BMW 6er 2018: Kein Nachfolger für Gran Coupé und Cabrio?

BMW 6er, Gerüchte | 11.05.2016 von 13

Die vierte Generation der BMW 6er-Reihe könnte zu ihren Wurzeln zurückkehren und sich damit dem Trend zu immer mehr Varianten des gleichen Fahrzeugs widersetzen. Gab es …

Die vierte Generation der BMW 6er-Reihe könnte zu ihren Wurzeln zurückkehren und sich damit dem Trend zu immer mehr Varianten des gleichen Fahrzeugs widersetzen. Gab es die erste Generation ausschließlich in Coupé-Form, war der Nachfolger auch als Cabrio erhältlich – und mit der dritten Generation erfolgte die Einführung des BMW 6er Gran Coupé. Nun berichtet Georg Kacher bei Automobile, dass sowohl das Cabriolet als auch die viertürige Version auf der Kippe stehen und für die vierte Generation gestrichen werden könnten.

Die Ursachen dafür liegen in einer grundlegend veränderten Aufstellung der Modellpalette, die künftig vom ebenfalls viertürigen BMW 9er Gran Coupé gekrönt werden soll. Den Erfolg der extrem luxuriösen 9er-Reihe sieht man in München offenbar gefährdet, wenn gleichzeitig für deutlich weniger Geld ein ähnlich attraktives 6er Gran Coupé angeboten wird. Beide Fahrzeuge bieten viel Exklusivität, elegantes Design und ausreichend Platz – trotz unterschiedlicher Abmessungen könnte das nächste BMW 6er Gran Coupé also tatsächlich im 9er-Terrain wildern.

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Wie groß die Nachfrage nach einem viertürigen Luxus-Coupé ist, zeigt ein Blick auf die aktuellen Verkaufszahlen. Im Gespräch zum Facelift sagte uns Produkt-Manager Christian Metzger, dass rund zwei Drittel aller 6er als Gran Coupé verkauft werden. Der restliche Absatz verteilt sich ausgeglichen auf Coupé und Cabrio. Der Großteil der Gran Coupé-Kunden kommt laut Metzger von der 5er-Reihe oder von Wettbewerbern, “Absteiger” aus der 7er-Reihe seien hingegen eher die Ausnahme gewesen.

Auch für das BMW 6er Cabrio wird die Luft dünner, schließlich kennt die Nachfrage nach offenen Autos seit Jahren nur eine Richtung. Außerdem ist die BMW Group mit zahlreichen Modellen vom MINI Cabrio F57 bis hin zum Rolls-Royce Dawn bereits sehr breit aufgestellt. Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen offenem 4er und 6er entfällt bei der nächsten Generation ohnehin, denn auch das BMW 4er Cabrio G23 wird mit Stoffdach ausgerüstet.

Unabhängig vom Variantenreichtum des neuen BMW 6er 2018 dürfen sich die Freunde der besonders luxuriösen Oberklasse aus München auf ein spürbar reduziertes Gewicht freuen. Genau wie der als technische Basis dienende 5er G30 wird auch der nächste 6er rund 100 Kilogramm abspecken. Die Diät verspricht reduzierten Verbrauch und spürbar mehr Fahrdynamik, so soll der BMW 6er G15 eine noch größere Zielgruppe ansprechen. Neue Assistenzsysteme und weitere Schritte auf dem Weg zum autonomen Fahren verstehen sich von selbst, schließlich wird der 6er in dieser Hinsicht mindestens so große Fortschritte machen wie der 5er.

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13 responses to “BMW 6er 2018: Kein Nachfolger für Gran Coupé und Cabrio?”

  1. jaywo says:

    Kann ich mir nicht vorstellen, dass BMW Mercedes das Feld einfach so überlässt was offene Cabrios angeht

  2. DasDubioseObjekt says:

    der Kacher redet viel, wenn der Tag lang ist

  3. manyo fobi says:

    Nochmal extra nachgefragt und Cab und GC sind definitv geplant. Cab kommt sogar vor dem Coupe

  4. PHoel says:

    Beim GC kann ich es verstehen. Ist absolut überflüssig, da kann man auch gleich einen 5er/7er kaufen.

    • jaywo says:

      Was heißt überflüssig.
      Der 5er hat nicht das Standing eines 6ers und viele Kunden vom GC sind 7er Kunden die einfach ein sportlicheres/eleganteres Fahrzeug als den 7er fahren wollen.
      In Anbetracht das der 9er ein viertüriges Coupe werden soll könnte ich verstehen das es keinen 6er GC mehr geben soll.

      Aber das Cabrio wird definitiv nicht gestrichen, dass weiß ich aus erster Hand

    • Fredericus Rex says:

      Nicht nur die Statistik mit einem zirka 60%igem Anteil GC zu je rund 20% C / Cab. spricht gegen diese These, auch zahlreiche Marktbeobachtungen bestätigen, das 6er GC ist die wichtigste Karosserievariante innerhalb dieser Modellreihe, da dieser spürbar individueller als eine 5er Limo/Touring ist, sowie gefühlt auch klassenhöher wirkt, zudem weniger das Image eines Vorstandsmitgliedes einer Gesellschaft anhaftet (wie Halter des 7er), sondern eher von gut situierten aus Kunst und Kultur geordert werden, die oftmals “ganz nebenbei” noch über ein paar exklusive Oldtimer verfügen.

      Eine künftiger Wegfall des 6er GC erscheint nur dann überhaupt überlegenswert, wenn dieser Karosserieaufbau bei einem möglichen höher platzierten 8er/9er sich wiederfindet.

      So könnte es tatsächlich auch kommen, denn Mercedes ist mit der S-Klasse seiner vier Aufbauten (inkl. Maybach_MB S600) zur Zeit in diesem Segment besser aufgestellt als BMW, was sich zweifelsfrei in der absoluten Oberklasse auch bei den weltweiten Zulassungen widerspiegelt – hier muss und ich denke wird die BMW Group auch nachlegen.

      • bayern-express says:

        Ob jetzt BMW unbedingt in diesem Bereich aufschließen soll, find ich fraglich.
        Viel wichtiger für die Marke und ihr Image wäre mal wieder ein echter reinrassiger Sportwagen, der bei seiner Performance deutlich die M-Modelle überragt und den man zusätzlich dann in der wichtigen GT3-Serie erfolgreich einsetzen kann. Mit dem M6 GT3 wird das wohl nichts werden.

        • Fredericus Rex says:

          Ein Hersteller wie BMW, sollte im Grundsatz immer den Anspruch haben, die erfolgreichste Oberklasse Modellreihe zu stellen.

          Jedoch genau in diesem Segment schwächelt BMW seit langem, obgleich bspw. der 7er_E32 mit dem ersten serienfertigen Nachkriegs 12 Zyl. in D überhaupt, bereits 1986 Mercedes für kurze Zeit auf die Plätze verwiesen hat.

          Ein reinrassiger Sportwagen der Group wäre sicher für die Reputation generell nützlich, falls dieser wirtschaftlich sinnvoll, wichtiger noch, Synergien mit sich brächte, jedoch einen sogenannten “Supersportwagen” nur deshalb entwickeln zu wollen, um diesen unbedingt im Portfolio vor allen Augen präsentieren zu können, wäre zu kurz gesprungen.

          • jaywo says:

            Wirft ja leider keinen oder nicht genügend Gewinn ab.
            Darum baut man lieber 2er AT/GT

            Traurig aber wahr
            Mercedes hat SLR, SLS und den GT auf den Markt gebracht und es rechnet sich auch
            Wir haben nen mittlerweile echt langweiligen und emotionslosen i8 der nach wie vor mehr als Prototyp durchgeht anstatt als Sportwagen

            BMW würde echt gut daran tun was fürs Image zu tun

            • Fredericus Rex says:

              Grundsätzlich sehe ich das Image von BMW bei weitem nicht so schlecht, als das dieses von einem “Super-Sportwagen” in naher Zukunft abhängig wäre.

              Der direkte Vergleich in diesem Segment der großen Roadster oder/und Oberklasse-Sportwagen/Coupe´ mit Mercedes sieht jedoch historisch betrachtet nahezu immer einen Vorteil für die Stuttgarter, sicherlich auch bedingt durch die lange Tradition der SL-Baureihen zurückgehend bis in die 50er Jahre.

              Ganz sicher hatte BMW damals sein Jahrhundert Meisterwerk den 507, nicht zu vergessen den für meinen persönlichen Geschmack noch famoseren 503, aber danach folgten keine auch nur annähernd vergleichbaren BMW Modellreihen in derselben Fahrzeugklasse, während Mercedes die nicht nur optisch geniale Pagode, dann den W107_SL/SLC ab frühe 70er nachlegte.

              [Kleiner Exkurs: die SL-Baureihe(n) ist(sind) laut kba.de nach dem “Käfer” und dem “MB-Strich8” die am dritt häufigsten noch fahrbereite und zugelassenen Oldtimer Baureihe in Deutschland !]

              Auch Ende der 80er stand bei BMW die 8er Reihe nach den Verkäufen weit abgeschlagen hinter dem MB_R129, obgleich gerade der 12 Zyl. des 850Ci damals den Maßstab im Motorenbau setzte.
              Die Stückzahlen auf dem schon damals immer wichtiger werden US-Märkten blieben für die 8er-Reihe höchst bescheiden, insgesamt galt das Modell als zu schwer, optisch wegen seiner ausgeprägten Radkästen und “Schlafaugen” zumindest als gewöhnungsbedürftig.

              Mercedes hingegen war auch in dieser Zeit mit den Coupémodelle C 126 und C 140 der S-Klasse insgesamt im Angebot breiter aufgestellt.

            • M54B25 says:

              Der i8 war und ist nie als Sportwagen gedacht gewesen. Es ist der Hingucker der neuen Submarke i und erlaubt es BMW sein ökologisches Aushängeschild besonders eindrucksvoll zu präsentieren. Etwas anderes wirst Du auch nie von BMW hören.

              Leider ist aus dem Post auch nicht zu entnehmen, welche BMW Baureihe nicht genug Gewinn abwirft 6er (GC, Cab) oder der 7er – aber egal bei beiden ist die Aussage komplett falsch. Beide Fahrzeugserien werden i.d.R. mit sehr viel Zusatzausstattung geordert und genau die bringt den Gewinn – oder glaubst Du dass die Metalliclacke und die vielen Licht- und Blingblingelemente wirklich so teuer in der Entwicklung und Produktion sind (bspw. das M-Paket für den 7er)?

              Der 2er AT wird mit Wechselprämien und ähnlichem in den Markt gedrück- offensichtlich auch recht erfolgtreich- der Gewinn kommt nur über die Menge an UKL Gleichteilen und da braucht es schon etwas mehr Volumen. Die Wagen werden im Gegensatz zu den anderen Baureihen eher mit weniger aufwendiger Ausstattung geordert, vgl. drüber auch das geht zu Lasten der Marge.

              Fürs Image kam gerade der M2 raus – der ja nun in der Standardausführung (ohne Cup-Reifen o.ä.) so jeden potentiellen und Möchtegern-Mitbewerber gleich im ersten Anlauf gebügelt hat. Und er ist sogar noch einigermaßen bezahlbar – für einen nagelneuen ///M.

              • jaywo says:

                Da hast Du mit allem Recht gar keine Frage.

                Ganz kurz zum M2, Ein Aushängeschild das eine Lieferzeit von fast 1,5 Jahren hat, sehr sehr schade.
                Ich hätte gerne einen bestellt aber so lange warte ich nicht auf ein Auto, dann kommt der Z4 halt noch nicht in Rente.

                • M54B25 says:

                  Ja das mit der Lieferzeit hatten wir schon mal diskutiert, ist aus meiner Sicht eine künstliche Verknappung und absoluter Irrsinn der BMW AG, vgl. auch die Kommentare in https://www.bimmertoday.de/2016/02/29/bmw-m2-lieferprobleme-sorgen-fur-frust-bei-vielen-kunden/

                  Einen Z4 weiter zu behalten, ist ja nun wirklich keine Notlösung 😉 Ich bin beim E46/2 VFL stehengeblieben, weil es irgendwie keinen würdigen Nachfolger gab – E92 mit zu großer Designänderung, die erst mit dem LCI einigermaßen erträglich wurde und beim F32 werden die R6 Motoren alle zwangsbeatmet wohingegen das Design imho sehr gut gelungen ist.

                  Das Schöne ist das die guten älteren BMW’s -und da zähle ich einen E86 oder E89 schon mit zu- in Würde und im Alltagsnutzen zu Klassikern reifen die sich mit der Zeit im rundgelutschten bzw. durchgesickten Erscheinungsbild heutiger Automobile abheben und durch ihre schlichte Eleganz herausstechen (wenn man(n) einigermaßen auf Autos steht – versteht sich 😉 ). Also am Wochenende noch mal eine Runde extra waschen & polieren und den Sauger genießen – Viel Spaß dabei!

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