem persönlichen Outlook verfasst, NUR DORT (!) modifiziert, sorgfältig geprüft wurde und dann in Sekundenschnelle einfach hier in diese Plattform als Antwort kopiert wurde.

                Daher gibt es zweitens nur die plausible Erklärung für die Löschung: mindestens einem User gefiel meine Antwort inhaltlich einfach nicht und hat diesen Kommentar geflaggt, denn die Löschung kann unter bestimmten Voraussetzungen, die mir selbstverständlich als langjähriger Nutzer bekannt sind, aber verständlicherweise hier nicht weiter kundtun werde, geschehen –
                Ein Schelm ist, wer Böses dabei denkt ;-)))

                Zurück zum eigentlichen Thema:
                Nochmals *Kopfschüttel*, wenn du hier den M240i nennst, der ganz aktuell mit 49.900 ohne jedwede Extras oder Zusatzleistungen (Transportpaket, Winterreifen) in der deutschen UVP steht, ich jedoch bereits im ersten Kommentar sogar „zirka 50.000“ (zirka heiß zirka und nicht exakt !!!) als Zielmarke für Premium nenne, so ist deine Aussage das reine Wortklauberei – du hast vom eigentlichen Inhalt leider absolut NICHTS begriffen !

                Und zum 320i habe ich bereits vor 10 Tagen hier im Artikel bei BT Stellung genommen, um damals auzuzeigen, die von einem anderen User genannte Preisdifferenz zwischen 3er Limo und 420 GC wird bei maßvoller Wahl der Extras auf wenige Hundert Euro zusammenschrumpfen, muss als wie fälschlicherweise behauptet keineswegs immer 2.500 Euro oder mehr ausmachen.

                Als Beispiel einer aktuell durchgeführten Carkonfiguration der BMW-Hompage nannte ich eben exakt diesen 320i_F30 in der eher moderaten Extraauswahl (ohne Leder oder Luxus Accessoires) mit der Advantage Ausstattung, also ohne die teuren Lines wie „Pure Luxury“ oder „M-Sport“
                Und siehe da, selbst eine maßvolle Anwahl der Extras schob beide Modelle über die 50k€, bereits ohne übliche Zusatzleistungen wie das Transportpaket oder die gängigen Winterreifen.

                Nachzulesen unter:
                https://www.bimmertoday.de/2018/08/09/bmw-3er-gt-kein-nachfolger-fur-den-gran-turismo-2020/

                Abschließend und garantiert mein letztes Statement in dieser Sache,
                eine Vielzahl der heute im Programmportfolio von BMW, Mercedes, erst recht von Audi angebotenen Modelle erfüllen für den anspruchsvollen Halter/Käufer keinen Premium Standard im eigentlichen Sinne – der Begriff entstammt der Werbung, war übrigens bis vor zirka 15 bis 20 Jahren in der Branche gänzlich unbekannt – aber gut zu wissen, dass die Gehirnwäsche der Marketingstrategen bei einigen Nutzern wie offensichtlich auch bei dir, die gewünschte Wirkung erzielt hat.

        • B3ernd says:

          Dein zweiter Absatz ist so Absurd, dass du damit sogar die Ausflüchte unseres Quickijohns wie Geistesblitze erscheinen lässt. Ein BMW <50k€ ist kein Premium und dient nur der Kundenbindung und dem Generieren von Kunden???

          Damit stellst du nicht nur einen M240i oder x3 in die nicht Premium Ecke, sondern auch die Einstiegs 5er.
          Warum ist ein m240i kein Premium? Warum sollte dieser nicht mit eingerechnet werden?

          Es wurde eine Frage zum Smart gestellt, und du beantwortest sie mit dem A1 Totschlagargument.

        • driv3r says:

          Ich glaube über Premium in der Kompakt- und Kleinwagenklasse liegt ein erhebliches Missverständnis vor. Jeder Hersteller wie Audi, BMW oder Mercedes differenziert durchaus absichtlich einen 3er vom 5er und einen Mini vom 1er. Ebenso wie Audi einen A1 zum A3 oder einen A4 zu einem A6. Und bei Mercedes das gleiche Spielchen. Die Differenzierung zu Premium erfolgt innerhalb der Kompakt- und Kleinwagenklasse. Also ein A3, 1er oder eine A-Klasse zu einem Golf, cee’d. Auris, Leon, Octavia, 308, Megane… über eine in der Vergleichsklasse höhere Wertanmutung, höhere Motorisierungen und die Verfügbarkeit von Sonderausstattungen, die die genannten Wettbewerber nicht anbieten.
          Premium wird mitnichten per Preisschwelle definiert, denn die wird – wie andere bereits erwähnten – locker gerissen mit einem vollausgestattetem 1er oder A1.

          Um zum Ausgangspunkt zurückzukehren: In ihren jeweiligen Segmenten (Minis = Smart oder Kleinwagen = Mini) sind die Produkte durchaus premium.

          • Schauinsland says:

            Ganz ehrlich, ich kann das ganze Premium Gedöhns nicht mehr hören, wenn für den Verbraucher nur aus dem vordergründigen Werbe Label „Premium“ kein erkennbarer oder nur ein völlig unzureichender Nutzen resultiert.

            Die von mir im ersten Kommentar oben gesetzte Marke „ab zirka 50k€“ ist natürlich nicht in Stein gemeißelt, soll aber unmissverständlich klarmachen, wenn Anspruch und Wirklichkeit nicht einhergehen, kann heute bspw. jeder Matratzen Verkäufer mit x-beliebigen Gütesiegeln seine Ware als „Premium“ anpreisen, es bleibt in Wahrheit ein Muster ohne Wert für den Verbraucher.

            Auch sollt nicht übersehen werden, dass bei ansteigenden Segmenten fast immer kongruent die Wahl des Motor wie der tatsächlich georderten Extras parallel ansteigen.

            Beispiel: Die Werbung präsentiert dem Leser fast immer einen PS-starken Golf, in Wahrheit liegt jedoch der Anteil des Basis Golf mit mageren 85 PS allein schon bei 25% innerhalb der Modellreihe. GTi & Co. machen nur einen Bruchteil des Kuchens aus.

            Das Prozedere zieht sich hoch in alle Fahrzeugklassen:
            Vor einiger Zeit sagte mir ein Niederlassungsleiter, dass ein X6 in seinem Autohaus im Durchschnitt 10k€ über dem Endpreis eines X5 liege, da mit größeren Modellen der Kunde fast immer auch mehr Extras ordere – Beispiele dieser Art ließen sich beliebig fortsetzen.

            Da aber zugegeben die Werbung doch eine gewisse Wirkung zeigt, gibt es eine Vielzahl von Kunden insbesondere beim Autokauf, die jeden „Bimbes“ unkritisch kaufen, oftmals auch nur, um vor seinen Nachbarn oder am Stammtisch selbst im besseren Licht zu erscheinen !

            Daher sind eine ganze Reihe von sogenannten “Premium” Autos leider nur der schöne Schein, pardon bei der Haptik vieler kleinerer Modellreihen eher der unschöne Schein, von den mickrigen Basis „Motörchen“ wie 3 Zyl. & Co,, insbesondere der kleineren Modellreihen mal ganz zu schweigen !

            Übrigens früher 1982, hatte Mercedes sogar das „Luxusproblem“ seinen neuartigen 190er erst einmal dem staunenden Publikum zu erklären, denn der„Neue“ war in den Augen vieler, die Mercedes bis dato kannten, eigentlich gar kein richtiger Mercedes, da zu klein, zu wenig repräsentativ einfach zu sehr „Kaufhausgeschmack“.

            Kleine Anmerkung:
            Das Wort „Kaufhausgeschmack“ stammt übrigens von der automotorsport, damals, als bei der ams noch richtige Motorjournalisten ihren Beruf mit Herzblut ausübten und keine „Möchtegern-Schreiberlinge“ wie heute bei ams & Co.

            Heute wissen wir selbstredend, die Nachfolger des einstigen „Baby Benz“ sind bei der vernünftiger Motorenwahl und einigen „netten“ Lines wie Avangarde, Excklusive oder AMG, längst anerkannte Spitzenprodukte, was jedoch eben nicht gleichbedeutend heißt, dass jeder Stern auf der Kühlerhaube oder analog jeder weiß-blaue Propeller diesen Maßstab automatisch erfüllt, den der kritische Kunde selbstredend erwartet.

            Eben, ein feiner, kleiner Unterschied !
            Oder sprichwörtlich, aus einem Ackergaul wird nie ein Rennpferd.

          • Schauinsland says:

            @disqus_AMQSIGdFK6:disqus
            Ganz ehrlich, ich kann das ganze Premium Gedöhns nicht mehr hören, wenn für den Verbraucher nur aus dem vordergründigen Werbe Label „Premium“ kein erkennbarer oder nur ein völlig unzureichender Nutzen resultiert.

            Die von mir im ersten Kommentar oben gesetzte Marke „ab zirka 50k€“ ist natürlich nicht in Stein gemeißelt, soll aber unmissverständlich klarmachen, wenn Anspruch und Wirklichkeit nicht einhergehen, kann heute bspw. jeder Matratzen Verkäufer mit x-beliebigen Gütesiegeln seine Ware als „Premium“ anpreisen, es bleibt in Wahrheit ein Muster ohne Wert für den Verbraucher.

            Auch sollt nicht übersehen werden, dass bei ansteigenden Segmenten fast immer kongruent die Wahl des Motor wie der tatsächlich georderten Extras parallel ansteigen.

            Beispiel: Die Werbung präsentiert dem Leser fast immer einen PS-starken Golf, in Wahrheit liegt jedoch der Anteil des Basis Golf mit mageren 85 PS allein schon bei 25% innerhalb der Modellreihe. GTi & Co. machen nur einen Bruchteil des Kuchens aus.

            Das Prozedere zieht sich hoch in alle Fahrzeugklassen:
            Vor einiger Zeit sagte mir ein Niederlassungsleiter, dass ein X6 in seinem Autohaus im Durchschnitt 10k€ über dem Endpreis eines X5 liege, da mit größeren Modellen der Kunde fast immer auch mehr Extras ordere – Beispiele dieser Art ließen sich beliebig fortsetzen.

            Da aber zugegeben die Werbung doch eine gewisse Wirkung zeigt, gibt es eine Vielzahl von Kunden insbesondere beim Autokauf, die jeden „Bimbes“ unkritisch kaufen, oftmals auch nur, um vor seinen Nachbarn oder am Stammtisch selbst im besseren Licht zu erscheinen !

            Daher sind eine ganze Reihe von sogenannten “Premium” Autos leider nur der schöne Schein, pardon bei der Haptik vieler kleinerer Modellreihen eher der unschöne Schein, von den mickrigen Basis „Motörchen“ wie 3 Zyl. & Co,, insbesondere der kleineren Modellreihen mal ganz zu schweigen !

            Übrigens früher 1982, hatte Mercedes sogar das „Luxusproblem“ seinen neuartigen 190er erst einmal dem staunenden Publikum zu erklären, denn der„Neue“ war in den Augen vieler, die Mercedes bis dato kannten, eigentlich gar kein richtiger Mercedes, da zu klein, zu wenig repräsentativ einfach zu sehr „Kaufhausgeschmack“.

            Kleine Anmerkung:
            Das Wort „Kaufhausgeschmack“ stammt übrigens von der automotorsport, damals, als bei der ams noch richtige Motorjournalisten ihren Beruf mit Herzblut ausübten und keine „Möchtegern-Schreiberlinge“ wie heute bei ams & Co.

            Heute wissen wir selbstredend, die Nachfolger des einstigen „Baby Benz“ sind bei der vernünftiger Motorenwahl und einigen „netten“ Lines wie Avangarde, Excklusive oder AMG, längst anerkannte Spitzenprodukte, was jedoch eben nicht gleichbedeutend heißt, dass jeder Stern auf der Kühlerhaube oder analog jeder weiß-blaue Propeller diesen Maßstab automatisch erfüllt, den der kritische Kunde selbstredend erwartet.

            Eben, ein feiner, kleiner Unterschied !
            Oder sprichwörtlich, aus einem Ackergaul wird nie ein Rennpferd.

      • B3ernd says:

        Erwarte keine Antwort. (Seine erhellende Antwort kam prompt) Er postet diesen Unsinn seit Jahren.

        Ständig nur Ausreden , Ausflüchte und zurechtbiegen von irgendwelchen Statistiken.
        Mercedes macht aktuell extrem viel richtig, bringt ein Modell nach dem anderen raus und die Autos verkaufen sich weltweit wie geschnitten Brot. Davon kann BMW nur träumen.
        Wenn die knarzenden plastik Minis premium sind, dann sind es natürlich auch die knarzenden Plastik Smarts.

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