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Follow this categoryAnlässlich der Innovationstage rund um die Mobilität der Zukunft hatten wir die Gelegenheit, ausführlich mit dem Projektleiter des in letzter Zeit recht häufig genannten Project i zu sprechen. Ulrich Kranz steht an der Spitze eines Teams, das sich derzeit mit den möglichen Formen zukünftiger Mobilität befasst und unter anderem an der Entwicklung des Megacity Vehicle (kurz MCV) arbeitet.
Dabei soll es sich um ein rein elektrisch betriebenes Fahrzeug mit rund vier Metern Außenlänge handeln, das genügend Raum für vier Personen bietet und dank des Elektromotors lokal völlig emissionsfrei fahren kann. Das Megacity Vehicle, dessen endgültiger Name noch nicht feststeht, wird mit einem umfassenden Leichtbaukonzept erstellt und ist von Grund auf für die Verwendung eines Elektromotors konzipiert. Im Gegensatz zu Fahrzeugen, die ursprünglich für einen Verbrennungsmotor gedacht waren – als Beispiele seien der MINI E und der BMW ActiveE genannt – bietet ein solches Purpose Vehicle deutliche Vorteile. Der Bauraum bei Umbauten (Conversions) ist nur bedingt für die Aufnahme von Batterien, E-Motor und Leistungselektronik geeignet und gewichtsintensive Änderungen sind aus Sicherheitsgründen unvermeidlich.
Auch wenn dieses Thema nicht direkt mit BMW zu tun hat, wollen wir euch den Ansatz des Ferdinand GT3 RS unbedingt vorstellen. Dabei handelt es sich um ein revolutionäres Konzept, das erstmals einen echten Rennwagen völlig ohne CO2-Ausstoß – mit Ausnahme des ausgeatmeten CO2 von Fahrer und Beifahrer – bietet. Das Fahrzeuggewicht konnte auf unter 100 Kilogramm reduziert werden, was den Ferdinand GT3 RS sogar leichter als die meisten Motorräder macht und insofern ein leuchtendes Beispiel für gelungenen Leichtbau darstellt.
Neben den CO2-Emissionen sind aber auch die Geräuschemissionen auf einem sensationell niedrigen Niveau und man kann wohl sagen, dass bisher kein Sportwagen weltweit umweltschonender unterwegs war. Darüberhinaus bietet der Ferdinand GT3 RS einen reichlich bemessenen Kofferraum und – vielleicht am Wichtigsten für einen modernen Sportwagen – eine absolut rennstreckentaugliche Optik, die keine Zweifel an der motorischen Potenz aufkommen lässt. Das Fahrzeug wurde in Österreich entwickelt und zeigt eindrucksvoll, wie die Zukunft des Sportwagenbaus aussehen könnte, wenn die Reduzierung der CO2-Emissionen weiterhin oberstes Gebot bleiben sollte.
Dank der britischen AutoCar können wir nun endlich weitere Details zum Megacity Vehicle veröffentlichen, denn offenbar hatten die Engländer am Rande der Auto China 2010 die Möglichkeit, eine ganze Reihe von Eckpunkten in Erfahrung zu bringen. Für manche ist vielleicht am Wichtigsten, dass das MCV ein Hecktriebler sein wird, der von einem ebenfalls im Heck untergebrachten Elektromotor angetrieben wird. Wo die nötige Batterietechnik untergebracht wird, ist noch nicht kommuniziert, aber wir gehen davon aus, dass sich mit einer Unterbringung in Fahrzeugboden und Frontpartie eine ausgeglichene oder leicht hecklastige Gewichtsverteilung ergibt.
Das Fahrzeug soll von der Größe her in der Golf-Klasse angesiedelt sein, somit über fünf Sitze verfügen und eine Reichweite von etwa 160 Meilen mitbringen, was rund 250 Kilometern entspricht. Um diese Reichweite zu erreichen, wurde vor allem an der Stellschraube des Gewichts massiv gedreht, denn der umfangreiche Einsatz von kohlefaserverstärkten Kunststoffen scheint eines der wesentlichen Elemente des neuen Fahrzeugs zu sein. Vom niedrigen Gewicht werden neben der Reichweite natürlich auch die Beschleunigung und das Fahrverhalten profitieren und es klingt momentan so, als ob das MCV richtig spaßig wird.
Die vor einigen Monaten angekündigte Partnerschaft zwischen BMW und dem Carbon-Spezialisten SGL trägt nun in Form eines neuen Werkes erste sichtbare Früchte. Zu der Partnerschaft war es vor allem mit Blick auf das Megacity Vehicle gekommen, das ab 2013 im BMW Werk Leipzig gebaut werden soll und bei dem man Kohlefaserkomponenten im großen Stil einsetzen will. Damit soll sichergestellt werden, dass das im Rahmen von project i entwickelte Elektroauto trotz der tendenziell schweren Technik verhältnismäßig leicht bleibt, um Reichweite und Dynamik zu maximieren.
Das neue Werk wird in Moses Lake im US-Bundesstaat Washington entstehen, das Investitionsvolumen wird bei rund 100 Millionen Dollar liegen. Dabei werden zunächst 80 neue Arbeitsplätze geschaffen, erste Erweiterungen des Werkes sind aber schon jetzt konkret geplant. Der Standort Moses Lake wurde auch mit Blick auf die zur Verfügung stehenden Energiequellen gewählt, denn die für die Produktion benötigte Energie kann in Moses Lake aus umweltfreundlicher Wasserkraft gewonnen werden.
Ein interessantes Interview mit BMW-Produktionschef Frank-Peter Arndt findet sich derzeit auf den Seiten der Auto, Motor und Sport. Darin geht es unter anderem über die Zukunft der Marke MINI, interessanter dürften aber die Aussagen bezüglich des Megacity Vehicles (MCV) sowie zum weiteren Ausbau der Produktion in den USA und in China sein.
Für das laufende Jahr 2010 erwartet Arndt ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich, bis zum Jahr 2012 soll die BMW Group sogar auf weltweite Verkaufszahlen von 1,6 Millionen Einheiten kommen. Nach einem Volumen von 1,258 Millionen Fahrzeugen im Vorjahr strebt man für 2010 also einen Wert zwischen 1,3 und 1,4 Millionen an. Um für das Jahr 2012 auf 1,6 Millionen verkaufte Fahrzeuge zu kommen, sind wiederum Wachstumsraten im hohen einstelligen Prozentbereich nötig.
Das Thema Leichtbau spielt derzeit im Automobilbau eine große Rolle und allem Anschein nach wird sich daran auch zukünftig nichts ändern. Auch wenn die Fahrzeugmodelle von Generation zu Generation nur sehr selten leichter werden, steckt viel Arbeit dahinter, das Gewicht nicht noch weiter ausufern zu lassen.
Die Ursachen für den stetigen Gewichtszuwachs sind vielfältig und sind mit den offensichtlichen Dingen wie zusätzlicher Sicherheit, immer mehr serienmäßiger Ausstattung und Komfort-Features sowie gewachsenen Außenmaßen noch lange nicht erschöpft. In Folge der größeren Motoren muss beispielsweise auch der Antriebsstrang immer robuster ausgelegt werden, um die mit den Jahren doch sehr deutlich gewachsenen Drehmomente verkraften zu können.
- Der_Namenlose: Sehe ich auch so. Es gibt zurzeit so viele Autos von BMW auf Hinterradantriebsbasis gibt (MINI...
- dicker: das wird der hässlichste BMW aller zeiten. auf den spuren von vw santana, vw polo (5 türer) und fiat...
- Bavarian Driver: Pfui Gack! 4000€ mehr san mas wert fia a 3er Limousine, bevor i ma den Gack kaufa dad!
- iQP: Oh mit RWD könnte das ein tolles Auto werden, aber so dann doch lieber ein 2er Cupe oder eben den guten alten...
- der_ardt:
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