BMW 8er Coupé: Interview mit Produktmanagerin Leßmann

BMW 8er | 18.06.2018 von 39

Im Rahmen der Weltpremiere des neuen BMW 8er Coupé G15 hatten wir die Gelegenheit zu einem kurzen Interview mit Produktmanagerin Sarah Leßmann. Im Gespräch geht …

Im Rahmen der Weltpremiere des neuen BMW 8er Coupé G15 hatten wir die Gelegenheit zu einem kurzen Interview mit Produktmanagerin Sarah Leßmann. Im Gespräch geht es unter anderem um die Positionierung des Fahrzeugs innerhalb des BMW-Portfolios, die Abgrenzung von Wettbewerbern wie dem Mercedes S-Klasse Coupé oder dem Porsche 911 und um künftige Varianten der 8er-Reihe.

Neben den bereits bestätigten Karosserie-Varianten 8er Gran Coupé und 8er Cabrio hat uns Sarah Leßmann auch einige Hinweise auf kommende Motorisierungen gegeben. Weder ein Plug-in-Hybrid noch ein M860i mit V12-Triebwerk sind demnach zu erwarten, mindestens ein BMW 8er Coupé mit Hinterradantrieb statt xDrive ist aber offenbar beschlossene Sache.

BimmerToday.de: Wir stehen vor dem neuen BMW 8er Coupé, das gerade seine Weltpremiere erlebt hat. Wie kam es dazu, dass BMW nach so langer Zeit wieder einen 8er im Programm haben wollte?
Sarah Leßmann: Die 8 war bei BMW schon immer ein Ausdruck für das Besondere. Das hat schon mit dem alten 8er angefangen und hat sich fortgesetzt mit dem Z8 und dem i8. Alle Modelle mit der 8 sind Sportwagen und Brand-Shaper, genau daran wollten wir anknüpfen und einen neuen Sportwagen aufbauen.

BimmerToday.de: Warum hat man das Fahrzeug nicht weiterhin als 6er positioniert, was rechtfertigt die 8?
Sarah Leßmann: Weil das Auto einfach nichts mit dem 6er gemeinsam hat. Der 6er war eine Plattform-Entwicklung, eine Ableitung eines anderen Fahrzeugs. Im Gegensatz dazu ist der 8er wirklich von Anfang an neu entwickelt. Das fängt schon mit dem Reifen an, bei dem es sich um einen eigens für den 8er angemischten Bridgestone High Performance-Reifen handelt. Um diesen Reifen herum hat die Fahrwerksentwicklung stattgefunden. Wir sind da also nicht in einer Übernahme unterwegs, sondern können von einer Neuentwicklung sprechen.  Dazu kommt ein ganz neues, eigenständiges Design.

BimmerToday.de: Gemessen an der sportlichen Positionierung ist das Gewicht relativ hoch, wir reden von rund 1,9 Tonnen. Sieht man hier nicht doch eine Nähe zum 7er?
Sarah Leßmann: Nein, wir haben so gut wie keine Übernahme-Teile vom 7er. Wir bedienen uns diverser Leichtbau-Maßnahmen wie zum Beispiel dem Carbon-Mitteltunnel und anderer Carbon Core-Elemente, aber es handelt sich nicht um einen Abkömmling des 7ers. Klar, wenn man ein Auto in dieser Fahrzeugklasse baut und die Technologien einbringt, dann bringt es ein gewisses Gewicht mit sich, was man aber hinter dem Steuer überhaupt nicht spürt.

BimmerToday.de: Mit Preisen ab 100.000 Euro rangiert der 8er auf Augenhöhe mit einem identisch motorisierten 7er. Wen erwarten Sie als wichtigste Zielgruppe für das Fahrzeug, sind das bisherige 6er-Kunden?
Sarah Leßmann: Nein, genau wie das Auto nichts mit dem 6er gemein hat wird auch die Kundengruppe eine andere sein. Wir sind mit dem 8er wirklich bei den Sportwagen-Käufern, die auf der einen Seite sehr hohe Anforderungen an ihr Fahrzeug stellen, auf der anderen Seite aber auch wenig kompromissbereit sind. Wir bewegen uns da in einem Segment, das eigentlich von zwei Book-Ends geprägt ist: Auf der einen Seite sehen wir Fahrzeuge wie das Mercedes S-Klasse Coupé, sehr elegant und luxuriös, aber auch sehr schwer. Auf der anderen Seite haben wir reinrassige Sportwagen wie den Porsche 911 oder den Mercedes-AMG GT. In diesem Feld bewegt sich prinzipiell auch der 8er, aber einen wirklich konzeptgleichen Wettbewerber sehen wir nicht. Wir haben eine BMW-spezifische Interpretation des Sportwagen-Themas geschaffen, die im GT-Segment spielt und das Beste aus den beiden eben genannten Welten kombiniert. Bei einem S-Klasse Coupé fährt man praktisch eine Limousine mit nur zwei Türen, aber keinen Sportwagen. Alternativ dazu gibt es Sportwagen mit Heckmotor oder nur zwei Sitzen mit sehr sportlichen Attributen, aber praktisch ohne Alltagsnutzen. Das Beste dieser zwei Welten kombiniert der BMW 8er auf seine ganz eigene Art, ohne die jeweiligen Nachteile zu haben.

BimmerToday.de: Und auf welchen Märkten wollen Sie diese Kunden finden?
Sarah Leßmann: Hauptmarkt sind ganz klar die USA, gefolgt von Großbritannien, Deutschland und Japan.

BimmerToday.de: Im Gegensatz zu anderen Modellen scheint China in dieser Aufzählung zu fehlen?
Sarah Leßmann: Für das zweitürige BMW 8er Coupé spielt China tatsächlich keine große Rolle, das wird aber bei anderen Varianten anders sein.

BimmerToday.de: Der BMW 8er hat zwar vier Sitze, aber ein wirklich großes Platzangebot kann man dem Fond auch nicht unterstellen, oder?
Sarah Leßmann: Zugegeben, das ist ein bisschen eng. Aber uns waren einfach die Proportionen, die Kontur und die flache Dachlinie für die an einem Sportwagen interessierten Kunden wichtiger als etwas mehr Kopffreiheit, die dem Design geschadet hätte. Es wird Derivate geben, wo die Schwerpunkte anders liegen, aber für das Coupé war die Zielrichtung sehr klar: Möglichst flach, möglichst scharf, möglichst sportlich.

BimmerToday.de: Als BMW M850i und besonders mit dem Carbon-Paket ist das Fahrzeug bereits sehr sportlich, dennoch soll oberhalb noch ein M8 nachgelegt werden. Sind Sie sicher, dass Ihnen dabei eine ausreichend starke Differenzierung gelingt?
Sarah Leßmann: Ich kann natürlich nur für unser Fahrzeug sprechen, aber ich bin mir sehr sicher, dass die M GmbH da noch Möglichkeiten findet, noch einen draufzusetzen.

BimmerToday.de: Zum Marktstart im November kommen 840d und M850i, das werden aber sicherlich nicht die einzigen Motoren bleiben…?
Sarah Leßmann: Das Motorenportfolio wird später noch ein wenig aufgeweitet, genau wie wir ein 8er Cabrio und ein Gran Coupé  bringen werden.

BimmerToday.de: Wie stehen die Chancen für einen Plug-in-Hybrid oder eine V12-Variante?
Sarah Leßmann: Final entschieden ist da noch nichts, aber es ist dem Fahrwerk und den Proportionen geschuldet, dass das Angebot eines Plug-in-Hybriden sehr schwierig wäre.

BimmerToday.de: Und ein V12 würde eher in das Luxus- als ins Sportwagen-Segment passen?
Sarah Leßmann: Genau. Das wäre eher ein kopflastiger, schwerer Cruiser. Das ist nicht die Art Fahrzeug, die wir mit dem BMW 8er anbieten wollen.

BimmerToday.de: Alle bisher vorgestellten Varianten haben den Allradantrieb xDrive, wird es später auch Modelle mit Hinterradantrieb geben?
Sarah Leßmann: Es wird auch Modelle mit Hinterradantrieb geben. Allerdings muss man sagen, dass xDrive mit variabler Momentenverteilung im 8er sehr hecklastig unterwegs ist. Wir können mit unserem Fahrzeug bis zu 100 Prozent der Kraft an die Hinterräder schicken.

BimmerToday.de: Im Innenraum sehen wir die neue iDrive-Generation 7.0, wo sehen Sie hierbei die wichtigsten Fortschritte?
Sarah Leßmann: Grundsätzlich haben wir beim BMW 8er nicht nur im Cockpit, sondern auch bei der Fahrwerks-Technik alle wichtigen Features in Serie. Wir haben das Live Cockpit Professional, das Head-up Display, ein großes Center Information Display, ein großes digitales Instrumenten-Kombi und die Gestiksteuerung serienmäßig. iDrive 7.0 versetzt uns in die Lage, die Steuerung der Systeme weiter zu vereinfachen. Mit neuen Gesten und Funktionen haben wir iDrive wieder ein Stück verbessert – und all das serienmäßig.

BimmerToday.de: Neben dem Coupé wird es auch ein viertüriges BMW 8er Gran Coupé und ein 8er Cabrio geben. Können Sie hierfür schon einen zeitlichen Horizont nennen?
Sarah Leßmann: Diese Modelle werden im Lauf des nächsten Jahres vorgestellt.

BimmerToday.de: Vielen Dank für das informative Gespräch!

39 responses to “BMW 8er Coupé: Interview mit Produktmanagerin Leßmann”

  1. B3ernd says:

    Der 8er ist also im Segment von AMG gt und 911 angesiedelt. Ich weiß nicht ob man bei 300kg Gewichtsunterschied noch vom gleichen Segment sprechen kann. Bei solchen Aussagen muss sich niemand wundern, wenn der Wagen an den Fahrleistungen gemessen wird. Ich sehe da schon gg. den Basis 911 schwarz, der ca. 400kg weniger wiegt.

    • Filou says:

      Amen.
      Wieso die gute Frau nicht mit einem Wort den DB11, der im Endeffekt am ehesten das von ihr beschriebene Segment bedient, erwähnt, weiß wohl nur die Marketing Abteilung. Vielleicht weil die genannten Modelle einfach deutlich bekannter sind.
      Aber es scheint sich als BMW Philosophie abzuzeichnen lieber einen Kompromiss aus Sportlichleit und Alltagstauglichkeit mit einem ordentlichen Schuss Luxus in den höheren Segmenten zu entwickeln (M3/4, M5, M8), der jedoch einen rel. großen Spagat hinlegen muss, dass er letztlich weder Fisch noch Fleisch ist und von der Motorsportjournalie natürlich zu recht völlig falsch eingeordnet und verglichen werden wird. Anstatt ein wirkliches Luxus Coupé zu entwickeln als S Klasse Coupé Konkurrent auf der Plattform eines 7ers und dafür einen leichten und dementsprechend konkurrenzfähigen Supersportler als ernstzunehmende Konkurrenz für 911, AMG GT und Konsorten.
      Aber so ist es freilich günstiger…und das ist es letztlich was zählt…

      • B3ernd says:

        Ein merkwürdiges Interview mit nicht ganz nachvollziehbaren Aussagen. Wie tigerfox anmerkte, finde ich die Äußerungen zum 6er ebenfalls unpassend.

      • gast says:

        Vielleicht aber auch weil der DB11 100.000 mehr kostet?

    • Mini-Fan says:

      Zitat von @B3ernd:
      “Der 8er ist also im (!) Segment von AMG gt und 911 angesiedelt.”

      Mitnichten behauptet dies BMW!
      Und auch BT redet ja gerade von einer “Abgrenzung” von Wettbewerbern wie dem Mercedes S-Klasse Coupé oder dem Porsche 911.

      Und eben nicht davon, daß der 8er “im” “gleichen Segment wie AMG GT und 911” liege.

      Frau Leßmann beschreibt ein “Segment, das eigentlich von zwei Book-Ends geprägt” ist:
      Zwischen (!) sehr elegant, luxuriös und schwer (S-Coupé) und reinrassigen Sportwagen.
      – mit Heckmotor oder nur zwei Sitzen mit sehr sportlichen Attributen (911 oder GT):
      “In diesem Feld bewegt sich auch der 8er, aber einen wirklich konzeptgleichen Wettbewerber sehen wir nicht.”
      Der 8er soll also weder ein S-Klasse-Coupé-Konkurrent noch ein “911-Killer” sein. Wie @dailybimmer seinerzeit meinte.

      • Gregorij Jerkov says:

        Fliwatuet und net Fleisch net Fisch. Hat ja schon beim i8 super geklapped

        • DanielS says:

          Hat schon in der Vergangenheit geklappt.

          Zumindest bei den alten, bisherigen (zweitürigen) 6er Coupés.
          Der das Beste aus zwei Welten bot.

          Insofern ist die Behauptung von Frau Leßmann, “die bisherigen 6er Käufer gehörten nicht zur Zielgruppe” des neuen 8er schlichtweg falsch.

          Und eine Frechheit dazu.
          Karstadt meinte auch einmal, auf ALDI-Kunden verzichten zu können.
          Hochmut kommt eben vor dem Fall.

          Allerdings sind die Preise des 8er auf dem Niveau des 7ers für meinen Geschmack hinnehmbar.

          • gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

            „sind die Preise des 8er auf dem Niveau des 7ers für meinen Geschmack hinnehmbar“

            Gerade mal 10.500 Euro Preiserhöhung im Vergleich zum 640d Coupé xDrive vor 1 Jahr. DA braucht es keine neuen Käuferschichten.

            Die lassen sich dafür doch gerne eine 8 für eine 6 vormachen.

      • Cjkologe . says:

        Ich wollt gerade sagen, das hat ja schon beim I8 überhaupt nicht funktioniert, beim letzten 8er auch nicht. Die hätten einfach die Rückbank eliminieren sollen. Das Auto hier und da ein wenig kürzer und das Ding würde keine 1700 Kilo wiegen. Es ist so, als wenn sie nur drauf hoffen sich ans eigene Bein zu pissen.

        • DanielS says:

          Ich weiß nicht, ob ein viertel oder ein halber Meter weniger Blech gleich 300 kg an Masse ausmachen…
          Aber kannst für deine Zwecke ja den neuen Z4 nehmen, als M40i.

          Und als (in allen Belangen überlegenen) Konkurrenten zu Mercedes S-Coupé und CLS einen kommenden BMW 9er, ähnlich der Studie GranLusso:
          @disqus_Q3WVd00sEO:disqus

          Ja, der wäre dann auch “weder Fisch noch Fleisch”.

          • Cjkologe . says:

            Nein, ich will einen hochmodernen V8, mit max 1700 kg, Virtualcockpit +Headup display, luxus und Technologie. Mir fällt nicht ein Auto ein was das bietet, außer vielleicht der AMG GT

            • DanielS says:

              Dann hast du ja kein Problem.
              Wirst damit ja bei AMG bedient!

            • gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

              „außer vielleicht der AMG GT“

              Sollte doch durchaus auch für BMW-Fans eine akzeptable Antwort sein.

              WESHALB sollte BMW – jetzt noch – ebenfalls etwas anbieten, was AMG schon genauso hat?
              (und ein SL, der sich von Generation zu Generation immer schlechter verkauft, d.h. fast überhaupt nicht mehr! – DER kann ja kaum die Vorlage für das noch kommende 8er Cabrio sein)

              Dann doch besser eine Lücke besetzen, die kaum jemand / niemand besetzt hat – und notfalls eben 2 Notsitze zusätzlich (für das Jackett – oder für den Labrador), und gleich auch ohne Kopfstützen hinten.

              SO abwegig war also die getroffene Konzeptentscheidung (für Coupé als auch für das Cabrio) aus Marktgesichtspunkten dann zugegebenermaßen doch nicht.

              • Gregorij Jerkov says:

                Ja genau: BMW sollte seine einstigen USP an besten anderen ueberlassen.Z.B. Peugeot und RenaultMerc…

                Geh wieder streiken @Kommentator!

  2. Cjkologe . says:

    Die Leute, die das sagen haben bei BMW, haben wohl nicht die wichtigste Klausel in der Defintion eines Sportwagens gelesen.. die Leichtigkeit.

    • Meo says:

      Verstehe ja was viele hier sagen wollen, aber ich persönlich glaube, dass manche irgendwie nicht im “heute” angekommen sind. Was interessiert denn beispielsweise einen Tesla-Kunden sowie jeden -Interessenten diese Gewichtsdebatte? Nächstes Beispiel: Was interessiert es prinzipiell jeden AMG-Käufer, wenn doch jeder Konkurrent – teilweise deutlich – leichtere Fahrzeuge anbietet? Ich denke, man muss nicht wirklich tiefer ins Detail: gute Technik kann viel Mehrgewicht kompensieren, auf Luxus und Alltagstauglichkeit möchten heutzutage wohl einige auch bei einem Sportwagen nicht verzichten. Und ich würde wetten, ein M8 wird so gut wie nie in (s)einem Grenzbereich bewegt, wo die Kundschaft Defizite in der Fahrdynamik erkennen wird. Somit sind Vergleichstests wie mit einem 911 zwar wahrscheinlich, aber von vornherein falsch.

  3. Uli Stärk says:

    Das Interview ist gefakt. Hier die korrekte Abschrift:

    Weil das Auto einfach nichts mit dem 6er gemeinsam hat, das der Konsument merken sollte. Der 6er war eine Plattform-Entwicklung, die nun konsequent in allen Baureihen verwendet wird. Das fängt beim Motor an und hört beim Infotainment auf. Wir konnten aus Zeitgründen nur ein neues Design entwickeln, das man leider auch beim Gewicht merkt. Aber immerhin konnten wir eine neue Reifenmischung verwenden, die so geheim ist, dass wir nicht einmal verstehen was der Vorteil ist.

  4. Daniel Förderer says:

    “genau wie wir ein 8er Cabrio und ein Gran Cabrio bringen werden.” <- ich nehme mal an, sie meint "Gran Coupé", nicht Gran Cabrio. Wobei das auch eine interessante Karosserieform wäre 😀

  5. Gregorij Jerkov says:

    Was war falsch am 6er??
    Diese Wucht Brumme gegen AMG GT und 11er? Das kann nur schief gehen. Wie in LeMans.

    • DanielS says:

      Am 6er? War anscheinend gar nichts falsch!
      Offensichtlich nicht mal der Preis!

      Das nächste (weiter verfettete) 4er Coupé soll ihn wohl ersetzen.

      Wie der M2 wohl den ehemaligen M3/ M4 ersetzen wird.

  6. Tigerfox says:

    Nein, der 8er ist ein ghanz ganz anderes Konzept als der 6er und hat auch technisch nichts mit den anderen Modellen gemein, auf garkeinen Fall…
    So ein Marketingstuß. Für mich ist der 8er genauso ein auf sportlichen Luxus getrimmter 5er wie vorher der 6er, nur jetzt noch teurer, weil schwerer, etwas größer (kommt mir jedenfalls so vor) und luxuriöser, aber nicht unbedingt sportlicher.

    Ich frag mich, wie sich da die 6er-Käufer fühlen, wenn die gute Frau hier so deutlich sagt, dass man diese Zielgruppe in Zukunft nicht mehr bedienen will, weil der 8er eine Nummer zu hoch für die ist.

    Und es ist alber, den Wagen als so einzigartig hinzustellen. Konzeptbedingt sind alle 2+2 GTs mit Frontmotor uznd Hinterradantrieb gleich, nur die Auslegung auf Sport oder Luxus ist anderes, aber nicht so sehr, dass es ganz andere Fahrzeuge sind. Da fallen mir spontan eben auch das S-Coupe und diverse Aston Martins ein, evtl. noch ein Maserati GranCoupe, bald vielleicht ein Alfa Romeo GTV.

    • DanielS says:

      Tut mir leid, aber ein solches Gespräch kann sich wohl wirklich nur eine Frau abhalten.
      Wenn die Reifen als Beweis dafür herhalten müssen, um von einer kompletten Neukonstruktion reden zu dürfen.

      • gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

        „Tut mir leid, aber ein solches Gespräch kann sich wohl wirklich nur eine Frau abhalten.“

        BMW verweiblicht eben mit dem Alter, und das geht schon länger so, – hat sicher wohl i-was mit Genderkram zu tun.

        • DanielS says:

          Aha.
          Daher auch die “Vergewaltigung” durch serienmäßiges und durch nichts zu ersetzendes Automatikgetriebe.
          Angefangen hat’s mit dem 7er, E38 LCI.

          Außerdem bin ich der Überzeugung: Der 8er basiert auf dem (neuen) 5er. Basta.
          Wie schon das noch aktuelle 6er GranCoupé.
          Lukrative Höherpostionierung à la BMW.

        • Gregorij Jerkov says:

          Geh wieder streiken @Kommentator!

          • gesellschaftlicherGroßkonflikt says:

            Hasst du einen Lattenschuss?? – oder nicht mehr alle Latten am Zaun?

            WAS sollen eigentlich diese ständigen blöden Sprüche & Provokationen seit Tagen hier mir gegenüber?
            Ab & zurück nach Sibirien mit dir.

  7. Fagballs says:

    Hmm, wenn der 8er nicht die 6er Kunden ansprechen soll, was sollen denn dann die 6er Kunden kaufen, denen ein 4er zu wenig und 5er und 7er zu Limousinig sind? Einen CLS oder A7?

    Wenn sie sagt, dass der V12 vorn zu schwer wäre (bei dem Brummer?!), dann wäre es vielleicht was für das Gran Coupé? M860i Gran Coupé hat doch was. Einfach weil es geht und weil es einen Markt für sowas gibt.

  8. Fabi says:

    Schreckliches Interview… “… wir können von einer Neuentwicklung sprechen…”
    Na herzlichen Glückwunsch BMW – als ob der 6er nicht auch ne “Neuentwicklung” war!? Und ich glaube im aktuellen 8 steckt mehr “Baukasten” als im alten 6er und 8er gemeinsam.. Und… ich fress nen Besen, wenn der 8er hier zu Entwicklungsbeginn nicht ganz normal als 6er Nachfolger geplant war!!!
    Naja auch die Produktmanagerin ändert zum Glück nichts daran, dass die Karre geil geworden ist!

  9. captainbmw says:

    Furchtbares Marketinggelaber, aber trotzdem tolles Auto.
    Es bleibt ein 6er 😉

  10. driv3r says:

    Das Problem sind die verschiedenen Sichtweisen des Herstellers und die der Kunden/Öffentlichkeit (wie man ja auch hier in den Kommentaren lesen kann).
    Natürlich sagt BMW, dass der 8er nicht so rassig ist wie ein 911 und nicht so komfortabel-luxuriös wie ein S-Klasse Coupé. Das hindert aber die öffentliche Wahrnehmung nicht daran, dass genau die genannten Fahrzeuge sehr wohl Wettbewerber sind, wie auch ein Bentley oder auch ein Aston Martin. Und am Ende bestimmen nun einmal die Kunden selbst, was gekauft wird und nicht das Marketing. Insofern ist die Aussage der guten Dame schon ziemlich schräg und zeugt nicht gerade von Weitsicht. Das schlimmste was BMW passieren kann ist, dass der 8er ähnlich “erfolgreich” wird wie der 6er, weil er eben weder sportlich noch richtig luxuriös ist, sondern irgendwo in der Mitte steckt.
    Am interessantesten für mich ist jedoch, dass es tatsächlich ein 8er GranCoupé geben wird. Denn angesichts der schon (im Vergleich) knappen Absatzzahlen des 7ers mit einem sportlicheren Ableger noch zusätzlich in einem beschränkt großen Markt wildern zu gehen finde ich durchaus ambitioniert, auch wenn weder Audi noch MB dort Wettbewerber zurzeit im Markt haben. Allerdings könnte das 8er GC durchaus als Modell gegen einen AMG GT 4-Türer oder einen Porsche Panamera gesehen werden, der nur Erfolg haben wird, wenn das 7er LCI deutlich einen Sprung in Richtung Komfort macht um eine klarere Differenzierung (außer der Karosserie) zum 8er GC herauszuarbeiten.

  11. bayern-express says:

    Aha, dann bin also mit meinem 650ix aus 2017 nicht mehr die Kundengruppe, die BMW mit dem 8er ansprechen möchte. Dann muss ich mich ja zwanghaft von BMW verabschieden, da mich ein 4er sicherlich nicht anspricht und der neue 6er GT ja nur ein Elefant auf 4 Rädern ist. Schade, Mercedes ich komme !

    • Gregorij Jerkov says:

      Gibt es irgendein BMW den du nicht hast?

      • bayern-express says:

        Na, es sind schon 8 Stück.

        • Gregorij Jerkov says:

          “ch habe einen Z4 35is und ein 228i Cabi. Lieber verzichte ich auf den Z4
          und das 4er Cabrio ist doch nur ein aufgeblasenes Mobbelchen.”

          650ix mit Allrad ist schlanker?

          • bayern-express says:

            650er mit Allrad ist ein ganz andere Kategorie als ein 4er,
            zudem mit 8-Zylinder. 4er ist in dem Bereich nicht meine Klasse. Und für sportlich ist ja noch ein neuer M2 im Hause, und ja es gibt noch einen X6 40d und einen X1 25d und 3x AT/GTs. Also alles vertreten, bloß keine 3er und 4er, die mag ich nämlich nicht.
            Alles okay ?

  12. Tom says:

    Schon herrlich: Da macht man aus einer 5 erst eine 6, dann aus einer 5 eine 8 und will nun nochmals 10.000€ mehr für den gleichen Plattform Dreck. Bei einem plattgedrücktem 5er überhaupt die Worte 911, AMG GT oder DB11 in den Mund zu nehmen, grenzt daher schon an Blasphemie.

    Wo bleibt denn endlich mal ein vernünftiger BMW Sportwagen auf eigenständiger Basis? Warum hat man im Vergleich zur Studie alle relevanten Designelemente in die Tonne geklopft? Könnte man in einem 7er oder “8er” nicht wenigstens mal ein anderes Infotainment System anbieten als in der Kompaktklasse?

    Selbst wenn ich das Geld hätte, würde dieses Auto bestimmt nicht oben auf der Liste stehen…

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