BMW 5er Langversion 2017: Wer ist hier der Shanghai-Star?

BMW 5er | 20.04.2017 von 7

Aus Sicht vieler Besucher der Shanghai Motor Show 2017 ist die BMW 5er Langversion G38 der große Star auf dem Stand der Münchner. Dass sich …

Aus Sicht vieler Besucher der Shanghai Motor Show 2017 ist die BMW 5er Langversion G38 der große Star auf dem Stand der Münchner. Dass sich der Blick vieler Europäer und Amerikaner in erster Linie auf den sportlichen BMW M4 CS fokussiert, wirkt auf die Mehrheit der Chinesen eher seltsam – schließlich ist die Langversion der BMW 5er-Reihe einer der absoluten Bestseller im Reich der Mitte. Und weil China auch für BMW längst der größte Einzelmarkt ist, spielt die BMW 5er Langversion wohl auch in den Köpfen der Manager eine deutlich wichtigere Rolle als der M4 CS, der eher für Image als für Stückzahlen sorgen soll.

Die ersten Live-Fotos aus Shanghai zeigen die BMW 5er Langversion G38 in unauffälligem Weiß. Aber es ist nicht nur die Lackierung, die einen genaueren Blick auf die Limousine notwendig macht: Wer nicht genau hinsieht, hält die nur in China gebaute Langversion höchstwahrscheinlich für einen ganz normalen 5er, wie er auch im Rest der Welt erhältlich ist.

Als wichtigstes Unterscheidungsmerkmal lohnt ein genauer Blick auf die Fond-Türen, denn diese fallen sichtbar länger aus als beim gewöhnlichen 5er und erleichtern so den Einstieg in die zweite Reihe. Das macht durchaus Sinn, denn wie in allen gestreckten Limousinen spielt die Musik in erster Linie im Fond: Viel Platz und luxuriöse Ausstattung machen den langen 5er zur echten 7er-Alternative – und dürften zur Entscheidung beigetragen haben, den 7er mit kurzem Radstand gar nicht erst in China anzubieten.

Anders verhält es sich beim BMW 5er G30, denn dieser ist parallel zur Langversion G38 ebenfalls erhältlich und liefert das gesamte Technik-Paket.Der um 13,3 Zentimeter gestreckte Radstand bringt den 5er auf eine Gesamtlänge von über fünf Metern. Weil sich viele Chinesen lieber durch den dichten Verkehr chauffieren lassen und die Zeit zum Arbeiten oder Entspannen nutzen, wird der lange 5er wie schon seine beiden Vorgänger erneut zahlreiche Kunden für sich begeistern.

Das hochmoderne Infotainment-System samt Fond-Entertainment und bequemen Einzelsitzen verkörpert auch in der zweiten Reihe absolutes Premium- und Luxuslimousinen-Flair. Das herausnehmbare Tablet für Fond-Passagiere ist uns bereits aus der 7er-Reihe bekannt und findet nun auch seinen Weg in die BMW 5er Langversion.

Die Chauffeure dürfen sich unterdessen auf neue Motorisierungen freuen: BMW 525Li, 530Li und 540Li gibt es mit vier und sechs Zylindern bereits ab Marktstart, später folgen auf jeden Fall auch Varianten mit elektrifiziertem Antriebsstrang. Ein Angebot der BMW 5er Langversion auf anderen Märkten ist genau wie bei den Vorgängern nicht geplant.

(Fotos: BMWMotorshowblog.com)

7 responses to “BMW 5er Langversion 2017: Wer ist hier der Shanghai-Star?”

  1. quickjohn says:

    Mercedes hat sein Interieur-Update (u.a. neues Lenkrad!) in Shanghai als die ‘neue S-Klasse’ verkauft und zumindest die SZ ist darauf reingefallen und feiert diese ‘Neuerscheinung’ im heutigen Wirtschaftsteil als den ‘Star’ der Ausstellung ab.

    Naja – ‘wes Brot ich ess …’ – Anzeigenkunde Daimler läßt grüßen!

    • M54B25 says:

      Und selbst die jetzige Version der S-Klasse W222 ist nur ein Facelift – im Fahrzeugschein steht noch die KBA Nummer der W221 Version.

      Was doch so ein bisschen Lack und BlingBling alles ausmachen kann. Zumindest im Spiegel war heute der Verweis auf die 3 LED Streifen in den Scheinwerfern enthalten – als alleiniges äußeres Erkennungsmerkmal…

      • Metti says:

        Das macht doch jeder Hersteller. Bei VW heißt es auch “Der neue Golf”, obwohl es ein Facelift ist.
        Bei BMW ist es bei den LC Modellen nicht anders.
        Und zur KBA221 Nummer. Das hatte nur einen Zweck. Einige Teile der Unterbodenstruktur wurden vom W221 übernommen. Somit konnte man den W222 als W221 Model zertifizieren und brauchte nicht zwingend das Kältemittel r1234yf nehmen, welches damals für neue Fahrzeugtypen vorgeschrieben war aber nicht für weiterentwickelte Fahrzeuge.
        Grüße

        • M54B25 says:

          Ja aber beim Golf 6 zum Golf 7 war es eine andere Plattform und definitv ein neues Modell, das jetzige Golf7 Update ist klar ein Facelift.

          Und ich kenne wenige Modelle wo nach 7 Jahren Bauzeit ein komplett neuer Entwicklungscode genommen wird aber die gleiche Basisplattform!

          Und glaub mir – das Thema Kältemittel spielte nicht die entscheidende Rolle – der W222 wurde ja auch mit mehr als 6 Jahren Vorlaufzeit entwickelt und diese Entscheidung die W221er Plattform beizubehalten basierte nicht (nur) auf der Kältemittelargumentation.

          • Metti says:

            Was ich mit dem Golf meinte it das aktuelle Golf 7 Facelift. Das wird in der Werbung als “Der neue Golf” verkauft.
            Wahrscheinlich war bei der Erstentwicklung des W222 nicht das Kältemittel entscheidend, da gebe ich dir recht. Nur konnte man die Übernahme von W221 Komponenten so dem KBA verkaufen als ob es kein komplett neues Auto war und somit das alte Kältemittel einfüllen.

            Grüße

    • B3ernd says:

      “Mercedes hat sein Interieur-Update (u.a. neues Lenkrad!) in Shanghai als die ‘neue S-Klasse’ verkauft und zumindest die SZ ist darauf reingefallen und feiert diese ‘Neuerscheinung’ im heutigen Wirtschaftsteil als den ‘Star’ der Ausstellung ab.”

      In sämtlichen Gazetten ist von einer MOPF die Rede. Die SZ scheint eine Ausnahme zu sein. Dazu hat der Wagen neue Motoren (R6 Diesel und Benziner), neue ASSis, Neues Infotainment, neue Materialien, neue LED Scheinwerfer(650m Reichweite) etc..

      BMW ist ja nun wahrlich kein Hersteller, der gern untertreibt und so preist er in Shanghai und auf der BMW HP das 4er LCI als “Der neue BMW 4er” an.

      Wer meckern will, wird immer was finden.

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