Genf 2018: Live-Fotos vom Porsche 911 GT3 RS 991.2

Sonstiges | 10.03.2018 von 18

Für viele Freunde puristischer, ehrlicher Sportwagen ist der Porsche 911 GT3 RS 991.2 das Highlight des Genfer Autosalon 2018. Der stärkste Elfer mit Saugmotor bietet …

Für viele Freunde puristischer, ehrlicher Sportwagen ist der Porsche 911 GT3 RS 991.2 das Highlight des Genfer Autosalon 2018. Der stärkste Elfer mit Saugmotor bietet kaum weniger Rennsport, als im Kontext einer Straßenzulassung gerade noch legal ist und ist daher für viele Sportwagen-Fans weitaus faszinierender als stärkere, aber oft auch weniger konsequente Modelle anderer Hersteller. Auch wenn 520 PS und 470 Newtonmeter Drehmoment heute längst keine Superlative mehr sind, stellt die Form der Darreichung viele nominell stärkere Boliden klar in den Schatten.

Der 911-typisch im Heck platzierte Sechszylinder-Boxer erreicht Drehzahlen bis 9.000 U/min und hat mit dem minimal nur 1.430 Kilogramm schweren Supersportler sprichwörtlich leichtes Spiel. Bei Bedarf bringt der Hochdrehzahl-Sauger den neuen Porsche 911 GT3 RS in 3,2 Sekunden von 0 auf 100 und bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 312 km/h, die wahre Faszination des Fahrzeugs erschließt sich aber ganz sicher nicht bei Sprints auf gerader Strecke. Einziger, aber für Anhänger der reinen Lehre durchaus bitterer Wermutstropfen ist das serienmäßige 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, das mancher Kunde sicher gerne gegen ein manuelles 6-Gang-Getriebe eintauschen würde.

Motor, Getriebe und Fahrwerk des Porsche 911 GT3 RS 991.2 sind genau wie alle übrigen Komponenten letztlich nur einem Ziel verpflichtet: Maximale Performance auf der Rennstrecke. Besonders sichtbar wird dieser Anspruch bei der Aerodynamik, die sich mit eigenständiger Frontschürze samt großen Splitter-Aufsätzen, Radhaus-Entlüftungen, Diffusor und natürlich dem riesigen Heckflügel kaum radikaler von den braven Basis-Elfern unterscheiden könnte. Feinste Motorsport-Technik bietet auch das Fahrwerk, das mit Kugelgelenken an allen Lagern ausgerüstet ist.

Dass Porsche für das Clubsport-Paket mit Überrollbügel, Feuerlöscher sowie Vorrüstungen für Batterietrennschalter und Sechspunkt-Gurt keinen Aufpreis verlangt, passt zum Charakter des Fahrzeugs. Sehr wohl aufpreispflichtig ist das Weissach-Paket, das zusätzliche Leichtbau-Komponenten und auf Wunsch sogar Magnesium-Räder beinhaltet.

Zur Weltpremiere in Genf trägt der neue Porsche 911 GT3 RS die perfekt zu seinem extrovertierten Auftritt passende Lackierung Lizardgrün, viele Elemente in Schwarz und Sicht-Carbon setzen dunkle Akzente. Die Preise für den stärksten Elfer mit Saugmotor beginnen in Deutschland bei 195.137 Euro, in der Praxis dürfte aber kaum ein Exemplar des 911 GT3 RS für weniger als 200.000 Euro verkauft werden.

18 responses to “Genf 2018: Live-Fotos vom Porsche 911 GT3 RS 991.2”

  1. DropsInc. says:

    Joar, auch ich als BMW-Freund…den kann man mal so stehen lassen.

  2. Dailybimmer says:

    Man sollte als Bmw Fan nicht zu sehr mit Porsche flirten, aber 3.2 Sekunden von 0-100 km/h für den 911er GT3 RS 991.2 sind schon eine Kampfansage in Richtung M5.

    • M54B25 says:

      BMW M5 und Porsche GT3 RS sind nun aber überhaupt nicht miteinander vergleichbar – gut 4 Rädern und Verbrennungsmotor haben beide – aber ganz ehrlich dieser an den Haaren herbeigezogene 0-100 Vergleich muss doch nicht sein. Das eine ist ein reinrassiger Sportwagen das andere eine hochmotorisierte Business-Limousine. Ein M4 GTS in angepasster Form müsste sich dem GT3 RS stellen, dann wären Vergleiche sinnvoll.

      • DropsInc. says:

        Kann man so stehen lassen.

      • Dailybimmer says:

        “Hochmotorisierte Business Limosine”.

        Eine Business Fahrmaschine ersten Ranges, oder ein Sportwagen im Limosinen Dress. Man kann damit driften wie im Porsche 911er und von 0-100 bzw 0-200 Km/h erledigt der M5 das genauso schnell. Bin auf die Nürburgringzeiten vom M5 gespannt. Natürlich sind ein 911er und ein M5 zwei verschiedene Paar Schuhe und zum Preis eines 911er GT3 RS 991.2 bekommt man einen M5 plus M4, aber Performence mässig spielen beide ungefähr in einer Liga und der M5 bildet derzeit die sportliche Sperrspitze bei Bmw und hat somit die ehrenvolle Aufgabe den Porsche 911er GTS RS auf dem Nürburgring usw zu jagen.

        • M54B25 says:

          Du hast doch meine Aussage selbst bestätigt Zitat “Natürlich sind ein 911er und ein M5 zwei verschiedene Paar Schuhe” – und deshalb sollte man auch nicht einen 100m Lauf mit Gummistiefeln und Highheels vergleichen. Jeder der dies dennoch tut, tut sich und seiner Glaubwürdigkeit und seinem Grundverstandnis von Fahrzeugen keinen Gefallen.
          Auf dem Nürburgring würde sich der M5 keinen Gefallen tun mit seinen 2Tonnen einen 1,4Tonnen 911er GT3 RS jagen zu wollen, nach den ersten zwei Kurven die Vollgas gehen, ist der M5 aus dem Windschatten vom 911er raus – reine Fahrphysik – die können auch nicht die M-Jungs überlisten.

          • Dailybimmer says:

            1.825 kg für den M5 und die 3.2 Sekunden schafft der M5 allemal Dank M X drive und 750 Nm. Ich denke der M5 wird Nürburgringzeiten des M4 GTS unterbieten können.

            • M54B25 says:

              Und ich denke, dass beim AMS Supertest der M5 keine 1825kg fahrfertig aufweisen wird – alles knapp unter 2 Tonnen wäre schon gut. Die 3,2Sec sehe ich eher bei 3,4 und die NOS Zeit eines M4 GTS dürfte im Rahmen des Möglichen liegen obgleich die 1601kg auch kein Ruhmesblatt beim M4 GTS sind.

              Entscheidend wird das Wetter (M4 GTS Test fand bei bei 30 Grad statt!) und der Reifen des M5 sein – ohne ausgewiesene Semislicks/Sportreifen wird das nichts werden.

              • Dailybimmer says:

                Es wurden beim M5 in Astoril schon 3.2 Sekunden statt 3,4 gemessen und 1820 kg werden es wohl beim Competition Paket mit Carbonbremsen optional.

                • M54B25 says:

                  Jetzt baust du aber schon vor mit dem Competition-Paket M5 – auch der wird nicht unter 1900kg fahrfertig sein – die Carbonbremsen sparen höchstens 20kg insgesamt. Ob die M GmbH die große Gewichtsdiät-Keule bei der Business-Limo rausholt bewzeifle ich mal – das haben sie ja noch nicht mal beim M4 GTS gemacht. Der ist immernoch mit dem ganzen Multimediafilrefanz, Leder/Alcantare-Gedöns und Zubehör-Schickschnack unterwegs.

                  Machen wir uns doch nichts vor – angesichts der Renditeorientierung hat die BMW AG als Mutter doch keinen Schneid mehr einen Wagen wie den E46 M3 CSL auf die Beine zu stellen. Dabei wäre es heute noch viel leichter angesichts der enormen Material- und Technologiefortschritte so einen Wagen zu entwickeln. Und die Kundschaft würde den mit Kusshand auch zu Preisen jenseits der 150T€ annehmen – Limitierung (=Exklusivität) vorausgesetzt – 1.500 Stück und der ist in 2 Wochen ausverkauft.

        • Dailybimmer says:

          Bis der M8 erscheint und er wird bald kommen.

  3. Dancing Bear says:

    Dass hier IRGENDEIN BMW mit dem o.g. RS in einem satz genannt wird, zeigt nur, dass regelmäßiges lesen von bimmertoday und das studieren von automagazinen jegliches urteilsvermögen trübt. wer in einem GT3 mal MITgefahren ist, weiß, dass das kein aufgeblasenes großserienprodukt ist sondern die speerspitze des sportwagenbaus. etwas gleichwertiges zum RS zu finden ist im gesamtpaket extrem schwer. einen M5? einen sonstwie aufgeblasenen M4 GTS? ich glaube, ich mache mir gleich vor lachen ins höschen. jungs, mal ehrlich…

  4. Hank Moody says:

    Schöner Text und Spocht für die Seele. Danke dafür!

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