Bergrennsport: Im Mercedes SLK auf den Spuren von Georg Plasa

Motorsport | 3.07.2012 von 0

Vor fast genau einem Jahr erlitt der Bergrennsport den Verlust des mehrfachen Europameisters Georg Plasa, der bei einem Rennen in Italien am Steuer seines BMW …

Vor fast genau einem Jahr erlitt der Bergrennsport den Verlust des mehrfachen Europameisters Georg Plasa, der bei einem Rennen in Italien am Steuer seines BMW 134 Judd tödlich verunglückte und dabei eine nicht mehr zu schließende Lücke hinterließ. Ganz im Sinne des begeisterten Motorsportlers Georg Plasa nehmen einige seiner damaligen Teammitglieder nun einen neuen Anlauf, um die Sekundenjagd auf abgesperrten Straßen einen weiteren Tick schneller zu machen.

In der technischen Leitung des neuen Projekts Mercedes SLK 340 befindet sich mit Martin Burmeister einer der Köpfe hinter dem BMW 134 Judd und trotz des völlig unterschiedlichen optischen Auftritts handelt es sich beim neuen Rennwagen um eine technische Evolution des Hightech-Boliden im BMW-Kleid.

Technisch haben der neue SLK und das alte 1er Coupé zahlreiche Gemeinsamkeiten: Die Hinterräder werden von einen 3,4 Liter großen V8-Saugmotor von Judd angetrieben, das im Heck des Fahrzeugs untergebrachte Getriebe wird mit Hilfe von Schaltwippen am Lenkrad bedient, für optimale Traktion sorgen speziell entwickelte Doppeldreieckslenker-Achsen mit Federn und Dämpfern von KW, das Gewicht soll fahrbereit unter der Marke von 800 Kilogramm bleiben und eigens entwickelte Rennreifen von Avon Tyres unterstützen die Jagd nach den letzten Zehntelsekunden.

Am Steuer des über 600 PS starken Mercedes SLK 340 RM2V8 wird mit Reto Meisel eine ebenfalls bestens bekannte Größe des Bergrennsports sitzen, um die ambitionierten Ziele des Teams zu verwirklichen: Spätestens 2014 soll der Leichtbau-Renner aus Europa bei den US-Klassikern Pikes Peak und Race to the Clouds für Furore sorgen, außerdem soll der aktuell gültige Rundenrekord auf der Nürburgring Nordschleife unterboten werden.

Unerlässlich ist bei derart ambitionierten Zielen eine bis ins letzte Detail perfektionierte Aerodynamik. Der komplett verkleidete Unterboden gehört dabei ebenso zum Inventar des Bergrennsports in der Klasse E1 wie der wuchtige Frontsplitter, der üppig dimensionierte Heckflügel und der die Grenzen des Reglements und der Physik auslotende Diffusor. Dass der Werkstoff Carbon bei all diesen Elementen ebenso wie beim festen Dach eine wesentliche Rolle spielt, erschließt sich beim Blick auf das Gewicht des fahrfertigen Boliden von selbst.

(Bilder & Infos: Team Meisel Motorsport)

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