BMW V8 N63: Mehr Details zur neuen Ausbaustufe mit 530 PS

BMW 8er, Sonstiges | 2.08.2018 von 11

Unter der Haube des neuen BMW M850i Coupé debütiert auch eine neue Ausbaustufe des V8-Triebwerks N63, das nun erstmals mit 530 PS in den Handel …

Unter der Haube des neuen BMW M850i Coupé debütiert auch eine neue Ausbaustufe des V8-Triebwerks N63, das nun erstmals mit 530 PS in den Handel kommt. Der Achtzylinder-Motor wird im BMW Werk München gefertigt und später in Dingolfing mit dem BMW 8er verheiratet. Das Triebwerk verfügt genau wie die bisherigen V63-Varianten über 4,4 Liter Hubraum und zwei im heißen Innen-V der Zylinderbänke platzierte TwinScroll-Turbolader. Natürlich sind auch Benzin-Direkteinspritzung, die vollvariable Ventilsteuerung Valvetronic, und die variable Nockenwellensteuerung Doppel-Vanos mit an Bord.

Ergänzend zum bekannten Grund-Layout gibt es aber auch zahlreiche Verbesserungen: Neu entwickelt wurde das Kurbelgehäuse, das dank einer neuen Aluminium-Legierung noch robuster als bisher ist. Reduzierte Reibung im Bereich der Zylinderlaufbahnen, verstärkte und mit Grafal beschichtete Kolben, diverse Optimierungen an Pleueln, Hauptlagerschalen, Zylinderkopfdichtungen und Kettentrieb sowie ein Viscodämpfer an der Kurbelwelle tragen dazu bei, dass der Motor besonders laufruhig und zugleich extrem leistungsstark ist.

Auch die beiden Twin-Scroll-Turbolader wurden vergrößert und werden erstmals mit elektrisch betriebenen Wastegate-Stellern sowie elektrischen Schubumluftventilen im Verdichtergehäuse kombiniert. Ein verbessertes Kühlsystem sorgt dafür, dass die Temperaturen im Motor auch bei sportlicher Fahrweise im Toleranzbereich bleiben. Gemeinsam schaffen die zahlreichen Hardware-Maßnahmen die Voraussetzungen dafür, dass neue Mehrloch-Injektoren der Benzin-Direkteinspritzung mit 350 statt bisher 200 bar Maximaldruck arbeiten können.

Trotz der Vielzahl an Hardware-Änderungen bleibt die Optimierung des BMW N63 insgesamt gewichtsneutral. Mit 530 PS leistet er 68 PS mehr als die bisherige Ausbaustufe mit 462 PS. Das maximale Drehmoment wurde von 650 auf 750 Newtonmeter gesteigert und liegt in einem breiten Fenster zwischen 1.800 und 4.600 U/min an. Gleichzeitig wurde auch das Emissionsverhalten weiter optimiert: Vergrößerte Katalysatoren und ein Otto-Partikelfilter (OPF) stellen sicher, dass der V8 alle weltweit gültigen Anforderungen erfüllt, darunter natürlich auch die Abgasnorm EU6d-TEMP.

Die Produktion des deutlich überarbeiteten V8-Motors erfolgt mit einem hohen Anteil präziser Handarbeit durch hochqualifizierte Spezialisten. Motorblock, Kurbelgehäuse und Zylinderköpfe werden aus der BMW Leichtmetallgießerei in Landshut zum Werk München geliefert. Dort erhält jeder einzelne Motor eine Dateneinheit, mit deren Hilfe sich der individuelle Entstehungsprozess nachvollziehen lässt. Egal ob Anzugsmomente der Verschraubungen, das Ventilspiel oder die individuellen Nummern der verbauten Lagerschalen, Pleuel und Zylinderköpfe – alles wird gespeichert, um später jedes Detail nachvollziehen zu können.

Kein Geheimnis ist, dass die 530 PS starke Ausbaustufe später auch andere M Performance Modelle antreiben und dadurch noch deutlich größere Verbreitung finden wird. Zwei absolut sichere Kandidaten für den Einsatz des Triebwerks sind das kommende BMW 8er Gran Coupé und das bereits ungetarnt erwischte 8er Cabrio.

11 responses to “BMW V8 N63: Mehr Details zur neuen Ausbaustufe mit 530 PS”

  1. manuelf says:

    Vermutlich kommt diese Entwicklungsstufe (evtl. mit weniger Leistung) auch im wiederaufgelegten M550i?

    • Stefan says:

      Der kommt genauso wie der 7 LCI mit 530 PS. Nächstes Jahr.

      • manuelf says:

        Vermutung deinerseits oder gibt es da bereits ne Aussage von BMW?

        • Stefan says:

          Sagen wir mal so, ich weiß es. Wenn Du in der Historie bei Bimmertoday zurückgehst und meine Comments liest, dann werden meine “Vorahnungen” in der Regel bestätigt; es sei denn kurzfristig ändert sich etwas.

          • Tigerfox says:

            Diese Motorvariante wirft das Modelprogramm aber schon ganzschön durcheinander und macht den M5 und M760i ein Stück weit überflüssig. Die müssen dann mindestens auf die Leistung des M5 Competition bzw. des M8 gebracht werden, damit wenigstens so 100PS Abstand sind.

            Der Abstand zum B58 wächst derweil auf ca. 200PS und auch die versammelte Konkurrenz wird meilenweilt zurückgelassen (E53/S500, selbst S560 sowie S6/S7, selbst der C63S sowie alle GT bis auf den GT C und R lässt man hinter sich).

            • Stefan says:

              Mag sein, aber Gleichteilestratgie rules. Da jeder 4.4 V8 Motor mit einer “Dateneinheit” versehen wird, muss man sich nicht um unterschiedliche Abstimmungen kümmern. Den B57D30C lässt man ja auch beim 750d als non-M-Performance Motor laufen, obwohl er im X5 M50d, X7 M50d und M550d als Performance setup läuft. Nur beim X7 scheint man inkonsequent zu sein, vermutlich weil der nicht als 12 Zylinder kommt…

              • MickiF says:

                Interessant, aber ich ich muss Tigerfox beipflichten:
                Selbst wenn Gleichteilestrategie usw. dazu führt, dass man die gleiche Hardware einsetzt, könnte man doch die Leistung reduzieren, nur über die Software, um die Hierarchien nicht durcheinander zu bringen?
                Nur 70 PS Abstand zum Serien-M5, nee. Und was sollen denn die Alt-M550i – Kunden dazu sagen? Größere Lader, bessere Kühlung, … da müsste das Auto ja womöglich auch viel teurer werden, und das mittendrin, nicht mal zu einem Facelift.
                Mich würde es ja freuen, ich möchte mir das Auto sowieso zulegen, allein, es fehlt der Glaube. 🙂
                Stefan, weißt Du was näheres zum Termin der Produktions- Wiederaufnahme beim M550i? 3/2019 wie beim 750i LCI ?

                • Tigerfox says:

                  Das habe ich auch gedacht. Die ausführliche Beschreibung der Änderungen oben liest sich nicht so, als könnte der Preis ggü. dem bisherigen M550i gleichbleiben.

                  Ist den schon sicher, dass der B57D30C im X7 als M50d kommt? Könnte doch eigentlich analog zum 7er ein ganz normales Model werden.

                  Ich finde es ja eigentlich gut, wenn die M-Performancemodelle einem motormäßig einen kleinen Mehrwert ggü. der Serie bieten. Einfach den in anderen Modellen als normalen Serienmotor angebotenen Motor mit M-Paket zu kombinieren ist langweilig. Beim M135i/140i/235i/240i kam noch hinzu, dass man zwar eine Mehrleistung gegenüber 3er und 4er hatte, aber deren Leistung mit PPK stets höher lag. Und beim M550i hab ich mir immer gedacht, dass dies die zukünftige Leistung des N63 ist und in anderen Modellen auch bald so kommt.

                  Der X4 M40i gefiel mir da schon deutlich besser, wobei man natürlich bisher nicht einfach einen Motor mit nur 10PS weniger als im M2 (egal ob jetzt der N55 aus dem M40i oder der B58+PPK) in einem M140i/240i hätte anbieten können.

                  • Stefan says:

                    Momentan sieht es wohl so aus, dass der X7 als M50d kommt… Ich finde das auch inkonsequent. Der M50i (auch in Europa ab 2020 Modelljahr) beim X7 ist auch gesetzt, ebenso wie beim X5.

                  • manuelf says:

                    Ok, Stefan – dann sind wir mal gespannt 😉 Falls Du bzgl. M550i deutlich daneben lagst, werd ich Dich freundlich darauf hinweisen ;p
                    Kannst Du was sagen (siehe Frage MickiF), wann der M550i mit der neuen N63 Ausbaustufe Markteintritt hat?

                  • Stefan says:

                    Ich tippe
                    auf Mai 2019: Auslieferung!

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