BMW i3s: Ampel-Dragrace gegen Dodge Charger im Video

BMW i3, Videos | 31.08.2017 von 21

Es ist eher unüblich, dass sich BMW TV in einem offiziellen Video in einen Vergleich mit Fahrzeugen anderer Marken begibt. Für den BMW i3s gibt …

Es ist eher unüblich, dass sich BMW TV in einem offiziellen Video in einen Vergleich mit Fahrzeugen anderer Marken begibt. Für den BMW i3s gibt es nun offenbar eine Ausnahme, die uns die besonderen Eigenschaften des Elektroautos für die Stadt anschaulich zeigen soll: Der Kleinwagen verzichtet auf übertriebene Show-Effekte, ist alles andere als ein Krawallmacher, lokal emissionsfrei unterwegs – und dennoch alles andere als langsam.

Denn wer den BMW i3 bereits im Stadtverkehr bewegt hat, hat sich beinahe zwangsläufig auch von seinen Ampelsprint-Fähigkeiten überzeugt. Der nahezu lautlos agierende Elektromotor an der Hinterachse beschleunigt den Stadtflitzer scheinbar mühelos, aber durchaus druckvoll. Wer da mit einem Benziner oder Diesel mithalten möchte, sollte den i3 auf keinen Fall unterschätzen – sonst hat er den kurzen Zwischensprint bereits verloren, bevor er überhaupt angefangen hat.

Mit dem BMW i3s soll die sportliche Seite des i3 nun stärker als bisher betont werden, weshalb auch das neue Video mit einem Ampelrennen ins Bild passt. Als Gegner haben sich die Filmemacher für einen Dodge Charger aus den 1970er-Jahren entschieden: Ein Auto für Liebhaber des amerikanischen Automobilbaus und des extrovertierten Auftritts, dessen unbestreitbarer Charme aber eine ganz andere Zielgruppe anspricht als der BMW i3s.

Im Vergleich zum gewöhnlichen i3 hat der zum Facelift Ende 2017 debütierende BMW i3s einige Verbesserungen erhalten, die seine dynamischen Talente weiter stärken. Die sichtbarste Veränderung betrifft die um 40 Millimeter verbreiterten Radläufe, die Platz für eine breitere Spur, ein sportlicher abgestimmtes Fahrwerk und breitere Reifen schaffen. Außerdem hat der BMW i3s eine Leistungssteigerung auf 184 PS, einen Sport-Modus für den Fahrerlebnisschalter sowie eine neue DSC-Abstimmung mit späteren Regeleingriffen bei dynamischen Fahrmanövern erhalten.

(Direkt-Link zum Video für Mobile-User)

21 responses to “BMW i3s: Ampel-Dragrace gegen Dodge Charger im Video”

  1. AE says:

    Kann man mir kurz erklären wen man mit diesem Clip ansprechen will oder was man versucht zu erreichen?

    Fassen wir kurz zusammen: Man nimmt ein Auto mit Legendenstatus in Enthusiastenkreisen, das zu Film, Fernsehen und Kultur beigetragen hat, lässt es gegen ein fast 50(!) Jahre jüngeres Elektroauto antreten und kann nur gewinnen weil die 0-60km/H Zeit des i3s besser ist.

    Ok BMW, jetzt will ich ganz bestimmt einen i3 / Elektroauto.

    • M54B25 says:

      Die Zielgruppe ist doch recht klar im Video zu erkennen: Sportlich orientierte Elitepartner-Mitglieder um die 34 die einen Kick bekommen, wenn sie in der Stadt von 0 auf 60 km/h durrchstarten und dabei die größenteils zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50km/h um satte 20% überschreiten. Gleich danach kasteien sie sich 10x mit dem Jute-Einkaufsbeutel und reden sich ein mit einem 40kT€ Ökomobil i3 die Welt zu retten und deshalb einen Anspruch auf einen intellektuell ebenbürtigen Lebenspartner zu haben. Oder kurz Urban City Sports Utility Fahrer!

      Na wenn Du Dir jetzt -SOFORT- keinen i3S bestellst, dann weiss ich auch nicht mehr weiter…

    • manuelf says:

      Eigentlich habe ich ja @M54B25 gar nicht viel hinzuzufügen … nur soviel: Du stellst doch nicht hier wirklich den Sinn von Werbung in Frage? Oder doch?? Für mich ist auch 97% der Werbung, die ich sehe, augenscheinlich für echte Gehirnakrobaten gedacht… was soll jetzt hier die Diskussion? Die Message der Werbung ist doch so einfach wie nur was: Ein schnödes MegaCity E-Mobil, das umweltfreundlich durch die Großstadt cruised, ist zumindest 0-60 bereits so schnell wie ein/das Dragstrip-Monster aus früheren Tagen…. wenn Dir die Message nicht zusagt (weil dich das zum Beispiel gar nicht so wundert – da technisch versiert – dass so ein E-Eimer mit der Optik von Lego Duplo – aus dem Stand massiv abgeht), dann hau ein Ei drüber. Gibt aber keinen echten Diskussionsbedarf, sonst diskutieren wir hier demnächst, wem welche Farbe gefällt oder nicht.

    • Thomas says:

      Sie haben ihr Ziel erreicht. Man provoziert, damit darüber Diskutiert wird …

      • M54B25 says:

        Naja, aus Sicht eines BMW Enthusiasten ist das Ergebnis eher Fremdschämen, da der Sprint auf 100 schon ein anderes Ergebnis bringt, ganz zu schweigen von der Limitierung der Höchstgeschwindigkeit beim i3S – macht bei einem Drag-Racer irgendwie gar keinen Sinn.

        Provozieren tuen sie eher, dass man sich mit diesem Schwachsinn technisch mal kurz auseinandersetzt (Vergleichswerte bei anderen Geschwindigkeiten, etc.) und BMW o.g. Fremdschämen attestiert. Diskutieren hier nur im Forum – im Bekanntenkreis – Augen verdrehen und Klappe halten – oder wie @manuelf so schön sagt: Hau ein Ei drüber!

        • Thomas says:

          Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, was daran zum Fremdschämen sein soll?
          Von Enthusiasten kann diese Marke nicht leben…
          Darüber hinaus verstehe ich diese ganze Kritik an dem Fahrzeug nicht.
          Fakt ist, dass die Deutschen Hersteller den Elektroantrieb verpennt haben.
          Ob er nun die richtige Alternative zum Verbrenner ist, sei dahingestellt. Das entscheidet nicht BMW, nicht Mercedes und auch nicht Dobrindt. Das entscheidet jeder Otto für sich selbst und schlussendlich die Masse.
          Wenn keiner das Zeug kauft, wird es auch nicht produziert.
          Der i3 geht, unter den aktuellen Umständen, konzeptionell in die richtige Richtung.
          Doch bevor man laufen kann, muss man erst einmal das Gehen erlernen.
          Der i3 ist das erste Elektroauto von BMW. Das erste in Serie gefertigte Carbon Monocoque von BMW.

          Und das ist jetzt nicht auf dich bezogen, aber mich kotzen vor allem auch die ständigen Vergleiche mit Tesla an. Tesla macht keinen Gewinn! Tesla schreibt von Jahr zu Jahr immer dickere rote Zahlen in dreistelliger Millionenhöhe und lebt primär von seinem guten Marketing. Darüberhinaus sind die Fahrzeuge zudem unbezahlbar. BMW könnte genau die gleiche Schiene fahren. Nun stelle sich mal einer den Shitstorm in den sozialen Netzwerken vor, wenn BMW mit solch einer Ausrichtung seine Standorte aufs Spiel setzen würde …

          Bleibt locker, ich liebe Verbrennungsmotoren. Das ändert aber nichts daran, dass sie mittlwerweile antiquiert sind.

          • MFetischist says:

            “Bleibt locker, ich liebe Verbrennungsmotoren. Das ändert aber nichts daran, dass sie mittlwerweile antiquiert sind.”

            Solang die Elektrofahrzeuge keine anständigen Reichweiten kombiniert mit einem schnellen Ladevorgang bieten und die Öko-Bilanz bei der Herstellung der Batterien so aussieht, wie sie aussieht, ist der Verbrenner weiterhin das Maß aller Dinge.

            Dein Teslavergleich mag auch hinken.. Ob BMW mit der “i” Sparte gemessen an den Entwicklungskosten Gewinn macht, würde ich gern mal aufgeschlüsselt dargestellt sehen.

            Und BMW kann wirklich nicht von den Enthusiasten leben. Gibts noch welche? 😉

            • M54B25 says:

              Enthusiasten: Schau Dich in den Foren der 90er und 2000er BMW Fahrzeuge um (E30, E36, E46, E34, E39, E38) da haben viele eines der aufgezählten Schätzchen und zusätzlich noch neuere BMW’s – eben jene welche, von denen BMW heute lebt.

            • manuelf says:

              Ja, der Verbrenner ist weiterhin das Maß der Dinge, aber die Kampagne gegen ihn wird ihn viel schneller dahinraffen, als es bei fairem Wettbewerb Verbrenner vs. E-Fahrzeug der Fall wäre, weil das E-Mobil so leistungsfähig geworden ist …
              Technisch Interessierte wissen/verstehen das. Das ist aber (leider) irrelevant.
              Der politische Druck/Gesetzgebung (z.B. illusorische NOx Werte) wird mittelfristig dafür sorgen. Darauf sollte man sich also auch als Petrolhead vorsichtshalber einstellen …

              • MFetischist says:

                Wenn die Dieselmotoren über die Klinge springen, ist mir das persönlich egal. Ich war nie ein Fan des Diesels. Aber deinen Ausführungen stimme ich komplett zu.

                Mal sehen wie das Thema nach dem Wahlkampf behandelt wird. Ich höre das Totenglöckchen noch lang nicht läuten.

            • Thomas says:

              Die E-Maschine, vorausgesetzt der Strom kommt aus erneuerbaren Energien, ist umweltfreundlicher, sie ist deutlich wartungsärmer, und über die Effizienz und Leistungswiedergabe brauchen wir nicht diskutieren. Die ersten beiden Argumente sind aktuell noch zu hinterfagen. Aber der Ausbau läuft und die Akkuaufbereitung wird sich ebenfalls weiterentwickeln.

              Laut mehreren Berichten und unabhängigen Marktbeobachtern, macht der i3 zumindest keinen Verlust. Der Profit pro Fahrzeug soll im einstelligen Prozentbereich liegen. Bei der Reichweitenthematik bin ich bei dir, damit haben aktuell alle Hersteller zu kämpfen, vor allem weil die Akkus auch so empfindlich auf Umwelteinflüsse reagieren. Das ist momentan die gößte Baustelle.

              • manuelf says:

                Ja, Du benennst das ja schon korrekt mit “vorausgesetzt” …
                Realität ist leider immer noch, dass wir kein Konzept haben die erneuerbaren Energien zu speichern. Das führt zu den bekannten Stilblüten: An wolkigen und windstillen Tagen importieren wir heute fleißig Strom aus alten franz. Atomreaktoren. An sonnigen windigen Tagen zahlen wir unseren Anrainern, dass sie uns den Strom abnehmen, damit die Netze nicht kollabieren.
                Für dieses Grundproblem, dass es kein Speicherkonzept für Strom gibt, welches aber bei sporadisch und vollkommenen unsteuerbaren Stromerzeugung unabdingbar wäre, ist keine wirkliche Lösung in Sicht.
                Die Energiedichte von Kohlenwasserstoff ist nun mal 25mal höher als von modernsten Batterien. D.h. Reichweitenvorteile wird es für die Verbrenner immer geben. Das ist einfach eine physikalische Gesetzmäßigkeit.
                Falls die Infrastruktur geschaffen wird, die diese Nachteile alle auffängt, dann bin ich bei Dir: Instantanes Drehmoment ab 0 U/min ist cool – was soll man dagegen haben!

          • M54B25 says:

            Fremdschämen ist, dass BMW für ein prinzipiell gutes Fahrzeug wie den i3, zu dem du alle Vorteile korrekt genannt hast – der allerdings schlicht etwas zu teuer ist, eine antiquitierte Werbung mit einem Oldschool US-Car produziert. Dann sollen sie doch wirklich lieber genau das zeigen, was Du für Deutschland bemängelst: Wir -BMW- haben ein E-Auto das recht gut die Bedürfnisse für den Stadt- und Pendelverkehr abdeckt und dabei auch noch die “Freue am Fahren” mitbringt (auch wenn es nur Elektronik Tweaks für die 14PS, angeklebte Kotflügelverbreiterungen und breitere Räder sind!).

            Das kann man marketingtechnisch wesentlich eleganter Lösen. Zumal BMW schon immer für (selbst-)ironische Werbungen bekannt war – mein absoluter Lieblingsspot der zum Z3 mit dem Gänsehaut R6 Sound am Ende und den Janis Joplin Song “Oh Lord”: https://www.youtube.com/watch?v=-D3a49yjevA

            • Till says:

              Sensationeller Spot!

              Das kann man marketingtechnisch wesentlich eleganter Lösen

              Absolut. Das fehlt mir seit Beginn des ganzen i-Themas bei BMW. Zumal es dieses Fahrzeug schon seit Herbst 2013(!) zu kaufen gibt. Es war genug Zeit nachzulegen und das Thema zu forcieren… in jeglicher Hinsicht. Vor allem mit weiteren Modellen. Dann wären sie heute evtl. die Kings in Sachen E.

              • M54B25 says:

                Ja sie hätten einen i5 bauen sollen – 5er Format – E-Motor vorne und hinten ca. 400 PS Gesamtleistung, Akkupaket vom i3 mit etwas mehr Zellen so dass sie auf 400km Reichweite gekommen wären und den für 100k bis 120k in BMW Fahrqualität in den Verkauf/Leasing gebracht! Das wäre für TEsla eine harte Nummer geworden und BMW hätte gezeigt, was sie e-Technisch drauf haben. Hätte, Hätte, Fahrradkette….

                • Till says:

                  Exakt. Und ich denke nicht mal, dass der die 100k hätte knacken müssen, nicht mal ansatzweise. Selbst eine Leistung/Range wie die des i3 (vlt. etwas drüber) im (ansehnlichen) Gehäuse eines ca. 3er (also irgendwo in der Mittelklasse angesiedelt) hätte es schon getan. Sodass man am Ende ein – sagen wir – 7,5 sec Auto mit respektabler Reichweite hat… Das hätte man sicherlich um die 50k Grundpreis anbieten und darauf aufbauen können. Die Dinger würden gehen wie warme Semmel und auch ich hätte längst einen. Und das ärgert mich wirklich. Auch, weil BMW dann inzwischen auch längst dazu beigetragen hätte, dass das Ladesäulennetz schon sehr viel weiter wäre, als es heute ist. Einfach schade.

                  • M54B25 says:

                    Tja Morgen gibt es ja unseren i5 – nette Überraschung – ist ja kaum was durchgesickert – mal sehen was technisch dabei rauskommt: http://www.bimmertoday.de/2017/09/07/iaa-2017-bmw-kundigt-weiteres-elektroauto/

                  • Till says:

                    Jap, schon gesehen. Bin gespannt wie’n Flitzebogen. Die Form unterm Tuch verspricht so einiges… mal sehen. Ist ja erstmal ne Studie.

                  • M54B25 says:

                    Wenn BMW nicht strunzdoof ist, geht das Ding in einem Jahr auf den Markt – ich hoffe die testen mit dem Concept erstmal nur die Form. Die Technik sollte doch aus dem Baukasten kommen, der neue X3 und der 3er Nachfolger wurden ja wohl schon auf einer universal Plattform entwickelt, die einen reinen E-Antrieb ermöglicht. Naja und Akkus, E-Maschinen und Steuergeräte sollte BMW durch i3, i8 und die Hybrid-Modelle schon parat haben.

                    Das könnte endlich der Befreiungsschlag werden, um dieser dämlichen Tesla Hysterie mal würdig zu begegnen!

                  • Till says:

                    That’s what I’m talkin’ about. Hoffentlich kommt da bald mal Musik rein… es wird Zeit. (siehe auch die aktuellen Ansagen von Klaus Fröhlich.)

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