BMW M5 F90: Rundenzeiten auf Ferrari 458-Niveau im Video

BMW M5, Videos | 15.05.2018 von 44

Das Niveau moderner Business-Limousinen nähert sich seit Jahren mit großen Schritten einer Performance, die noch vor kurzem echten Aushängeschildern der Sportwagen-Liga vorbehalten war. Das jüngste …

Das Niveau moderner Business-Limousinen nähert sich seit Jahren mit großen Schritten einer Performance, die noch vor kurzem echten Aushängeschildern der Sportwagen-Liga vorbehalten war. Das jüngste Beispiel dafür ist der neue BMW M5 F90, der in seinen ersten Vergleichstests nicht nur den direkten Wettbewerbern deutlich die Rücklichter gezeigt hat. So schreibt die Auto Bild Sportscars als Fazit eines Vergleichstests: “Lieber AMG, lieber Porsche, lieber Cadillac, ihr seid wirklich prachtvolle Business-Performer, jeder auf seine Weise […]. Doch dieser M5 fährt nicht mehr länger unter euresgleichen, sondern ab sofort in einer neuen, gänzlich eigenen Liga!”

Die beeindruckende Performance konnte der neue BMW M5 F90 auch im Supertest der sport auto bestätigen und fuhr dort Rundenzeiten, die nicht nur Test-Autor Christian Gebhardt zum Staunen bringen: Für die Nürburgring Nordschleife benötigte der M5 7:39 Minuten und ist damit nicht nur 26 Sekunden schneller als sein Vorgänger, sondern auch nur eine einzige Sekunde langsamer als der Mittelmotor-Supersportler Ferrari 458 Italia.

Ganz ähnlich verhält es sich auf dem Hockenheimring: Mit einer Zeit von 1:10,6 Minuten deklassiert der neue BMW M5 F90 seinen Vorgänger, der selbst mit dem später nachgelegten Competition Paket nicht unter die Marke von 1:13 kam. Und wer glaubt, dass der enge Kurs endgültig für einen klaren Rückstand auf den Zweisitzer aus Maranello sorgt, irrt ebenfalls: Der Ferrari 458 Italia steht mit einer Zeit von 1:10,5 in den Büchern der sport auto und ist auch in Hockenheim nur eine Winzigkeit schneller als die Business-Limousine aus Garching.

Mitverantwortlich für die Performance des BMW M5 F90 ist der V8-Biturbo im Bug, den die sport auto ebenfalls gemessen hat. Volle 671 PS und 837 Newtonmeter Drehmoment wurden dabei ermittelt und zeigen, welches Potenzial der Achtzylinder hat. Ob alle Kunden-Fahrzeuge ähnlich gut im Futter stehen wie der Presse-Testwagen, kann freilich nur spekuliert werden. Sicher ist: Auch der Vorgänger trat erheblich stärker zu den Tests der sport auto an, als in seinem Datenblatt stand.

Wie wir bereits in unserem BMW M5 F90 Fahrbericht festgestellt haben, ist der eigentliche Hammer des neuen M5 aber nicht seine Längsdynamik, sondern die Beherrschbarkeit im Grenzbereich. Dank des blitzschnell arbeitenden Allradantriebs M xDrive lässt sich die Kraft auch bei hohem Leistungseinsatz am Kurvenausgang problemlos dosieren und anders als beim Vorgänger auch von Nicht-Rennfahrern ohne Angstschweiß nutzen.

Nicht vergessen sollte man dabei die Positionierung des Fahrzeugs, denn anders als beim Vorgänger hat sich die M GmbH für ein doppeltes M5-Angebot entschieden. Alle Kunden des “normalen” M5 dürfen sich auf ungebrochene Alltagstauglichkeit und hohen Komfort freuen, während für die Rennstrecke der BMW M5 Competition in den Startlöchern steht – mit deutlich veränderter Fahrwerkstechnik für noch mehr Performance, die allerdings mit etwas weniger Komfort erkauft wird. Mit anderen Worten: Die Competition-Version dürfte zu nochmals schnelleren Rundenzeiten in der Lage sein. Was bereits der “gewöhnliche” BMW M5 F90 auf der Nürburgring Nordschleife leisten kann, zeigt das Onboard-Video mit Christian Gebhardt:

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