BMW Leichtbau-Zukunft: Mehr Karosserie-Teile aus Carbon

News | 2.07.2015 von 10

Der Weg zu immer niedrigeren Verbrauchswerten führt bei BMW nicht nur über den Antriebsstrang, sondern auch weiterhin über das Thema Leichtbau. Praktisch im Nebensatz der Vorstellung …

Der Weg zu immer niedrigeren Verbrauchswerten führt bei BMW nicht nur über den Antriebsstrang, sondern auch weiterhin über das Thema Leichtbau. Praktisch im Nebensatz der Vorstellung des BMW 5er GT mit Wasserstoff-Brennstoffzelle (zum Fahrbericht) bekamen wir auch einige neue Karosserie-Teile von BMW zu sehen, die das Gewicht künftiger Serienfahrzeuge um einige Kilogramm reduzieren werden.

Der Prototyp des BMW 5er GT verfügt genau wie aktuelle M3, M4 und M6 über ein auf den ersten Blick erkennbares Dach aus Sicht-Carbon, diese auch fahrdynamisch interessante Lösung zur Senkung von Gewicht und Schwerpunkt könnte in den nächsten Jahren auch für immer mehr Fahrzeuge ohne M in Frage kommen.

BMW-Carbon-Leichtbau-Karosserie-Teile-Prototyp-07

Noch spannender als das Dach ist allerdings die Heckklappe, denn auch diese ist vollständig aus kohlefaserverstärktem Kunststoff gefertigt und demonstriert damit, dass künftig auch komplexeste Formen aus dem gleichermaßen leichten wie robusten Werkstoff gefertigt werden können. Die in das Design der einteiligen Heckklappe integrierte Spoiler-Lippe unterstreicht die beinahe uneingeschränkten Möglichkeiten. Für extrem geringes Gewicht stehen auch die teilweise aus Carbon gefertigten Felgen des Prototypen.

Klar ist, dass der aktuelle BMW 5er GT kein Kandidat für umfassende Leichtbau-Maßnahmen mehr ist. Worum es den Technikern geht, ist die möglichst umfangreiche Erprobung neuer Lösungen im Alltag – hierfür werden nicht nur spezielle Prototypen aufgebaut, auch in erster Linie anderweitig genutzte Fahrzeuge wie der Gran Turismo mit Wasserstoff-Brennstoffzelle werden zum Sammeln von Daten genutzt.

Neben den besonders sparsamen BMW i-Modellen i3 und i8 sowie den auf maximale Performance getrimmten M-Modellen nutzt auch der neue BMW 7er 2015 in großem Umfang Carbon, allerdings kommt der teure Hightech-Werkstoff in der Luxusklasse eher im verborgenen zum Einsatz: Die BMW Carbon Core-Technik verzichtet auf jede Form von Show und sorgt stattdessen für eine unsichtbare, aber effektive Diät.

10 responses to “BMW Leichtbau-Zukunft: Mehr Karosserie-Teile aus Carbon”

  1. Pro_Four says:

    …der absolut richtige Ansatz. Getreu nach dem Motto: Lieber 1000Kg als 1000PS.

  2. der_ardt says:

    das ist alles sehr interessant und ich finde es gut, aber ich frage mich dabei, wie wertig sich das für viele anfühlt. Das Gemeckere geht ja schon los, wenn Autotüren nicht satt genug schließen. Was da wohl los ist, wenn die Hecklappe sich zu einfach, weil zu leicht, bewegen lässt?

    • Martin says:

      Ich denke da hat BMW lösungen für. Die Tür beim BMW i8 oder i3 schliesst auch sehr satt trotz dass diese sehr leicht ist.

    • JohnVI says:

      Das wird das geringste Problem. Im Yachtbau gibt es gedämpfte Schaniere, die das Gewicht einer Tür simulieren und kaschieren, dass sie quasi aus Pappe sind. Die Autoindustrie wird da sicher noch einiges nachlegen. Zudem fast man die Heckklappe ja kaum noch an, da sie automatisch öffnet und schließt.

      • M54B25 says:

        Hallo John,

        Mercedes arbeitet da z.B. schon ganz gewaltig dran. Beim T-Modell der aktuellen C-Klasse ist die Heckklappe aus Aluminium – was ja eigentlich sehr löblich wäre. Aussage der Entwickler ist allerdings, dass damit das Mehrgewicht des automatischen Öffne-/Schließmechanismus ausgeglichen wird….

        Ich frage mich immer wie wir vor 15 Jahren die Heckklappen aufbekommen haben und ob der Mehrzahl der Fahrer diese motorischen Fähigkeiten einfach so abhanden gekommen sind, damit die Autoindustrie da wieder ein “Feature” einbauen kann.

        Also von mir aus muss da keiner was nachlegen – Alu oder wie hier andere Leichtbaumaterialien für solche Karroserieelemente ohne elektrischen Firlefanz und gut ist! Da wird mittlerweile alles Carbon foliert was am Fahrzeug geht aber die Türen und Heckklappen müssen “satt schließen” (=schwer sein) – irgendwie abstrus.

        • quickjohn says:

          Ja – da wird es bei Vielen noch einen ‘Wertewandel’ geben müssen.

          Für Porsche war das noch nie ein Problem: beim 991 klingen die Türen genauso ‘blechern’ wie weiland beim 993 – und zu Recht stört das niemand!

          • M54B25 says:

            Und genau das ist die Diskussion die alle Autobauer (mal sehr pauschaliert gesagt) nur halbherzig und mit Feigenblättern versehen angehen. Da muss immer noch alles besser, größer und letztendlich schwerer werden – Hauptsache der Umsatz steigt und stimmt wieder.

            Das Schöne an Wertewandel ist, das es eher ein Werte-Zurück Thema ist, das meiste gab es halt schon mal.

            Also BMW: back to the roots: CSL – Coupé Sport Leichtbau – beim E46 CSL hat sich niemand über den Klang des Kofferaumdeckels beschwert!

          • B3ernd says:

            Genau den wollte ich auch gerade erwähnen – beim 911 störts niemanden und die Leute zahlen für´n Turbo S knappe 200k€ – so what.

        • der_ardt says:

          Mich stört das auch nicht groß. Dennoch gibt es viele die sich am liebsten beschweren würden, dass die Rückseite des Gaspedals so rau ist. Es ist sicher ganz nett, wenn man voll beladen alles einfach in den geöffneten Kofferraum schmeißen kann, aber das ist doch selbst bei Müttern so selten, dass sich die Anschaffung als rein praktischen Gründen kaum lohnt. An so einer Sonderausstattung verdienen die Hersteller letztlich aber enorm, darum wird dieser Trend wohl auf absehbare Zeit anhalten.

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