Staatsanwaltschaft entlastet BMW bezüglich Diesel-Software

News | 2.08.2018 von 7

Die Staatsanwaltschaft München I teilt die Einschätzung der BMW Group, dass es im Zusammenhang mit der falschen Software für den BMW Diesel-Motor mit Triturbo-Aufladung keine …

Die Staatsanwaltschaft München I teilt die Einschätzung der BMW Group, dass es im Zusammenhang mit der falschen Software für den BMW Diesel-Motor mit Triturbo-Aufladung keine größeren Verfehlungen des Unternehmens gab. Das vor einigen Monaten bekannt gewordene Problem, dessen Hintergründe BMW von Anfang an ausführlich und nachvollziehbar kommuniziert hat, ist demnach keinesfalls mit den vorsätzlichen Abgas-Manipulationen für Hunderttausende oder gar Millionen von Diesel-Pkw bei anderen Herstellern vergleichbar.

Während bisher von bis zu 11.400 betroffenen Fahrzeugen die Rede war, sinkt diese Zahl voraussichtlich noch in den vierstelligen Bereich. Laut Süddeutscher Zeitung liegen der Staatsanwaltschaft München Anhaltspunkte dafür vor, dass tatsächlich lediglich 7.600 irrtümlich mit der falschen Software ausgerüstet wurden – eine beinahe lächerlich kleine Zahl im Vergleich zu den 2,4 Millionen Fahrzeugen, die bei VW mit manipulierter Software unterwegs waren.

Aber nicht nur die Fallzahlen sind völlig anders, auch die Folgen der falschen Software sind grundverschieden. Die für eine andere Variante des Triturbo-Diesels konzipierte und irrtümlich auch bei BMW M550d und 750d aufgespielte Software hat sich niemals zur Manipulation von Abgaswerten im Stil der Wettbewerber geeignet, weil sie weder auf dem Prüfstand noch in der Praxis für niedrigere Emissionen sorgte. Aufgrund der falschen Applikation waren stattdessen unter allen Bedingungen etwas höhere Verbrauchs- und Emissionswerte die Folge. Es wäre schon aus diesem Grund absurd, BMW eine absichtliche Installation der fraglichen Software zu unterstellen.

Nach Einschätzung der Süddeutschen Zeitung wird die Staatsanwaltschaft BMW dennoch nicht ungestraft davonkommen lassen, stattdessen müssten die Münchner mit einem Bußgeld für die unbeabsichtigte Verfehlung rechnen. Abhaken kann BMW die Angelegenheit allerdings noch nicht: Auch wenn es derzeit keine Anhaltspunkte für weitere betroffene Baureihen und Motoren gibt, untersucht die Staatsanwaltschaft weiterhin und wird die Ermittlungen voraussichtlich nicht vor Ende des Jahres abgeschlossen haben.

7 responses to “Staatsanwaltschaft entlastet BMW bezüglich Diesel-Software”

  1. Meo says:

    So positiv man diese Nachricht finden mag (inkl. mir). Nur, das Thema ist doch mittlerweile absolut jeder Leid – zudem die Gesellschaft sich eh dank der tollen Medienlandschaft in D bereits ein extrem flaches und festes Bild zum Thema gemacht hat: jeder Hersteller schummelt, es sind ja alle dabei! Diese ganzen juristischen Sachen kommen viel zu spät für den gemeinen Bürger und haben entsprechend wenig Wirkung – leider.

    • Gregorij Jerkov says:

      Genau: Leider!
      Diesel im PKW ist und bleibt furn Arsch!
      Mit “Freude am Fahren” es hatte sowieso noch nie was zum tun!

      • manuelf says:

        Bitte nicht so einseitig! Persönlich habe ich zwar in meinem Leben auch nur Benziner gekauft, fahre aber auch viele Diesel! Für größere/schwere SUVs z.B. finde ich immer noch Drehmoment starke Diesel die harmonischste Motorisierung! (Durchzug und Verbrauch/Reichweite)… und bitte jetzt nicht anfangen auf SUV-Bashing umzuschalten. Dann können wir jegliche sinnhafte Diskussion hier sofort einstellen

        • Gregorij Jerkov says:

          Warum ich sollte SUV-Bashing betreiben? Aber gerade ein SUV braucht oben heraus Leistung! Und ein gesunder V8 hat doch auch genug Drehmomemt!?

          • manuelf says:

            Ja. Hat er. Aber fahren sie mal einen X5 mit N63 gegen einen X5 mit B5730C. D.h. X5 50i gegen X5 M50d.
            Der Diesel hat deutlich bessere Reichweite, absolut fast ähnliche Performance und im Drehzahlbereich in dem man typischerweise ein 2,x to. Schiff gerne fährt auch besseren Durchzug! Was meinen sie sonst, warum ein X5 M50d hier gern gekauft wird? Mehr als der 50i? Das Klientel kann sich beide leisten.

            • Gregorij Jerkov says:

              Bei alle Faszination fur die Technik: Der wird erst mal geleast. Wenn ihn als 2 o. 3jaehrigen kaufst bestellst am besten den ATM gleich mit. Und sicher nicht nur weil er wird viel zum ziehen benutzt.
              Wer unbedingt Oil tanken will, der kommt hat nicht dran vorbei. Oder wolltest du einen Cayenne mit der Krucke von Audi als Motor?^^

              • manuelf says:

                Nein, ich sage nur, ich würde wohl nen X5M50d einem X5 50i vorziehen.
                Beim G30 sieht das dagegen anders aus. Ich würde wohl eher nen M550i nehmen als den M550d…

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